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C
Hallo zusammen,
Ich hoffe das Thema gibt's noch nicht.
Wie habt ihr es geschafft wieder vertrauen in euren Körper zu haben?

Kurz zu mir, ich hatte schon seit ein paar Jahren leichte Panikattacken, jedoch eine richtig schlimme während meiner Corona Erkrankung.
Seit dem hatte ich von A-Z alle möglichen Symptome, die sich alle wieder gelegt haben (großteils durch die ADs) Hatte auch eine Blutuntersuchung, EKG, Mammographie etc. Also ich bin mir sicher dass ich gesund bin. Fast.
Durch die 3 Monate voller Beschwerden, kann ich meinem Körper nicht mehr vertrauen.
Ich bilde mir zb oft ein viel zu schwer zu atmen (hatte bei Covid nichts an der Lunge und kann problemlos Sport machen) und dann frage ich mich, wie sich mein Körper überhaupt im Normalzustand anfühlt? Mir kommt vor als wär mein Körper nicht mehr meiner, da er mich so im Stich gelassen hat.

Habt ihr Tipps? Oder auch Buchtipps?
Habe bereits Googleverbot, mache eine Psychotherapie, nehme Mutan Olanzapin (nur kurzzeitig zum schlafen) und gehe regelmäßig zum Sport, akupunktur und shiatsutherapie.
Es wird auch langsam besser, aber sobald mein Körper eine neue Faxe macht, verliere ich den Mut.

Danke für eure Antworten

Ergänzung: bis zu meiner Covid Erkrankung und meiner schlimmen Panikattacke hab ich mich in meinem Körper wohl gefühlt und war das Gegenteil eines hypochonders.

27.01.2022 13:16 • 28.01.2022 x 3 #1


9 Antworten ↓


moo
Hallo Caerrie,

vielleicht hilft Dir eine Erkenntnis, die ich immer wieder neu erlange: Der Körper muss Vertrauen in den Geist gewinnen.
Ein wacher Geist kann schlechterdings kein Vertrauen in den Körper gewinnen, wenn er realistisch sieht. Andersrum jedoch ist m. E. möglich.

27.01.2022 14:21 • x 3 #2


A


Vertrauen in den Körper zurückgewinnen

x 3


P
Hi,

Wenn du es geschafft hast, sag es mir bitte wie du es angestellt hast, würde auch das Vertrauen zurückgewinnen wie ich es vor 20 Jahren hatte, als ich die Wörter Agoraphobie und Panikattacke gar nicht kannte

27.01.2022 14:49 • x 4 #3


C
Also was mir bisher geholfen hat war Sport. Das sagt mir z. B., wenn ich 3 Tage in Folge einen Berg bezwinge, muss ich gesund sein.
Jedoch kommen immer wieder neue Kleinigkeiten dazu (zb Brennen der Zunge, wie heute, nachdem es mir 2 Tage besser ging) und sofort denke ich mir.. Mein Körper will mir sagen dass mit ihm was nicht stimmt, sonst würde er sich nicht jeden Tag melden..
Ich bin froh dass ich gleich etwas dagegen unternommen habe und leide zum glück erst 3 Monate und es wird besser.

Tut mir total leid dass du dich schon seit 20 Jahren nicht mehr wohl fühlst in deinem Körper. Hast du schon Körperarbeit versucht, oder Bücher?
Oder Craniosacral? Irgendwas muss es doch geben um seinen Körper wieder leicht und locker zu tragen... Ich würde so gerne wieder sorglos durch meine Wohnung tanzen....

27.01.2022 15:03 • x 2 #4


M
Seeehr gute Frage, die du da in den Raum wirfst. Die hab ich mir auch schon oft gestellt.

Bei mir ist es die letzte Zeit besser geworden, indem ich mir vorhalte, dass ich eben nicht immer funktionieren muss. Man kann auch schlechte Tage haben und muss nicht immer zu Höchstleistungen fähig sein. Und wenn es einem nicht gut geht, kann man sich ja auch erst mal ausruhen (ein Hoch auf Power-Naps oder Mittagsschläfchen). Das ist vielleicht aber auch bei jedem verschieden. Bei mir sind halt auch so Gedanken da, dass ich immer wachsam sein muss, damit ich auf mich aufpassen kann, was vielleicht mit Trauma Kram und definitiv mit meinen Erwartungen an mich zu tun hat.

Aber generell halt den Körper nicht als Feindbild oder Maschine zu sehen und eben mit sich nachsichtig und gut umzugehen, hilft mir.
Sport und Bewegung tun mir aber auch immer gut. Allerdings neige ich dazu mich zu wenig auszuruhen und dann schlägt das ins Gegenteil um.

27.01.2022 15:20 • x 3 #5


C
Menschlein so ist das bei mir auch.
So hat sich auch meine Panikstörung entwickelt - ich muss jede Kleinigkeit kontrollieren, alles im Griff haben und mich um mich selber kümmern.
Guter Ansatz den du da hast.. Ich frage mich warum jedes kleine Ziepen schon Frust in mir auslöst, während mir früher alles relativ egal war.

27.01.2022 15:27 • x 2 #6


P
@Caerrie ja gut mit vertrauen in den körper meine ich dass man überall hingehen kann z.B. in ein schiff oder zug steigen und nicht agoraphobische Gedanken haben

27.01.2022 19:14 • x 1 #7


A
@Petros1985
@Caerrie

Sehr gutes Thema. Ich wünschte, ich könnte das Vertrauen darin auch wieder gewinnen...

28.01.2022 03:21 • #8


GoodFriend
Deine Sorge um deine körperlichen Symptome und die damit gesteigerte Selbstbeobachtung, was ja das Gegenteil dieser Leichtigkeit ist die du vermisst, lässt sich relativieren, indem du die Vorstellung krank zu sein, akzeptierst.

Wahrscheinlich stecken hinter deiner Krankheitsangst auch Emotionen, die in erster Linie gar nichts mit körperlicher Gesundheit zu tun haben. Wende dich lieber diesen Dingen zu, statt an der Oberfläche zu kratzen, indem du dich mit deinen Symptomen beschaftigst.

28.01.2022 11:28 • x 2 #9


M
@GoodFriend
Hilfreich finde ich auch zu überlegen wieso man Angst hat krank zu werden. Also sich tatsächlich zu überlegen was passieren würde, wenn man denn krank wäre.
Manchmal kann eine schwere Erkrankung ja auch eine Erleichterung sein (sekundärer Krankheitsgewinn als Schlagwort). Mit einer körperlichen schweren Erkrankung, wäre man von seinen alltäglichen Verpflichtungen befreit. Also dass es quasi umgedrehte Logik ist, dass man vor dem Angst hat, das man sich unbewusst eigentlich wünschen würde - versorgt und entlastet zu werden.
Auf der anderen Seite kann die Angst vor Krankheit, aber wieder die Angst davor zu sein, eben diese Verpflichtungen nicht mehr erfüllen zu können - sei im Job, Studium oder der Versorgung von Kindern oder Angehörigen und wäre dann ja eher ein Hinweis auf Überlastung oder eine Versagensangst.

Nur um mal Beispiele zu nennen. Gibt wahrscheinlich auch noch ganze andere Szenarien die Menschen im Kopf haben.

28.01.2022 12:21 • x 4 #10


A


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