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Ich probiere es mal hier meine Leidensgeschichte zu schildern -Evtl. geht es ja Menschen wie mir und jemand hat Tipps für mich ... Ich bin 21 Jahre alt und folgendes spielte sich im letzten Jahr ab:

Es fing an mit schmerzen / stechen in der linken Brust (Herbst 2015) ... Anfangs nur alle 2-3 Tage und bevorzugt abends im Bett
Ich dachte mir nichts dabei denn so ein stechen hat doch jeder schon erlebt ... "Wird vom Sport kommen" sagte ich mir und vergaß das ganze erstmal.

Wien (Silvester 2016):
Bei meinem Bruder verspürte ich jeden Tag dieses eklige stechen in der linken Brust. Mal im stehen, mal im sitzen und ganz oft abends im Bett. Ich fing mir an sorgen zu machen und vereinbarte einen Termin beim Kardiologen in Karlsruhe.

Kardiologe 1: es wurde ein ruhe EKG, Belastungs EKG, Echokardiografie und eine Blutuntersuchung gemacht.
Befund: Hoher Ruhepuls (>80) was auf den Stress zurückzuführen sei. ansonsten erklärte mich der Kardiologe für "Herzgesund" und ich solle meinen Rücken Stärken.

Nach dem Besuch ging es mir deutlich besser - aber die Schmerzen blieben. Immer häufiger (mehrmals pro Tag) quälten mich starke Schmerzen in der linken Brust, rücken und auf der rechten Seite. Aufgrund von Panik ging ich zu einem Hausarzt nach Karlsruhe. Er machte ein EKG und sagte meinem Herz ginge es gut und ich solle einen Orthopäden aufsuchen.

Orthopäde: ich wurde geröntgt und man stellte einen Leicht verschobenen Brustwirbel und eine Fehlhaltung mit leichter Skoliose fest. --> 10 mal Krankengymnastik.

Da diese nur minimal half ging es mir psychisch immer schlechter. Ich fing an ständig meinen Puls zu messen und lebte in permanenter Angst einen Herzanfall erleiden zu können.

Februar: auf dem Weg zur Bahn rannte ich das letzte Stück und tastete in der sbahn meinen Puls. Dieser Schien mir sehr unregelmäßig zu sein (mal schnell dann Aussetzer etc.) also fuhr ich direkt in die Notaufnahme wo ein Ruhe EKG und eine Blutuntersuchung gemacht wurde.
Befund: sinusarythmie aufgrund der Atmung

Ich wollte das Gefühl nicht loswerden das die Ärzte was übersehen haben und machte mir weiter sorgen.

Im ICE tastete ich wie gewohnt meinen Puls und stellte fest das dieser bei >100 Schläge pro Minute war - ich bekam Panik, Schwindel und Angstattacken und begab mich direkt zu einem Kardiologen in Mannheim:

Kardiologe 2: Es wurde ein EKG, Belastungs EKG und Echokardiografie gemacht.
Kein Befund! Der Kardiologe sagte eindringlich zu mir "Er lege sich darauf fest das mein Herz gesund sei".
Ich akzeptierte seine Diagnose und beschloss sie zu glauben.

März: da die Schmerzen nicht nachlassen wollten begab ich mich zu einem anderen Kardiologen in Reutlingen.

Kardiologe 3: dieser nahm sich sehr viel Zeit und untersuchte mich auch mittels EKG und Echokardiografie! Kein Befund! Er sagte die Schmerzen müssen von meinem Rücken kommen und ich solle aufhören meinen Puls zu messen.

Um meine Leidensgeschichte zu schildern entschloss ich mich zu meinem Hausarzt zu gehen welcher erneut eine Blutuntersuchung machte und ein Belastungs EKG erstellte. kein Befund und er verwies mich an einen Osteopathen.

Osteopath: Er stellte bei mir sehr starke Blockaden in der BWS und HWS fest und sagte es könne ein Nerv in Herzgegend eingeklemmt sein welcher ähnliche Symptome hervorruft wie eine Angina pectoris...
Der erste Befund also welcher meine Schmerzen erklären konnte!
Nach der Behandlung ging es mir so gut wie schon Monate nicht mehr. Ich hatte Ca eine Woche kaum bis keinerlei Beschwerden. Ich schien wieder ausgeglichen zu sein und und tastete kaum mehr meinen Puls.
Doch die Schmerzen fingen mit meinem Umzug nach Mannheim wieder an und wurden fast so schlimm wie vor dem Osteopathen.
Ich begann meinen Puls zu messen und mich auf die Schmerzen zu konzentrieren.

Am Dienstag (10.05.2016) stellte ich abends im Bett fest, das mein Puls wieder schneller und langsamer wurde. Ich bekam Angst und. Fing an dauerhaft zu messen --> Puls erhöhte sich --> mir wurde schwindlig und ich wusste nicht mehr wann ein Schlag aufhörte und der andere anfing --> Panik
Als ich den Brief des Kardiologen durchlas und laß das ich Herzgesund bin, beruhigte sich mein Puls.

Heute in der Uni tastete ich den ganzen Tag meinen Puls und wartete darauf, dass es wie gestern Abend unregelmäßig wird. Doch das wurde es nicht! Lediglich ein komisches klopfen im Hals (Stress?) und die Schmerzen blieben ...
Ich hab nun wieder starke Rücken und Brust schmerzen, denke an nichts anderes mehr und verspüre pochen, zwicken und ziehen an unterschiedlichsten Regionen auf meiner Brust: Meine Vernunft sagt mir es ist der Stress welcher diese Symptome auslöst und mich in Panik versetzt... Mein Bauchgefühl sagt mir aber

"Achtung! Das sind alles extraschläge die du da spürst! Die Ärzte haben was übersehen du hast ja schließlich kein Langzeit EKG machen lassen! Die müssen eine Rhythmusstörungen übersehen haben! Das wird kein gutes Ende nehmen und du hast keinerlei Kontrolle."

Wo führt der Weg hin? ...

11.05.2016 15:27 • 11.05.2016 #1


4 Antworten ↓


Nine2014bln
Herzlich Willkommen...

wenn ich mir dein Beitrag so durchlese,erkenne ich mich darin wieder,nur mit anderen Herzbeschwerden...ich bin auch von Arzt zu Arzt gerannt,auch zwei mal ins Krankenhaus...etliche Untersuchungen...und was soll ich sagen mein Herz soll ok sein...ich würde sagen Herzneurose passt bei dir...ich beginne jetzt eine Therapie um da wieder raus zu kommen..wenn es anfängt dich extrem zu Belasten würde ich dir das auch empfehlen...

11.05.2016 16:12 • #2



Herzneurose oder wirklich krank?

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Vergissmeinicht
Hey und herzlich Willkommen bei uns.

Wo führt der Weg hin? Immer wieder zum Kardiologen, wenn Du nicht ein Stopp setzt. Dein Herz ist supergesund und ich hatte ich meinen Attacken an die 140 - 180 Puls. Ein gesundes Herz hält dies aus, zumal Du noch superjung bist.

Was ist im Herbst letzten Jahres in Deinem Leben geschehen?

Du wirst Dir eingestehen müssen, das Deine Seele ein Problem mit Dir hat; wie Du mit Dir umgehst etc. Kannst Du das?

11.05.2016 16:26 • #3


Spooky87
Hallo!

Nachdem du etliche Kardiologen durch hast und viele untersuchungen, solltest du letzendlich davon ausgehen, dass dein Herz OK ist. Im unterbewusst sein denkt man aber anders, ich weiss dass und kann mich selber gut wieder erkennen da es mir genauso geht. Der Kopf denkt anders als das was wir wirklich spüren.

Du musst diese Spirale der Angst durchbrechen , sonst wird das dich nie los lassen. Ärzte können auch sicher irren, kommt sicher seeeelten vor. Und noch seltener können mehrere Karidologen irren. Du hast dich ja mehrfach mit unterschiedlichen Ärzten abgesichert. Ich denke mehr geht von Medizinischer sicht wirklich nicht!

Du musst es wieder verlernen das Angst/Panik gefühl...

Edit:
Ich muss dazu schreiben, um dich vielleicht zu beruhigen... ich habe in den letzten 2,5 Jahren ebenfalls 2 Untersuchungen von 2 Kardiologen machen lassen im KH. 2x Herzultraschall, 2x LZ-EKG, eins davon sogar über 4 tage... dazu etliche Blutuntersuchungen und ein CT der Brust/Lunge. Alles OK, keine auffälligen sachen. Und bis heute denke ich immer noch, dass was nicht OK ist wenn ich beschwerden rund ums Herz habe.

Gute Besserung

11.05.2016 19:12 • x 1 #4


Hallo! Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen - glaube daran, dass Dein Herz gesund ist! Ich weiß, nichts schwerer als dass, wenn man Symptome hat. Und ich kenne alle Deine Symptome nur zu gut. Herzpieksen, Herzrasen - und am schlimmsten immer wieder diese Herzstolperer. Bin seit fast einem Jahr in Therapie deswegen und kann Dir nur Mut machen, das auch auszuprobieren! Es geht langsam, aber es hilft, mit den Symptomen umzugehen und dadurch werden die Symptome auch weniger. Gerade hab ich sehr viel Stress, Jobwechsel, Mann arbeitslos, schwere Krankheiten in der Familie und noch einige Probleme mehr, da tauchen auch die Symptome verstärkt auf. Bis jetzt hab ich es dank Therapie aber geschafft, nicht erneut zum Arzt zu laufen und wieder mal ein EKG machen zu lassen. Und die Zweifel sind alle immer da, wenn es wieder poltert in meiner Brust: die haben was übersehen, die haben kein Belastungsekg gemacht, die Stolperer wurden nicht aufgezeichnet usw...
Also lass Dich nicht unterkriegen, hier kennen alle Deine Sorgen nur zu gut. Und geh doch lieber nochmal zum Osteopathen, wenn er Dir so gut getan hat! Viel sinnvoller als nochmal zum Arzt.
Alles Gute!

11.05.2016 21:20 • #5




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