So Ihr Lieben,
gestern war es dann so weit. Ich habe mich wirklich ein ganzes Jahr so verrückt gemacht.....
Begonnen haben wir mit einem Lungenfunktionstest. Sowas hatte ich noch nie gemacht und fand ich total unangenehm. Aber beim dritten Versuch hats geklappt und das Ergebnis war super.
Dann hatte ich ein Gespräch mit der ausführenden Ärztin. Ich wurde nach Ernährung, Krankheiten etc gefragt. Da habe ich ihr dann auch erzählt, dass ich totale Angst vor der Untersuchung und vor allem vor den Herzmessungen habe und eine Weisskittelhypertonie habe. Sie war wirklich total nett, auch erst Anfang dreissig.
Wir sind dann langsam rüber zum Herzultraschall. Sie hat mich verkabelt und wir haben uns aus diversen Winkeln diverse Herzfunktionen angeschaut. Da war sie wirklich absolut begeistert, weil ich ein vorbildlich trainiertes Sportlerherz mit perfekten Werten auf weisen konnte. Da war ich dann kurzzeitig ein bisschen beruhigt. Doch als nächstes musste ich zum Ruhe-EKG, und da kam dann auch die Helferin mit dem Blutdruckmessgerät....
Es war wirklich gut, dass ich die Damen dort vorgewarnt habe, der Blutdruck lag, obwohl ich versucht habe ruhig zu bleiben bei 160 zu 106.
Die Ärztin hat mich dann trotzdem aufs Fahrrad gesetzt. Da hatte ich dann erst recht Panik. Dabei wird alle drei Minuten der Blutdruck gemessen und man hört wie sein Puls hochgeht. Ganz furchtbar für mich. Ich habe aber wohl ziemlich gut durchgehalten und meine Erholung danach war ziemlich gut, nach zwei Minuten lag mein Blutdruck dann bei 122/78 (aber da wusste ich ja auch, dass es jetzt geschafft war!).
Ich war dann noch bei der Orthopädin (alles gut soweit) und musste dann zum Abschlussgespräch. Das war auch gut - bis es um meinen Blutdruck ging. Sie sagte, klar könnte das die Nervosität sein, bei den meisten würde dann aber beim Fahrradfahren der Blutdruck wieder runter gehen, weil man dann merkt, "jetzt kommt nur noch ein bisschen fahrradfahren". Bei mir ist der ja erst danach wieder runtergegangen. Aber ganz ehrlich: Ich habe mich nicht gefühlt wie "ein bisschen Fahrradfahren", sondern hatte da erst recht sooo Panik! Dann noch das EKG-Geräusch im Hintergrund, das ständige Aufpumpen von dem Blutdruckgerät, die Gewissheit, dass ich lange genug durchhalten muss,.....furchtbar!
Sie hat gesagt, an meiner Stelle würde sie mal die Nierenarterie schallen lassen, weil ich ja Rheumapatientin bin und da sind die Arterien oft angegriffen und die Nierenarterie wäre für die Blutdruckregulierung zuständig
Erstmal wollte ich kurz in Panik verfallen, aber mein Freund und meine Mutter haben schallend darüber gelacht. ich habe das ja immer schon, wenn ich zuhause in Ruhe messe oder weiss, mir kann nix passieren, ist der Blutdruck ja normal. Dann wäre der doch immer hoch, oder?
Liebe Grüße
Püppi