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Hallo zusammen,

eigentlich sollte man ja bei einem so schönen Wetter gut drauf sein, ist bei mir aber leider nicht der Fall.
Die letzte Zeit hatte ich meine Krankheitsängste relativ gut im Griff und konnte mich als stiller Leser durch Beiträge anderer meistens ganz gut beruhigen.
Seit meine Mutter aber am Donnerstag die Diagnose beginnende Alzheimer Demenz bekam, drehe ich wieder hypochondrisch am Rad. Ständiger Schwindel und Kopfdruck, daraus resultierend Angst vor Hirntumor, ich habe Panikattacken, lese abends bis in die Nacht auf meinem Laptop über Alzheimer, etc. Ich will das so nicht hinnehmen.
Was mich aber derzeit am meisten ängstigt ist mein Brustbein.

Mein Brustbein ist vorne in der Mitte, am Sternum und höher total druckempfindlich. Auch die Rippen schmerzen wenn man draufdrückt. Ich dachte immer es ist das Tietze syndrom, aber das sollte ja wieder ausheilen und ich habe das schon seit bestimmt 10 Jahren. Am Anfang bekam ich Spritzen entlang der Rippen, hat aber nicht viel geholfen. Ich habe auch eine schlechte Haltung und mache keinen Sport. Was kann das denn sein? Macht mir gerade wieder total Angst vor Lungenkrebs. Woher weiss6ich denn, dass der Schmerz von den Knochen oder von der Lunge kommt? Ich bin Nichtraucher habe aber etwas Übergewicht.
Auch muss ich morgens nach dem Aufstehen husten bis ein ganz klein bisschen Schleim, klar, abgehustet ist, dann ist wieder relativ gut. Das habe ich auch bestimmt schon 10 Jahre.

Seit ich mich wieder so reinsteigern, huste ich auch tagsüber etwas und das Brustbein und die Rippen schmerzen auch wenn ich dran denke. Ich weiß, dass ich bescheuert bin, aber die Angst vor Krebs frisst mich derzeit wieder fast auf.

Kennt jemand von euch vielleicht auch diesen Schmerz beim Draufdrücken auf Rippen und Brustbein und vielleicht auch das morgendliche abhusten von einer minimenge Schleim, oder kann das jetzt echt Lungenkrebs sein? Aber würde ich da nach 10 Jahren noch leben?
Ach Mann, ich dreh grade voll am Rad.

Sorry für den langen Text, aber alleine das Niederschreiben tat schon gut.

Liebe Grüße

13.02.2021 13:12 • 19.02.2021 #1


18 Antworten ↓


Teddyursa97
Hallo,

Ersteinmal - du bist nicht bescheuert! Deine Gedanken und Ängste sind nachvollziehbar, ich denke viele hier im Forum können das verstehen.

Es tut mir Leid, dass deine Mutter so eine Diagnose bekommen hat.
Das muss total viel Stress und Angst in dir auslösen, und ich kann mir gut vorstellen, dass der Schwindel und Kopfdruck von verspannten Muskeln kommt. Bist du morgens im Nacken verspannt?
Ich habe auch öfter mal ein stechen in der Brust, Druck auf der Brust und empfindliche Rippen und BWS. Das kommt bei mir alles von verhärteten Muskeln, die den Nacken und Rücken und den Brustkorb hinunterlaufen. Wenn du auch kaum Sport machst, ist die Chance sehr hoch dass du sehr verspannt bist.



Aber wenn du dich wirklich sorgst oder das Gefühl hast, schlecht Luft zu bekommen, kannst du immer zum Arzt gehen! Allerdings hängen viele Symptome mit den Muskeln zusammen, der Körper reagiert schnell auf Angst usw. Bei einem Hirntumor hat man oft Neurologische ausfälle, Sehstörungen, Taubheitsgefühle usw. Die Chance ist wirklich sehr gering!

Wenn du magst, kann ich dir ein paar Übungen schicken, die die Brustwirbelsäule und angespannte Muskeln lockern, vielleicht erfährst du dann schon morgen direkt etwas Erleichterung.

Liebe Grüße

13.02.2021 13:26 • #2



Verzweifelt - Druckschmerzhaftes Brustbein und anderes

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Hallo2020
Also wenn du das ganze seit 10 Jahren immer Mal wieder hast ist das sicherlich kein Lungenkrebs. War es in diesen 10 Jahren Mal weg und dann wieder da ? Dann kann es prinzipiell auch nichts schlimmes sein. Hattest du in diesen 10 Jahren Mal ein Röntgen? Da hätte man auch was gesehen. Beruhig dich ..
Ich kann's verstehen , habe gerade genau die gleichen Schmerzen und denke an das gleiche wie du . Logisch gesehen ist es aber totaler Rotz, schlimme Krankheiten kommen und gehen ja nicht.

13.02.2021 13:28 • #3


KiraStuttgart26
Hallo ,
ich war vor einigen Tagen erst beim Arzt wegen der Lungenkrebs Angst ... er sagte bis man da Beschwerden hat ist er sehr fortgeschritten ... die Lunge kann Schäden lange kompensieren . Also da hättest du sicher noch andere Beschwerden. Wie alt bist denn ? Und ich habe grad festgestellt auch bei mir tut das Brustbein weh wenn ich darauf drücke ..

13.02.2021 13:36 • #4


Hallo Teddyursa97,
vielen Dank für deine Antwort. Ja, ich bin morgens total verspannt. Mein Nacken ist morgens verspannt, auch habe ich Schwindel nach dem Aufstehen.
Für ein paar Übungen wäre ich dir sehr dankbar

13.02.2021 14:25 • #5


Hallo Hallo2020,
ja ich hatte 2013 2 mal ein Lungenröntgen, während und nach einer Lungenentzündung.

13.02.2021 14:27 • #6


Hallo KiraStuttgart26,
ich bin 54 Jahre alt.
Danke für deine Antwort. Es ist beruhigend, dass noch jemand solche Symptome hat.

13.02.2021 14:28 • #7


@Hallo2020
Also richtig weg war die Druckschmerzhaftigkeit der Rippen und des Brustbeins nie richtig. Vielleicht mal etwas besser, aber ganz weg nie. Auch das morgendliche Gehüstel bis das bisschen Schleim abgehustet ist, ist fast immer. Habe aber auch sehr stark mit nächtlichem Reflux zu tun.
Aber ich hoffe mal, dass es kein Krebs ist. Sonst hätte ich vielleicht nach der langen Zeit mehr Probleme oder es wäre schlimmer geworden, oder was meinst du?
Schlimmer wurde es in den ganzen Jahren nämlich nicht.

Liebe Grüße

13.02.2021 18:23 • #8


Hallo2020
Zitat von hackloewenzahn:
@Hallo2020 Also richtig weg war die Druckschmerzhaftigkeit der Rippen und des Brustbeins nie richtig. Vielleicht mal etwas besser, aber ganz weg nie. Auch das morgendliche Gehüstel bis das bisschen Schleim abgehustet ist, ist fast immer. Habe aber auch sehr stark mit nächtlichem Reflux zu tun. Aber ...

Ohne Behandlung wärst du in diesen 10 Jahren mit Sicherheit schon Tod gewesen wenn es Lungenkrebs wäre, also nein, das ist es ganz sicherlich nicht.

Es kann auch einfach sein das dieser Bereich bei dir dauerhaft angespannt ist und deshalb auch der Schmerz nie richtig weg geht. Der Schleim kann wie du selbst sagst vom Reflux kommen.

13.02.2021 18:31 • x 1 #9


Calima
Zitat von hackloewenzahn:
Aber würde ich da nach 10 Jahren noch leben?

Möglich. Aber kaum in diesem Zustand.

Wie wäre es mit regelmäßigem Sport und Gewichtsreduktion? Ein guter Weg bei allen hypochondrischen Störungen ist, so zu leben, dass es dem Körper gut geht und damit die Wahrscheinlichkeit auf bestimmte Krankheiten zu reduzieren. Indem man an sich arbeitet, kann man mehr und mehr das Vertrauen in seinen Köper zurückgewinnen.

Viele Beschwerden werden dadurch Geschichte.

13.02.2021 19:29 • x 1 #10


@Calima
Vielen Dank für deine Antwort. Du hast wirklich Recht. Ich müsste dringend abnehmen und sportlicher werden. Mein Problem ist bloß, dass ich sobald ich psychischen Stress habe, anfange zu naschen. Es ist eine Sucht. Ich hasse mich selbst dafür, aber es hat noch nicht klick gemacht. Ich gehe zwar mit meinem Hund regelmäßig raus, aber das mit dem Essen habe ich noch nicht im Griff. Aber meine Mutter braucht mich jetzt, ich hoffe ich schaffe es endlich um für sie fit zu sein.

Aber danke nochmal.

Liebe Grüße und noch einen schönen Abend.

13.02.2021 22:27 • #11


@Hallo2020
Vielen Dank für deine aufmunternden Worte. Schön, dass es euch gibt.

Liebe Grüße und einen schönen Abend.

13.02.2021 22:35 • x 1 #12


Anna1993
Ich habe auch diesen furchtbaren Druckschmerz auf dem Brustbein. Bei mir sind es eindeutig Verspannungen.

Gib mal bei YouTube "Liebscher Bracht" ein. Die Erklärungen und Übungen helfen mir extrem! Da merkt man erstmal wie verspannt man sein kann

14.02.2021 01:38 • x 2 #13


Hallo @Anna1993
Vielen lieben Dank für deinen Tip. Das werde ich machen.
Es tut gut zu wissen, dass andere auch die gleichen Symptome haben. Man denkt immer man ist alleine damit und hat mal wieder was ganz exotisch schlimmes und dann stellt sich raus, dass man damit doch nicht alleine ist und andere auch mit sowas leben.
Liebe Grüße und einen schönen Tag

14.02.2021 09:45 • x 1 #14


Calima
Zitat von hackloewenzahn:
Mein Problem ist bloß, dass ich sobald ich psychischen Stress habe, anfange zu naschen.


Wie soll sich dein Zustand verändern, wenn du nichts veränderst? Weitermachen wie bisher bedeutet auch: Beschwerden wir bisher.

Zitat von hackloewenzahn:
Ich hasse mich selbst dafür,

Das führt zu nichts und ist unterm Strich nur der einfache Weg. Sich selbst dafür hassen, dass man nicht tut, was man eigentlich tun könnte, bedeutet Selbstbstrafung - und damit ist man dann fein raus aus der Nummer.

Unterm Strich ist das aber nur eine Ausrede dafür, nicht an sich arbeiten zu müssen.

19.02.2021 12:55 • x 1 #15


@Calima
Hallo @Calima, da hast du völlig Recht. Alles nur ne Flucht vor der Realität. Mir ist sehr bewusst, dass Übergewicht, gerade in den Wechseljahren, das Risiko für Krankheiten erhöht und man sollte doch denken, dass jemand mit Hypochondrie alles ausschließt um krank zu werden. Das ist ja das Schizophrene. Ich denke ich bräuchte öfter mal so einen A...tritt von jemanden, so wie von dir jetzt, um meinen Fokus mal wieder auf das Wesentliche zu lenken. Vielen Dank dafür.
Schön wäre eine Gruppe von Leuten, die ähnliche Probleme haben, mit denen man sich regelmäßig austauscht und gegenseitig zu Erfolgen anspornt. Ich war auch mal bei WW, war mir dann aber mit der Zeit zu teuer und alleine ist es für mich schwierig das durchzuhalten.
Ich bewundere dich für deinen Erfolg beim Abnehmen und aus der Angst zu kommen und wünschte ich wäre auch so stark wie du. Aber man soll ja bekanntlich die Hoffnung nie aufgeben. Ich schaffe das, weil ich es wirklich will.
Liebe Grüße und nochmals vielen Dank
Andrea
E

19.02.2021 13:45 • #16


Ähm, das "E" sollte da nicht hin

19.02.2021 13:47 • #17


Calima
Zitat von hackloewenzahn:
Schön wäre eine Gruppe von Leuten, die ähnliche Probleme haben, mit denen man sich regelmäßig austauscht und gegenseitig zu Erfolgen anspornt.


Es gibt einige Threads hier, denen du beitreten könntest:
erfolgserlebnisse-f59/bewegen-gegen-die-angst-auf-gehts-t106110.html

und
small-talk-plauderecke-f74/leichter-leben-der-abnehmthread-t99210.html

Zitat von hackloewenzahn:
Aber man soll ja bekanntlich die Hoffnung nie aufgeben

Man soll es aber auch nicht beim Hoffen belassen. Allein davon wird nämlich nie anders

19.02.2021 13:55 • #18


Zitat von Calima:
Es gibt einige Threads hier, denen du beitreten könntest: und Man soll es aber auch nicht beim Hoffen belassen. Allein davon wird nämlich nix anders

Danke für die Info. LG

19.02.2021 17:35 • x 1 #19



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