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Autumnlover19
Hallo liebes Forum!

Ich lese hier schon seit einiger Zeit mit, heute möchte ich mich auch mal zu Wort melden. Vielleicht habt Ihr ein paar gute Gedanken für mich.

Seit fast 3 Monaten leide ich an Übelkeit. Es ist eine merkwürdige Übelkeit. nicht so, wie bei einer Magen-Darm-Grippe, sondern eher so gallig. ich kann es schwer beschreiben.
Oft kommt ein Kloßgefühl im Hals dazu.
Und ich habe ständig so einen ekligen, galligen Geschmack im Mund
Manchmal auch Durchfall.

Diese Symptome machen mir solche Angst, dass ich schlimme Panikattacken habe.

Ich muss dazu sagen, dass ich generell eine stark ausgeprägte Krankheitsangst habe. Im letzten Jahr war ich zig Mal beim Arzt. Unter anderem wegen dem Gefühl, nicht gut Luft zu bekommen (stellte sich als Verspannung heraus), dem Kloß im Hals (stellte sich als psychosomatisch heraus),. Die Liste ist lang.

Diesmal ist es diese furchtbare Übelkeit, verbunden mit einem Druck im rechten Oberbauch (ist schon alles geschallt worden, Blutwerte sind bestens, Leber- oder Gallenerkrankungen sind ausgeschlossen).
Allerdings ist der Magen bei mir immer schon anfällig gewesen.

Mein Arzt attestiert mir, dass ich gesund bin, auch meine Psychotherapeutin ist überzeugt, dass meine Beschwerden psychosomatisch sind. Sie "passen" zu meinen Traumatisierungen (Stichwort Ekel, Wut).

Ich nehme jetzt als Unterstützung zur Psychotherapie Sertralin und Trittico, weil die Panikattacken einfach im Alltag (ich habe 3 Kinder) nicht mehr auszuhalten waren.
Es ist schon eine Verbesserung eingetreten, aber ich kann einfach nicht aufhören mir einzureden, dass ich eine schlimme Krankheit habe. Irgendwas, das niemand entdeckt.

Es ist fast schon wie ein Zwang.

Ich google dauernd. ich hab versucht, es zu lassen, weil es mir natürlich noch mehr Angst macht, aber auch das ist wie ein Zwang.

Ich bin so verzweifelt. Jeden Tag wache ich schon mit Übelkeit auf. Ich weiß nicht mehr weiter.

Wer hat Ähnliches erlebt? Wie seid Ihr da rausgekommen?

09.11.2019 16:50 • 31.12.2019 #1


15 Antworten ↓


Zitat von Autumnlover19:
Mein Arzt attestiert mir, dass ich gesund bin, auch meine Psychotherapeutin ist überzeugt, dass meine Beschwerden psychosomatisch sind. Sie "passen" zu meinen Traumatisierungen (Stichwort Ekel, Wut).


Was willst du mehr, du bist Gesund . Google nicht so viel, denn das ist es was dich Bekloppt macht !

09.11.2019 16:56 • #2



Ständige Übelkeit und komischer Geschmack -

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Lottaluft
Wurde dir in der Therapie mal genau der Zusammenhang zwischen Psyche und körperlichen Symptomen erklärt?
Wenn nicht bitte am besten in der nächsten Sitzung um eine genauere Erklärung damit es für dich greifbarer ist
Und gegen googeln habe ich auch einen Tipp

Jedes Mal wenn ich das Verlangen habe zu googeln nutze ich die Suchfunktion hier im Forum
Dort gebe ich ein was ich googeln würde und lese die Beiträge die mir angezeigt werden die dazu passen
Das beschäftigt einen nicht nur gut und lenkt somit auch ab -es nimmt gut die Angst weil einem sofort aufgezeigt wird das man nicht allein ist damit und es nichts schlimmes ist

09.11.2019 17:25 • x 1 #3


rosebud42
Hallo und willkommen hier im Forum,
das Symptom ständige Übelkeit kenne ich nur zu gut. Ich hatte das auch als ich vor Jahren in einer ätzenden Jobsituation feststeckte mit Mobbing etc. Ich habe die Zusammenhänge damals gar nicht gesehen und mich immer nur auf die körperlichen Symptome versteift, war bei Ärzten und dachte wunder was ich hätte. Mir war schon morgens schlecht, konnte kaum an Essen denken (obwohl ich eigentlich essen liebe..), wurde auch diverse Unverträglichkeiten getestet, kam nur eine leichte Fructoseintoleranz raus... Im Rückblick ist mir vieles klarer: ich hätte regelrecht "kotzen" können jeden Tag in diesen Job zu gehen und mein Körper hat einfach mit dauernder Übelkeit reagiert. Irgendwann einige Monate später, als die Jobsache endlich beendet war, war auch die Übelkeit wieder weg.
Schau doch vielleicht nochmal genauer hin was bei Dir den Ekel und die Wut auslöst von der Du sprachst.
Wenn man die Ursachen begreift wird manches einfacher und die Symptome verabschieden sich meist wieder...

09.11.2019 17:29 • x 2 #4


Autumnlover19
Zitat von Lottaluft:
Wurde dir in der Therapie mal genau der Zusammenhang zwischen Psyche und körperlichen Symptomen erklärt


Ja, an sich schon.
Und es ist wie gesagt auch plausibel.

Aber ich kann es mir einfach rational nicht vorstellen
1. Dass die Psyche SO starke Symptome macht.
2. Dass die Symptome so lang andauern.

10.11.2019 09:46 • #5


Autumnlover19
Zitat von rosebud42:
Schau doch vielleicht nochmal genauer hin was bei Dir den Ekel und die Wut auslöst von der Du sprachst.


Ja - das tue ich in der Therapie... sehr intensiv momentan.

10.11.2019 09:47 • #6


Autumnlover19
Es geht mir heute echt beschissen... Ich hab so Angst.
Hat jemand ein paar aufbauende Worte?

10.11.2019 16:09 • #7


Lottaluft
Hast du Unterlagen vom Arzt mit deinen Ergebnissen zuhause ?
Wenn ja vielleicht hilft es dir die durchzulesen

10.11.2019 16:20 • x 1 #8


Schlaflose
Zitat von Autumnlover19:
Und ich habe ständig so einen ekligen, galligen Geschmack im Mund


Meinst du mit galligem Geschmack bitter? Das kann von Gastritis kommen.

10.11.2019 16:25 • #9


Autumnlover19
Zitat von Schlaflose:
Meinst du mit galligem Geschmack bitter? Das kann von Gastritis kommen.


Ja, bitter.

10.11.2019 16:29 • #10


Icefalki
Ich habe für dich gegoogelt.

Evtl. Ist das die Ursache

Welche Nebenwirkungen hat Sertralin?

Zu den häufigsten Sertralin-Nebenwirkungen gehören Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall, Übelkeit), Schwindel, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit und bei Männern ein verzögerter Samenerguss. Sie treten bei mehr als zehn Prozent der Behandelten auf. Häufig (also bei einem bis zehn Prozent der Patienten) kann es unter anderem zu Geschmacksveränderungen, Sehstörungen, vermehrtem Schwitzen und Hitzewallungen, Zwangsgähnen, Erbrechen, Verstopfung, Verdauungsstörungen und Ohrgeräusche (Tinnitus) ein. Darüber hinaus kann Sertralin Gewichtszunahme oder abnahme und weitere unerwünschte Wirkungen auslösen.

Könnten deine Beschwerden damit zusammenhängen?

10.11.2019 16:35 • x 2 #11


Autumnlover19
Danke... aber leider hatte ich das alles schon vorher Seit 3 Monaten hab ich die Beschwerden, Sertralin nehm ich erst seit einem Monat.

10.11.2019 16:44 • #12


Autumnlover19
Das einzige, was ich noch nicht hatte, ist eine Magenspiegelung... Mein Arzt sagt, sie ist nicht notwendig. Seiner Meinung nach war der US auch nicht notwendig, aber er hat mich hingeschickt, um mich zu beruhigen.

Ich warte auf eine 100%ige Sicherheit, die es einfach so nicht gibt.

Es ist mir alles bewusst.
Aber wenn die Panik kommt, ist jegliche Rationalität dahin.

10.11.2019 17:00 • #13


Ich hatte beinahe dieselben Symptome und es lief sehr ähnlich ab.. meine Ärztin schob alles auf Reizmagen (psychisch), jedoch nahmen die Beschwerden nicht ab.. Ich verlangte eine Magenspiegelung, bei welcher dann was gefunden wurde. Wenn du willst, kannst mir mal eine PN schreiben. Gruss

11.11.2019 16:10 • #14


Sori
Zitat von Autumnlover19:
Ja, bitter.


Hallo!
Habe gerade deine Beiträge gelesen wegen diesem bitteren Geschmack. Ich habe das auch seit 2 Monaten....was war's denn bei dir? Wurde da etwas gefunden? Ich bin schon am verzweifeln. Hab das die ganze Zeit über...Vermute stiller reflux.
Liebe Grüsse

27.12.2019 19:25 • #15


Autumnlover19
Nein... ich bin dem aber auch nicht mehr nachgegangen.
Da es kommt und geht, hab ich mich jetzt damit abgefunden, dass es nur psychisch bedingt sein kann

01.01.2020 00:41 • x 1 #16



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