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N

Nadine27
Gast

Hallo, ich hatte bereits schon ein paar ähnliche Beiträge, aber ich wollte doch noch mal fragen ob jemand es genauso denkst. Ich habe so viele Symptome jeden Tag selbst wenn ich keien Panik habe.
Ich leide an Erschöpfung, muskelschwäche, leichte Halsschmerzen, krankheitsgefühl, bekomme ständig rote backen und Ohren die glühen. Beine vibrieren und allgemeine schwächen.
Neurologe und Blutwerte alle soweit in Ordnung. Ich kann mich einfach nicht beruhigen und große Angst vor cfs. Es sind sooo viele Symptome die passen. Alle Symptome zusammen können doch unmöglich vom unterbewusst oder psyche kommen. Kennt jemand der die gleichen Symptome hat? Lg

11.10.2022 #1


40 Antworten ↓
C

Caro1981
Mitglied

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Liebe Nadine,
ich bin seit heute neu hier. Ich lebe seit 2007 immer mal mit mehr oder weniger akuten Zeiten meiner Angsterkrankung. Aktuell ist es wieder mal die ALS- Angst. Ungefähr so: Ich lese einen Artikel und morgen habe ich spätestens das Symptom. Es kotzt mich regelrecht an. Zu mal ich die Angst vor dieser Krankheit auch schon vor ein paar Jahren mal hatte. Mein Opa hatte ALS. Ich habe ihn allerdings nie kennengelernt, da er früh verstorben ist. Meine Mutter (75) äußerte nur mal den Satz: Es überspringt ein Generation, sprich, deine Schwester und du ihr könnt das bekommen! Und DAS war das Ende für mich. Seit dem plage ich mich mit tausend Ängsten rum. Natürlich kenne ich auch Krebsangst, MS- Angst, etc.
Es ist ein elender Teufelskreis und ich weiß nur zu gut, wie du dich fühlst. Mein Körper ist auch mega verspannt. Mein Kopf vibriert mitunter Nachts vor Anspannung. Deine kraftlosen Beine in Verbindung mit Muskelkater kenne ich auch. War tatsächlich von meiner Angst. Hatte es auch an den Armen.
Ich habe kommenden Montag einen Neurologen Termin. Meine Hände fühlen sich enorm komisch/ kraftlos/ verspannt an. Auch erst nachdem eine Neurologin im August beiläufig erwähnte: Na ALS fängt meist an den kleinen Handmuskeln oder Beinmuskeln an oder an der Zunge. Siehe da, Schluckstörung habe ich seit 1,5 Wochen parallel, nachdem ich dachte: Zum Glück hast du keine Schluckstörung! Ich fühle mit Dir Sad

11.10.2022 10:31 • x 1 #37


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A


Viele Symptome, große angst

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R

Rosa_pather
Mitglied

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Zitat von rockarazza0410:
Hatte ähnliche Symptome und war da ich schon so "alt" bin in einem Institut spezialisiert nur auf Frauen in den Wechseljahren oder auch ...


Deine Geschichte könnte gerade ein kleiner Trigger für Leute mit Krankheitsängsten sein...
Ich glaube dir und glaube auch dass so etwas oft vorkommt weil viele Ärzte meiner Erfahrung nach echt nicht gerade gründlich arbeiten und sich keine Zeit nehmen. Anderseits denke ich mir auch oft hinter meinen ganzen Beschwerden steckt eine Autoimmunerkrankung oder Ähnliches. Passt ja perfekt, diffuse Symptome, schwer zu diagnostizieren etc. Es ist halt nicht förderlich für Menschen mit Hypochondrie so zu denken, denn es bestätigt einen im eh schon bestehenden Drang immer neue Spezialisten aufzusuchen, seinem Arzt nicht zu vertrauen und auch nicht an der Psyche zu arbeiten.

Es halt schwer wenn man die Intuition für seinen eigenen Körper irgendwann verloren hat und nicht einschätzen kann welches Symptom Ausdruck der Angst ist und welches nicht.

Es hilft halt ehrlich zu sich selbst zu sein und genau zu analysieren ob man früher in Leben schon Problem mit Ängsten hatte, ob sich gewisse Beschwerden verbessern wenn man gerade keinen Stress hat etc.

Zitat:
Sie sagte auch das mein Vitamin D zu niedrig ist obwohl mein Arzt sagte der wäre ok. Für die Arzte ist immer alles ok so lange mein keine OP braucht oder nichts lebensbedrohliches ist.

Glaube 50 Prozent der Bevölkerung hat einen Vitamin D Mangel, glaube nicht dass das solche Auswirkungen hat.

07.10.2022 23:27 • #24


Zum Beitrag im Thema ↓


lonelywolf92
@Nadine27 Deine Symptome und die Krankheit an sich sagen mir nichts. Aber ich habe durch schlechte Haltung und das Tragen von Kisten mit Akten auf Arbeit starke Schmerzen im gesamten Oberkörper (Brust, Bausch und Rücken) gehabt bzw. habe ich ab und zu immer noch. Und das hat mir auch ganz schön Angst gemacht. Ich war sogar deswegen in der Notaufnahme, weil Angst hatte, dass es Herzschmerzen sein könnten.

#2


F
Zitat von Nadine27:
Alle Symptome zusammen können doch unmöglich vom unterbewusst oder psyche kommen.

Das ist immer der Knackpunkt,dass man sich nicht vorstellen kann,dass so deutliche körperliche Symptome von der Psyche ausgelöst sein können.
Manche Menschen brauchen Jahre um sich dieser Erkenntnis zu öffnen und das verlängert leider den Leidensweg,weil man dann ausschliesslich auf körperlicher Ebene sucht.

Es ist doch im Prinzip gut,dass es "nur" die Psyche ist,das lässt sich alles lösen.

Es erfordert aber die Bereitschaft,sich näher kennen zu lernen und zu lernen,wie man gut für sich sorgen kann.
Das erscheint vielen Menschen nicht wichtig,die meisten wollen einfach nur wieder funktionieren und das ist zu Beginn auch normal.
Weil alles Neue Angst macht und man zunächst nicht weiss,wie man damit umgehen soll.

Im Wesentlichen geht es darum,zu sich selbst zurück zu finden.
Hier als Anregung und "Starthilfe":

x 4 #3


N
@Flame das sind wirklich tolle Worte. Es ist nur so unglaublich schwer etwas dagegen zu tun wenn die erschöpfung und schwäche was anderes denken lässt.

#4


E
Also ich spreche einmal von mir. Angefangen hatte es bei mir dass mir auf Arbeit meine komplette linke Körperhälfte eingeschlafen ist und alle dachten Schlaganfall, ich wurde ausgiebig untersucht und nichts festgestellt. Immer wenn ich dann Symptome hatte, habe ich gegoogelt. Wenn dann irgend ein Symptom passte hatte ich Angst die Erkrankung zu haben. Dadurch bekam ich dann noch mehr Krankheitssymptome die genau da hinein passten. Der Körper und die Psyche können dir unglaublich viel vorgaukeln und die Symptome die zu irgendwelchen Erkrankungen passen sind auch sehr allgemein. Als ich mein Schlaganfall hatte war nicht ein von dem beschriebenen Symptom vorhanden.

x 1 #5


F
Zitat von Nadine27:
Es ist nur so unglaublich schwer etwas dagegen zu tun wenn die erschöpfung und schwäche was anderes denken lässt.


Das weiss ich,weil man sich auf deutsch gesagt grottig fühlt.

Es geht auch nicht darum ,etwas dagegen zu tun,es geht vielmehr darum etwas dafür zu tun,dass es Dir besser geht auf körperlicher UND psychischer/seelischer Ebene.

Die aktuellen Symptome sind nicht angenehm aber lass sie einfach da sein.
Alles,was hochkommt darf da sein,Du bist in Sicherheit. knuddeln

Ein paar einfache Akuthilfen (Skills) kann ich Dir an die Hand geben:

- Frische Luft: Fenster weit auf,intensiv und bewusst atmen
- Bewegung (hin und her laufen)
- Wasser trinken in kleine Schlucken

Langfristig ist Therapie wichtig und die kann man unterstützen,indem man sich medikamentös helfen lässt bei einem ortsansässigen Psychiater.
Geht alles nicht von heute auf morgen aber wir wissen ja: der Weg ist das Ziel. Freunde

x 3 #6


R
Zitat:
Ich kann mich einfach nicht beruhigen und große Angst vor cfs.

Gibt es irgendeinen Grund warum du vor dieser Krankheit so viel Angst hast?
Ich denke bei cfs wird noch viel geforscht bzgl dem organischen Hintergrund, was die Ursachen und Kriterien sind etc...
Es wäre jedenfalls nicht unheilbar oder tödlich. Und es gibt soweit ich weiß auch kein Medikament oder so etwas dagegen, also wenn du einen Namen dafür hast müsstest du irgendwie lernen damit zurecht zu kommen.

Du schreibst dass du an Muskelschwäche leidest, hat der Neurolge das nicht festgestellt? Hast du auch Fieber oder fühlst du dich nur fiebrig? Hast du dich schon mal in Richtung Rheuma untersuchen lassen?

#7


F
@Nadine27

Hast Du Dir das von mir verlinkte Video von Peter Beer angesehen?
Konntest Du etwas daraus mitnehmen?

#8


N
@Flame noch nicht, das mache ich in einem ruhigeren Moment .

#9


F
Okay,das versteh ich und macht auch Sinn.
Wenn die innere Aufruhr zu gross ist,ist man wenig aufnahmefähig.

Die Angst führt uns so ein bisschen an der Nase herum.
Versucht ,uns alles mögliche einzuflüstern und ist in Wirklichkeit nur ein blödes Schreckgespenst.

Wenn Du Dich etwas beruhigt hast,trink mal noch einen Kamillentee,der beruhigt ein bisschen, auch den Magen.

x 1 #10


Lilith8990
Zitat von Flame:
Das ist immer der Knackpunkt,dass man sich nicht vorstellen kann,dass so deutliche körperliche Symptome von der Psyche ausgelöst sein können. ...

Ich kämpfe auch nach so vielen Jahren, es zu akzeptieren, dass es angeblich die Angststörung bei mir ist.
Hatte die letzten Tage überlegt wie ich Untersuchungen beim Hausarzt bekommen kann, ob der Arzt das will oder nicht

#11


N
@Lilith8990 kämpft du auch mit erschöpfung?

#12


Lilith8990
Zitat von Nadine27:
@Lilith8990 kämpft du auch mit erschöpfung?

Zwischendurch ja. Ich bekomme Symptome habe die teilweise Tagelang Mal stark und mal weniger ...dazwischen Panikattacken und danach bin ich erstmal fertig mit der Welt.

#13


F
Zitat von Lilith8990:
Ich kämpfe auch nach so vielen Jahren, es zu akzeptieren, dass es angeblich die Angststörung bei mir ist.
Hatte die letzten Tage überlegt wie ich Untersuchungen beim Hausarzt bekommen kann, ob der Arzt das will oder nicht


Geh ruhig einfach mal zu Deinem Hausarzt und schildere ihm Dein Befinden.

Die meisten Hausärzte kennen solche Symptome und können ggf. erstmal körperliche Ursachen ausschliessen,evt, eine entlastende Medikation ansetzen und im zweiten Schritt an Fachärzte weiter leiten.

Warum sollte der Arzt das nicht wollen?

Das Schlimmste,was passieren kann wäre,dass er verständnislos reagiert,das ist aber äusserst unwahrscheinlich.

Und selbst dann kannst Du immernoch zu einem anderen Arzt wechseln,das wäre kein Problem.

Ich kann nur sagen habt den Mut,euch Hilfe zu holen,das zahlt sich aus.

#14


Lilith8990
Zitat von Flame:
Geh ruhig einfach mal zu Deinem Hausarzt und schildere ihm Dein Befinden. Die meisten Hausärzte kennen solche Symptome und können ggf. erstmal ...

Ich gehe seit Jahren zum gleichen Hausarzt. Auch oft heulend. Ich erkläre die Symptome und seit Jahren bekomme ich gesagt, es ist meine Angststörung. MRT im März 2019 war ok. Lunge März 2021 und Herz Oktober 2021 alles war ok

#15


F
Die Erschöpfung ist eine Folge der fortwährenden Angstzustände,man findet einfach selten wirklich zur Ruhe.
Irgendwann mal ist der Akku leer und dann kommt noch mehr Angst und Panik,weil man realisiert,dass das so ewig nicht weiter gehen kann.

Und das ist der Punkt,an dem man sich erkundigt und Hilfe sucht und gleichzeitig der Beginn der Besserung,auch wenn die Symptome sich noch ein Weilchen "austoben".

x 2 #16


F
Zitat von Lilith8990:
Ich gehe seit Jahren zum gleichen Hausarzt. Auch oft heulend. Ich erkläre die Symptome und seit Jahren bekomme ich gesagt, es ist meine Angststörung. MRT im März 2019 war ok. Lunge März 2021 und Herz Oktober 2021 alles war ok


Was ist mit einer Überweisung zum Psychiater?
Einer Aufforderung zu ambulanter Verhaltenstherapie?
Oder einem Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik?

Diese Optionen hätte er Dir eröffnen können,keine Ahnung,warum er das versäumt hat.

Unabhängig davon: Um einen Psychiater aufzusuchen,braucht man nicht unbedingt eine Überweisung,dann machst Du das in Eigenregie.
Einfach anrufen und einen Termin vereinbaren.

Das gleiche gilt für ambulante Therapieplätze: da kannst Du die Krankenkasse (auch online) um eine Liste ortsansässiger Verhaltenstherapeuten bitten.
Dann ruft man dort an und bemüht sich um einen Therapieplatz.

#17

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Lilith8990
Zitat von Flame:
Was ist mit einer Überweisung zum Psychiater? Einer Aufforderung zu ambulanter Verhaltenstherapie? Oder einem Aufenthalt in einer psychosomatischen ...

Ich war mehrmals stationär und auch Tagesklinisch in Therapie. Ab Dezember mache ich eine Verhaltenstherapie. Diese bringt mir aber nichts ohne ein MRT vom Kopf bis zum Fuß, Untersuchungen aktuell gemacht zu haben

#18


F
Zitat von Lilith8990:
Ab Dezember mache ich eine Verhaltenstherapie.

Das ist doch super!


Zitat von Lilith8990:
Diese bringt mir aber nichts ohne ein MRT vom Kopf bis zum Fuß

Kann ich schlecht beurteilen allerdings dachte ich selbst in meiner "Krisenzeit" auch,ich müsse einen Tumor im Gehirn haben oder irgendeine andere nicht erkannte schwere Krankheit.

Die Ärztin in der Psychiatrie meinte,ich hätte keinen Gehirntumor und ich dachte,woher will sie das wissen,ist ja nie untersucht worden.
Das war 2016/2017.

Die Ärzte und Pfleger in der Psychiatrie wissen natürlich,dass die meisten Patienten schwer akzeptieren können,dass es nicht der Körper ist,der diese Zustände auslöst.
Das ist deren täglich Brot.

Ich hatte auch nie ein MRT vom Gehirn oder gar vom ganzen Körper.
Brauchte ich dann auch nicht mehr.

Habe Medikamente bekommen und hatte gute Ärzte und eine tolle ambulante Therapeutin.
Es ging nicht alles auf Anhieb aber es ging.

#19


Lilith8990
Zitat von Flame:
Das ist doch super! Kann ich schlecht beurteilen allerdings dachte ich selbst in meiner "Krisenzeit" auch,ich müsse einen Tumor im Gehirn ...

Ich meinte bevor die mich nicht untersucht und sowas ausgeschlossen haben, wird mein Kopf nicht frei sein für diese Therapie

#20


A


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