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Lotta1707

Lotta1707
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Guten Abend, oder guten Morgen meine lieben,
Ich habe sehr viel Angst vor sehr vielen Krankheiten von den ich mir schon sehr viele Symptome eingebildet habe.

Meine Frage, wann kann ich meinen Symptomen vertrauen? Wann ist meine Angst wieder ein berechtigtes Signal? Hat da jemand Erfahrungen?Liebe Grüße

01.01.2016 #1


89 Antworten ↓
Hotin

Hotin
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Hallo Lotta1707,

mit Dir zu reden finde ich wirklich angenehm. Wenn ich Deine Texte lese,
sieht das auf den ersten Blick immer so aus, als wenn bei Dir alles in bester Ordnung ist.
Dies scheint aber gerade Dein Problem zu sein. Deshalb kannst Du das selbst vermutlich schwer erkennen.

Zitat:
"Ich will eine starke Karrierefrau werden, denn erst wenn das alles stimmt kann man anfangen über eine Familie nachzudenken, denn dann hat man finanziell alles im Griff" das war mir immer das wichtigste.


Das hast Du doch erreicht. Nur meiner Meinung nach hast Du Dein Leben auf den Kopf gestellt.
Was hast Du für eine Einstellung zu Dir selbst?
Ich bin ein wenig das Gegenteil von Dir.
Mir war immer das wichtigste, dass ich zufrieden und glücklich bin. Zugegeben,
mein Lebensweg war immer der wesentlich schwierigere. Gerade beruflich habe ich
vieles nicht erreicht, weil ich oft nicht bereit war so viel von meiner Gesundheit zu investieren. Gearbeitet
habe ich aber mindestens so viel wie Du. Vielleicht sogar mehr. Nur meine Erfolge fehlten oft, weil ich sehr
ehrlich war und das menschliche bei mir und meinen Kollegen immer in den Vordergrund gestellt hatte.
Also wurde ich über Jahre benutzt und herum geschoben.
Dafür durfte ich dann mit 30 Jahren zum Psychologen. Mein Problem war jedoch schnell gelöst, weil
meine Selbsteinschätzung etwa ebenso präzise war, wie ich Deine Denkweise und Deine Aussagen sehe.
Ab diesem Zeitpunkt habe ich angefangen mich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren.
Damit will ich sagen. Wir beide habe sehr viel von unseren Zielen erreicht.

Nun frage ich mich, hattest Du für Deine Gesundheit und Deine persönliche Zufriedenheit auch klare Ziele,
oder bist Du immer davon ausgegangen, Deine Gesundheit hat einfach gut zu sein? Ist Dir bewusst, dass
vermutlich mehr als die Hälfte der Patienten eines Krankenhauses an Zivilisationsschäden behandelt wird?
Oder trennen sich hier unsere Ansichten?

Zitat:
Ich habe auf die Leute herab geschaut. Aber nicht aus die Personen bzw den Charakter, ganz im Gegenteil,
Charaktere die ich toll fand waren meine Idole auf die ich hinaufschauen konnte.so als wäre
es eine liebevolle Arroganz.


Du, das hört sich so toll an. Nur, ich glaube es ist nicht so, wie Du es siehst.
Dein Fehler wird teilweise darin liegen, das Du immer nur nach oben geschaut hast.
Vorsichtig gesagt, könnte es sein, das Du die Welt nicht mehr so sehen kannst, wie sie wirklich ist.

Zitat:
Zwischenmenschlich ist alles gut.


Davon bin ich überzeugt. Du wirkst so, als wenn man gern in Deiner Nähe ist.
Nur was ist, wenn ich gern Deine Nähe haben möchte, aber beruflich und wirtschaftlich schwach bin?
Habe ich als Mensch dann noch eine Chance bei Dir?

Zitat:
Krank machen war ein Drama. Man hat bei allen verschissen, man war der Schwache Part auf den
man sich nicht verlassen kann was in meinem Beruf doch so wichtig ist.


Du bist aber doch eine sympathische Frau. Und Du erlaubst Dir keine "Schwäche",
bist Dein eigener Antreiber?
Außerdem liegt Dein Problem oft im Detail. Daher ist das nicht so einfach zu finden.
Für mich ist es eine schwere und ungerechte Anschuldigung, wenn du pauschal "Zuverlässigkeit" und
"Krankheit" so in Verbindung bringst.

Zitat:
Also auf die Frage wer das mit mir gemacht hat oder ob ich es selbst war kann ich nicht genau antworten.
Ich hab es selbst gemacht denke ich, aber nicht in dem Bewusstsein was das aus mir macht.


Eine wunderbare, für Dich zentrale Aussage. Du kannst meiner Meinung nach vieles
hervorragend reflektieren.
Jetzt solltest Du einfach überlegen, wie Du ein wenig die Geschwindigkeit aus Deinen Leben heraus nimmst
und mehr Erholungsphasen und echte Entspannung für Dich einbaust.
Deine Zielsetzung und Deine Vorsätze brauchst Du nicht über Bord zu werfen.
Nur solltest Du Deine persönliche Zufriedenheit noch mit einbauen. Das wird aber weh tun. Weil Du
dafür etwas von Deinem beruflichen Glanz verlieren könntest.

Und dann würde ich versuchen, möglichst viel ehrliches Feedback von den Mitmenschen zu bekommen.
Das beste und ehrlichste Feedback gibt es fast immer von Psychologen. Dort kannst Du Deine innersten
Gedanken ganz offen auf den Tisch legen.
Und wenn Du beim Psychologen wieder raus gehst, bist Du wieder die starke Lotta.
Niemand braucht wissen, was wirklich los ist. Dies ist allein Deine Sache und erhält Dein Selbstbewusstsein
oder baut es noch mehr auf.
Und am Ende bist Du stärker, als Du Dir es jemals vorstellen konntest.

Wünsche Dir einen schönen Tag.

Viele Grüße

Hotin

01.12.2015 16:45 • x 1 #26


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Wirklich krank Wie erkenne ich es?

x 3


Hotin

Hotin
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Hallo Lotta1707,

danke für eine wunderbar geschriebene Antwort.

Zitat:
Es ist gut möglich, dass ich meine Gefühle dadurch mehr wahrnehmen konnte. Aber was ich nicht
konnte ist, dass ich dagegen angehe. Das kann ich bis jetzt nicht.


Lotta, das geht auch nicht. Wer gegen seine Gefühle angeht, wird fast immer Probleme bekommen.
Oft wird man sogar krank dadurch.

Zitat:
Ich will leben. Aber eben so wie es früher einmal war. So dass ich das Kompliment " Mensch wie machst
du das nur alles, sowas könnte ich gar nicht schaffen" wieder aufnehmen kann und mich nicht
rechtfertigen muss, dass auch ich am Boden bin.

Eine tolle, sehr hilfreiche Aussage von Dir. Erstens bist Du noch lange nicht wirklich am Boden. Warum willst
Du immer mehr schaffen, als andere Menschen? Das wird kaum gehen. War das alles, was Dich im Leben
zufrieden gemacht hat? In diesem Satz könnte eines Deiner Hauptprobleme liegen.
Wäre es auch ok für Dich, wenn Du nicht besser, sondern nur ungefähr so leistungsfähig wärst, wie etwa
der Durchschnitt der Menschen?
Wie steht es denn um Dich? Was hast Du für ein Weltbild? Kannst Du Deine Zufriedenheit auch noch aus
anderen Bereichen holen? Oder definierst Du Dich nur über Leistung?
So etwas kann auf Dauer nie zufrieden machen. Du hast Dich vermutlich über Jahre selbst auf einen
Sockel gestellt und auf die anderen herab geschaut. Bitte nimm mir das nicht übel, wenn ich das so schreibe.
Es ist nicht persönlich gemeint.
Dies sind häufig die negativen Auswirkungen unserer angeblichen Leistungsgesellschaft. Hat man Dich
abhängig gemacht? Wer war das? Oder hast Du das allein geplant und ausgeführt?

Um wirklich zufrieden zu werden, solltest Du meiner Meinung nach einiges in Deiner Sichtweise zum Leben ändern.
Falls Du das nicht allein einsiehst und schaffst, können Dir Gespräche mit Psychologen bestimmt helfen.

Bitte sage mir, wenn ich völlig falsch mit meiner Meinung liegen.

Viele Grüße

Hotin

30.11.2015 18:05 • x 1 #24


Zum Beitrag im Thema ↓


Vargtimmen
Mein (ziemlich toller) Arzt hat mal sich meiner ganzen vermuteten Krankheiten angenommen, und mir einzeln erklärt, wann wirklich etwas Ernstes vorliegen kann. Z.B. hatte ich bei all meinen vermuteten Herzinfarkten oder Schlaganfällen oder was ich so, nie Fieber, veränderte Pupillen oder etwas dergleichen. Natürlich reicht das selten, wenn die Überzeugung da ist, dass man sterben könnte, aber eigentlich ist jede Herzraseattacke fast schon mehr Beweis, dass es psychisch ist, wenn es in einen zeitnahen Rahmen passiert, und wenn man abgleichen kann, wie viel Gedanken an dem jeweiligen Tag mit einer Krankheit zusammenhängen. Ansonsten natürlich ganz schwer, er meinte zwar noch "wenn man so fit und mit Überzeugung zum Arzt geht eine Krankheit schweren Ausmasses zu haben, ist es schon ein Anhaltspunkt, dass es nicht SOOOOO schlimm sein kann", aber wie gesagt: wenn das Nervensystem einen betrügt und die Angst da ist, verschwimmt ja alles sehr blöd. Testen kannst Du es am besten damit, dass Du mal notierst, welche Gedanken du wann an Krankheiten hattest und in dem Zusammenhang, ob an dem Tag etwas stärkrere Attacken mit Angst in Dir aufgekommen sind, oder nicht. Deine Fragen kann ich zumindest also nur um-die-ecke beantworten, aber ich stecke im selben Boot und mir hilft es zu verstehen, wann welche Muster auftreten. Grße, Florian

#2


rosebud42
Ich versuche immer so gut es geht objektiv zu sein und mich zu fragen: wie stark "leide" ich unter den wirklichen Symptomen wie z.b. Kribbeln der linken gesichtshälfte oder stechen im Brustkorb, auf einer Skala von 1-10. und wenn ich da ehrlich mit mir bin, sind die "schmerzen" meist so bei 2-4 höchstens... Der Rest ist Beunruhigung die dann in Angst umschlägt. Sobald man dann mal was wirklich schlimmes hat, ist das schlagartig alles ganz anders. Da sind die Schmerzen so groß, dass für die Angst kein Platz mehr bleibt und man instinktiv zum Arzt geht und dem dann auch vertraut.

x 1 #3


Hotin
Hallo Lotta1707,

Zitat:
Wann ist meine Angst wieder ein berechtigtes Signal?


Ich glaube Angst ist immer ein berechtigtes Signal. Angst betrügt Dich nicht!
Das wunderbare an dieser Sichtweise ist.
Etwas, was nicht lügt ist immer hilfreich.
Nicht Deine Angst belastet Dich so. Was Dich belastet ist, das Du verlernt hast
wie Du die Stärke Deiner Angst runter regeln kannst.

Zitat:
Meine Frage, wann kann ich meinen Symptomen vertrauen?


Symptome erzählen nicht immer nur, was ist, sondern meistens vor allem, wie Du Dich dabei fühlst.
Bei einem heftigen Krankheitsgefühl solltest Du also damit zum Arzt gehen. Und wenn ihr dann gemeinsam
zu der Überzeugung kommt, Du bist nicht krank, dann kannst Du von folgendem ausgehen.

Du kannst auch Deinem Symptom vertrauen. Es sagt Dir.

"Tu etwas für Dich! Du lebst ein Leben, bei dem nicht nur Dein Kopf, sondern auch
Dein Körper sich sehr unwohl fühlen."


Viele Grüße

Hotin

x 1 #4


Vergissmeinicht
Hallo Lotta,

nun, die Symptome spüren wir und sie sind real da, von daher bildest Du sie Dir nicht ein. Wichtig ist einmal komplett durchgecheckt worden zu sein, damit Du von der körperlichen Seite Gewissheit hast. Mitunter spricht man von funktionellen Störungen, die das Herz, die Blase, den Darm, den Kopf und vieles mehr beeinflussen können. Dies empfinden wir als unangenehm, ist aber Null schädlich.

Wichtig ist wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu erlangen.

x 1 #5


Ingo78
Hallo zusammen bin neu hier und kenne das alles sehr gut das problem was wir alle haben werden ist das man es irgendwann nicht mehr unterscheiden kann was ist eine krankheit ... was ernstes und was ist pschychosematisch

#6


Lotta1707
Gestern Abend zum Beispiel merke ich ein brennen hinterm Brustbein. Direkt entwickel ich Angstgefühle und mir wird wieder schwindelig. Meine Angst hatte ich aber soweit unter Kontrolle dass ich keine Panikattacke bekam. Heute hat es sich verschlimmert und ich tippe auf eine speiseröhrenentzündung. Kann schon nur noch breiige bzw weiche Kost aufnehmen weil es beim schlucken sehr weh unangenehm ist.
Jetzt weiß ich natürlich nicht ob mein Körper mir das vorgaukelt oder ob es wirklich eine Entzündung ist.

#7


rosebud42
Naja, nicht gleich an schlimmeres denken... Viel wahrscheinlicher ist doch Sodbrennen, oder? Nimm doch mal sowas wie bullrich Salz oder talcid und lass z. B ein paar Tage den Kaffee weg und die Süßigkeiten...

#8


Lotta1707
Ja ich habe noch nie richtiges Sodbrennen gehabt. Ich weiß nicht ob es so stark sein kann dass man tatsächlich Beschwerden beim schlucken hat?
Aber wenn hier auch nur einer is der mir sagen kann dass das schonmal vorkommt dann vertraue ich darauf sofort und bin echt beruhigt.

#9


Vergissmeinicht
Hey Lotta,

wundere mich gerade wie Du auf Speiseröhrenentzündung kommst?! Denke auch Du hast was Falsches gegessen und gut ist.
Sodbrennen kann sehr unangenehm sein.

#10


Lotta1707
Ich komme darauf weil ich nicht wirklich saures aufstoßen habe, sondern einen Druck der intervallartig kommt und geht. Ein brennen was ich sonst noch nie bemerken konnte.
Ich bin Krankenschwester da ist das größte Problem in meinen Kopf. Ich rechne die Symptome zusammen und mache mir mein Bild. Ich versuche mich immer als andere Person zu sehen, versuche immer mich in die Situation zu versetzen was ich meinem Patienten sage wenn er mir diese Symptome schildert. Verstehst du?

#11


Hotin
Hallo Lotta1707,

Zitat:
Aber wenn hier auch nur einer is der mir sagen kann dass das schon mal vorkommt dann vertraue ich
darauf sofort und bin echt beruhigt.


Da hast Du aber die wichtigste Person vergessen. Das bist Du nämlich selbst.
Warum sagst Du Dir nicht. "Na ja, so etwas kommt schon mal vor. Ich werde mal abwarten, ob es
bleibt oder sogar schlimmer wird. Vieles geht ja auch von allein wieder weg."

Zitat:
Ich rechne die Symptome zusammen und mache mir mein Bild. Ich versuche mich immer als andere Person zu sehen, versuche immer mich in die Situation zu versetzen was ich meinem Patienten sage wenn er mir diese Symptome schildert.


Und was sagst Du dann Deinen Patienten? Bitte nicht mehr bewegen. Sie sind bestimmt ernsthaft erkrankt. Ich werde gleich den Chefarzt verständigen. Wahrscheinlich müssen sie operiert werden.
Beruhigst Du auf diese Weise Deine Patienten, oder was habe ich falsch verstanden?

Viele Grüße

Hotin

#12


Lotta1707
@hotin
Wenn es bei mir auch so effektiv wäre wenn ich mir selbst erkläre, dass es schonmal vorkommt und ich erst mal abwarten kann, meinst du dann würde ich in dieses Forum schreiben? Mein Kopf
akzeptiert diese plausiblen Erklärungen nicht.

Und nein. Natürlich sage ich meine Patienten sowas nicht. Aber ich gebe es weiter und in den meisten Fällen erfolgt dann die Diagnostik und Behandlung vom Arzt.

#13


Vergissmeinicht
Liebe Lotta,

wir Angsthasen gehen immer von dem Schlimmsten aus. Ich hatte damals auch so ein Brennen. Ich sagte zu meinem Thera, ich bekomme einen Infarkt und er meinte, es sei meine Psyche.

#14


Lotta1707
Ja. Naja. Aussitzen und abwarten.

#15


Vergissmeinicht
Bist Du verspannt Lotta?

#16


Lotta1707
Unheimlich ja.

#17

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Vergissmeinicht
Hm, dachte ich mir. Dann wird es vom Rücken kommen und zieht dann auch natürlich nach vorne. Mache Dir eine Wärmflsche, lege sie auf das Kissen und schlafe darauf ein.

Wünsche Dir eine gute Nacht.

#18


Hotin
Hallo Lotta1707,

Zitat:
Wenn es bei mir auch so effektiv wäre wenn ich mir selbst erkläre, dass es schonmal vorkommt und ich
erst mal abwarten kann, meinst du dann würde ich in dieses Forum schreiben?
Mein Kopf akzeptiert diese plausiblen Erklärungen nicht.


Ich verstehe Dich. Das weiß ich doch alles.
Nur frage ich Dich. Wie soll Dir jemand helfen, wenn er Dich nicht ärgert und provoziert?
Oder was würde Dich sonst zum umdenken bringen.
Verständnis hat doch bei Dir bis jetzt nicht funktioniert. Oder doch?

Du kannst mit mir alle Facetten der Angst diskutieren. Nur erzähle mir nicht
"Mein Kopf akzeptiert das nicht." Es ist nicht Dein Kopf. Es ist Dein eigener Wille.
Du bist nicht ferngesteuert.

Wenn ich dir gegen Dein Schienbein trete und dann sage: "Du, mein Kopf wollte Dich einfach mal
treten." Ich kann nichts dafür. " Was antwortest Du mir dann?


Hotin

#19


Lotta1707
Ich kann dir kurz was zu meiner Person sagen die ich war bevor mich die Angst eingenommen hat.

Ich war stark. Depressive Menschen konnte ich nicht ertragen, ich sagte zu ihnen immer "meine Güte krieg den Ar. hoch und geh ma gegen dich"
Ich habe meine angehörigen, Freunde oder Patienten immer beruhigt wenn eine gesundheitliche Einschränkung bestand. Ich war die jenige die angerufen wurde und direkt an der Front war ohne Furcht oder Angst.

Wenn ich dir sage, dass ich mich selber nicht unter Kontrolle habe dann darfst du mir das glauben. Musst du nicht, aber eine Lügnerin bin ich nicht geworden dadurch. Es mag sein dass du selbst für deine Probleme nur einen Ar. brauchst um sie aus eigener Kraft zu besiegen. Diese Fähigkeit ist mir nicht mehr gegeben.

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Dr. Matthias Nagel
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