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Filou
Hallo zusammen,

Ich habe viel Angst, das ich krank bin oder etwas habe. Ich gleich umkippe usw. Denke das dürfte für viele nicht neu sein.

Habe vorhin von einem Psychiater einen Tipp gelesen: Man soll ein Tagebuch führen, was gemacht hat, wie man sich gefühlt hat und welche Symptome man hatte.
Wenn man genau hin guckt, sieht man das man keine Symptome hat wenn man abgelenkt ist oder etwas tolles macht. Hätte man wirklich etwas, wären auch da die Symptome vorhanden.

Was haltet ihr davon. Hat jemand Erfahrung damit. Schreibt doch mal eure Meinung.

Am Freitag bin ich wieder bei meiner Psychiaterin und werde sie drauf ansprechen.

Alles Gute

23.10.2015 00:16 • 16.12.2015 #1


16 Antworten ↓


Hallo Filou,

ich habe mit einem solchen Tagebuch gearbeitet. Es ging damals darum zu erkennen, in welchen Situationen es mir schlecht geht. In der Langzeitnutzung hat man ebenfalls gesehen, dass ich meine Angst im Nachhinein als viel extremer bewertet habe, als in dem Moment der Angst. Meine Erinnerungen waren also durch die Angst vor neuerlichen Attacken verfälscht.

Ich habe halbstündlich aufgeschrieben, was ich gerade tue und auf einer Skala von 1 (keine Angst) bis 10 (Extreme Panik) eingetragen, wie es mir gerade geht. So eine Skala ist ein toller Indikator um festzustellen, welche Techniken und Veränderungen im Tagesablauf zu einer Verbesserung der Angststörung führen.
Später habe ich dies in abgewandelter Form eingesetzt um zu sehen, wie Leistungsfähig ich bin und wie Überlastung im Zusammenhang mit Angstzuständen steht.

23.10.2015 15:48 • #2



Symptom und Angst Tagebuch

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Filou
Hi xoxoxoxo,

Vielen Dank für den Bericht deiner Erfahrung.
Klingt gut und interessant. Ich werde es mal auf jedenfall am Freitag bei meiner Psychiaterin ansprechen. Evtl ist das ja auch etwas für mich.

Schade och dachte dachte würden mehr zu dem Thema berichten

25.10.2015 18:00 • #3


Icefalki
Liegt an deiner Überschrift. Ich dachte, du würdest hier schon ein Tagebuch führen. Und dann wartet man mal ein bisschen ab, um die Einträge verfolgen zu können. Um dann vielleicht einen kleinen Tipp oder was auch sonst immer, vernünftiges zu schreiben.

Warum musst du mit deiner Therapeutin sprechen ob du das tun sollst. Tue es und besprich dann deine Einträge mit ihr.

25.10.2015 18:06 • #4


Filou
Oh sorry,

Die Überschrift sollte nicht falsch klingen.
Du hast recht. Ich werde das mal angehen.
Bin gespannt was da raus wird.

25.10.2015 19:28 • #5


funny86
Ich führe seit 2012 ein Tage Buch... Da steht so oft drin das ich kurz vorm sterben bin.. Und ich bin noch da..

Habe die letztens gelesen.. Müsste heulen..
Einiges hat sich zum Glück.. Dank Therapie geändert..

Ich war immer fest davon überzeugt bald nicht mehr da zu sein.. Und ja es hat sich ein bestimmtes Muster gebildet..

25.10.2015 20:57 • #6


Kathi15
Hallöchen
Ich führe auch ein Tagebuch,wo ich täglich Einträge :wie fühle ich mich und was zu Symptome habe ich
Habe ich von meiner Therapeutin als Aufgabe bekommen. Mache das seit 2 Monaten,ich selber sehe da noch kein Muster. Bespreche das aber wöchentlich in der Therapie.
Hoffe irgendwann wieder Symptomefrei zu sein. Die Angst nervt .

25.10.2015 21:50 • #7


Filou
Gutem Abend,

Danke für euren Bericht. Ich werde es auch mal anfangen. Hab gerade mal Revue passieren lassen, wie meine momentanen Beschwerden mit meinem Darm zustande kommen. Immer wenn ich mich innerlich gut fühle ist es besser. Bin ich nervös habe ich wieder mehr schmerzen. Vorher nur Panik was es ist. Jetzt glaube ich eher an ein Reizdarm wie es mein Hausarzt glaubt.

Es sein also was zu bewirken.

26.10.2015 02:02 • #8


Filou
Hallo Leute,

seit über einer Woche schreibe ich nun ein Tagebuch, wo ich meine Gefühle und Symptome hineinschreibe. Es hilft mir wirklich, weil ich einerseitz sehe, wann ich Angst habe und in welchen Zusammenhängen und gleichzeitig blicke ich am Abend dann immer auf den ganzen Tag zurück. Ich erkenne dann manchmal sowas wie: Ich habe einen Kloß im Hals und hatte viel Stress. Oder mein Hals ist rau und hatte morgens Sodbrennen. Bei manchen Symptomen gibt es dann also Gründe, die ich sehe und mich so oft beruhigen kann.

Außerdem hört mir das Tagebuch zu, egal was und wie viel ich schreibe. Es ist also auch eine Art Kommunikation für mich. Wie ein Gespräch, es antwort zwar keiner, aber ich kann einiges los werden und es nochmal verarbeiten.

Alles Liebe

11.11.2015 17:25 • #9


Super! Freut mich, dass es dir so gut hilft.
Bleib dran und führe es weiter. Wenn du es einige Wochen/Monate gemacht hast ist es durchaus möglich rückblickend Auswertungen zu treffen: "Ich habe öfter xy gemacht und dann ging es mir jedes Mal zwei Tage später schlecht."
Das ist sehr hilfreich um "negative" Verhaltensweise abzulegen, oder - sollte man es aus irgendeinem Grund nicht abändern können - nicht mehr von den schlechten Tagen überrascht zu werden.

11.11.2015 17:45 • #10


Filou
@xoxoxoxo
Vielen Dank für deine Motivation. Ich bin gespannt. Ich sehe jetzt schon so kleine Dinge in meinem Verhalten. Mal gucken was sich im laufe der Zeit alles so ergibt.

11.11.2015 18:14 • #11


Icefalki
Find ich jetzt auch sehr gut. Bleib dran. Wenn du nämlich Rückschlüsse ziehen kannst, deine Symptome dann einen "Sinn" ergeben, dann wirst du selbst auch ruhiger.

11.11.2015 22:48 • #12


Filou
Hi Icefalki,

die Rückschlüsse sind wirklich wichtig, das habe ich auch schon gemerkt. Wenn ich Abends nicht schlafen kann, schreibe ich und merke dann sehr schnell das es mir besser geht. Ich denke diese Reflektion hilft dem Kopf da sehr gut wieder klare Gedanken zu fassen.

12.11.2015 09:13 • #13


Filou
Juhu, ich hab mich gestern Abend total gefreut. Ich schreibe zu den Situationen immer in (---) bis (+++) auf, wie ich mich gefühlt habe. Und gestern Abend habe ich meinen Vormittag mit (++)-(+++) bewertet, das erste Mal, dass ein (+++) in meinem Tagebuch steht. Heute leider nicht so super drauf. Mein Hals macht mir etwas zu schaffen. Aber ich sehe, es geht auch ander. Und wenn ich dieses Gefühl von gestern Vormittag zum Alltag machen kann, bin ich MEGA GLÜCKLICH!

Ich bleib dran

13.11.2015 14:22 • #14


Icefalki
Wenn man so etwas lesen darf, macht es Freude, hier zu sein.

Bewusst sich mit den Situationen und seinen Gefühlen auseinanderzusetzen. Genau das ist es. Und kein Mensch auf der Welt erlebt ständig ein Hoch.

Filou, ich bin stolz auf dich.

13.11.2015 14:39 • #15


Filou
Danke für deine lieben Worte

Hast ja recht, bevor ich die Angststörung hatte, hatte ich ja auch nicht durchgehen super Tage, sondern auch mal schlechte. Das ist ja auch normal.

13.11.2015 15:48 • #16


Filou
Hallo zusammen,

leider geht es mir momentan sehr schlecht. Ich habe Bauchschmerzen, viele Ängste und bekomme nichts auf die Reihe. Mein Tagebuch führe immer noch und häufig kann ich nach dem Schreiben auch abschalten und mich entspannen. Gerade war ich bei meiner Psychaterin und hat mir direkt wieder Fluoxetin aufgeschrieben. Sie geht davon aus das der Stress in der Uni dafür sorgt, das der Hormonspiegel durcheinander ist und das die Angst dann viel schneller getriggert wird.

Mein Tagebuch Thema und da wollte ich einfach mal berichten.

16.12.2015 12:01 • #17



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