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Wenn es Nebenwirkungen des Medikaments sind, dann mit dem Arzt besprechen.
Aber eine psychische Erkrankung kann auch ohne Medikamente dazu führen. Es bedarf dann einer Gewöhnung und Umstellung. Es müssen neue Kontrollmechanismen eingebaut/verwendet werden. Lieber nochmal nachsehen. Sich selbst Erinnerungsstützen bauen. Regelmäßig checken, was vergessen worden sein könnte.
Wenn mein Kopf nicht angewachsen wäre, hätte ich auch den schon vergessen. Manchmal ist es nicht gut, etwas zu vergessen, wenn ich zB vergesse mich witterungstechnisch zu kleiden und dazu gewissen Textilien anziehe oder mitnehme. Dann besteht die Gefahr, dass ich meine Gesundheit schädige. Aber auch den Heizkörper abdrehen, wenn die Fenster geöffnet werden. Die Waschmaschine leeren. Den Herd ausschalten. Ich habe einen Küchenwecker, der mich unterstützt. Zu oft ist mir schon Essen angebraten.
To do Listen und Einkaufszettel im PC, auf dem Smartphone und auf Papier sind schon seit vielen Jahren bei mir Standard.
Ich muss nachsehen, ob ich eben vor wenigen Sekunden die Waschmaschine ausgeschalten habe. Meist betrifft es so Routinesachen. Aber da eben auf zweierlei Art. Einmal das Vergessen sie zu tun. Andermal das Vergessen sie soeben getan zu haben. Da hilft mir, wenn ich das getane mir besser einpräge. Wenn ich Punkte in meinen Gedanken setze und diese mit dem Jetzt verknüpfe: Montag, Uhrzeit, heute, ich habe getan und werde tun, und habe jetzt das erledigt: Haken. Notieren. Merken.
Bei mir liegt es an Konzentrationsstörungen. Zudem bin ich ständig in Gedanken. Ich denke an alles mögliche, aber nicht an das notwendige. Ich schweife in meinen Gedanken herum. Ich bin nur zum Teil in dieser Welt und zum anderen in meiner Gedankenwelt.
Schwierig kann es in Gesprächen mit anderen werden, aber auch beim Radio hören und Doumentationen schauen. Wo war das? Wie ist der Name? Was wurde gerade gesagt? Wie ist der Kontext? Meist nur kurze Aussetzer, die aber genügen. Beim Radio umsomehr, weil nicht zurückgedreht werden kann. Dann ist es oft ärgerlich. Dann muss ich in deren Onlinearchiv nachsehen und es nachhören.
Bei Gesprächen und dergleichen: Disziplin, strenge Disziplin, sehr strenge Disziplin, aber nur so streng, dass sie einen nicht negativ beeinträchtigt, ist hilfreich. Am Ball bleiben. Zu sich sagen: Das ist jetzt sehr wichtig! Das hat jetzt allerhöchste Priorität! Alles andere hat Sendepause! Ich schaff das! Ich will das!