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Ich habe seit über einem Jahr geschwollene Lymphknoten am Hals. Und Augenschmerzen seit 2 Jahren. Außerdem bin ich immer müde, egal wie viel ich schlafe. Dazu kommt ständige Abgeschlagenheit und Infektanfälligkeit. Ich habe auch fast täglich Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. Morgens nach dem Aufstehen (sofern ich das schaffe) geht es mir meistens gut, jedoch verschlimmert sich mein Befinden im Laufe des Tages. Abends lieg ich (so wie jetzt) nur müde und verzweifelt im Bett und grüble.
Ich war schon so oft beim Arzt doch der meinte nur dass ich gesund sei.
Jetzt zu meiner Frage: Kann das wirklich alles psychisch sein? Ich habe jeden Tag Angst dass ich schwerkrank bin. Es gibt Tage an denen ich mir zu 100% sicher bin dass ich krank bin. Ich weiß selbst nicht mehr was davon nun Realität ist, und was nicht... Hat jemand Erfahrungen mit soetwas?

08.09.2017 23:14 • 11.08.2020 #1


76 Antworten ↓


petrus57
Die geschwollenen Lymphknoten könnten von den Zähnen oder vom Zahnfleisch kommen. Die anderen Probleme könnten ja von einem Nährstoffmangel herrühren. Deine Symptome werden ja immer bei einem Vitamin D Mangel angegeben.

09.09.2017 10:31 • x 1 #2



Psyche oder wirklich krank?

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Haribo
ich kenne das zu gut. Zwar mit anderen Symptomen. Aber diese Tage wo du zu Hundert Prozent sicher bist, bzw. die Frage kann das wirklich alles Psychisch sein? Das hilft dir nicht weiter ich weiß, wollte nur damit sagen das du damit nicht alleine bist. Der Arzt sagt du bist gesund, aber was sagt er zu den geschwollenen Lymphknoten? Gehst du arbeiten?
Ich wünsche dir alles Gute.

09.09.2017 20:07 • x 1 #3


Vielen Dank für die Antworten.
Ich gehe noch zur Schule.
Ich hatte eine chronische Mandelentzündung und deshalb wurden mit die Mandeln entfernt. Der Arzt sagte vorher, dass die geschwollenen Lymphknoten von der chronischen Mandelentzündung kommen. Nach der OP ging es mir eine Zeit lang gut, aber dann haben die Symptome langsam wieder angefangen. Die Lymphknoten sind noch immer gleich geschwollen wie vorher. Schwellen manchmal auch ein bisschen an oder ab. Die OP war im Februar...

09.09.2017 20:37 • #4


Bin zur Zeit oft am weinen. Denke ich habe HIV oder Krebs oder sonst was.. Je mehr ich drüber nachdenke und grüble, desto schlechter geht es mir.. Fühle mich müde und krank.. Auch bin ich ungern allein. Meine Mutter versteht das ganze nicht und Freunde hab ich fast keine. Ich bin sozusagen auf mich allein gestellt.

09.09.2017 20:53 • #5


Zitat von muffin2000:
Bin zur Zeit oft am weinen. Denke ich habe HIV oder Krebs oder sonst was.. Je mehr ich drüber nachdenke und grüble, desto schlechter geht es mir.. Fühle mich müde und krank.. Auch bin ich ungern allein. Meine Mutter versteht das ganze nicht und Freunde hab ich fast keine. Ich bin sozusagen auf mich allein gestellt.


All diese Stationen, in denen Du jetzt steckst, habe ich auch befundlos durch. Ende vom Lied: Ich schreibe das hier grade aus der psychosomatischen Klinik

Also, ja es kann psychisch sein und die LK dauerhaft ohne Krebs/HIV geschwollen. Möglicherweise haben sie sich auch nach einem EBV Infekt nicht zurück gebildet.

09.09.2017 22:21 • x 1 #6


vielleicht sollte ich einfach akzeptieren, dass meine Psyche meinen Körper so stark belastet, dass ich mir schon schlimme Krankheiten einbilde.. aber das ist so schwierig. Ich kann das einfach nicht glauben, dass meine ganzen Schmerzen und Beschwerden von der Psyche kommen sollen.

10.09.2017 01:07 • #7


Zitat von muffin2000:
Kann das wirklich alles psychisch sein? Ich habe jeden Tag Angst dass ich schwerkrank bin. Es gibt Tage an denen ich mir zu 100% sicher bin dass ich krank bin. Ich weiß selbst nicht mehr was davon nun Realität ist, und was nicht... Hat jemand Erfahrungen mit soetwas?


Du hast ja schon zahlreiche Ratschläge bekommen. Aber meinen Senf will ich auch noch dazu geben

Ja es kann alles von der Psyche kommen, wobei ein gründlicher Check beim Arzt trotzdem notwendig ist um wirklich körperliche Ursachen auszuschließen. Was Augen und Lymphknoten betrifft würde ich mir keine Sorgen machen. Die Augen sind schnell mal gereizt, wenn du dazu noch empfindlich bist sind rote Augen vorprogrammiert. Die Lymphknoten sind ein wichtiger Teil der Immunabwehr und diese schwellen öfter mal an, im Prinzip immer wenn irgendwo dein Immunsystem etwas zu tun hat. In aller Regel völlig unbedenklich, auch wenn sie mal hin und wieder Schmerz empfindlich sind. Bei dauerhaften Beschwerden ist wie gesagt der Hausarzt der passende Ansprechpartner, aber ich würde da eher unbesorgt sein.

Deine Blutwerte (Schilddrüse, Zucker und so weiter) und Blutdruck sind aber in Ordnung? Wenn ja würde ich den Arzt wirklich mal auf die Vermutung einer psychischen Ursache Ansprechen, dann wird er dich in der Regel zu einem Facharzt weiterleiten wo das abgeklärt werden kann. Hast du denn konkrete Stresssituationen oder Gefühle/Ängste?

10.09.2017 01:34 • x 1 #8


Schilddrüsenwerte usw sind alle in Ordnung. Ich war wirklich sehr oft beim Arzt. Ich habe panische Angst vor Krankheiten. Ausserdem komme ich nur schwer mit Stress und körperlicher anstrengung zurecht. Für mich ist es auch anstrengend, viele Menschen um mich herum zu haben. Andererseits fühle ich mich einsam und allein. Ich bin oft traurig und fühle mich leer. Mir macht nichts mehr Spaß. Ich habe allerdings bemerkt, dass es Phasen gibt, in denen es mir besser geht (maximal 2-3 Wochen).
Ich glaube ich habe ein Trauma oder etwas ähnliches noch dazu. Vor 6 Jahren ist mein Vater gestorben. Ich rede nur selten darüber. Aber es belastet mich immer noch. Ich konnte es nie richtig verarbeiten.

10.09.2017 01:48 • #9


Zitat von muffin2000:
Ich habe panische Angst vor Krankheiten.

Die Angst solltest du dir wirklich sparen. Ich weiß das ist einfach gesagt, aber was nützt die ständige Angst eine Krankheit zu bekommen? Egal ob Erkältung, Magen und Darm Infekte, Krebs oder andere tödliche Krankheiten können dich heimsuchen, egal ob du Angst hast oder nicht. Der einzige Unterschied ist unterm Strich das du dir schon jetzt wo du Gesund bist das Leben selbst mies machst. Lassen da am besten einfach alles auf dich zukommen. Was passiert, dass passiert egal ob mit Angst im Vorfeld oder ohne.

Zitat von muffin2000:
Für mich ist es auch anstrengend, viele Menschen um mich herum zu haben. Andererseits fühle ich mich einsam und allein.

Das kenne ich. Ich mag die Gegenwart von anderen Menschen auch nicht. Klar der normale Kontakt in einem Geschäft oder auf der Straße ist zumindest für mich kein Problem, auch wenn ich darauf verzichten könnte Aber wenn mir jemand zu nah kommt finde ich das auch sehr unangenehm. Beispiel diese Leute an einer Warteschlange (z.B Supermarktkasse) die sich in 2 cm Abstand zu einem drängen... Finde ich auch sehr unangenehm. Einsamkeit verspüre ich so zwar nicht wie du, ich denke mir zwar es wäre bestimmt schön Freunde so wie andere zu haben, aber unterm Strich bin ich eben ein Einzelgänger und fühle mich so wohl in meiner eigenen Welt. Der Kontakt zu meiner Frau und meinen beiden Töchter reicht mir aus. Aber was man da als angenehm empfindet ist eben sehr individuell.

Zitat von muffin2000:
Ich glaube ich habe ein Trauma oder etwas ähnliches noch dazu. Vor 6 Jahren ist mein Vater gestorben. Ich rede nur selten darüber. Aber es belastet mich immer noch. Ich konnte es nie richtig verarbeiten.

Vielleicht wäre es da sinnvoll einmal mit jemanden zu sprechen. Ich weiß es ist nie schön wenn jemand stirbt, aber es ist ein ganz normaler Vorgang. Wir alle werden geboren, Leben eine zeit lang und sterben dann. Ich persönlich empfinde das als ganz normal, wobei ich selbst noch in einer Zeit großgeworden bin wo die Familie am Sterbebett zusammengekommen ist wenn es bei jemanden so weit war. Ein großes Problem unserer heutigen Gesellschaft ist das man den Tod ausblendet und dann natürlich umso schockierter ist wenn man feststellt das tatsächlich auch mal jemand den man liebt sterben kann. Da muss aber jeden seinen eigenen Weg finden damit umgehen zu können. Ich weiß es ist zwar kein wirklicher Trost, aber nur weil jemand stirbt ist wieder Platz auf der Welt für neues Leben.

10.09.2017 03:35 • #10


wanda88
Du könntest deinen Vitamin d Wert mal annehmen lassen. Bei mir war er so niedrig das ich extrem dauermüde war..Heißhungerattacken hatte und depressiv verstimmt war. Seit ich Tabletten dagegen nehme ist das weg

10.09.2017 20:21 • #11


Hallo zusammen,
wie handhabt ihr das...
Ich leide u.a. unter einer Angst- und Panikstörung und Depr. Eigentlich hab ich soweit alles im Griff, und vor allem habe ich mir abgewöhnt, mich wegen irgendwelcher "Symptome" verrückt zu machen.
Nur... und jetzt das Problem... ich fühle mich immer wieder mal körperlich grottenschlecht, und frage mich, ob ich mich mit dem "antrainierten Herunterspielen der Symptome" mal selbst ins Grab bringe.
Seit einiger Zeit ist mir oft anfallsartig von 0 auf 100 sehr schlecht/übel. Dazu Schwindel etc.
Immer wieder hab ich das Gefühl, dass ich sterbe (meist hervorgerufen mit starker Benommenheit/ Müdigkeit), mir ist dann in dem Moment sogar beinah egal, ob das passiert, so neben der Spur fühle ich mich.
Teilweise bin ich dann so schwach, dass ich nicht mal meinem Partner Bescheid sagen will. Früher wäre ich da sehr panisch geworden.
Wenn ich jetzt zum Arzt gehen würde, wüsste ich nicht mal zu welchem. Da die Symptome so unterschiedlich und vielfältig sind. (Was ja wieder mehr für die Psyche spricht)

Geht es jemandem ähnlich ?

Edit: Ich nehme Duloxetin und habe auch noch anhaltende Symptome nach einem schweren Benzoentzug 2016. Aber alles auf das Benzo zu schieben, ist vielleicht auch nicht so schlau.

07.11.2017 13:37 • #12


Angstmaus29
Hallo

Mir geht es ähnlich wie dir von einer auf die andere Minute wird mir übel mit dem Gefühl als müsste ich sterben manchmal bekomme ich mich nicht abgelenkt und verfalle in Panik die mit hyperventilieren endet
Ich hab dann auch oft den Gedanken ob es alles so richtig is die Symptome herunterzuspielen nich das es doch irgendwas ernstes is und der Körper damit einen nur was sagen möchte

07.11.2017 13:41 • #13


26.07.2020 22:47 • x 1 #14


Ina2509
Das hört sich sehr nach Psyche an. Die ganzen Symptome kommen mir doch sehr bekannt vor. Warst du mal bei einem Psychiater?

26.07.2020 23:04 • #15


Deshalb war ich noch jicht beim Psychiater.
Ich habe nächsten Monat einen Termin.

Also kann man durch die psyche auch punktuelle Schmerzen entwickeln?

Ich glaube da einfach noch nicht so dran das es wirklich Nur mein Kopf ist

26.07.2020 23:06 • #16


fabian010210
Viele hinterfragen es. Auch ich habe es immer wieder hinterfragt aber die Antwort ist Ja. Du kannst dich ja gerne mal hier überall durchlesen. Wir haben so ziemlich alle unsere wehwehchen. Habe das auch unterschätzt zu was die Psyche alles fähig ist.

26.07.2020 23:14 • #17

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Zitat von fabian010210:
Viele hinterfragen es. Auch ich habe es immer wieder hinterfragt aber die Antwort ist Ja. Du kannst dich ja gerne mal hier überall durchlesen. Wir haben so ziemlich alle unsere wehwehchen. Habe das auch unterschätzt zu was die Psyche alles fähig ist.




Ja ich habe hier schon einiges gelesen und es ist so schwer vorstellbar

26.07.2020 23:18 • #18


Ina2509
Ja das kann man sich nicht vorstellen bis man es selbst erlebt hat. Gut das du einen Termin hast. Hattest du viel Stress in letzter Zeit oder ist etwas passiert?

26.07.2020 23:29 • #19


Mountain1989
Hallo ihr Lieben,

Ich bin neu in diesem Forum. Ich leide seit Jahren an einer generalisierten Angststörung. Habe diese eigentlich meistens ziemlich gut unter Kontrolle und kenne meinen ärgsten Feind: Stress.
Momentan stehe ich wieder extrem unter Strom.

Nun ja, ich habe seit mehreren Wochen wieder dieses tolle Bewusstsein, jedes stechen und drücken als ernsthafte Symptom einzuordnen. Nun habe ich seit zwei Wochen immer wieder das Problem, dass mir einzelne körperstellen sehr schnell einschlafen. Arm, ein kleiner Teil vom Oberschenkel usw. Kann das wirklich alles von Verspannungen kommen (die ich definitiv momentan habe)? Ich kenne das so noch nicht in meiner langen Liste von Symptomen.

Einen schönen und erfolgreichen Tag für euch.

27.07.2020 06:05 • #20



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