Zitat von Saaaabriina_98:Hallo zusammen und direkt mal kurz zu mir: ich bin 26 Jahre alt und habe eine ziemlich stark ausgeprägte hypochondrie, allerdings weiten sich die Ängste auch auf andere Bereiche aus. Dazu kommt eine schluckangst durch eine traumatische Zahnarzt Behandlung 2015 wobei ich leider fast erstickt wäre. Stress gibt's ...
T-Negativierungen können tatsächlich auch psychosomatisch bedingt sein. Typischerweise verschwinden diese Veränderungen im EKG wieder, sobald sich die psychische Belastung reduziert.
Ich empfehle dir, ein Doppler-Ultraschall des Herzens sowie ein Belastungs-EKG (Fahrradergometrie) durchführen zu lassen. Wenn bei diesen Untersuchungen keine Auffälligkeiten festgestellt werden, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Ursache psychischer Natur ist.
Abnorme T-Wellen, insbesondere unspezifische T-Negativierungen, treten relativ häufig im Rahmen von Angst- oder Panikattacken auf und sind in solchen Fällen völlig harmlos. Ich selbst hatte beispielsweise oft spitze T-Wellen im EKG.
Ich gehe davon aus, dass die Ärzte bereits Blut abgenommen haben, um mögliche Ursachen wie Elektrolytstörungen oder einen Herzinfarkt auszuschließen?
Ein häufiger Stolperstein ist, dass man als medizinischer Laie ein EKG nicht sicher interpretieren kann. Ein wichtiger Punkt ist dabei auch die Frage: Treten die Veränderungen in mehreren Ableitungen auf oder nur in einer einzigen?
Wenn sie nur in einer Ableitung zu sehen sind, kann das auch an lokaler Muskelverspannung oder einer nicht optimal platzierten Elektrode liegen.
Deshalb mein Rat: Lass dich von einem Kardiologen gründlich durchchecken.
Wenn dort alles in Ordnung ist, kannst du mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass deine Beschwerden psychisch bedingt sind – was nichts Ungewöhnliches ist und gut behandelbar sein kann.