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Jasixyee
Hallo ihr lieben, ich leide unter einer sehr extremen Angst .
Krebs Angst . in jeglicher Form.
Da bei mir noch aussteht ob ich ein Hodgkin lymphom habe oder nicht, ist das ganze wirklich mehr als die Hölle für mich.

Wie konntet ihr eure Angst besiegen ? Oder damit umgehen dass ihr vielleicht wirklich irgendwas hattet wovor ihr Angst hattet?
Ich habe schreckliche Angst in ein tiefes Loch zu fallen und aufzugeben falls ich die Diagnose doch bekomme .
( leider ist im Moment kein Termin für einen Therapie frei ..)
Habt einen wunderschönen Tag

23.02.2023 09:32 • 23.02.2023 #1


7 Antworten ↓


rednaxela
Mit Psychotherapie.

23.02.2023 09:36 • #2


A


Wie habt ihr eure Angst besiegt ?

x 3


K
Akzeptieren, ist der einzige weg meiner Meinung nach.

23.02.2023 09:43 • x 1 #3


-IchBins-
Angst kann man nicht besiegen, das wäre fatal. Es gibt die gesunde Angst und die kranke Angst. Es gilt, die kranke Angst umzuwandeln und wieder zur gesunden Angst zurück zu finden.
Therapien können unterstützen, Hilfe zur Selbsthilfe ist immer gut. Selbst herausfinden, was genau das Problem ist und dann ansetzen, mit sich selbst zu arbeiten. Das erste empfinde ich wie @Kathi92 - die Annahme der Dinge. Mit Achtsamkeit kann man auch einiges erreichen - meine Erfahrung.

23.02.2023 09:46 • x 3 #4


Phaedra
Zitat von Jasixyee:
Da bei mir noch aussteht ob ich ein Hodgkin lymphom habe oder nicht,

Das stimmt doch überhaupt nicht. Du wurdest untersucht, es wurde sogar ein Lymphknoten entnommen ohne daß es einen wirklichen Grund dafür gab, ohne Befund. Kein Arzt der Welt schreibt Dir einen Verdacht auf ein Lymphom zu, das existiert einzig und allein in Deiner Vorstellung und Angst.

Wenn Du lange Wartezeiten für Psychotherapie hast - such nach Entspannungstechniken, um Dich aus Deiner Angst ein bißchen rauszubringen.
Und: Du hast ein kleines Kind. Das verdient, daß Du Dich mit ihm beschäftigst und nicht hundertmal Deine Leiste nach Lymphknoten absuchst.

23.02.2023 09:47 • x 2 #5


Jasixyee
@Phaedra ich hatte mit dem Chefarzt gesprochen und er ist auch der Meinung dass es absolut nich normal ist, Termin nächste Woche ..
Wenn er das Ganze weiterhin suspekt findet kommt noch einer raus .
Also steht alles leider noch offen..

23.02.2023 09:58 • #6


Phaedra
Zitat von Jasixyee:
Wenn er das Ganze weiterhin suspekt findet kommt noch einer raus .

Und dann? Wenn der wieder ohne Befund ist, was er ziemlich sicher sein wird? Du hast vor der jetzt erfolgten Entnahme gemeint, daß Du beruhigt bist, wenn der entnommene Lymphknoten ohne Befund ist. Und jetzt?

23.02.2023 10:19 • #7


Icefalki
Zitat von Jasixyee:
Wie konntet ihr eure Angst besiegen

Keiner besiegt die Angst. Allerdings wird alles erträglicher, wenn man versteht, begreift, warum man Ängste entwickelt hat, die sich sämtlicher Logik entziehen. Und sich mit diesem Thema zu beschäftigen, macht dann Sinn.

Ich habe am meistens darunter gelitten, dass ich überhaupt nicht verstanden habe, woher dieser ganze Mist kommt. Da fühlt man, dass das letzte Stündlein geschlagen hat und weit und breit gibt es dafür keinen Grund, ausser dieses es könnte ja ........

Gleichzeitig muss man begreifen, dass in akuten Situationen der Verstand gegen das Gefühl nimmer ankommt. Deswegen empfiehlt sich immer, in einen Zustand zu gelangen, der einigermaßen Klarheit schaffen kann. Und in diesem Zustand beginnt dann die Arbeit an sich selbst. Deswegen ist Therapie so wichtig.

In der Therapie lernt man, dass man sich Fragen stellt und nach Antworten sucht. Sind ziemlich unbequeme Fragen, verständlicher Weise, da diese Erkrankung auch unbequem ist.

Hypochonders suchen meistens die Hilfe von aussen - Arzt- allerdings misstrauen sie deren Urteil. Dadurch dass Dr. Google unqualifiziert benutzt wird, schreitet die Krankheit weiter fort. Unterm Strich wird Hilfe im Aussen gesucht, die dann aber abgelehnt und als : Ich werde nicht richtig ernst genommen, will von anderen Beruhigung, die ich aber nicht annehmen kann. - In einer Therapie denkt man über solche Themen nach.

Paniker fürchten eher das Bild, das sie nach aussen abgeben, fühlen sich minderwertig, wollen eher weniger auffallen. Deswegen sperren sie sich buchstäblich ein. Tolles Beispiel für die Klaustrophobie, die beinahe jeder Paniker empfindet. Und wer sich eingesperrt fühlt, wer sich nicht hilflos zeigen möchte - wieder ein Thema zum Nachdenken.

Bedeutet , um mit der Angst leben zu können, muss man sich mit sich selbst beschäftigen. Alte Denkweisen ablegen, neue Strukturen lernen, Akzeptanz, Erkenntnisse, neue Sichtweisen, anderer Umgang. Eigentlich eine Lebensaufgabe.

Aber ins Tun kommen. Ist wie Gewicht verlieren, solange ich noch rumjammere, dass ich zu dick sei, ändert sich nichts. Das Thema angehen, begreifen dass Symtome keine Rolle spielen, sondern das dahinter.

Allerdings müssen die meisten von uns erstmals ganz am Boden liegen, damit sich da etwas ändert. Ging mir auch nicht anders. Deswegen spricht man von genügendem Leidensdruck, der vorherrschen muss, damit man für Änderungen bereit ist.

23.02.2023 10:24 • x 7 #8





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