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Hallo,

ich hab mich vor 3 tagen mit einer nagelschere am finger verletzt. eigentlich ja kein problem...blutete etwas....aber generell halt eine sache der man keine bedeutung beimisst. ich sonst auch nicht...bis mir so ein gedankenblitz kam....Tetanus! meine letzte impfung ist 12 jahre her...da ich eine schilddrüsenentzündung habe möchte meine hausärztin mit der auffrischung so lange wie möglich warten und hat im letzten jahr diesen tetanus-titer bestimmen lassen der wohl gut war.
kennt sich jemand von euch vielleicht ein bisschen damit aus? wenn der wert letztes jahr noch gut war bin ich doch immer noch geschützt oder? ist die gefahr sich mit tetanus zu infizieren denn generell groß?besteht die gefahr sich bei einer verletzung mit der nagelschere zu infizieren oder ist das nur bei rostigen sachen bzw gartenarbeit möglich? möchte ungern googlen und mich noch mehr verrückt machen...denn ich rede mir jetzt schon wieder symptome ein.
wäre sehr dankbar wenn mir jemand etwas beruhigendes sagen könnte...damit ich aufhöre mich da reinzusteigern

08.09.2011 20:32 • 16.09.2011 #1


9 Antworten ↓


hat wirklich keiner einen rat?

09.09.2011 10:01 • #2



Tetanus

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Schlaflose
Hallo rotkaeppchen,

die Gefahr, an Tetanus zu erkranken ist sehr gering. Es kann überhaupt erst dann passieren, wenn es sich um eine sehr große Wunde handelt, die dann auch noch mit Erde in Berührung kommt. Soweit ich gehört habe, gibt es Länder, in denen eine Tetanusimpfung nur alle 20 Jahre empfohlen wird.

Viele Grüße

09.09.2011 10:24 • #3


Zufälligerweise habe ich gestern sogar ein paar Seiten zum Thema Impfen gelesen. Auf der Seite Impfschaden steht, dass Ungeimpfte ! ein Risiko von 0,5 bis 2 zu 1 Millionen haben, an Tetanus zu erkranken, diese Erkrankung ist sehr selten. Daher dass in Deutschland so gut wie jeder geimpft ist, ist es wiederum schwer zu sagen, wie viele Erkrankte es sonst geben würde. Und die Seite Impfschaden geht natürlich wieder mit einer anderen Sichtweise an die Problematik als andere Impfbefürworter. Aber es gibt bestimmt sehr viele Menschen, deren letzte Tetanusimpfung sehr lange her ist. Am besten wäre es wahrscheinlich, du würdest dich so schnell wie möglich mit deiner Ärztin in Verbindung setzen und sie fragen, wie sinnvoll eine Impfung nun wäre. Denn du wirst dich ja immer mal wieder verletzten und dann wäre es ja schrecklich, wenn du immer wieder Angst vor Tetanus hättest!

Viele liebe Grüße

Tascha

09.09.2011 10:40 • #4


vielen vielen lieben dank für eure antworten.

das problem ist...bei mir wurde im letzten jahr hashimoto diagnostiziert...fast zeitgleich fiel mir auf das ich mit der tetanus-impfung überfällig bin. mein hausärztin riet mir wie erwähnt von der auffrischung ab und ließ den titer bestimmen...der nach ihren aussagen gut war...ich bin nur so verunsichert ob das wirklich ausreicht und ich immer noch geschützt bin...denn diese krankheit ist ja wirklich schrecklich...bei vollem bewusstsein ersticken...das macht schon große angst

09.09.2011 11:29 • #5


Christina
Zitat von rotkaeppchen35:
das problem ist...bei mir wurde im letzten jahr hashimoto diagnostiziert...fast zeitgleich fiel mir auf das ich mit der tetanus-impfung überfällig bin. mein hausärztin riet mir wie erwähnt von der auffrischung ab und ließ den titer bestimmen...
Hashimoto ist kein Grund, sich nicht impfen zu lassen. Hab's selbst seit ca. 15 Jahren und in dieser Zeit zwei Auffrischungsimpfungen machen lassen. Man soll nur dann vorsichtig sein, wenn man weitere Autoimmunerkrankungen hat, bei denen eine Impfung einen Schub auslösen könnte. Für Hashimoto selbst gilt das nicht, sofern es nicht ein sehr schwerer Verlauf, vielleicht sogar noch mit HE ist. Aber dann wärst du eh beim Spezialisten und nicht bei der Hausärztin.

Liebe Grüße
Christina

09.09.2011 14:18 • #6


Ich hatte vor einem halben Jahr auch massive Angst vor einer Tetanus-Infektion. Allerdings hatte ich mir beim Suchen unter dem Schreibtisch eine verdreckte Reißzwecke in den Handteller gerammt. Das war sehr unangenehm - aber nicht weiter dramatisch. Bis ich durch Zufall was von Tetanus laß und feststellte, daß meine letzte Impfung 1991 war. Da hatte ich dann drei Tage lang Todesangst, Panik-Attacken vom Feinsten und fand mich zitternd beim Arzt wieder, der mir seelenruhig erklärte, daß A) überhaupt nicht klar ist, wie lange die Antikörper im Blut sind (bei dem einen können sie bereits nach 5 Jahren verschwunden sein, bei dem anderen erst nach 30) und daß B) für eine Tetanus-Infektion in unseren Breiten eine Reißzwecke im Handballen einfach nicht ausreiche. Um sich zu infizieren, ist eine große, ungereinigte, schlecht heilende Wunde notwendig, in der sich Sauerstoffarmut entwickeln kann. Die Tetanus-Erreger sind aerob, sie vermehren sich nur dort, wo kein Sauerstoff hinkommt. Mein Arzt konnte meine letzten Zweifel schließlich damit zerstreuen, daß es an den Händen generell nahezu unmöglich sei, ein solches sauerstoffarmes Mileu zu schaffen, weil die Hände einfach viel zu gut durchblutet seien.

15.09.2011 23:51 • #7


tetanus ist sehr sehr sehr selten. im übrigen befinden sich die sporen so ziemlich überall in unserer umwelt: rosendornen, erde, auf dem asphalt etc.

theoretisch ist es also möglich, sich so ziemlich überall zu infizieren (wobei hier natürlich die beschaffenheit der wunde auch eine rolle spielt!!). trotzdem sind infektionen überaus selten.

fakt ist, dass die tetanus-impfung selbst umstritten ist. es gibt einen belegten krankheitsfall bei einer frau, die nachweislich noch einen impfschutz hatte! das robert koch kann diesen fall bis heute nicht erklären. (ich will damit niemandem ausreden, sich impfen zu lassen)

allerdings glaube ich, eine gute wundversorgung ist wichtiger.

15.09.2011 23:59 • #8


http://www.impfkritik.de/tetanus/

16.09.2011 00:03 • #9


hallo sevens,

danke für deine beruhigenden worte. war heute auch nochmal bei meiner hausärztin...sie meinte mein tetanustiter liegt bei 1,5...das wäre absolut ausreichend...und sie rät mir weiter von einer auffrischung ab...da erstens ein überimpfen komplikationen bergen kann...und mein immunsystem wohl mit der schilddrüsenentzündung genug zu tun hat...sie hatte diese werte kontrolliert und so gesehen das noch eine arge entzündung stattfindet. Auch wenn meine angst vor tetanus nicht ganz weg ist...so hätte ich zum jetzigen zeitpunkt auf grund der entzündung und der überimfpung doch auch noch mehr angst vor komplikationen bei der auffrischung. bin da ziemlich hin und hergerissen und hoffe das ich jetzt nicht bei jeder verletzung angst bekomme...mache viel im garten und da lassen sich verletzungen nicht vermeiden. meine hausärztin meinte aber nochmal ausdrücklich das ich gut geschützt bin und das bei uns in deutschland ein 6-er im lotto wahrscheinlicher ist als eine tetanusinfektion...ich hoffe das kommt irgendwann auch bei meiner angst an...

LG

16.09.2011 00:08 • #10



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