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hallo zusammen,

ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. am besten stell ich mich mal vor.
ich bin tina, 22 jahre alt und studiere vwl.

seit einiger zeit habe ich auch probleme mit der angst vor krankheiten, wobei ich noch gar nicht so lange weiß, dass es die angst vor krankheit ist, die mich krank macht und keine explizite "physische krankheit"
zumindest nehm ich das mal an. hab mir die letzten tage viele durchgelesen, ein paar tests gemacht und bin mir nun ziemlich sicher, dass es auch in meinem fall eine psychische erkrankung ist.

das find ich ja auch so toll: man weiß genau es ist psychischer natur, man weiß hey du "bildest dir das im entfernten sinne nur ein", du bist nicht krank ect aber kann dennoch nichts dagegen tun oder nur schwer....

puuh, ich schreinb gerade einfach aus mir raus, also bitte entschuldigt, wenn es etwas verwirrend gecshrieben sein mag!

ich würde euch gerne etwas über meine geschichte erzählen:
angefangen hat das ganze eigentlich damit, dass ich meinen freund kennengelernt hab. ja hört sich doof an, aber es ist so, dass er zimmermann auf der walz ist. wir haben uns vor fast einem jahr zum ersten mal getroffen und lieben gelernt. ich kann mir keinen tolleren freund vorstellen und unsere beziehung ist sowas von absolut perfekt!! das problem dabei war einfach, dass er bedingt durch die walz natürlich nicht ständig bei mir sein konnte, was für mich unendlich hart zu ertragen war!
so, vor nem halben jahr hatte ich dann plötzlich durchgehend kopfschmerzen und das ca 4wochen lang. war beim hausarzt, der hat mich zum neurologen geschickt, ct gemacht alles in ordnung. zu den kopfschmerzen kamen dann noch sehstörungen hinzu. zum augenarzt, alles ok. meine brille reicht völlig aus (also sehschwäche nicht stärker geworden).
irgendwann ging der kopfschmerz dann auch weg.
hatte dann erstmal ruhe. mir gings wieder völlig gut!
irgendwann war mir dann ständig schwindelig und ich hatte probleme zu atmen. auch beim sport konnte ich nicht mehr die leistung zeigen, die ich vorher zeigen konnte (als wäre meine bisher vorhandene gute kondition verschwunden...). bin zum arzt, hat n kurzes ekg gemacht (unauffällig) und mich zum radiologen geschickt, der meine lunge untersucht hat, auch da alles in ordnung.

zur aktuellen situation: ich prüfe oft meinen puls, atme oft ganz tief ein, weil ich denke ich bekomme keine luft mehr, hab sehstörungen, manchmal kopfweh, bin unglaublich müde und abgeschlagen, lustlos und was ganz schlimm ist: ich kann nicht mehr alleine zuhause bleiben (nur mit mehr oder weniger schlimmen ängsten) und trau mich nicht mehr zur uni!

diese angst alleine zuhause zu bleiben oder zur uni zu gehen, rührt daher, dass ich denke mir passiert was und was mach ich dann wenn niemand da ist.

ABER: mir gehts meistens (zu98%) gut, wenn mein freund da ist, der mittlerweile bei mir wohnt und nicht mehr weggeht, da er mit der walz zu ende ist, also brauch ich da eigentlich keine sorgen mehr zu haben.
wenn ich während er bei mir ist irgendwie nen stich am herzen spür, dann mach ich mir viel weniger sorgen! wenn ich alleine bin und sowas verspüre bekomm ich manchmal panik, zumindest aber angst!

ich möchts nochmal verdeutlichen: ich bin mir meiner situation völlig bewusst. ich weiß, dass das psychisch bedingt ist (auch wenn ich mir das manchmal noch einreden muss, weil ich ab und an den gedanken hab: was wenn ich doch was habe mir aber einreden möchte ich habe nichts....so verquer ist das ganze schon!) ich weiß, dass ich daran glauben muss bzw daran festhalten muss, dass ich einfach so wie früher weiterleben kann, mir nichts passieren wird und wenn, dann kann ich es eh nicht ändern, dann ist es halt so und dass ich meine lebensfreude wieder erlangen muss. einfach weiter sport treiben, auch wenn man kein lust hat, sich nicht abgrezen ect ectect

es ist nur so schwer!! aber das wissen ja alle bestens, denke ich.

wie geht ihr denn damit um?
wie rafft ihr euch auf dieser blöden krankheit den kampf anzusagen und wie motiviert ihr euch??

ich wär so dankbar für ein paar tipps aber auch einfach für ein paar gespräche mit leidensgenossen, denn davon gibt es scheinbar ja ne menge!

vielen lieben dank fürs "zuhören"
und liebe grüße
tina

25.01.2010 15:10 • 04.02.2010 #1


41 Antworten ↓


Hallo Tina!
Ich muss sagen, nachdem ich deine Geschichte gelesen habe, dass es bei mir ganz genauso war!
Vor ca. einem Jahr hab ich meinen Freund kennengelernt. Das ist auch total super mit uns. Ich leide zwar seit dem Tod von meinem Papa an Hypochondrie, aber es war immer mal wieder gut zwischendurch. Letztes Jahr war es echt ganz schlimm. Im Sommer hab ich keine Luft mehr bekommen. Wurden auch verschieden Tests gemacht, aber war alles in Ordnung mit mir.
Ich muss auch immer ganz oft tief durchatmen, weil ich denke, ich bekomme keine Luft!
Die Panikattacken hab ich mittlerweile einigermaßen im Griff. Ich bleibe dann ruhig und sage mir das dann auch! "Ganz ruhig, gleich gehts wieder besser"..
Seit Anfang letzter Woche hatte ich dann Halsschmerzen bekommen,d ann gings mir auch nicht so gut erkältungsmäßig denke ich mal, das mit dem Halskratzen ist jetzt auch weg, aber irgendwie fühl ich mich immer noch nicht so gut. Mir ist zwischen durch immer mal schlecht und am Zwerchfell da die Gegend am Rippenbogen hab ich immer so Schmerzen zwischendurch, das macht mich ganz verrückt.

Alleine bleiben kann ich in solchen Situationen auch nicht. Das ist wirklich schlimm. Heute ist es wieder mit der Luft schlimm. Das macht mich alles auch richtig fertig. Hab keine Lebensfreude in solchen Situationen. Das ist das Schlimmste!

Ich mache zwar ne Therapie seit paar Monaten, aber das ist totaler Quatsch irgendwie, wie ich mit dem rede, so rede ich auch mit meinen Freundinnen. Dafür brauch ich keinen Therapeuten.

LG

25.01.2010 20:49 • #2



Wahnsinn so viele leidensgenossen.

x 3


meryem
Hy Tina ,
mir geht es auch so verspüre genau die selben Symptome iwe Du.
Was für eine Sehstörung hast Duß
Gruss Meryem

25.01.2010 21:35 • #3


hallo zusammen,

erstmal vielen lieben dank für eure antworten!
ich spür jetzt schon, dass es hilft sich auszutauschen mit leuten, die das gleiche bzw etwas ähnliches durchmachen und so absolutes verständnis dafür aufbringen können. ist ja immer schwierig mit leuten zu reden, die das noch nie mitgemacht haben....

@nanschi
ja das tief durchatmen beruhigt dann n bisschen. man kann sich dann sagen, siehste du bekommst doch luft, alles ok. aber leichter gesagt als getan...
das mit dem halskratzen hatte ich auch, allerdings ein wenig anders. bei mir wars so, dass ich ständig einen kloß im hals hatte, dann hatte ich leichtes ziehen im hals, aber war dann auch irgendwann wieder weg.
ich hab auch so oft ein stechen in der brust und ein ziehen. allerdings bin ich mir da ziemlich sicher, dass das von meinem rücken her kommt. durch den sport, den ich betreibe, habe ich rechts eine viel stärker ausgeprägte rückenmuskulatur als links und dies führt dann zu blockaden in der wirbelsäule, das zieht dann bis zur brust.

was besprichst du denn in der therapie mit deinem therapeuten?
ich denke auch darüber nach mir hilfe zu holen...
mein freund unterstützt mich dabei.

ja das alleine sein ist ganz besonders schlimm. ich bin da manchmal regelrecht in panik und denk dann "mannomann du bist 22jahre alt und kannst nicht alleine bleiben...wenn du das jemandem erzählst, lacht er dich aus!"

@meryem

also mit der sehstörung ist es folgendermaßen: hab seit ca. 2 jahren eine brille, allerdings hab ich nur ne gaaaaanz leichte sehschwäche und ne hornhautverkrümmung am linken auge. aber wenns mir nicht gut geht, hab ich das gefühl, dass es schlimmer wird mit der sehschwäche. dann kann ich beim autofahren z.B nur noch mit zusammengekniffenen augen nummernschilder lesen und beim sport seh ich nach ner weile in der ferne nur noch verschwommen.
hört sich nicht so schlimm an, aber nervt halt unglaublich, auch mit brille ist es nicht optimal. laut augenarzt reicht meine brille aber absolut...
und es strengt wanhnsinnig an lange zu lesen oder lange auto zu fahren..
erzähl doch mal n bisschen über deinen leidensweg. würde mich echt interessieren!

liebe grüße an euch beide!
tina

26.01.2010 08:55 • #4


Hallo Tina!

Ich hab zwar keine wirklichen Beschwerden, aber trotzdem ständige Angst.
Und das was shclimm ist, ist dieses ständige "sich selbst checken", also tiiief luft holen usw usf das mache ich auch ständig und immer wieder kommt man drauf: Es ist nichts! Du bildest es dir ein!
Was bei mir hinzukommt, ich hab eigentlich Angst zum Arzt zu gehen. Ich denke mir immer "was ist wenn der Arzt auf etwas drauf kommt das ich doch etwas habe, dann bewahrheitet sich alles vor was ich mich fürchte" ich weiß das ist doof aber trotzdem..

Und ich weiß auch ganz genau was du meinst, dass es einem besser geht wenn der Freund da ist!
Wir wohnen auch zusammen und eigentlich, wenn ich alleine daheim bin sollte ich doch die zeit die ich für mich habe genießen und mich entspannen usw.. dabei fehlt mir dann wohl anscheinend die Ablenkung, ich brauche ihn einfach da damit es mir besser geht. Und auch wenn ich da was habe was mir sorgen macht, dann redet er es mir immer wieder aus.. das ist meistens sowas von beruhigend..

heute ist so ein Abend wo ich alleine daheim bin. (er hat nach der Arbeit einen Kurs, der bis 22.00 geht)
ich habe Angst, Angst zu bekommen
es ist so kompliziert.. ich fühle mich wirklich körperlich gut.. aber ich habe gefühlte tausend schlimme krankheiten... ich rede es mir ein, und rede es mir aus, ständig dieses hin und her im kopf, das ist fürchterlich!

lenkt mich ab, erzählt mir was .. ich muss durchhalten bis er heimkommt..

26.01.2010 18:16 • #5


hey

oh jaaa ich kenn das. meiner war an weihnachten an ner betriebsfeier und die ging bis 5:00Uhr morgens. das war ganz schön hart. die ganze nacht alleine...
aber ich habs überlebt und das wirst du auch
denk einfach dran, dass auch wir irgendwo sitzen und diese ängste haben. also gaaaanz genau betrachtet biste nicht alleine!
ich schick dir alle lieben erdenklichen grüße rüber und hoffe du kannst dich ein wenig entspannen. nützt ja doch nix, sich nen kopf zu machen...
was haste denn heute geplant? fernsehabend?

liebe grüße

26.01.2010 18:54 • #6


Ja da hast du Recht, der Gedanke an euch tut schon gut =)
Weißt du, ich hab weder Schmerzen noch sonst irgendwas und ich "suche" etwas, kennst du das auch? Bis ich irgendwas finde was mir komisch vorkommt und über das ich mir dann wieder den Kopf zermatern kann!

Ja Fernsehabend wirds wohl werden, gepaart mit Internetsurfen..
Zurzeit spielts King of queens meine Lieblingsserie =)

Kennst du einen Trick die negativen Gedanken einfach ganz auszustellen?
Das würde ich gerne können..
Ich bin ständig dabei es mir gut gehen zu lassen aber es befriedigt mich nie ganz, denn ich hab immer, immer, immer negative Gedanken. Wahnsinn ;(

Achja und kennst du das auch, wenn man sich eine Sache einbildet, hört/sieht/liest man davon überall und ständig, stimmts?

Liebe Grüße an dich Tina

26.01.2010 20:01 • #7


meryem
Liebe Tina.
Bei mir gibt es viele paralellen zu Dir. Ich habe auch Angst vor Krankheiten. Ich suche ständig an mir nach Symptomen und habe sie auch.
In letzter Zeit sind es gehäuft Kopfschmerzen, Sehstörungen und Schwindel und Taubheitsgefühle und machnmal das Gefühl ich bekäme keine Luft.
Vor ein paar Monaten hatte ich den Tinnitus einseitig ziemlich stark und Ohrenschmerzen und auch son Druck ,ausserdem lief immer Flüssigkeit aus meinem Ohr.
Ich war mir sicher ich habe da irgendwas, weil die Symptome waren da wie beschrieben der Arzt untersuchte mich und nichts kam raus .
Er meinte Stress....das war echt heftig, weil Ohrenschmerzen ist echt ungewöhnlich....na ja auf jeden Fall waren die Symptome dann weg.Jetzt sind es halt wieder Kopfschmerzen....
Ständig forsche ich im Netz nach Symptomen und dabei kommen die schlimmsten Krankheiten heraus.
Weiterhin habe ich Panikattaken in Situationen von denen ich nicht so ohne weiteres flüchten kann.
Momentan mache ich eine Ausbildung zur Gesundheits-und Krankenpflegerin.
Ich bin mir halt sicher das es der Stress ist und ich zuwenig positives erlebe, da ich auch schon länger Single bin und auch alleinerziehend, besteht mein Leben nur noch aus arbeiten und Kind versorgen, ich denke mir das es sich auf diese Weise zeigt mit Dir stimmt was nicht.
Das Du Angst hast zur Uni zu gehen ist natürlich schlecht . Wie überstehst Du das?
Bekommst Du auch richtige Panikattacken ?
Aber wie Du schon oben beschrieben hats , es ist echt schön nicht alleine zu sein.
Man findet sich hier in sovielen Geschichten selbst wieder....
Liebe Grüsse Meryem

26.01.2010 21:58 • #8


Hallo zusammen,
bin neu hier, habe aber schon öfter die Mitteilungen gelesen.
Kann euch nur beipflichten. In fast jedem Posting finde ich ein Teil von mir wieder: Schwindel, Ohrendruck, Sehstörungen, Konzentrationsschwäche..... Eine Odyssee von einem Arzt zum anderen, von einem Therapeuten zum anderen. Und das seit ca. 25 Jahren....
Im Augenblick habe ich ständig Rückenschmerzen ca. in Höhe der Nieren, ihr könnt wahrscheinlich vorstellen, was das auslöst....
Wünsche allen eine gute Nacht...
Sonnenschein

26.01.2010 23:10 • #9


hallo zusammen,
schön, dass sich so viele gemeldet haben!

@meryem: nunja das mit der uni ist schon problematisch irgendwie. ich bin oft nicht hingegangen (hab den vorteil, dass bei mir keine anwesenheit besteht, sonst wär ich wohl schon durchgeflogen...), was natürlich keine lösung ist, aber manchmal geht es nicht anders....
wow das ist krass mit dem ohr. kenn das aber. habe auch oft so n druck aufm linken ohr und manchmal auch schmerzen und das gefühl ich hör auf der seite nicht mehr richtig.

was ich noch erzählen wollte:
gestern gings mir eigentlich soweit ganz gut, mi hat das kraft gegeben eure beiträge zu lesen und zu merken, dass es so viele "von uns" gibt.
bin dann am abend ins handballtraining und da ging mein puls so schnell nach oben, mein herz hat gerast und gepumpt ohne ende. das war so heftig, dass ich nur noch schwer luft bekam und es echt ne weile gedauert hat bis mein puls wieder unten war. was noch dazukam (wahrscheinlich bedingt durch den hohen blutdruck) war, dass ich nur noch verschwommen gesehen habe, schlimmer als sonst.
ich spiel schon seit knapp 20 jahren handball und hatte vor meiner "krankheit" nie probleme mit der kondition o.ä. und das gestern hat mich erschrocken.
tja und statt nun an meinem guten gefühl von gestern mittag anzusetzen sitz ich wieder hier und weiß nicht, was los ist. jetzt mach ich mir wieder sorgen! war scho lurz davor dr. google zu fragen, aber ich glaub ich lass das.

bin am überlegen zum arzt zu gehen.
ich war jetzt nicht soooo häufig beim arzt, wie vllt andere und ich finds halt merkwürdig, dass das jetzt so bei mir ist im handballtraining...
dazu kommt noch, dass mich auch kleinste sachen im alltag mehr anstrengen als sonst!!

wie ist das bei euch? fühlt ihr euch auch kraftloser als sonst und strengen euch kleine sachen auch an?
würde mich echt mal interessieren!

so, jetzt muss ich lernen! hab bald prüfungen ...

liebe grüße und bis später

tina

27.01.2010 08:59 • #10


@ malaga:

ja ich kenn das, dass man überal etwas sieht/hört, von dem man glabt es zu haben, was aber ganz normal ist!! das passiert auch den glücklichen, die sich nicht mit unseren problemen rumplagen müssen.
nichts besorgniserregendes!
also bei mir ist es so, dass ich wirklch ein ziehen, einen schmerz hab und dann mach ich mir gedanken. z.B mein ziehen an den rippen. das hat ich früher auch, bin ich mir ganz sicher (kommt wohl von meinem kaputten rücken) aber heutzutage mach ich mir da voll den kopf drum! ganz furchtbar!

nein leider kenne ich kein mitteldie gedanken ganz auszustellen! schön wärs! keine ahnung, ich denke, man muss echt versuchen in der situation nicht panisch zu werden. vielleicht sollte man auch resignieren? sich sagen ok, dann hab ich jetzt eben angst, aber ich weiß, dass sie, wie schon so oft zuvor wieder weggehen wird!?
vielleicht hilft das....?

liebe grüße

27.01.2010 09:04 • #11


hey tina und alle anderen!

mir gehts ebenfalls wie euch... das leiseste zwacken wird wahrgenommen und als tödliche krankheit interpretiert. jeden monat was neues... manchmal kann ich nicht anders als es mit ner gewissen ironie zu nehmen...

das was tina mit der kraft beschreibt, dass die fehlt, kenne ich auch. finde auch vieles extrem anstrengend, dabei ist es glaube ich nur zum teil körperlich so. die panikattacken und angstzustände müssen jedenfalls energie verbrauchen ohne ende... bin danach immer richtig müde und ausgelaugt. ein arzt meinte zu mir, es sei egal, ob ich täglich 100-meter sprints trainier oder PAs schieb. hab seitdem das losging auch schon abgenommen, obwohl ich inzwischen wieder trotzdem echt gut esse. also glaube da besteht echt ein zusammenhang.

aber strengt euch das auch psychisch so an? sich immer wieder aufzuraffen und zu überwinden? für mich kostet schwimmen gehen im moment so ne überwindung wie was weiß ich bungee-jumping nen "normalen".

lg,
mone

27.01.2010 18:24 • #12


Mir gibt es auch viel Kraft eure Beiträge zu lesen.
Wenn ich grad flippe schaue ich auch nur einfach so ins Forum und alleine da verfliegt schon die Zeit und man kommt auf andere Gedanken.

Aber wisst ihr was ich glaube? Irrsinnig viel wird von Rückenproblemen und Verspannungen ausgelöst.
Ich hatte zB mal eine lange Zeit belegte Ohren und dachte mir schon die schlimmsten Sachen aus. Dann war ich beim Hals Nasen Ohren Arzt, und der sagte mir - das käme von Verspannungen im Nacken, habe dann auch Spritzen bekommen.
Also das ist jetzt nur ein Beispiel, aber all das was ihr (wir) fühlen, könnte davon kommen.
Ich habe es zB manchmal wenn ich tief einatme, das es mir im Herz sticht. (aber auch auf der anderen Seite), das kommt auch von einem verkrampften Rücken.

Früher habe ich gegen das ganze Globolis genommen, die haben super geholfen. Bin am überlegen, ob ich mir diese wieder kaufen soll.

Andere Frage, was glaubt ihr was ist eigentlich der Grund für eure Ängste? Was ist eure Geschichte? An was habt ihr zu knabbern? (natürlich nur wenn ihr es erzählen wollt)

PS: Das googeln ist fürchterlich... ich lass es einfach nur noch!

27.01.2010 20:58 • #13


Hallo,

ich kann absolut nachvollziehen, was du sagst.
Ich habe auch ständig Probleme beim Sport. Mittlerweile gehe ich schon nicht mal mehr spazieren.

27.01.2010 21:13 • #14


guten morgen liebe leidensgenossen!

@mone: ja mich strengt das psychisch auch sehr an. scheint wirklich so zu sein, dass körper und psyche unglaublich eng miteinander arbeiten. man kanne das eine nicht besiegen, wenn man nicht auch am anderen arbeitet. oder so ähnlich ;D freud würde jetzt lachen

@malaga: also mein rücken ist auch absolut hinüber! ich spiel seit knapp 20 jahren handball, was zur folge hat, dass meine rechte rückenmuskulatur stärker ausgeprägt ist als meine linke (rechtshänder) und das wiederum zu blockaden in der wirbelsäule führt! heute ist es wieder ganz schlimm. war deswegen vor ein paar jahren mal beim chiropraktiker, der mir gefühlte 28 knochen gebrochen hat und mir physio verschrieben hatte. er meinte halt ich müsse mehr mit links tun...
die physiotherapeutin hats sich enorm erschrocken, weil mein rücken wahnsinnig knackt und knirscht und das in meinem alter doch noch nicht sein dürfte (bin gerade mal 22...) aber handball macht einen halt kaputt. habs nicht nur am rücken, auch an den knien, schultern, knöcheln, fingern, ellenbogen ect ect ;D
wahnsinn eigentlich!
ich sollte auch echt mal wieder zur physiotherapie!

was meine geschichte angeht, ich kanns mal versuchen zu erklären:
hab vor fast genau einem jahr meinen freund kennengelernt. er ist zimmermann auf der walz, was beinhaltet, dass ich ihn nur unregelmäßig sehen konnte. also er war ne zeit bei mir, wir haben uns unsterblich ineinander verliebt, also wirklich unseren seelenpartner gefunden bis er dann halt wieder weiterziehen musste. Für mich war das ABSOLUT NICHT AUSHALTBAR!! ich hatte solche sehnsucht, ich war völlig am ende! er kam mich immer wieder besuchen und wir waren auch für nen monat zusammen in kalifornien, aber irgendwie hat dieses ungewisse "wann seh ich ihn wieder..." was in mir ausgelöst! wie gesagt ich war völlig am ende, hab viel geweint, wenn er nicht da war. viel schlimmer als bei anderen getrennten paaren. ich lieb ihn einfach unglaublich!!
es hat dann angefangen mit kopfschmerzen. als er ne weile weg war hatte ich wochenlang durchgehende starke kopfschmerzen plus enormen druck auf den augen. bin zum arzt, der hat mich zum neurologen, geschickt, der mich wiederum ins krankenhaus zur ct geschickt hat. nix bei rausgekommen. wieder zum neurologen, der hat mich zum augenarzt geschickt, nix bei rausgekommen!
dann wars auch wieder gut.
hatte dann schwindelanfälle, innere unruhe, war ständig angespannt und hatte atemnot (dachte ich jedenfalls). ab zum arzt: lunge röntgen lassen, flüssige strahlen gespritzt bekommen, um meine luftzirkulation sehen zu können und wen wunderts: alles in ordnung!
tjaaaa, kommt man sich schon blöd vor.
ich kam dann natürlich auf den gedanken, dass es mit der situation mit meinem freund zusammenhängt....

ich hab keine ahnung, was ich nun für angste hab! er ist jetzt bei mir für immer!
aber hab starke schwierigkeiten damit alleine zuhause zu sein, fühl mich nur gut, wenn er bei mir ist!
eigentlich sollte ich mich beruhigen , weil ich weiß, er geht nicht mehr weg...
vielleicht kommt das noch! ich hoffe es sehr!

so das wr meine (lange ;D) geschichte!
was sagt ihr dazu? ist das nachvollziehbar? ich komm mir bescheuert vor!

liebe grüße

tina

28.01.2010 09:45 • #15


hallo!

ja, darüber mache ich mir auch gedanken, woher das kommt, also was die wahre ursache für die angst ist.

bei mir ist es so, dass meine mama vor fünf jahren an lungenkrebs gestorben ist. zwischen der diagnose und ihrem tod lagen nur drei monate... danach hab ich mich im abi-stress vergraben, bin irgendwie damit klar gekommen (dachte ich) und habe so gut wie nie darüber gesprochen, wie es mir geht etc. gut zwei jahre später wurde dann bei meinem papa ein gutartiger hirntumor festgestellt, und alles schien von vorne loszugehen... mein papa ist inzwischen soweit körperlich wieder fit, aber psychisch geht es ihm nicht wirklich gut. bei mir ist es glaube ich so, dass das jetzt einfach alles hochkommt und mal verarbeitet werden muss. ich glaub da ging mir einfach so ein grundvertrauen verloren...
bin eigentlich auch glücklich verliebt und mir geht es wahnsinnig schlecht, wenn mein freund nicht da ist. dass ich auch verlustängste habe, finde ich inzwischen auch logisch...

@ tina: bei dir geht das auch in die richtung, oder? also irgendwie hast du doch auch angst, deinen freund zu verlieren (wie auch immer...)?

lg!

28.01.2010 15:23 • #16


morgen

hmmm naja eigentlich (als vom lgischen he betrachtet) hab ich keine angst ihn zu verlieren! er liebt mich über alles, wir sind absolut füreinander geschaffen und wollen unser leben zusammen verbringen.
gefühlsmäßig denke ich halt manchmal, vielleicht mute ich ihm zuviel zu. vielleicht hat er irgendwann keine lust mehr auf meine "wehwehchen" , was aber schwachsinn ist, weil er mich immer unterstützen würde und mir hilft so gut er kann...

aber gedanken macht man sich ja doch. bei mir halt völlig grundlos...

aber bei mir ist es auch so, dass ich mich echt am wohlsten fühle, wenn er da ist! da bekomm ich dann keine panik, wenns mal irgendwo zieht! wen ich allerdings alleine bin, kann ich mich da ganz schön reinsteigern!

so meine lieben,
muss nun lernen...

liebe grüße und nen schönen start in den tag!
tina

29.01.2010 09:17 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

hm, na so mein ich das auch nicht, dass er dich verlassen könnte oder so. bei mir ist das z.b. so, dass ich jedes mal heulen muss, wenn er übers wochenende nach hause fährt. da ist immer so die angst, dass er nicht wiederkommt. weil ihm was passiert oder mir oder wie auch immer. aber da bin ich scheinbar die einzige, die da so nen knacks weg hat

29.01.2010 14:31 • #18


Hallo zusammen,


habe auch so Angst irgendwie schwer krank zu sein ohne davon zu wissen aber eigentlich ist es die Angst vor dem Tod die mich umtreibt und mir jegliche Lebensfreude nimmt.

Kann mich erinnern das ich schon mit 11 oder 12 Jahren schonmal sowas wie ne PA hatte und zwar deshalb weil ich immer auf dem Bauch einschlafe, was ich heute noch mache, kamen mir da so Gedanken "was ist wenn jetzt dein Herz aufhört zu schlagen dann stirbst du" nix ging mehr, an schlafen war nicht mehr zu denken. Bin dauernd auf`s Klo gegangen und wollte im Licht sein sozusagen (Badezimmer) das war echt schlimm damals.

Dann kam das Thema AIDS in den Medien, hatte eine echte AIDS Angst entwickelt. Mit 18 bin ich ungeplant schwanger geworden da wurde ein AIDS Test veranlasst von der FA. Ich hatte tierische Panik "was ist wenn ich jetzt AIDS habe von meinem Freund von dem ich schwanger bin? Der hatte ja vorher mit ner Tusse was die nix hat anbrennen lassen (davon hatte ich aber erst später erfahren als wir schon Verkehr hatten)

Musste ja zum Bluttest nüchtern erscheinen, mir schon total schlecht (hatte nur AIDS im Kopf) die Schwester die mir Blut abnahm bekam mit das mir ganz flau war und das ich Angst hatte und fragte was los sei als ich ihr von meiner Sorge berichtete lachte sie nur und meinte das sie hier noch nie einen positiven Test auf HIV hatten. Sie nahm mir etwas die Angst und schickte mich erstmal in die Kantine was essen. Natürlich war der Test negativ. Mir fiel ein mächtiger Stein vom Herzen.

Im allgemeinen habe ich Angst vor dem Tod, das es jeden Tag vorbei sein kann. Die Geburt ist im grunde fast überall gleich aber der Tod hat 1000 Gesichter und wir wissen nicht wie und wann er uns ereilen kann und er ist so verdammt sicher wie nix im Leben und das macht mir sowas von zu schaffen.

Hatte mal gelesen das wer Angst vor dem Tod habe hat eigentlich Angst vor dem Leben. Könnt ihr dem zustimmen?

Momentan ist es ja bei mir so das mich nahezu alles belastet und überfordert sprich mein Leben wie es jetzt gerade so läuft.

Ich mache mir auch überhaupt keine Gedanken über meine Zukunft, was ich erreichen will und was ich mir erhoffe und wünsche weil ich schon denke das ich sowieso nie das bekomme was ich will und auch nie bekommen habe bisher was ich wollte.

Mir ist sovieles einfach passiert in meinem bisherigen Leben so als würde mir das Schicksal irgendwas vor die Füße knallen und sagen "friss oder stirb" mach damit was du willst aber so großartig planen und umsetzen konnte ich bislang nie und werde ich wohl auch nicht.

Jetz bin ich 34 Jahre, komme mir irgendwie ziemlich alt vor, jetzt geht es nur noch bergab. Der körperliche Verfall ist jetzt stetig und die Wehwehchen nehmen zu. Brrrr irgendwie gruselig.

Andere fangen jetzt erst an ne Familie zu gründen und heiraten, ich denke schon das ich für das alles zu alt bin und für mich der Zug abgefahren ist (von wegen heiraten und so) ganz zu schweigen von dem "Richtigen" Hahahaha da lachen ja die Hühner!

29.01.2010 22:38 • #19


hallo hopsfrosch,

also erstmal würde ich sagen, dass du mit 34 jahren absolut nicht zu alt bist, um ne familie zu gründen!! da mach dir mal keine sorgen!

und was denke ich ganz wichtig ist, dass du auch wenn es verdammt schwer fällt (glaub mir ich kenn das) auch was positives am leben abverlangen musst!
irgendwas, vllt ein hobby, welches dir extrem spaß macht oder so

Zitat:
Hatte mal gelesen das wer Angst vor dem Tod habe hat eigentlich Angst vor dem Leben. Könnt ihr dem zustimmen?


hmm vielleicht nicht angst vor dem leben, aber angst vor einer bestimmten situation oder angst davor nicht zu wissen, was als nächstes erwartet werden kann

ich bin mir mitllerweile ziemlich sicher, dass diese ansgt vor krankheiten einfach etwas überdecken will, was deinen körper, deine seele, was auch immer, viel stärker beschäftigt, auch wenn man das erst gar nicht richtig wahrnimmt.

man muss dran arbeiten. es ist hart, es ist schwer, es dauert lange, aber ich für mich seh es nicht ein mich diesem *entschuldigung* schei. einfach hinzugeben und nur noch zu leiden.
das will ich nicht und möchte ich auch meinen freunden und meiner familie nicht antun.

daher hilft es mir hier mit anderen leidensgenossen zu reden, die ähnliches durchmachen. es wird dir einfach bewusst, hey es gibt viele, die das durchmachen, soooooo viele, die denken, sie haben ne tödlcieh krankheit...

und weißte was komisch ist??

alle leben noch!!

02.02.2010 08:44 • #20



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