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V

Voltaire
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Mich würde mal interessieren, in welchen Abständen ihr welche Untersuchungen durchführen lasst, damit ihr euch auf der sicheren Seite fühlt.

23.12.2017 #1


34 Antworten ↓
A

abirel
Gast

Zitat von Lianna:
Meine Frauenärztin ist absolut überzeugt vom Screening.
Sie kann richtig zickig werden, wenn ich mit ihr über meine Zweifel rede.



Dabei ist es genau das, was man als Laie nicht gebrauchen kann: Man geht davon aus oder zumindest hofft man, dass der Arzt oder die Ärztin ein Mensch ist, der sich gut auskennt.
Regt sich aber dieser Mensch dann auf, weil man Zweifel äußert, wirkt es jedenfalls bei mir so, als würde man eine Kerze, die für Hoffnung steht, auspusten - wem soll man sich bei solchen Fragestellungen vertrauensvoll zuwenden, wenn nicht einer Ärztin oder einem Arzt?

Ich bin sicherlich einer von abertausenden Menschen, die nicht nur ein Mal feststellen mussten, dass die Auswahl/Zulassung zum Medizinstudium wohl viel zu viele Menschen durch lässt, die sich in anderen Berufen nützlicher hätten machen können.




Zitat von Lianna:
Ich könnte mir natürlich eine andere Frauenärztin, die ganz bewusst alternativ Mammasonographien anbietet, suchen, aber leider ist das nicht so einfach.
Kaum ein Gynäkologe mag sich offiziell gegen das Screening äußern oder gar den Frauen abraten.




Ich glaube, nur Sonographie ist nicht ausreichend. Die beiden ergänzen sich.
Aber aus naheliegenden Gründen weiß ich darüber auch wieder nicht so viel (obwohl, so naheliegend sind die Gründe auch wieder nicht, denn jährlich erkranken in Deutschland 600-700 Männer an Brustkrebs).
Männer werden in diesem Punkt "diskriminiert", denn bei Männern ist beides möglich, eine Frau hingegen kann nicht an Prostatakrebs erkranken, andererseits hat der Mann keine Eierstöcke.. ok, ich nehm das mit der "Diskriminierung" zurück. Smile


Zitat von Lianna:
Und zusätzlich soll es auch einige Prostatakrebsformen geben, die so langsam wachsen, dass sie das Leben des betroffenen Mannes überhaupt nicht beeinträchtigen.
Ist dieser Krebs aber einmal aufgespürt, muss sich der Mann natürlich in die Behandlungsmaschinerie begeben und gilt fortan als Krebspatient, obwohl sich diese Erkrankung normalerweise niemals bemerkbar gemacht hätte.



Ja.
Deswegen vor allem führte die erwähnte und recht bekannte Studie (aus den USA) auch dazu, dass man vielen Männern geraten hat, zu warten.
Bei vielen war das auch richtig, bei anderen wiederum nicht.


Zitat von Lianna:
Ich würde an deiner Stelle zwar regelmäßig den PSA-Test durchführen lassen, jedoch bei einem erhöhten Wert nicht sofort weitere Schritte einleiten, sondern nach einiger Zeit erneut den Wert ermitteln lassen.



Es gibt hierzu Leitlinien, an die sich auch die allermeisten Urologen zu halten/orientieren scheinen.
Bei einer mehr oder weniger klar defiierten Erhöhung der Werte wird dann zu einer Biopsie geraten.
Ein großes Problem für Betroffene entsteht, wenn die Werte, wie beschrieben, über die Jahre stetig und vor allem deutlich (weit über eine natürliche Erhöhung hinaus) steigen, die wiederholten Biopsien aber nichts ergeben und man dann ständig mit der Angst leben muss, Krebs zu haben, der behandelt werden müsste, es aber nicht getan wird, weil kein Arzt ohne nachgewiesenen Krebs (Biopsie) die Prostata entfernt.

23.12.2017 16:12 • #35


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Wie oft welche Untersuchungen?

x 3


L

Lianna
Gast

Zitat von abirel:


Ja, es ist leider nicht einfach.
Ein in jeder Hinsicht optimales und allgemeines Tun gibt es da nicht, weil die individuellen Prioritäten verschieden sein können.
Jeder Mensch muss da Verantwortung übernehmen und bewusst handeln.
Allerdings setzt das auch voraus, dass man sich gut informiert. Die Informationen gibt es (z. B. im Netz, wo vielleicht auch die vor dir erwähnte Statistik entnommen ist).


Ich habe vor einigen Tagen eine Einladung zur Mammographie erhalten.
Diesmal lag ein Prospekt mit dem Titel "Entscheidungshilfe" bei.
Daraus habe ich diese Statistik entnommen.
Es gibt da wohl eine neue Verordung, in der die Frauen besser informiert werden müssen - eben weil das Screening nicht nur Vorteile hat und die Zahl der Befürworter unter den Medizinern sinkt.

Meine Frauenärztin ist absolut überzeugt vom Screening.
Sie kann richtig zickig werden, wenn ich mit ihr über meine Zweifel rede.

Ich könnte mir natürlich eine andere Frauenärztin, die ganz bewusst alternativ Mammasonographien anbietet, suchen, aber leider ist das nicht so einfach.
Kaum ein Gynäkologe mag sich offiziell gegen das Screening äußern oder gar den Frauen abraten.

Zitat von abirel:
Bei Prostatakrebs ist es ähnlich und ich bin froh, dass es dabei die Strahlenbelastung nicht gibt.
Dafür gibt es aber recht viele falsch positive Ergebnisse, d.h. Angst, oft unnötige und nicht ganz risikolose Biopsien usw.
Vor allem nicht wenige Fälle, wo die Werte steigen und steigen, bei den manchmal zwei-, drei- und viermaligen Biopsien (im Abstand von einem oder einigen Jahren) aber nichts gefunden wird und der Patient Jahre und Jahre mit seiner Angst leben muss.


Was man auch macht, sicher ist nur, dass es keine Sicherheit gibt.


Und zusätzlich soll es auch einige Prostatakrebsformen geben, die so langsam wachsen, dass sie das Leben des betroffenen Mannes überhaupt nicht beeinträchtigen.
Ist dieser Krebs aber einmal aufgespürt, muss sich der Mann natürlich in die Behandlungsmaschinerie begeben und gilt fortan als Krebspatient, obwohl sich diese Erkrankung normalerweise niemals bemerkbar gemacht hätte.

Ich würde an deiner Stelle zwar regelmäßig den PSA-Test durchführen lassen, jedoch bei einem erhöhten Wert nicht sofort weitere Schritte einleiten, sondern nach einiger Zeit erneut den Wert ermitteln lassen.

23.12.2017 14:57 • #33


Zum Beitrag im Thema ↓


Uropanoel
Zitat von Voltaire:
Mich würde mal interessieren, in welchen Abständen ihr welche Untersuchungen durchführen lasst, damit ihr euch auf der sicheren Seite fühlt.


So viele Untersuchungen kanst du gar nicht machen, um auf der sicheren Seite zu sein. Glaub mir mal. Daumen hoch

x 3 #2


D
Ich war früher so alle 2 Wochen beim Arzt.

#3


T
Zitat von Uropanoel:
So viele Untersuchungen kanst du gar nicht machen, um auf der sicheren Seite zu sein. Glaub mir mal. Daumen hoch


Sie schrieb ja auch "auf der sicheren Seite fühlt". Ich gehe davon aus, dass damit gemeint war, was man an Untersuchungen macht, um sich - im Rahmen unserer Möglichkeiten - sicher zu fühlen.

Ich mache einmal im Jahr eine Hautkrebsvorsorge, eine gynäkologische Früherkennungsuntersuchung (mit Brust-und Vaginalultraschall), eine augenärztliche Kontrolle und ein Blutbild ( unabhängig von der nur noch jährlichen Krebsnachsorge). Wenn ich das Alter erreicht habe, werde ich schweren Herzens auch mal eine Mammographie und eine Darmspiegelung machen. Allerdings bin ich froh, dass das noch einige wenige Jahre Zeit hat.

Tief im Inneren gibt mir das eine relative Sicherheit - jedes Symptom außerhalb der Untersuchungen wird aber auch kritisch beäugt und meistens in eine nicht zutreffende Richtung fehlgedeutet.

#4


Uropanoel
Zitat von tanilein:
Sie schrieb ja auch "auf der sicheren Seite fühlt". Ich gehe davon aus, dass damit gemeint war, was man an Untersuchungen macht, um sich - im Rahmen unserer Möglichkeiten - sicher zu fühlen.


Ich war ständig beim Arzt und habe sämtliche Untersuchungen machen lassen und dann bekommt man was ganz anderes.

Man ist nie auf der sicheren Seite. Dafür gibt es viel zu viel Krebs erkrankungen, die man bekommen kann.

x 2 #5


T
Da hast du völlig recht. Man ist nie auf der sicheren Seite.

Aber der Kern der Frage war auch, so habe ich das verstanden, nicht, wie man es schafft, auf der sicheren Seite zu sein ( denn genau das ist man nie ), sondern was man tut, um sich ein Gefühl von Sicherheit zu verschaffen.

Und da reicht bei manchen eben eine Untersuchung nur bei Beschwerden aus, andere fühlen sich nur sicher, wenn sie wöchentlich beim Arzt hocken.

#6


V
Zitat von tanilein:
Da hast du völlig recht. Man ist nie auf der sicheren Seite.

Aber der Kern der Frage war auch, so habe ich das verstanden, nicht, wie man es schafft, auf der sicheren Seite zu sein ( denn genau das ist man nie ), sondern was man tut, um sich ein Gefühl von Sicherheit zu verschaffen.

Und da reicht bei manchen eben eine Untersuchung nur bei Beschwerden aus, andere fühlen sich nur sicher, wenn sie wöchentlich beim Arzt hocken.


Genauso hab ich es auch gemeint. Wenn es eine Methode gäbe, zu 100% auf der sicheren Seite zu sein, gäbe es ja keinen Grund, Angst zu haben. Aber das Gefühl, alles im Rahmen des Möglichen getan zu haben, ist eben besser als nichts.

x 1 #7


L
Ich gehe einmal im Jahr zum Frauenarzt zur Krebsvorsorge,
alle zwei Jahre zum Haut-Check,
alle zwei Jahre zum allgemeinen Gesundheits-Check, (Ultraschall der Bauchorgane, EKG, Blutdruck, Urin- und Blutuntersuchung)
alle zwei Jahre zum (besonders verhassten und gefürchteten) Mammographie Screening,
alle zwei Jahre zum Augenarzt
und einmal im Jahr zum Zahnarzt.

Die Darmspiegelung, auf die man ab einem Alter von 55 Anspruch hat, habe ich vor einem knappen Jahr mit viel Angst und Panik hinter mich gebracht.

Eigentlich fühle ich mich relativ sicher, weil ich vorsorgetechnisch gesehen alles mitnehme.

Nur leider gibt es zwischen den Untersuchungen immer mal wieder "Vorfälle", die mich völlig aus der Bahn werfen.

Manchmal hilft dann nur ein beruhigender Arztbesuch, aber manchmal gelingt es mir auch, das Problem einfach auszusitzen.

#8


T
Na klar, ganz vergessen, zum Zahnarzt gehe ich auch 1 -2 mal jährlich. Aber das ist der einzige Arzt, zu dem ich wirklich gerne gehe.

Übrigens, Voltaire, entschuldige, dass ich dich in meinem ersten Beitrag mit "sie" zitiert habe, ich hatte übersehen, dass du männlich bist Embarassed

#9


P
Einmal im Jahr Frauenarzt, alle drei Monate Augenarzt, einmal im Jahr sportmedizinische Untersuchung.

#10


resalu
Oh ich würde wohl wöchentlich, nein eher täglich gehen, um sicherer zu sein. Und dann? hab ich zwar nichts, werd aber vielleicht vom auto angefahren. Super! Hat mir dann auch nichts gebracht. So schwer wie es ist, man muss sich manchmal zum Leben zwingen. Und Leben heisst manchmal schon einfach aufzustehen und zu atmen.
Vor einem jahr sah das wirklich noch ganz anders aus. Und heute, nach einer nächtlichen Attacke, bin ich morgens immer wieder erstaunt, das ich doch noch lebe.

x 2 #11


petrus57
Gehe kaum zum Arzt. Habe da eher Angst vor den Ergebnissen. Gehe alle 2 Jahre nur zum Hautkrebsscreening.

#12


resalu
@petrus57
Mit was kämpfst du denn täglich so?

#13


A
Zitat von Uropanoel:
Man ist nie auf der sicheren Seite.


So ist es.

x 1 #14


petrus57
Zitat von resalu:
@petrus57
Mit was kämpfst du denn täglich so?



Habe es mehr mit Zwangsgedanken zu tun. Letztes Jahr hatte ich es noch mit einer Herzneurose zu tun.

#15


resalu
Und mit der Herzneurose warst du nicht dauernd beim Doc? wie hast du das angestellt? Das du es in Griff gekriegt hast?

#16


Minkalinchen
Ich lasse, seit meiner Einnahme der Blutdrucktabletten, alle 2 Jahre den 'check-up' bei meiner Hausärztin (Internistin) durchführen.
Dazu gehören: EKG, Bauch-Ultraschall, das große Blutbild, Urinkontrolle, Blutdruckkontrolle.
Seit meinen Wechseljahren war ich sehr (zu) oft bei meiner Gynäkologin, habe auch regelmäßig Krebsvorsorge machen lassen.
Ich hatte einige Zeit die Nase voll von der Arztrennerei, ließ es länger dort aus.
Obwohl ich nächsten März 60 Jahre werde, habe ich noch keine Mammographie, keine Darmspiegelung wahr genommen Cool.

Der Spruch: 'Man ist nie auf der sicheren Seite'...ist sowas von wahr.

x 1 #17

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petrus57
Zitat von resalu:
Und mit der Herzneurose warst du nicht dauernd beim Doc? wie hast du das angestellt? Das du es in Griff gekriegt hast?



War nur öfters in der Notaufnahme weil der Blutdruck zu hoch war.

Das mit der Herzneurose kommt und geht bei mir.
Seit dem ich kaum noch den Blutdruck messe ist die Herzangst wieder verschwunden.

#18


A
Zitat von Minkalinchen:
Obwohl ich nächsten März 60 Jahre werde, habe ich noch keine Mammographie, keine Darmspiegelung wahr genommen



Muss natürlich jeder Mensch selbst entscheiden, klar.

Ich finde jedenfalls Darmspiegelung eine gute Sache. Die Risiken sind recht gering, man kann sich in den Schlaf legen lassen und merkt, wenn es normal läuft, gar nichts davon.
Bei der Mammographie finde ich es schwieriger, abzuwägen.
Manche raten zu einem zusätzlichen Ultraschall, jedenfalls bei bestimmten Brusttypen. Aber das macht nur dann Sinn, wenn die Auswertung von sehr erfahrenen Ärzten (mit dem Ultraschall der Brust) vorgenommen wird, meistens also in den entsprechenden, darauf spezialisierten Zentren, die es eben nicht überall gibt.

#19


V
Zitat von tanilein:
Na klar, ganz vergessen, zum Zahnarzt gehe ich auch 1 -2 mal jährlich. Aber das ist der einzige Arzt, zu dem ich wirklich gerne gehe.

Übrigens, Voltaire, entschuldige, dass ich dich in meinem ersten Beitrag mit "sie" zitiert habe, ich hatte übersehen, dass du männlich bist Embarassed


Kein Problem. Männer sind in dem Forum hier ja sowieso in der Unterzahl Very Happy

#20


A


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