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Hallo,

Ich muss im drei Wochen stationär auf die Psychosomatik um meine Panikattacken und Depressionen medikamentös behandeln zu lassen.
Ich habe dazu leider eine extrem ausgeprägte Panik beim Blutdruck messen, und zwar vor zu hohen Werten. Dadurch sind die Werte dann auch erhöht, teilweise massiv. Ich war erst beim Kardiologen, es ist alles gut. Ich hatte aber auch schon während Panikattacken 220/140 Blutdruck. Minuten später wieder normal.

Zu Hause habe ich eher niedrigen Blutdruck.

Ich habe Angst, dass dann sofort ein riesen Faß aufgemacht wird

Muss ich den Blutdruck dort messen lassen?

Viele Grüße

19.09.2021 15:18 • 20.09.2021 #1


8 Antworten ↓


portugal
Zitat von Nicky78:
Ich habe Angst, dass dann sofort ein riesen Faß aufgemacht wird


Hab keine Angst. Die wissen ja den Hintergrund.

Ich hab seit ich denken kann, immer einen viel zu hohen Blutdruck (180), das kommt immer von der Aufregung bei mir.

Hab ich letztens auch wieder gehabt u als ich es erklärt habe, haben sie nichts gesagt.

Das gibts öfter als man denkt, wirklich.

19.09.2021 15:21 • x 1 #2



Weißkittelhypertonie während Krankenhaus Aufenthalt

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Ich habe solche Angst davor, dass ich dann sofort Blutdruckmedikamente nehmen muss. Dann werde ich mich sofort selbst entlassen

19.09.2021 15:26 • #3


AnnaBlack
Zitat von Nicky78:
Ich habe solche Angst davor, dass ich dann sofort Blutdruckmedikamente nehmen muss. Dann werde ich mich sofort selbst entlassen

Keiner darf dich zwingen irgendein Medikament zu nehmen. Ohne eine Langzeit-Blutdruckmessung wäre es auch unverantwortlich.
Du solltest vor der BD-Messung einfach erwähnen, dass du Panik davor hast, die werden das dann berücksichtigen.

19.09.2021 15:37 • x 1 #4


NIEaufgeben
Zitat von Nicky78:
Ich habe solche Angst davor, dass ich dann sofort Blutdruckmedikamente nehmen muss. Dann werde ich mich sofort selbst entlassen

Hab keine Angst so schnell bekommst du kein medi dagegen

ich habe panische Angst vor Ärzten und vor dem khjedesmal geht mein bd bis zu 200 zu 149..ein medi wurde mir trotzdem noch nie empfohlen weil ich ganz genau erklären konnte woher das ganze kommtsobald ich aus der Praxis bin oder aus dem kh ist der Blutdruck sofort wieder im normbereich

Also gib den Leuten da einfach Bescheid damit sie es wissen und gut ist

als ich in der Klinik war hat man nach paar Tagen aufgehört den Blutdruck zu messen weil es einfach keinen Sinn hatte

ich durfte mir den bd dann selber messen und ihnen die Werte aufschreiben und das hat super geklappt

19.09.2021 16:49 • x 1 #5


silverleaf
Hallo Nicky78,

vielleicht solltest Du nochmal ganz in Ruhe in Dich gehen, Deine Gedanken sortieren und Dir über Deine Gefühle bezüglich der Klinik nochmal wirklich klar werden. Es geht ja darum, Dir Stress zu nehmen und nicht noch mehr Stress zu machen. Du gehst ja auf eigenen Wunsch dorthin, weil Du Dein SSRI nicht ambulant einschleichen möchtest. Der Aufenthalt soll ja Deiner Entlastung dienen und Dich nicht zusätzlich belasten und stressen. Es ist ja keine Einweisung aufgrund einer Dekompensation, die Einweisung soll Dir ja helfen und nicht zusätzliche Probleme machen.

Wenn Dir der Gedanke an die Klinik jetzt doch so einen Stress macht, solltest Du vielleicht nochmal mit Deinem Psychiater besprechen, ob Du das Medikament nicht vielleicht doch ambulant einschleichst.
Du musst ja nicht in die Klinik und hast ja geschrieben, dass Du sogar Angst davor hast, dass man Dich (sinngemäßes Zitat) wegen des Einschleichen eines SSRIs dort gar nicht ernst nimmt, weil andere Leute das ja zumeist eher zuhause machen:
Zitat von Nicky78:
Meine Frage ist ob man mich dort überhaupt ernst nimmt mit dem Anliegen, Medikamente einzuschleichen.

Zitat von Nicky78:
Weil andere das ja zu Hause machen, meine ich.

Zitat von Nicky78:
Mein Psychiater sagt, er kann mich einweisen für ca 4 Wochen, damit wäre ich von allen häuslichen Pflichten und zwei Schulkindern, befreit und kann mich nur auf mich konzentrieren.

Zitat von Nicky78:
Ich fühle mich etwas, wie soll ich sagen, unzulänglich. Jeder andere schafft es, so etwas zu Hause einzuschleichen


Dein Psychiater wollte Dich unterstützen und hat Dir die Möglichkeit eingeräumt, auch das Einschleichen eines Medikaments, das, wie Du sagst, viele Leute zuhause einschleichen würden, stationär machen zu können, weil Du Dir sehr viel Sorgen darum machst und er Dir die Möglichkeit geben möchte, Dich von Deinen häuslichen Pflichten in der Zeit zu entlasten, was den Haushalt und Deine 2 Schulkinder angeht und Dir die Möglichkeit zu geben, Dich in der Zeit nur auf Dich konzentrieren zu können.
Wenn Du jetzt aber so einen Stress damit hast, wäre es vielleicht zu überlegen, ob Du vielleicht doch ambulant einschleichst, wenn Du jetzt schon darüber nachdenkst, wieder zu gehen, bevor Du überhaupt aufgenommen wurdest:

Zitat von Nicky78:
Ich habe solche Angst davor, dass ich dann sofort Blutdruckmedikamente nehmen muss. Dann werde ich mich sofort selbst entlassen


Du bist ja freiwillig dort, und wenn Dir das so einen Stress macht, solltest Du vielleicht darüber nachdenken, das SSRI doch zuhause einzuschleichen, dann ersparst Du Dir die Sorge, wegen Deines Anliegens in der Klinik nicht ernstgenommen zu werden (auch wenn Du Dir darüber meiner Meinung nach wirklich keine Sorgen machen musst) und zuhause hättest Du auch die Blutdruckproblematik nicht.
Der Aufenthalt soll ja Deiner Entlastung dienen, und wenn es das nicht tut, solltest Du vielleicht nochmal darüber nachdenken.
Wenn der Gedanke daran Dich so belastet, erscheint das ganze Unterfangen irgendwie kontraproduktiv.

Ich habe Dir ja in dem anderen Thema auch geschrieben, dass ich Deine Entscheidung absolut nachvollziehen kann und dass Du Dir wegen des Personals oder der Mitpatienten in der Klinik keine Sorgen machen brauchst, es geht die ja nichts an, warum Du das Einschleichen in der Klinik machst,
aber wenn Du jetzt einen solchen Stress mit dem Aufenthalt hast, klingt das für mich so, als könnte es hilfreich sein, nochmal wirklich in Dich hineinzuhören, ob Du das wirklich so machen möchtest.

Ich bin mir wie alle anderen User, die Dir hier geantwortet haben, auch relativ sicher, dass sich für das Blutdruckproblem eine Lösung finden lassen wird.
Ich frage mich nur gerade, ob hinter Deiner Angst vor dem Blutdruckmessen (was ja in einer Klinik relativ normal ist) nicht vielleicht ganz andere Ängste, Sorgen oder Zweifel an dem Klinikaufenthalt stecken.

LG Silver

20.09.2021 03:35 • #6


silverleaf
P.S.:

Ich möchte nochmal ganz deutlich sagen, dass ich keinerlei grundsätzliche Zweifel an der Sinnhaftigkeit Deiner Entscheidung für den Klinikaufenthalt habe, überhaupt nicht.
Das ist nicht mein Punkt.

Ich habe nur die Sorge, dass der Stress, den Du mit dem Aufenthalt hast, irgendwann einen möglichen Nutzen übersteigen könnte, wenn Du Dir Deiner Gefühle unsicher bist. Du schriebst ja auch:
Zitat von Nicky78:
Ich habe Angst, dass dann sofort ein riesen Faß aufgemacht wird

Wenn es jetzt vielleicht zusätzlich zu dem Blutdruckmessen noch weitere Bedenken Deinerseits gibt, was die Ärzte dort vielleicht entscheiden könnten, aber der eigentliche Grund für Deine Ängste in einer grundsätzlichen Unsicherheit bezüglich des Aufenthalts an sich liegt, könnten sich noch mehr Ängst dazugesellen und Deinen Stresslevel so erhöhen, dass Dir der Klinikaufenthalt am Ende vielleicht eher schadest als nutzt, und das wäre ja wirklich schade. Du sollst die Zeit ja für Dich nutzen können, wie Dein Psychiater sagt, und durch den Aufenthalt Entlastung erfahren, keine zusätzliche Belastung.

20.09.2021 04:08 • #7


Hallo,

Danke für eure Antworten. Ich war letzte Woche noch einmal beim Psychiater. Er sagte das Medikament ist unverzichtbar, das Einschleichen zu Hause hält er für nicht machbar aufgrund meiner massiven Panik. In der Klinik hätte ich die Möglichkeit, etwas zum Beruhigen zu bekommen.

Außerdem denkt er, werde ich sehr von der tiefenpsychologischen Therapie profitieren, da ich einiges aufzuarbeiten habe.

Ich geh auf jeden Fall stationär. Falls es überhaupt nicht geht, kann ich jederzeit abbrechen, aber ich versuche es!

Ich kenne Leute, die für viel weniger stationär waren.

Ich zieh es durch. Wegen dem Blutdruck spreche ich mit den Ärzten und Pflegern. Während der Tagesklinik haben wir es so gemacht, dass sie gemessen haben es mir aber nicht gesagt haben.

20.09.2021 05:32 • #8


silverleaf
Das klingt doch sehr gut, und siehst Du, Du hast sogar selber schon eine Antwort und einen Lösungsansatz auf/für Deine Eingangsfrage:
Zitat von Nicky78:
Muss ich den Blutdruck dort messen lassen?

Zitat von Nicky78:
Ich zieh es durch. Wegen dem Blutdruck spreche ich mit den Ärzten und Pflegern. Während der Tagesklinik haben wir es so gemacht, dass sie gemessen haben es mir aber nicht gesagt haben.

Es werden sich immer Lösungen finden lassen, und es ist doch gut, dass Du sogar selber schon persönliche Erfahrungen damit machen konntest .


Zitat von Nicky78:
Ich kenne Leute, die für viel weniger stationär waren.

Vergleiche mit anderen Patienten sind selten (eigentlich nie) hilfreich. Du hast jede Berechtigung, in die Klinik zu gehen, und andere Patienten haben diese Berechtigung auch. Denk' immer daran: Du musst Dich in keinster Weise für Deine Einweisung rechtfertigen, Deine Sorgen diesbezüglich sind nicht notwendig. Es zählt nur eine Meinung in diesem Zusammenhang, nämlich Deine eigene. Und vielleicht noch die Deines Arztes. Aber es ist völlig egal, was andere Menschen vielleicht denken oder auch nicht (das habe ich Dir ja auch schon mehrfach geschrieben), was zählt, ist, was Du denkst. Und Du brauchst Dich auch nicht mit anderen Patienten vergleichen, weder in die eine noch in die andere Richtung, also weder Ich kenne Leute, die für viel weniger stationär waren (denn auch diese Patienten hatten ihre Gründe für ihre Einweisung), noch:
Zitat von Nicky78:
Ich fühle mich etwas, wie soll ich sagen, unzulänglich. Jeder andere schafft es, so etwas zu Hause einzuschleichen

Konzentrier' Dich einfach auf Dich und Deine Problematik, bleib' also gedanklich bei Dir, sich mit anderen Patienten zu vergleichen ist nicht hilfreich. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, und Erkrankungen oder die Schwere von Erkrankungen miteinander zu vergleichen hilft Dir nicht weiter.

Zitat von Nicky78:
Außerdem denkt er, werde ich sehr von der tiefenpsychologischen Therapie profitieren, da ich einiges aufzuarbeiten habe.

Das finde ich einen sehr guten Ansatz , gerade psychosomatische Kliniken haben echt viel an verschiedensten Therapien zu bieten, da kann man wirklich gut profitieren.
Und wie erfolgreich so ein Aufenthalt ist, hängt ja auch sehr viel damit zusammen, mit welcher Einstellung man in die Klinik geht.
Und sich einfach darauf einzulassen und an Hilfreichem alles mitzunehmen, was so geht, wird Dir bestimmt sehr helfen.

Noch scheinst Du Dir im Vorfeld sehr viele zu Sorgen zu machen:
Zitat von Nicky78:
Der Focus liegt (in der Psychosomatik) nicht so sehr auf Medikamen, aber deshalb gehe ich doch rein und das ist der Grund der Einweisung. Werde ich dort überhaupt Medikamente bekommen? Ich schiebe schon wieder voll den Film

Zitat von Nicky78:
Ich habe Angst, dass dann sofort ein riesen Faß aufgemacht wird

Zitat von Nicky78:
Ich habe solche Angst davor, dass ich dann sofort Blutdruckmedikamente nehmen muss


Zitat von Nicky78:
Dann werde ich mich sofort selbst entlassen


Habe ein bisschen Vertrauen in die Klinik! Vertraue erstmal darauf, dass man Dir dort helfen möchte.
Natürlich kann bei stationären Aufenthalten immer auch mal etwas schiefgehen, aber ganz oft sind diese Aufenthalte sehr hilfreich. Es ist total verständlich, dass Du Dir Sorgen machst, aber versuche doch vielleicht, dem Aufenthalt mit etwas mehr Ruhe entgegenzusehen und Dir nicht zu sehr auszumalen, was alles schiefgehen könnte. Also nicht so viele Filme zu schieben.
Wie Du schon schriebst, wenn es hart auf hart kommt, kann man jederzeit gehen.
Aber davon würde ich jetzt erstmal nicht ausgehen.
Diese ganzen möglichen Negativ-Szenarien, die Du in Deinem Kopf hast, kosten Dich sehr viel Energie. Und viele dieser Szenarien, die Du Dir ausmalst, werden vermutlich nicht eintreten, oder falls doch, sind sie oftmals nicht so schlimm wie befürchtet.
Die Klinik wird Dir bestimmt dabei helfen können, auch aus diesen gedanklichen Mustern auszusteigen. Das ist anstrengend und kostet viel Energie und Willenskraft, aber es ist möglich, diese Gedankenspiralen etwas besser kontrollieren und früher stoppen zu können.

Ich wünsche Dir dafür viel Erfolg!

LG Silver

20.09.2021 17:28 • #9




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