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Springtime
Hallo alle zusammen,

Ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Ich bin weiblich, 44 Jahre und Mutter einer kleinen Tochter.

Seit ca. 10 Tagen plagen mich Schwindelzustände die ich nur sehr schwer beschreiben kann, Es ist eine Art Benommenheitsschwindel - ähnlich einer leichter Sedierung. Ich habe zwar nicht das Gefühl gleich umzukippen, aber dieser Schwindel begleitet mich meistens durchgehend den ganzen Tag. Es ist so schwer zu beschreiben weil die Beschwerden irgendwie nicht richtig greifbar sind - Benommenheit, leichter Druck auf den Ohren, ab und zu leichte Kopfschmerzen im Stirnbereich, leichte Schmerzen im Nacken.

Ich mache mir große Sorgen und habe Angst etwas Schlimmes zu haben ( Tumor ? ) - vor lauter Angst vor einer Diagnose trau ich mich nicht mal zum Arzt - so schleppe ich mich derzeit irgendwie durch den Tag und könnte nur noch . Im Moment habe ich das Gefühl, dass mich einfach alles überfordert und ich habe keine Nerven mehr ( habe ein schlechtes Gewissen meiner Tochter gegenüber - bin derzeit wohl wirklich nicht besonders lieb mit ihr )

Bitte bitte - brauche dringend Zuspruch, Tips, Hilfe und alles was sonst noch helfen könnte......

25.10.2013 14:40 • 28.10.2013 #1


17 Antworten ↓


kalina
Liebe Springtime,

sicher kann das Ganze von Ängsten herkommen.

Du musst Dich aber unbedingt (!) vom Arzt durchchecken lassen!

Was anderes kann ich Dir vorerst nicht raten.

Wahrscheinlich ist es völlig harmlos, aber DU MUSST ZUM ARZT, bitte tu es .

Liebe Grüße, kalina

25.10.2013 14:52 • #2



Schwindel - bin am Verzweifeln

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Juris
Hallöchen, ein Tumor ist äußerst selten. Das man einen hat ist zwar nicht unmöglich, aber doch eher unwahrscheinlich. Vielmehr gibt es tausende Dinge die näher liegen und nicht gefährlich sind.

Ich hatte ähnliche Symptome wie du (man kann ja sowieso nur erahnen wie man sich fühlt, da ja jeder anders fühlt und empfindet). Ich hatte natürlich auch Angst vor einem Tumor. Bin dann, als ich es nicht mehr aushielt zum Arzt gegangen.

Diagnose: Zervikokranialsyndrom mit schmerzhaften Muskelspannungsstörungen occipital und cervikal. Also nichts wildes. Ich bekam 6 Kopfsegmentmassagen verschrieben und tat mir immer ein warmes Moorkissen auf den Nacken-Hals-Bereich. Also entweder du gehst zum Arzt und lässt es abklären, oder aber, wenn deine Angst wirklich so groß ist, versuche es langsam mit wärme und schaue ob es schlimmer oder besser wird. Mein Tipp

25.10.2013 14:55 • #3


Ich hatte auch Schwindel-HNO gegangen!
Gutartige Lagerungsschwindel!
Habe Übungen bekommen-und es geht mir GUT!
Geh zum Arzt-das muss Du klären lassen!
LG

25.10.2013 14:58 • #4


Springtime
Vielen lieben Dank für die lieben und schnellen Antworten,

natürlich weiß ich schon, dass es logisch und sinnvoll ist zum Arzt zu gehen - mein Problem ist nur, dass mein bisheriger Hausarzt in Pension gegangen ist und ein Nachfolger hat seine Praxis übernommen. Den neuen Arzt kenn ich also nicht - schon schlimm genug im Moment volle Angst vor einem Arztbesuch zu haben - aber bei jemanden den man bisher noch nie gesehen hat ? derzeit für mich unvorstellbar - ich weiß, dass das dumm und volle blöd ist - ich habe Angst vor einer schlimmen Diagnose, oder dass der Arzt mich für voll bescheuert hält.....ich weiß, klingt alles voll daneben...

25.10.2013 15:34 • #5


Juris
Das klingt überhaupt nicht daneben. Ich habe auch immer Angst vor einer schlimmen Diagnose. Am Montag bekomme ich meine Ergebnisse meines großen Blutbildes. Was meinst du wie groß meine Angst davor ist. Andere Leute hebt das überhaupt nicht an.

Manchmal hilft es, wenn man mit der Tür ins Haus fällt. Sage dem neuen Arzt, dass du eine Weißkittelphobie hast, dass du richtig starke Angst hast und auch Angst vor einem positiven Befund hast. Normalerweise wird dann viel lieblicher mit dir umgegangen. Das ist zumindest meine Erfahrung

25.10.2013 15:41 • #6


Springtime
@juris - großes Blutbild - warum ?

Jetzt über das WE kann ich eh nichts tun - vielleicht wird es ja von alleine etwas besser.....ich versuche mich in der Zwischenzeit immer etwas abzulenken - manchmal gelingt es mir auch - speziell wenn ich mit dem Hund spazieren gehe und so............

wenn es bis Anfang nächster Woche nicht besser ist - habe ich mir fest vorgenommen wirklich zum Arzt zu gehen - (welch ein Horrorgedanke ) aber wie stehe ich den Arztbesuch nur durch ?

25.10.2013 17:37 • #7


Juris
Zitat von Springtime:
@juris - großes Blutbild - warum ?



Ich habe eine Herzphobie und meine Ärztin hat dann ein großes Blutbild machen lassen. Neben anderen Untersuchungen.

Du schaffst das schon.

25.10.2013 17:42 • #8


Bei meiner Angsterkrankung habe ich alle paar Wochen wechselnde Symptome und das ist auch schwierig einem Arzt zu erklären. Das Herz ist auch betroffen und die Stiche sehr unangenehm und lösen Ängste aus.

25.10.2013 17:52 • #9


Viel wahrscheinlicher ist ein Problem mit dem Ohr. Geh mal zum HNO und lass entsprechende Tests machen. Dass du den Weg in dieses Forum gefunden hast, zeigt ja aber auch, dass du psychische Gründe in Betracht ziehst. Schwindel ist oft psychisch, muss es aber nicht sein. Bist du nervlich stark belastet? Arbeitest du viel? Schläfst du wenig? Nimmst du Medikamente?

25.10.2013 19:42 • #10


ich find es sogar vorteilhaft, wenn man einen arzt nicht kennt. man ist dann gegenseitig unvoreingenommen, denke ich. klär erstmal das übliche ab: hno (gleichgewichtsorgan), orthopäde (hws) und hausarzt (blut, eisenmangel?). du schreibst, dass du 44 bist. trägst du eine brille? wenn die falsch ist oder du keine hast - jedoch brauchst - kann das auch schwindel verursachen. hab auch schwindel und weiß bis heute nicht, ob das von der angststörung oder von der hws ist. macht mir beides probleme

25.10.2013 20:55 • #11


Springtime
nochmal vielen Dank für eure Unterstützung - ich kann sie wirklich gut brauchen

Brille habe ich keine - habe aber das Gefühl, dass ich in letzter Zeit ( 2 Jahre) Alterssichtig geworden bin - beim Lesen sind mir immer die Arme zu kurz
War letztes Jahr schon beim Augenarzt - der konnte aber soweit nicht viel feststellen ?

Ich muss vielleicht dazu sagen, dass ich die gleichen Symptome wie jetzt schon mal vor ca. 1 Jahr hatte - das ist damals so schlimm geworden, dass ich voller Panik in die Univ. Klinik Notfallaufnahme gefahren bin und denen mal so richtig die Station vollgeheult habe.....volle peinlich halt......wurde daraufhin mit großem Blutbild, EKG, neurolog. Tests usw. durchuntersucht - der Neurologe war auch wirklich sehr nett und hat mir zu liebe sogar noch ein Schädel CT fahren lassen ( obwohl er selber das nicht für notwendig hielt - nur zu meiner Beruhigung ) war alles O.K - somit wurden meine Beschwerden damals als somatisch diagnostiziert........

Sitze jetzt schon wieder da und bin kurz vor dem nächsten Heulanfall.........

26.10.2013 09:17 • #12


lenk dich ab; schnapp dir die kleine und geh mit ihr auf den spielplatz oder ein wenig spazieren. kannst ja spaßeshalber mal beim optiker rein gehen und einen kostenlosen sehtest machen lassen. schwindel ist total lästig, aber nichts schlimmes.

26.10.2013 09:33 • #13


Springtime
Danke für eure tollen Tipps und Ratschläge - ich habe einige so gut ich konnte auch gleich umgesetzt......bin mit meiner kleinen Tochter und dem Hund schön spazieren gegangen - gespielt ...die Beschweren sind dadurch zwar nicht verschwunden, aber ich habe im Nachhinein festgestellt, dass es unter Ablenkung deutlich besser ist - komisch oder ?

27.10.2013 16:35 • #14


@ springtime,
hast du ja schon mal toll umgesetzt die Tipps hier!
Es stimmt schon,wenn man sich nicht auf den Schwindel
konzentriert,dann geht es besser.
Lass es trotzdem abklären,es kann vom Ohr kommen,
wenn man zu wenig trinkt,verfestigen sich die Kristalle im Ohr
und man kreigt Schwindel.
Oder es geht von der Halswirbelsäule aus,dann gibts Mass. dagegen,
du wirst sehen,es wird schon,
du musst keine Angst haben!

27.10.2013 16:45 • #15


Springtime
Danke ihr seid echt sehr sehr nett alle zu mir !

27.10.2013 17:01 • #16


Ich hatte auch so einen Schwindel, wie benommen. Bin dann zum HNO und der stellte nach einem Gleichgewichtstest einen Ausfall des Gleichgewichtorgans auf der linken Seite fest. Ich habe dann so Schwindelübungen machen müssen und Tabletten bekommen. Der Arzt meinte, es sei zwar irreversibel, aber der Körper gleicht das mit der Zeit aus. Ich habe heute sehr selten noch Schwindel.

27.10.2013 22:13 • #17

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Hallo Spingtime,

ich hatte exakt die gleichen Symptome wie. Wenige Tage nachdem ich die ersten Panikattacken bekam (Beginn meiner Angststörung vor 7 Monaten) bekam ich ganz selten dauerhafte Beschwerden, wie eine Art Benommenheit, Kribbeln im Kopf, Druck auf den Ohren/Stirn, Augengegend. Die Benommenheit (das Gefühl was sedierendes eingenommen zu haben) ging über in einen Benommenheitsschwindel (schwankend, dauerhaft von morgens bis abends, als wenn man zuviel Alk. getrunken hätte), seit ein paar Wochen neues Symptom, Kloßgefühl im Hals, Schwindel nun deutlich weniger. Ich kam mit den ganzen körperlichen Symptomen nicht mehr zurecht und ging Anfang September in eine psychosomatische Klinik in der ich 5,5 Wochen war. Es geht mir nun schon besser, aber es ist noch nicht wie früher, Diagnose mittelgradige Depression, die sich durch körperliche Beschwerden (ohne organische Ursache) zeigt und eine Angststörung.
Ich schätze bei dir wird es genauso sein... bei mir wurden auch alle möglichen Untersuchungen gemacht, alles unauffällig. Auch mit dem Gleichgewichtsorgan ist alles in Ordnung, in der Klinik durfte ich dieses während diverser Übungen unter Beweis stellen, mit dem Ergebnis, dass es sogar sehr gut ist. Das ist meist so bei psychogenem Schwindel, gerade bei Gleichgewichtsübungen (vor allem wenn es wackelig ist fühlen wir uns stabiler, und auf festem Boden haben wir den Eindruck gegen das völlig normale physiologische Pendeln steuern zu müssen.

Sehr guter Beitrag dazu:
http://www.hardtwaldklinik2.de/schwindel.html

28.10.2013 20:43 • #18



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