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Hallo zusammen!

Ist schon spät, versuch mich kurz zu fassen.

Seitdem ich Panikattacken habe, mutiere ich zum Hypochonder. Ich weiß, dass meine Symptome von der Panikattacke kommen, aber es KÖNNTE ja doch mal was anderes sein...

Ist es übertrieben sich mal durchchecken zu lassen? Kann man einfach so zum Arzt gehen und machen die Krankenkassen da mit?
Ich hab einige gesicherte Diagnosen (Herz, Magen), die medikamentös behandelt und regelmäßig kontrolliert werden.

Aber, kann das wirklich auf eine so leichte Schulter genommen werden? Ich bekomme ein niedrigdosiertes Antidepressivum, die Attacken kamen allerdings erst nach dem AD.
Seit den Attacken habe ich vermehrt wieder Herzsymptome. Zusätzlich diese Derealisation und Depersonilation (Wikipedia sei dank ).

Ich weiß, dass es typische Symptome einer Panikattacke sind. Beruhigt mich etwas, aber nicht vollständig.


Wie macht ihr das so? Geht ihr regelmäßig zum Arzt? Oder Krankenhaus? Nehmt ihr Medikamente? Oder wartet ihr einfach ab bis der ganze Spuk vorbei ist?

Würde mich sehr über Antworten freuen

18.08.2009 22:21 • 28.03.2019 #1


31 Antworten ↓


Hallo Kati,

also ich habe mich vom loosen Typ, dem erst der Arm abfallen musste, bis er zum Arzt ging, zum Hypochonder entwickelt. Trotzdem, übertrieben ist es nicht, sich durchchecken zu lassen. Krankenkassen bieten es sogar an, einmal jährlich das Blutbild machen zu lassen, auch wenn man sich darüber streiten kann, ob da wirklich die wichtigsten Werte dabei sind.

Du sagst, dass Du schon Diagnosen erhalten hast, und die regelmässig kontrolliert werden müssen. Wäre das nicht eine gute Gelegenheit, sich dabei auch komplett durchchecken zu lassen?

Gruss
Raj

18.08.2009 22:40 • #2



Wann zum Arzt gehen?

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Hallo Raj,

ja, vielleicht wäre das eine gute Gelegenheit. Muss diese Woche sowieso zum Hausarzt wegen neuen Tabletten.
Aber wie sieht es aus, wenn ein junger Mensch da ankommt und alle möglichen Tests haben möchte? Ach, sollte mir egal sein, was die von mir denken. Hab einfach Angst, dass da mehr hinter steckt als die Panikattacken

Hab jetzt jeden Abend Panikattacken. Da muss es doch auch irgendwas geben, das ich machen kann.

Frustrierend...

Danke für deine Antwort!!

19.08.2009 20:47 • #3


Zitat von Kati*:
ja, vielleicht wäre das eine gute Gelegenheit. Muss diese Woche sowieso zum Hausarzt wegen neuen Tabletten.
Aber wie sieht es aus, wenn ein junger Mensch da ankommt und alle möglichen Tests haben möchte?


Das ist wirklich nicht so einfach. Ich glaub da kommt es auf das gute Verhältnis zum Hausarzt an. Wenn Du konkrete Vorstellung hast, was getestet werden soll, dann kannst Du evtl. den Arzt dazu überreden.

Es gibt neben den gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen auch die Möglichkeit, quasi privat sogenannte IGEL-Leistungen in Anspruch zu nehmen. Das sind Untersuchungen, die man aus eigener Tasche bezahlt. Darüber kann man geteilter Meinung sein, aber das gute ist, man muss nicht lange rumdiskutieren.

Zitat von Kati*:
Hab jetzt jeden Abend Panikattacken. Da muss es doch auch irgendwas geben, das ich machen kann.


Das wünsche ich Dir auch. Es ist jetzt schwierig, mit Tipps zu kommen. Bei innerer Unruhe habe ich abends lange Spaziergänge in die Dämmerung hinein gemacht, dass fand ich für mich beruhigend.

Gruss
Raj

19.08.2009 21:00 • #4


Du hast ne private Nachricht von mir

20.08.2009 20:02 • #5


Danke für die PN, Antwort müsste da sein

Hey Raj,
das ist eigentlich ein guter Tipp mit dem Spaziergang. Da kommt man sicher auch auf andere Gedanken. Ich habs versucht. Mein Problem: ich bin nach dem Spaziergang immer noch alleine zu Hause und schlüpfe sozusagen wieder in all das, was ich mit dem Spaziergang umgehen wollte.

Nächste Woche bin ich wieder bei verschiedenen Ärzten. Eigentlich nur, weil ich neue Medikamente brauche. Weiß noch nicht, ob ich dann einfach nur die Rezepte bekomme oder ob es Zeit für ein Gespräch gibt, wo ich meine Wehwehchen ansprechen könnte.

Finde momentan genügend Symptome. Schwer zu sagen, wie ernst ich die nehmen soll.

LG Kati

20.08.2009 21:09 • #6


So, ich war jetzt bei meinen Ärzten und hab mir nur die üblichen Rezepte geben lassen.
Denn als ich da war, empfand ich alles wieder als schwachsinnig.

Und jetzt hab ich wieder Panik, zusätzlich noch verschiedene Schmerzen und dadurch noch mehr Angst.

Hab lediglich einen Termin beim Hautarzt zur Vorsorge gemacht. Dabei könnte ich jetzt einige innere Organe aufzählen, die schmerzen.

Vielleicht nehm ich jetzt einfach mein Medi, leg mich ins Bett und konzentrier mich auf das, was nicht weh tut.


Woher weiß ich denn, wie ernst ich etwas nehmen soll? Schmerzen hat doch jeder mal.

AAAAAAAHHHHHHHHHHHH!! Ich werd noch bekloppt!

26.08.2009 20:52 • #7


Oh je...du schreibst als wenn ich es wäre...früher nie beim arzt, jetzt städnig..

Und irgendwie ist doch alles blöd...alle symptome..man ich könnte nur heulen... Was tust du so dagegen ?

26.08.2009 20:55 • #8


So, ich bin echt bekloppt!

Hab jetzt einen Termin beim Arzt gemacht, mit der Hoffnung, dass ich mich danach etwas beruhige.
Hab mir einen Hautarzt ausgesucht und war zur Kontrolle. Super, meine Haut ist in Ordnung. Hatte aber auch keinerlei Beschwerden

Hab jetzt eine Erinnerung vom Kardiologen bekommen, dass bald wieder Kontrollen anstehen. Und obwohl ich Beschwerden habe, schiebe ich den Termin vor mich hin. Das wäre aber im Gegensatz zum Hautarzt wirklich wichtig

Hab noch ein paar andere Beschwerden, die vllt besser mal abgeklärt werden müssten.

Beim Hautarzt bin ich dennoch nicht beruhigt rausgegangen. Er hat mich auf eine mögliche Erkrankung hingewiesen und auch direkt eine Überweisung in die Hand gedrückt...

Hab jetzt also mind 3 Arzttermine, vor denen ich mich irgendwie drücke. Aus den blödsten Gründen: Zum Kardiologen will ich einfach nicht, weil ich wieder zugenommen habe und es mir peinlich wäre mit freiem Oberkörper in der Praxis umher zu laufen...

Vielleicht überwinde ich mich morgen und mache ein paar Termine. Beim Hautarzt war es wahrscheinlich kein Problem, weil ich eigtl wusste, dass alles in Ordnung ist

LG

06.09.2009 20:48 • #9


Silvermoon
Hi Kati,

das Problem kommt mir doch auch irgendwie bekannt vor.
Anstatt die Termine wahrzunehmen, schiebe ich sie auch schon mal ganz gerne vor mir her.
Dann hätte man doch wenigstens Gewissheit, dass entweder alles ok ist oder man etwas gegen evtl. Vorkommnise was unternehmen könnte (meistens je früher desto besser).

Los komm, mache die Termine und gut ist.

Hey und es soll dir doch egal sein, was evtl. andere denken.
Aber wieso musst du mit freiem Oberkörper durch die ganze Praxis rennen?
Damit wäre ich aber auch nicht einverstanden

LG
von mir

07.09.2009 06:45 • #10


Hey!

Ich hab Termine ausgemacht. Obwohl ich es irgendwie übertrieben finde. Auch wenn die Ärzte sich bei mir melden denke ich "ach, das hat doch noch Zeit". Aber ich hab ja Beschwerden


Naja, das war wohl etwas übertrieben. Renn natürlich nicht nackisch durch die ganze Praxis Finds generell einfach unangenehm. Immer wieder Oberkörper freimachen, Untersuchung,wieder anziehen, in ein anderes Behandlungszimmer und wieder frei machen...
Wenn man da nicht aussieht wie Tyra Banks, ist mir das schon ein wenig unangenehm


Aber ich hab jetzt Termine. Wow, eine "Hypochonderin", die man zwingen muss zum Arzt zu gehen

Liebe Grüße

10.09.2009 18:25 • #11


Silvermoon


Super Kati!!

Da hast du wohl recht, das nervt auch wirklich dieses An- und Ausziehen, nächstes Behandlungszimmer, evtl. nochmal ins Wartezimmer, dann ins Sprechzimmer.....

Und außerdem, wer will denn schon aussehen wie Tyra Banks? )


LG
von mir

11.09.2009 05:54 • #12


Hey!

Ich hab den Arzt gewechselt. Der neue ist so toll! Der alte hätte jetzt wieder eine Untersuchung nach der anderen gemacht und irgendwelche Befunde "erfunden" (trau ihm das zu, nur damit er an mir verdient...).
Wie toll...
Der neue weiß im gegensatz zum alten aber auch von den PA. Der neue meinte, wir behandeln die Beschwerden jetzt erstmal so und sollte es nciht besser werden, kann ich Sie immer noch zum Spezialisten überweisen.
Der alte hätte sofort alle möglichen Untersuchungen gemacht, obwohl er weiß, dass bei mir vieles psychisch bedingt ist.

So toll, mir gehts damit gleich viel besser

Wünsche ein schönes und angstfreies WE!!

11.09.2009 20:07 • #13


Silvermoon
Prima Kati,

ich hoffe, du hattest ein schönes und angstfreies WE?!?!

Lg
von mir

16.09.2009 10:27 • #14


Hallo Silvermoon!

Ich hatte tatsächlich ein angstfreies Wochenende. Heute ist der erste Tag wo es wieder schlimmer wird.

Bin mitten drin in den Untersuchungen. Bzw: Untersuchungen sind abgeschlossen, warte nur noch auf die Ergebnisse. Aber wahrscheinlich ist alles wie immer in Ordnung oder "im Rahmen".
Und ich brauch einfach nur einen guten Psychiater...

Liebe Grüße

16.09.2009 18:44 • #15


Hallo,

ich bin noch neu hier. Ich hab in den letzten Monaten festgestellt, dass ich mir bei kleineren Symptomen immer gleich Sorgen mache und am liebsten immer sofort zum Arzt gehen würde um abzuklären, dass es nichts ist. Gleichzeitig komme ich mir aber blöd vor so oft zum Arzt zu gehen und denke, dass das total übertrieben ist, oder der Arzt mich für bescheuert hält, dass ich wegen sowas zu ihm gehe.

Ich habe seit ca. einem dreiviertel Jahr ein leichtes Ohrenpfeifen, dass ich nur höre, wenn es ganz still ist, meistens also wenn ich abends im Bett liege. Wenn ich allerdings garnicht daran denke, dann bemerke ich es auch nicht. War damals bei drei HNO-Ärzten, zwei meinten es kommt vom Stress, der dritte, dass es von Stress kommen kann, aber nicht muss. Aber da es keine anderen Beschwerden gab würde es wohl im Gehirn produziert und wäre aber nicht schlimm. Ich mache mir deswegen auch eigentlich keine Sorgen mehr, habe nur etwas Angst, dass es irgendwann schlimmer werden könnte.

Jetzt habe ich seit ca 3 Wochen ein oder zweimal am Tag kurz leichte Ohrenschmerzen. Gehen normalerweise nur ein paar Sekunden und sind dann wieder weg. Sind auch nicht schlimm. Da sagte der Arzt, es könnte von Nackenverspannungen kommen. Das hab ich öfter. Bin aber noch nicht dazu gekommen zum Orthopäden zu gehen.

Seit ca. 2 Wochen habe ich ganz leichtes Nasenbluten und die Nasenscheidewand hat sich etwas wund angefühlt. Ist im Moment weg, aber ich hab Angst, dass es wieder kommt und mache mir Sorgen dass was dahinterstecken könnte. Außerdem hatte ich in der Zeit jetzt zweimal kurz, für ca. 5 Minuten, einen blutigen Geschmack im Mund. Fühlte sich nicht so an als ob es aus dem Mund kommt, sondern eher weiter hinten aus dem Hals oder so. Das hatte ich auch heute wieder, obwohl ich kein Nasenbluten mehr hatte. Jetzt mach ich mir Sorgen ob da was dahinter steckt. Irgendwie habe ich total Angst vor einer Blutgerinnungsstörung oder sowas, dabei hatte ich letztens bei einer winzgien Wunde (ausgedrückter entzündeter Pickel) nicht das Gefühl, dass es zu lange geblutet hätte oder so. Schnittwunden hatte ich schon lange nicht mehr, deswegen kann ich nicht genau sagen, wie schnell das verheilen würde. Ich glaube eigentlich nicht, dass meine Angst begründet ist, aber ich mach mir trotzdem Sorgen.

Jetzt weiß ich einfach nicht, ob ich deswegen gleich zum Arzt gehen sollte oder nicht. Es fällt mir auch irgendwie schwer einzuschätzen, wann man zum Arzt gehen sollte.

Ich hab zurzeit viel Stress, aber ich hatte sonst bei Stress noch nie das Problem mit Nasenbluten oder Blutgeschmack, deswegen weiß ich nicht, ob das daher kommen kann.

Was mir noch aufgefallen ist: Diese Angst ist eigentlich erst da, seit ich studiere und unter viel größerem Stress als früher leide. Ich habe auch insgesamt das Gefühl, dass ich mir schneller Sorgen mache, wenn ich gestresst bin.

03.03.2012 18:43 • #16


Schlaflose
Wegen dem Nasenbluten brauchst du dir keine Sorgen zu machen. In der Nasenschleimhaut sind sehr viele ganz dünne Äderchen, die schon beim Nasenschnäuzen leicht platzen können. Bei Stress passiert das auch leicht. Der Blutgeschmack, den du im Mund spürst, kommt sehr wahrscheinlich von der Nase, auch wenn du nicht direkt Nasenbluten hattest. Oft sind es nur einige Tröpfchen, die sich mit dem Schleim vermischen und gar nicht auslaufen. Wenn du die Nase hochziehst, gerät der blutige Schleim dann in die Speiseröhre und dann schmeckst du das im Mund.

Viele Grüße

04.03.2012 16:36 • #17

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Hallo

Ich würde mir da keine grossen sorgen machen , eine Blutgerinnungsstörung ist es mit sicherheit nicht.
Da hat man eigentlich viele Bleue flecken ohne sich ewentuel gestossen zu haben.


Überlege mal , wir hatten den winter , heizungsluft trockent die Schleimhäute aus , dadurch kommt es vor das mal ein Äderchen platz.
Auch im hals kann das mal passieren .

04.03.2012 16:45 • #18


Danke euch, das beruhigt mich schon etwas.

Ein oder zwei kleine blaue Flecken habe ich oft an den Schienbeinen/Waden, ohne mich erinnern zu können, dass ich mich gestoßen habe (bin allerdings tollpatschig und laufe oft irgendwo dagegen ^^). Komischerweise krieg ich aber meistens keinen blauen Fleck, wenn ich mich mal stoße und denke das könnte einen blauen Fleck geben. Das ist allerdings schon lange so, bei meiner Mutter auch und ich habe jetzt gelesen, dass so eine schleichende Blutgerinnungsstörung im Blutbild als erstes festgestellt wird. Ich lasse regelmäßig Blut abnehmen und da wurde nie was festgestellt.

Ich werde wohl nochmal abwarten, evtl. auch nochmal ein Blutbild machen lassen, das schadet ja ohnehin nie.

04.03.2012 22:29 • #19


Ach Mist, jetzt habe ich trotzdem irgendwie Angst. Ich denke die ganze Zeit, dass dieser blutige Geschmack wieder kommt und wenn ers täte wäre ich wahrscheinlich wieder ängstlich bis panisch

05.03.2012 22:21 • #20



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Prof. Dr. Heuser-Collier