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Hallo! Ich bin 18 Jahre alt und habe seit 3 Wochen verstärkt das Problem wieder Panikattacken zu haben. Jegliche kleinigkeiten die mir am körper auffallen, wie ein etwas zu schnellen puls, tinnitus, kopfschmerzen, nackenschmerzen bringen mich völlig aus dem verstand! Ich hab wörtwörtlich angst daran zu sterben was immer es auch sein mag und dies artet zu einer riesigen Panikattacke aus. Ich schreie, ich renne irgendwo gegen und danach wuschel ich mir die ganze zeit in meinen Haaren rum und hab angst einen schlaganfall oderso zu bekommen! Außerdem zucke ich immer ungewollt mit dem kopf rum.
Das geht jetzt schon eine weile so und es lässt mir keine ruhe! Man sagte mir das stress der auslöser sei, aber ich habe eigentlich überhaupt keinen stress. Meditieren versuche ich aber ich schaffe es nicht. Und zur beruhigung sich witzige videos und bilder (memes, vines) anzugucken oder filme, serien hilft leider auch nicht mehr viel. Außerdem mag ich es momentan nicht wenn ich alleine bin. Und ich kann nachts nicht schlafen.

Ich hab gerade eine sehr extreme panikattacke bekommen, als ich plötzlich ein rauschen und ein tinnitus in meinem linken ohr bekommen hatte...
Es raubt mir alles. Den spaß, die ruhe, den schlaf...
Ich weiß überhaupt nicht mehr weiter. Mein normales bewusstsein denkt sich das alles in ordnung ist, aber mein unterbewusst sein ist so sehr nervös! Mir ist praktisch schon übel wegen der nervösität. Nervösität um nichts!
Gibt es noch etwas um sich abzulenken oder dagegen machen zu können? (Ja ich rede mit Leuten darüber aber anscheinend hilft es nichts ;c)

30.03.2018 23:21 • 03.04.2018 #1


13 Antworten ↓


Wenn es ganz schlimm ist, mache ich entweder Sport oder gehe raus in die Natur - das hilft zumindest, um mal ein paar Momente Ruhe zu haben. Man kann sich dann immer schwer überwinden, etwas anderes zu machen, als rumzusitzen, aber tatsächlich ist körperliche Aktivität sehr, sehr hilfreich.

Eine andere Frage: Bist du in therapeutischer Behandlung? Das würde bei deiner Symptomatik sicher Sinn machen. Im Zweifel kannst du dich auch mal in einer psychiatrischen Ambulanz beraten lassen. Diese hohe Anspannung, die du beschreibst, sollte nicht allzu lange anhalten, damit sie sich nicht verstetigt. Dazu kann auch eine kurzfristige Krisenintervention sinnvoll sein.

Alles Liebe!

30.03.2018 23:52 • #2



Totale Panik! Angst vor jeglichen Kleinigkeiten!

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Zitat von MaedchenNr1:
Eine andere Frage: Bist du in therapeutischer Behandlung?


Ich war sehr oft in einer, aber bisher hat es kaum geholfen. Ich würde ja gerne nach draußen gehen, aber alleine wird das schwer, da ich, wenn ich eine Panikattacke habe für den moment nichts mitbekomme. Ich könnte gegen ein Auto rennen oder einen Baum.

31.03.2018 00:05 • #3


Aktivität geht ja zuerst auch durchaus in der Wohnung - ganz simple Dinge wie Hampelmann machen oder Core Training, wo man keine Geräte braucht. Es geht wirklich nur um die körperliche Betätigung.

31.03.2018 00:06 • x 1 #4


Zitat von MaedchenNr1:
Aktivität geht ja zuerst auch durchaus in der Wohnung - ganz simple Dinge wie Hampelmann machen oder Core Training, wo man keine Geräte braucht. Es geht wirklich nur um die körperliche Betätigung.


Ich schau mal ob das die nächsten Tage funktionieren wird... Danke

31.03.2018 00:08 • x 1 #5


VitusLiam
Mir helfen Youtubemeditationsvideos, speziell gegen Angstattacken sehr gut.

31.03.2018 00:19 • #6


Hurt
He

ich kann das wie es Dir geht, sehr gut verstehen. Mir geht es auch schon seit ein paar Wochen so schlecht wie ewig nicht mehr. Und ich denke, dass irgendetwas passiert (ist!). Meinem Wissenspool nach treten solche extremen psychischen Reaktionen nach massiver Strahlung auf.

Leider habe ich keine Idee, wie sich diese Situation lindern oder bessern lässt. Ich kämpfe selbst noch damit herum. Und bei mir hilft momentan auch keine körperliche Bewegung - obwohl es früher davon immer besser geworden ist.
Bis letzte Woche war ich noch viel draussen unterwegs. Die letzten Tage bekommt mich rein gar nichts mehr raus - was für mich absolut ungewöhnlich ist. Im Gegenteil habe ich das Bedürfnis wenn möglich nur im Bett zu liegen, und absolut gar nichts zu machen. Mein Körper und meine Psyche sind total erschöpft. Und trotzdem weiss ich, dass ich vollkommen gesund bin.
Ein ähnlicher Widerspruch, wie bei Dir.

Und ich spüre auch diese totale Nervosität, und eine unbeschreibliche innere Anspannung. Kein Flax, das habe ich vorher noch nie so erlebt. Genau wie Du - praktisch innerlich in Panik wegen nichts. Und sowas von nervös. Ich tippe ständig mit dem Fuss auf, oder bin ständig mit den Fingerspitzen dabei, auf den Tisch zu tippen.
Ein Sch...zustand, da gebe ich Dir absolut recht!

Ich kann nur hoffen, dass wir nicht etwas spüren, was sich bereits vollzogen hat. Und was sich nie wieder rückgängig machen lässt. Denn tatsächlich hat mein Zustand in irgendeiner Weise damit zu tun. Das Warten darauf, dass irgendetwas "ankommt". Passiert ist es definitiv bereits.
Und es fällt mir schon länger auf, dass ich dieses Empfinden bereits seit einigen Jahren habe. Das habe ich aber natürlich immer nur auf mich selbst und mein Inneres bezogen. Und so heftig wie in den letzten Wochen, ist es auch noch nie gewesen.

Und so hoffe ich, dass uns hier nicht in nächster Zeit irgendetwas auf den Kopf fällt. Oder nicht einer dieser Vollidioten auf der Erde irgendetwas gezündet hat, was genau das mit den Menschen anrichtet.
Denn eigentlich habe ich immer ein sehr gutes Gespür dafür gehabt, was los ist. Aber diesmal ist es nur diffus.
Und es geht so vielen Menschen so.

Mir hilft Kinderlieder singen ganz gut. Kennst Du das mit dem Harung und der Flunder?

Liebe Grüsse

31.03.2018 05:39 • #7


Angstmaus29
Hallo


Weiss wie du dich fühlst mir geht es seit Monaten genauso alles macht mir Angst jedes ziepen und zwacken im Körper sowie komische Symptome
Habe dadurch meine ganze Lebensqualität verloren bin fast nur noch zuhause und verkrieche mich mit Todesangst
Das schlimmste is wenn ich die ganze Zeit alleine bin und mir niemand helfen könnte wenn es etwas schlimmes passiert

31.03.2018 14:19 • #8


Zitat von Angstmaus29:
Das schlimmste is wenn ich die ganze Zeit alleine bin und mir niemand helfen könnte wenn es etwas schlimmes passiert


Ich habe HAARGENAU das selbe problem!

31.03.2018 17:45 • #9


Zitat von Hurt:
Und so hoffe ich, dass uns hier nicht in nächster Zeit irgendetwas auf den Kopf fällt. Oder nicht einer dieser Vollidioten auf der Erde irgendetwas gezündet hat, was genau das mit den Menschen anrichtet.
Denn eigentlich habe ich immer ein sehr gutes Gespür dafür gehabt, was los ist. Aber diesmal ist es nur diffus.
Und es geht so vielen Menschen so.

Mir hilft Kinderlieder singen ganz gut. Kennst Du das mit dem Harung und der Flunder?

Liebe Grüsse


Ich hab nicht das Problem mit der Außenwelt *Krieg undso* Ich denke mir... Menschen sind dumm... Aber nicht so dumm sich selbst direkt auszulöschen.
Mein eigentliches Problem ist die Angst davor zu vergessen. Oder Angst vor Zeit. Das die zu schnell umgeht. Obwohl ich jedes mal aufs neue merke das alles ganz normal ist und Zeit an sich nicht existiert. (Zumindest das was man Zahlenuhr nennt)
Ich denke eigentlich total relativ. Ich bild mir von nichts eine Meinung (beim ersten mal) und lass mir nicht von meinen Gefühlen die Meinung ändern.

Dann kommt mein Unterbewusstsein und zeigt mir meine größten Ängste.
> Tod
> Gewalt
> Hass
> Alt werden
Völlig normale dinge.

Ich gucke Kinderserien, das hilft momentan ein wenig.
Harung und Flunder kenne ich nicht.

31.03.2018 17:52 • #10


Hurt
Hallo Semivalera

es ist heftig, dass Dich in Deinem Alter diese Fragen und Emotionen beschäftigen. Wie kommt es dazu? Ich meine, kennst Du in etwa den Auslöser, und wann hat es denn angefangen?

Hast Du ein Gefühl dafür, was Dir helfen kann? Warst Du schon mal beim Arzt? Ansonsten halte ich von Pillen nicht viel, aber wenn es einem ganz schlimm geht, können die doch erstmal helfen.

Schreib mal ...

ganz lieben Gruss

01.04.2018 03:48 • #11


Zitat von Hurt:
Hallo Semivalera

es ist heftig, dass Dich in Deinem Alter diese Fragen und Emotionen beschäftigen. Wie kommt es dazu? Ich meine, kennst Du in etwa den Auslöser, und wann hat es denn angefangen?

Hast Du ein Gefühl dafür, was Dir helfen kann? Warst Du schon mal beim Arzt? Ansonsten halte ich von Pillen nicht viel, aber wenn es einem ganz schlimm geht, können die doch erstmal helfen.

Schreib mal ...

ganz lieben Gruss


Man sagte mir, dass es durch depressionen und stress kommt. Diese gedanken haken dann so zusammen: Wieso irgendwas sinnvolles machen wenn später eh alles endet? Ich kann mir die frage wohl selbst beantworten: leben, spaß und mehr!
Aber meine mittelschweren depressionen lassen nicht zu, das letztendlich aufzunehmen.

Meine erste Panikattacke hatte ich mit 10. Die war dann für 3 Jahre verschwunden. Danach kam sie zwei mal wieder. Danach war sie wieder weg bis ich 15 war und ab da wurde es mehr. Mit 16 bin ich 6 wochen in der klinik gekommen, hatte nur kurz geholfen. Ich hab 2 tabletten durch die ich nicht weiter nehmen konnte, da die erste mich total müde gemacht hat und die zweite meine gefühle so stark unterdrückt hat, dass ich rumgelaufen bin wie ein zombie (nicht ansatzweise spaßig gemeint).
Mit 17 war sie wieder für eine gewisse zeit weg bis die letzten 2 monaten wieder.
Ich rede viel mit meinen freunden darüber und suchen auch eine lösung... aber bisher gab es keine. Durch den stress hab ich auch mit dem rauchen, trinken angefangen.
Man meint, dass es alles an meiner Vergangenheit liegt die nicht richtig verarbeitet werden kann. Mobbing von der grundschule bis zur 8 klasse, familiär bedingte sachen wie (der jetzige ex meiner mama)
Wir konnten morgens und abends nichts machen. Wir haben nicht ein einziges wort gesagt da er von jahr zu jahr immer aggressiver wurde bis er mir sogar ab und an weh tat (haare ziehen, schubsen, kneifen, aber auch verbal)

Aber jetzt sind wir alleine weil mama schluss gemacht hat und trodzdem hat sich nicht viel daran geändert.

02.04.2018 14:29 • #12


Hurt
Liebe Semivalera,

so wie Du das schreibst, bekommst Du von Deiner Mutter nicht viel Unterstützung.

Hast Du schon mal überlegt auszuziehen? Wenn ich richtig informiert bin, gibt es betreute Jugendeinrichtungen. Und dort kann man Dir wahrscheinlich auch mit Deinen psychischen Problemen helfen.
Es hört sich für mich so an, als ob Du wirklich Dein Umfeld wechseln musst. Es ist für eine 18 jährige junge Frau keine Alternative, Alk. zu trinken und zu rauchen. Das spürst und siehst Du ja auch selbst.

Ich denke , dass Du die Chance in Dein eigenes junges Leben nutzen solltest. Du kannst Dir z.B. im Internet Adressen von Beratungsstellen suchen. Die Kirche, Caritas und Pro Familia bieten das bestimmt an.
Mache nochmal Alles in Dir mobil, und sorge dafür, dass Du in Zukunft einen anderen Weg gehst.

Wie ist es denn mit Schule und Berufsausbildung? Was machst Du im Moment?

LG

03.04.2018 04:47 • #13


Zitat von Hurt:
Liebe Semivalera,

so wie Du das schreibst, bekommst Du von Deiner Mutter nicht viel Unterstützung.

Hast Du schon mal überlegt auszuziehen? Wenn ich richtig informiert bin, gibt es betreute Jugendeinrichtungen. Und dort kann man Dir wahrscheinlich auch mit Deinen psychischen Problemen helfen.
Es hört sich für mich so an, als ob Du wirklich Dein Umfeld wechseln musst. Es ist für eine 18 jährige junge Frau keine Alternative, Alk. zu trinken und zu rauchen. Das spürst und siehst Du ja auch selbst.

Ich denke , dass Du die Chance in Dein eigenes junges Leben nutzen solltest. Du kannst Dir z.B. im Internet Adressen von Beratungsstellen suchen. Die Kirche, Caritas und Pro Familia bieten das bestimmt an.
Mache nochmal Alles in Dir mobil, und sorge dafür, dass Du in Zukunft einen anderen Weg gehst.

Wie ist es denn mit Schule und Berufsausbildung? Was machst Du im Moment?

LG


Geht nicht. Kann nicht. Mich nicht aufraffen. Egal... Ich war schonmal bei der Caritas.
Mama hat selber probleme ich hab ihr gesagt sie soll erst ihre eigenen Lösen.
Tut mir leid ich habe einen kompletten burnout gerade ich kann nicht viel schreiben.

03.04.2018 10:00 • #14



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