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Hallo zusammen! Ich wende mich mit einem, den meisten schon gut bekannten, Problem an euch- der Angst vor einer Krankheit.
Vorweg kurz etwas zu mir: Ich bin männlich, knapp 29 Jahre alt und leide seit Mitte 2012 an über 5 Jahren unerkannten, immer wiederkehrenden Panikattacken. Durch die ganze Symptomatik, primär Luftnot, Herzrasen, Globusgefühl, Reizdarm etc etc, habe ich mich zum Hypochonder entwickelt. Im Sommer letzten Jahres kam dann eine mittelschwere Depression dazu, die sich durch eine vergeigte Kariesbehandlung und 3 Wochen starker Zahn und Geschichtschmerzen zu einer schweren Depression entwickelt hat. Bin seit Sommer auch in medikamentöser Behandlung (75mg Sertralin) und fahre damit momentan, bis auf ein paar wenige schlechte Tage im Monat, recht gut. Des weiteren befinde ich mich auch in psychotherapeutischer Behandlung, deren Thema momentan aber eher die Uni ist.

Mein eigentliches Problem sind aber die immer noch stellenweise andauernden Schmerzen im Gesicht. Da wären zum einen Zahnschmerzen am linken Oberkiefer, die manchmal bis in den Kopf ziehen (das ist aber halb so wild) und zum anderen der eigentliche Grund meines Schreibens: Immer wieder leichte bis mittlere Stiche in der rechten Wange und ab und an einen leichten, brennenden Schmerz neben dem rechten Kinn (zieht sich so ca 2-3 cm). Körperlich soll aber alles in Ordnung sein.
Mein Hauptproblem ist jetzt das, dass ich mich schon seit Sommer immer wieder mit der Trigeminusneuralgie befasst habe - wegen meinen damaligen Zahnproblemen. Auf alle Fälle schaffe ich es immer wieder mir richtig Panik "einzugooglen", da der Gedanke an eine so Lebensqualität raubende Erkrankung noch mehr Ängste in mir Schürt als die Diagnose eines Tumors. Gerade der Gedanke an starken Schmerzen zu leiden UND mein Leben dadurch nur eingeschränkt bis gar nicht leben kann (den Horrorgeschichten im Internet sei Dank).

Gerade habe ich wieder einen Tag der Schwäche und mich seit heute Morgen mit nichts anderem befasst. Ich google zwar mittlerweile nur noch selten, aber wenn ich gerade akute Probleme bzw akutes Stechen habe, ist das ganze wie ein Zwang! Ich sitze nun auch quasi die ganzen Tag herum und warte auf den nächsten "Stich" oder eine andere Unannehmlichkeit auf der rechten Gesichtshälfte. Und wenn es dann soweit ist, trifft mich das Ganze psychisch mit voller Wucht und treibt mir alle Hoffnung aus dem Körper. Meine ganzen Gedanken fixieren sich dann sofort auf dieses, dann schon wieder verschwundene, Stechen in der Wange. Und mich befällt dann sofort die Angst, dass es eine sich entwickelnde Trigeminusneuralgie sein könnte.

Hat jemand von euch zufällig ähnliche Erfahrungen gemacht? Zb mit immer wieder sporadisch auftreten Nadelstichen in der Wange oder dem Gesicht, für die einfach die Psyche verantwortlich gemacht werden kann? Und hat jemand vllt ein paar Anregungen wie man diesen Teufelskreis aus Googlen und der Fixierung auf den eigenen Körper durchbrechen kann?

Bin für jede Hilfe dankbar!

16.01.2018 17:07 • 16.01.2018 #1


3 Antworten ↓


Zitat von tom2103:
Hallo zusammen! Ich wende mich mit einem, den meisten schon gut bekannten, Problem an euch- der Angst vor einer Krankheit.
Vorweg kurz etwas zu mir: Ich bin männlich, knapp 29 Jahre alt und leide seit Mitte 2012 an über 5 Jahren unerkannten, immer wiederkehrenden Panikattacken. Durch die ganze Symptomatik, primär Luftnot, Herzrasen, Globusgefühl, Reizdarm etc etc, habe ich mich zum Hypochonder entwickelt. Im Sommer letzten Jahres kam dann eine mittelschwere Depression dazu, die sich durch eine vergeigte Kariesbehandlung und 3 Wochen starker Zahn und Geschichtschmerzen zu einer schweren Depression entwickelt hat. Bin seit Sommer auch in medikamentöser Behandlung (75mg Sertralin) und fahre damit momentan, bis auf ein paar wenige schlechte Tage im Monat, recht gut. Des weiteren befinde ich mich auch in psychotherapeutischer Behandlung, deren Thema momentan aber eher die Uni ist.

Mein eigentliches Problem sind aber die immer noch stellenweise andauernden Schmerzen im Gesicht. Da wären zum einen Zahnschmerzen am linken Oberkiefer, die manchmal bis in den Kopf ziehen (das ist aber halb so wild) und zum anderen der eigentliche Grund meines Schreibens: Immer wieder leichte bis mittlere Stiche in der rechten Wange und ab und an einen leichten, brennenden Schmerz neben dem rechten Kinn (zieht sich so ca 2-3 cm). Körperlich soll aber alles in Ordnung sein.
Mein Hauptproblem ist jetzt das, dass ich mich schon seit Sommer immer wieder mit der Trigeminusneuralgie befasst habe - wegen meinen damaligen Zahnproblemen. Auf alle Fälle schaffe ich es immer wieder mir richtig Panik "einzugooglen", da der Gedanke an eine so Lebensqualität raubende Erkrankung noch mehr Ängste in mir Schürt als die Diagnose eines Tumors. Gerade der Gedanke an starken Schmerzen zu leiden UND mein Leben dadurch nur eingeschränkt bis gar nicht leben kann (den Horrorgeschichten im Internet sei Dank).
Gerade habe ich wieder einen Tag der Schwäche und mich seit heute Morgen mit nichts anderem befasst. Ich google zwar mittlerweile nur noch selten, aber wenn ich gerade akute Probleme bzw akutes Stechen habe, ist das ganze wie ein Zwang! Ich sitze nun auch quasi die ganzen Tag herum und warte auf den nächsten "Stich" oder eine andere Unannehmlichkeit auf der rechten Gesichtshälfte. Und wenn es dann soweit ist, trifft mich das Ganze psychisch mit voller Wucht und treibt mir alle Hoffnung aus dem Körper. Meine ganzen Gedanken fixieren sich dann sofort auf dieses, dann schon wieder verschwundene, Stechen in der Wange. Und mich befällt dann sofort die Angst, dass es eine sich entwickelnde Trigeminusneuralgie sein könnte.

Hat jemand von euch zufällig ähnliche Erfahrungen gemacht? Zb mit immer wieder sporadisch auftreten Nadelstichen in der Wange oder dem Gesicht, für die einfach die Psyche verantwortlich gemacht werden kann? Und hat jemand vllt ein paar Anregungen wie man diesen Teufelskreis aus Googlen und der Fixierung auf den eigenen Körper durchbrechen kann?

Bin für jede Hilfe dankbar!


Huhu warst du schon mal bei einem Zahnarzt der sich auf CMD spezialisiert hat? Schmerzen in Gesicht und Wange kommen auf vom Kiefer. Knirscht oder presst du nachts mit den ZÄhnen ? CMD macht sehr viele Symptome. Oft ist der gesichtsnerv dadurch gereizt es ist aber keine trig. Neuralgie. CMD ist behandelbar mit Physiotherapie und Schiene für nachts.

16.01.2018 17:29 • #2



Stechen in der Wange - Psyche oder Tumor?

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Ja, bekomme schon ne Physiotherapie mit mäßigem Erfolg. Der Kiefer ist i.O., allerdings Presse ich wirklich mit den Zähnen. Merke das vor allem wenn ich aus dem Halbschlaf aufwache. Eine Schiene soll ich im Februar bekommen!

16.01.2018 17:32 • #3


Könnte es auch der Trigeminusnerv sein? Hast du mal Akupunktur probiert?

16.01.2018 22:08 • #4




Dr. Matthias Nagel