Pfeil rechts
2

Melyra
Hallo zusammen,

ich schreibe hier wegen einer Idee, die seit etwa einer Stunde besteht. Seit fünf Jahren leide ich unter Panikattacken. Unter Angst sogar schon etwas länger. Ich war bei verschiedenen Ärzten und Therapeuten. Heute geht es mir allerdings noch viel schlechter als damals.
Bei meiner Mutter wurde/wird (wegen anderen Beschwerden) nun die Schilddrüse untersucht und sie scheint damit Probleme zu haben. Jetzt ist natürlich die Idee da, dass meine ganzen Probleme nicht psychisch bedingt sind, sondern aufgrund einer Schilddrüsenunterfunktion auftreten. Zumindest würden die Symptome passen.

Ich klammere mich gerade an diesen kleinen Strohhalm, da ich es einfach nichtmehr aushalte.
Ich habe mal darüber nachgedacht, was für eine solche Krankheit sprechen könnte und folgende Dinge sind mir aufgefallen:

- Konfrontationstherapie hilft bei mir nicht, danach geht es mir nur noch schlechter. Heißt, ich kann eine Situation immer und immer wieder durchgehen, bin dadurch nur noch gestresster und bekomme immer mehr Probleme.
- Zuerst bekam ich gegen die Ängste Venlafaxin, später Fluoxetin und als Notfallmedikament Tavor. So, die beiden ersten Medikamente heben tatsächlich etwas meine Stimmung, lösen aber nicht die Angst, obwohl die Ärzte das immer behaupten. Bei Tavor hingegen hab ich das Gefühl, dass sich überhaupt nichts verändert. Dabei sollen die ja sogar süchtig machen.
- Ich bin nicht richtig depressiv. Einen Tag nur im Bett verbringen geht überhaupt nicht. Ich kann nicht aufgeben und mich eigentlich nichtmal hinsetzen und nichts machen.
- Ich habe jahrelange Therapien hinter mir, treibe Sport, bin künstlerisch aktiv und kenne wahrscheinlich 50 verschiedene Entspannungstechniken, die mir alle so ungefähr garnichts gebracht haben.
- Zwei weitere Mitglieder (MutterSohn) in der nähren Verwandschaft haben ebenfalls Probleme mit der Schilddrüse und nehmen deshalb Tabletten.

Ich hoffe hier gibt es einige Leute, die Erfahrung damit haben und mir hoffentlich sagen können, dass es Hoffnung gibt.

Liebe Grüße
Melyra

10.04.2016 11:39 • 10.04.2016 #1


5 Antworten ↓


Du hast in 5 Jahren nie die Schilddrüse untersuchen lassen? Das war eins der ersten Dinge, die bei mir gecheckt wurden :O
Mach das ruhig mal, aber versteif dich nicht so darauf, dass das deine Probleme komplett löst. Nicht dass du dann am Boden zerstört bist, weil es sich nicht bestätigt hat :/

10.04.2016 12:44 • #2



Panik und Angst garnicht psychisch bedingt?

x 3


Mein Psychotherapeut hat auch darum gebeten, dass die wichtigsten Dinge, wie auch Schilddrüse, vorher geprüft werden, damit er eben nicht therapiert und ich in Wirklichkeit was ganz anderes habe. Meine Schilddrüse wird sowieso seit Jahren regelmäßig untersucht, weil ich Hashimoto habe. Allerdings sind die Werte so, dass ich noch nichts nehmen muss. Im Moment wird noch alles, was ich benötige, produziert.
Der Therapeut meinte aber, wenn ich mal irgendwann Schilddrüsenhormone nehmen müsste, dann kann es dazu kommen, dass Spitzenwerte erzeugt werden und diese können wiederum Panikattacken auslösen. Ich denke auch manchmal, ob Schwankungen durch das Hashimoto eventuell zu solchen Dingen führen können.
Du solltest das auf jeden Fall prüfen lassen. Vielleicht kann man dir ja so so ganz leicht helfen.

10.04.2016 12:53 • #3


Hotin
Hallo Melyra,

Zitat:
Heute geht es mir allerdings noch viel schlechter als damals.


Dies ist nicht verwunderlich.

Zitat:
Ich klammere mich gerade an diesen kleinen Strohhalm, da ich es einfach nicht mehr aushalte.


Es kann natürlich sein, das Deine Schilddrüse da mit rein spielt. Für sehr
wahrscheinlich halte ich das aber nicht.

Zitat:
- Konfrontationstherapie hilft bei mir nicht, danach geht es mir nur noch schlechter.


Das bedeutet doch, das Deine Probleme höchstwahrscheinlich psychisch bedingt sind. Eine Therapie
kann vielleicht nicht helfen. Das sie die psychische Situation dauerhaft verschlimmert halte ich
für fast ausgeschlossen.
Zitat:
So, die beiden ersten Medikamente heben tatsächlich etwas meine Stimmung, lösen aber nicht die Angst


Wie soll ein Medikament denn Deine Entscheidungsängste lösen?
Medikamente können nicht entscheiden. Sie können Dich nur etwas entspannen und ruhiger machen.
Zitat:
- Ich habe jahrelange Therapien hinter mir, treibe Sport, bin künstlerisch aktiv und kenne wahrscheinlich 50 verschiedene Entspannungstechniken, die mir alle so ungefähr garnichts gebracht haben.


Das glaube ich Dir. Entspannungstechniken können übrigens auch keine Entscheidungen ersetzen.

Zitat:
Ich hoffe hier gibt es einige Leute, die Erfahrung damit haben und mir hoffentlich sagen können,
dass es Hoffnung gibt.


Es gibt immer Hoffnung und vor allen gibt es Wege aus der Angst.

Also eine klare Frage.

Was willst Du in Deinem Leben erreichen? Wie willst Du sein und vor allem, wo willst Du hin?
Kennst Du Dein Lebensziel und kannst Du das für andere verständlich erklären?


Viele Grüße

Bernhard

10.04.2016 12:59 • x 1 #4


@Jutschka
Bitte kommen

10.04.2016 18:41 • #5


Vergissmeinicht
Liebe Mel,

ja, es ist ein Strohhalm. Gehe ihm nach und wenn sie nie untersucht wurde, solltest Du es umgehend nachholen, da die Schilddrüse enorme Probleme bereiten kann.

Dennoch glaube auch ich nicht daran.

Das eine Therapie aufrührt ist normal und heißt eigentlich, das Du auf dem richtigen Weg bist!

Angst und Depression hängern ferner sehr eng zusammen und ist so wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei; sprich, was war zuerst da!

Es bringt die beste Entspannung nichts, wenn Du Deine Probleme nicht angehst!

10.04.2016 18:47 • x 1 #6





Dr. Christina Wiesemann