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Moni6471
Hi ihr Lieben!
Ich bin absolut neu hier!
Ich möchte mich nicht groß auslassen über mich, nur soviel zu mir:
Ich "leide" an mehr oder weniger häufig wiederkehrenden Panikattacken.
Habe Platzangst, Flugangst und Angst im Dunkeln.
Was ich mir hier erhoffe, ist Kontakt zu Menschen zu finden, denen es ähnlich wie mir geht.
Ich möchte mich austauschen über die Problematik.
Was ich nicht brauche sind Ratschläge, wie: geh zu nem Therapeuten! Bin ich schon!
Oder:"mach Joga"! Mache ich schon lange, hilft auch manchmal!
Oder:"Hallo hast du schonmal versucht zu athmen?"
Jaa, hab ich schon versucht!:)

In diesem Sinne
Moni!

02.01.2019 00:25 • 12.01.2019 #1


26 Antworten ↓


Hallo Moni,
willkommen im forum! "atmen"
Dein humor klingt sehr symphatisch, diese art von ratschlägen kann ich auch gar nicht leiden. manchmal bekommt man hier im forum "einsichten", was hilfreicher ist. kennst du die ursache für deine ängste?

02.01.2019 01:45 • #2


Moni6471
Hallo sub1!

Ich denke, es gibt nicht "den"Grund für Ängste. Wir suchen Alle immerzu nach einem Auslöser, oder nach einem Schuldigen.
Meiner Meinung nach entwickeln sich diese Ängste ab dann, wenn wir uns nicht verstanden, nicht wahrgenommen, nicht geliebt fühlen und keine Möglichkeit haben oder sehen dies zum Positiven zu verändern.
Warum z.B. habe ich unter Anderem Flugangst? Ich bin noch nie geflogen! Ich weiß auch, das fliegen die Sicherste Art zu reisen ist. Trotzdem treibt mir der bloße Gedanke daran in ein Flugzeug steigen zu müssen den kalten Angstschweiß auf die Stirn.
Angst an sich ist ja erstmal was natürliches und durchaus positives und hilft uns zu überleben, wenn sie im normalen Maße auftritt.
Ich denke, das es im Grunde bei fast Allen hier so ist, das diese Ängste im Grunde der "Ersatz" für Schutz, Liebe, Anerkennung usw ist, die wir jicht in dem Maße bekommen, wie wir sie brauchen.

Noch zum Humor! Ich lache sehr gerne, wenn man mich lässt! Und wenn ich Grund zur Freude habe, oder etwas lustig ist, hatte ich auch noch nie eine meiner Quälgeister! Also, lachen was das Zeug hält!

02.01.2019 13:12 • #3


Icefalki
Hallo Moni, bin deiner Meinung. Und was evtl. Zur Flugangst zu sagen wäre, widerspiegelt das genau den Gefühlen, die entstehen, wenn man nicht geliebt, wahrgenommen, verstanden wurde. Dann fühlt man Hilflosigkeit, und ein Ausgeliefertsein. Passt dann prima zur Vorstellung in 10 000 m Höhe quasi in der Luft zu hängen

02.01.2019 13:22 • #4


Buddy_1207
Zitat von Moni6471:
Ich denke, das es im Grunde bei fast Allen hier so ist, das diese Ängste im Grunde der "Ersatz" für Schutz, Liebe, Anerkennung usw ist, die wir jicht in dem Maße bekommen, wie wir sie brauchen.



Kann ich so überhaupt nicht bestätigen.
All das bekomme ich durch Familie, Partner, Freunde.

02.01.2019 13:32 • x 1 #5


Ich auch nicht, bin sehr liebevoll und überbehütet aufgewachsen, gerade das ist es unter Berücksichtigung vieler noch anderen Lebenserfahrungen, warum ich heute unter der Angst bzw. Depressionen leide.

02.01.2019 15:48 • x 2 #6


Herzlich WIllkommen =)
Meine Ängste sind diffuser Natur, also nicht Angst vor Spinnen/konkrete Sachen sondern chronische Triggerfaktoren und da hilft mir auch keine Therapie mehr.
Mich nerven auch so pauschale Tipps:
z.B gehöre ich zu den ganz wenigen, denen Meditation /Kundalini Yoga/Fantasiereisen etc. gefährlich werden können und dennoch habe ich es letztes Jahr (weil es ja jedem helfen soll und so gut sein soll und meine damalige Therapeutin hat mich dazu ermutigt- ein fataler Ratschlag für traumatisierte Patienten)) eine monatelange körperorientierte Gruppentherapie mit solchen Inhalten gemacht. Fazit :ich wurde immer wieder in den STunden durch die anderen weinenden Frauen angetriggert und zum Schluss habe ich nach jahrelanger Pause wieder schlimme Stimmen gehört. Danach habe ich gekündigt und solche Angebote wie Meditation/Achtsamkeit etc. sind nun passe. Ich schreib das hier so offen, weil es halt nicht für jeden geeignet ist und daher verdrehe ich eher die Augen, wenn mir jemand damit so locker ankommt. Von den Nebenwirkungen redet keiner...doch ich hab es ausprobiert, Geld gelassen und für die Zukunft gelernt:) Ich habe Glück gehabt ,dass mein neuer Therapeut mich da sofort aufgefangen hat und Sondertermine reingeschoben hat.

03.01.2019 15:36 • #7


Moni6471
Hallo blue 1979!
Erstmal vielen Dank für deine Antwort!
Den Kontext deiner Antwort glaube ich verstanden zu haben!
Das mit den diffusen Ängsten ist eben genau die Sache! wo ich mich frage, "warum", oder "woher"?
Ich frage mich schon lange nicht mehr, wer mir da helfen kann, denn ich glaube inzwischen, das nur ich selber mir helfen kann.
Manchmal kann ich meine Ängste genau benennen, wie eben die Flugangst. Aber, ich weiß eben nicht wo das herkommt oder wozu diese Angst gut sein soll!
Manchal überfällt mich die Angst einfach so!
Oder die Höhenangst! Da stehe ich jeden Morgen oben an der Treppe die ich zwangslaüfig runter muss, höre auf zu atmen ,verkrampfe mich bis zum gehtnichtmehr, merke das selber, puste einmal aus, fange wieder an zu atmen und gehe diese Treppe runter, mich festhaltend am Geländer, weil mein Leben ja in Gefahr ist!
Unten angekommen ist auch der Gedanke weg, der mich zuvor aufgehalten hat.
Beim Runtergehen habe ich "natürlich" die Stufen gezählt! Es sind 15! Komischerweise sind es immer 15 Stufen, egal wie oft ich diese Treppe hoch oder runter gehe!
Trotzdem fange ich immer und immer wieder an die zu zählen!
Das habe ich als Kind schon getan!
Mit ner anderen Treppe damals!
Ich hatte auch mal Angst vor Spinnen, aber die ist jetzt weg. Wo auch immer die hin ist!?

03.01.2019 22:49 • #8


Moni6471
Zitat von Ana-303:
Ich auch nicht, bin sehr liebevoll und überbehütet aufgewachsen, gerade das ist es unter Berücksichtigung vieler noch anderen Lebenserfahrungen, warum ich heute unter der Angst bzw. Depressionen leide.

Wie meinst du das?
Das interessiert mich echt! Ohne negative Hintergedanken!
LG Moni!

03.01.2019 23:02 • #9


Zitat von Moni6471:
Wie meinst du das?
Das interessiert mich echt! Ohne negative Hintergedanken!
LG Moni!


Das würde den Rahmen sprengen. Um es kurz zu erläutern: ich hatte eine gute Kindheit, aber war schon immer ängstlich und zurückhaltend, was sich dann im Laufe meines Lebens verstärkt hat, weil ich mit schlechten Ereignissen außerhalb der Familie, die mir wiederfahren sind, nicht umgehen konnte, so in der Art könnte man das in etwa erklären.

04.01.2019 12:04 • #10


Hallo Moni, ich finde deine Flugangst zum Beispiel gar nicht so schlimm. Damit meine ich: Wenn du nicht mit einem Flugzeug reisen musst, dann mach es doch einfach nicht. Fliegen ist kein Bestandteil deines Alltagslebens und es ist überhaupt nicht notwendig, etwas dagegen tun zu müssen, wenn du es nicht von selbst möchtest. Diese Angst schränkt den Alltag eigentlich nicht ein, denke ich. Bitte versteh mich nicht falsch, das soll deine Angst keines relativieren, denn es ist immer schlimm!

04.01.2019 15:48 • x 1 #11


Moni6471
Hallo Ferkel!

Natürlich schränkt mich diese Flugangst nicht im normalen Leben ein! Da hast du völlig recht!
Darum geht es mir im Grunde auch nicht.
Worum es mir geht, ist zu ergründen, woher diese Angst kommt.
Viele hier im Forum fragen immer nach "Dem" Auslöser für die Angst.
Aber, ich glaube, das es den einen Auslöser gar nicht gibt!
Ich denke, das der Auslöser für diese Angstzustände eher eine Ansammlung von Erfahrungen ist, in denen man sich missverstanden fühlte, nicht beschützt gefühlt hat, sich was oder wem auch immer ausgeliefert gefühlt hat.
LG Moni

05.01.2019 19:18 • x 1 #12


Ja, ich sehe das fast genauso. Von der Ansammlung an Erfahrungen bin ich auch überzeugt, aber wenn es plötzlich eine sehr schlimme Angstphase gibt, kenne ich es zumindest von mir so, dass ein aktueller Auslöser dazukommt, der sozusagen das Fass mit all den Faktoren zum Überlaufen bringt.

05.01.2019 19:30 • #13


Bei mir ist eine genetische Komponente und generationsübergreifende Traumataübergabe dabei. Meine Mutter hat selber eine so hohe Sympathikusaktivität, dass ich auch mit hohem Puls geboren bin und danach ging es turbulent weiter mit Vernachlässigung etc., das hat natürlich Auswirkung auf meine Gehirnentwicklung und mir reichen mittlerweile kleinste Erinnerungen /Trigger und dann spinnt mein Körper rum und Angstgefühle sind da. Die Auslöser liegen daher in der frühesten Kindheit und die aktuellen Auslöser können alle möglichen Sachen (Gedanken, Gefühle, Orte,Personen) sein, die ich nicht herausfinden kann. Doch mir geht es immer besser, seitdem ich das weiss und hinterfragen kann.

05.01.2019 19:36 • #14


Moni6471
Hi Ferkel!
Bei mir war das bisher immer so eine Aneinanderreihungen von Ursachen. Nie ein "Dieses"
Immer nur noch ne "Schippe druff" bis das Fass halt übergelaufen ist!

05.01.2019 21:41 • x 1 #15


Moni6471
So, ihr Schnuckies!
Hat jemand Lust mal über was Anderes zu sprechen als unsere Ängste?
Ich weiß, das hier ist ein Forum für Menschen mit Angsterkrankungen.
Aber, nichtsdestotrotz kann man sich doch sicher auch noch über etwas Anderes unterhalten?
Vielleicht haben wir ja verlernt über etwas Anderes nachzudenken?

Bitte steinigt mich nicht für dieses Ansinnen!
Wer sich über kein anderes Thema unterhalten mag, brauch ja nicht schreiben!

LG Moni!

06.01.2019 18:24 • x 1 #16


Hi Moni, das ist an manchen Tagen auch ein beschissener Kreislauf der Gedanken, aus dem einen die Angst nicht gehen lassen will. Dann versuche ich laut zu sagen, du kannst mich mal (oder so etwas ähnliches - allerdings nicht mit vielen Menschen drum herum, die sich angesprochen fühlen könnten ).

06.01.2019 18:28 • #17


Moni6471
Hi Ferkel!

Bei mir fängt das sogar fast immer mit Kreislauf an!
Ich muß dazusagen, das ich eine degenerierte Bandscheibe in der Halswirbelsäule habe, und natürlich genau diese Bandscheibe, durch die der Nerv für die Schulter geht.
Laut meinem Osteopaten kann daher auch der Schwindel kommen, den ich vermeindlich für "Kreislauf" halte.

Naja, die beste Krankheit taugt nix! Sagte meine Urgroßmutter immer!

LG Moni!

06.01.2019 19:06 • x 1 #18


Ja die Weisheiten der Uroma bleibt ewig aktuell

06.01.2019 19:13 • #19


hm, vielleicht über positive Sachen reden,was heut gut gelungen ist?
Ansonsten interessiert mich grad Pilates, ich will was für meinen Rücken machen und seit 10 Jahren mache ich Fitness nur zu Hause mittels DVD oder youtube, doch da korrigiert mich niemand.. Nächste Woche will ich zu einer Probestunde und bin schon aufgeregt (kenne weder Leute noch Gegend). 10 er Kurskarten ohne monatliche Kündigungsfrist kommt mir auch gelegen. Dann gibt es noch eine Pilatestrainerin bei mir fussläufig zu erreichen und die Gruppe wäre wohl kleiner (5TN) ,doch machen die vorwiegend Atemübungen. Vor meiner SChwangerschaft war ich 3mal die WOche Tanzen und 3-4 mal die WOche Aerobic. ..10 Jahre her. Aerobic würde ich nicht mehr anfangen wegen der ganzen Springerei.

07.01.2019 15:23 • #20




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