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Leben-mit-Angst
Guten Morgen!

Mir geht's ja schon länger nicht gut und langsam glaub ich, das es von meinen Schlafstörungen kommt. Mein Kind ist ständig krank und schläft dementsprechend unruhig und wird auch sonst nachts mehrmals wach und weckt mich. (Egal ob wir zusammen oder getrennt schlafen) Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal durch geschlafen habe. Da ich allein erziehend bin und mein Kind auch nirgendwo anders schläft, gibt es auch keine Möglichkeit daran etwas zu ändern. Ich bin total fertig, schon den ganzen Morgen am weinen und fühle mich kraftlos, kaputt und gereizt. Wahrscheinlich kommen all meine Symptome (Kopfschmerzen, Kälte, Schwindel, Müdigkeit, Herzrasen, Konzentrationsschwäche, allgemeines Unwohlsein, usw.) von dem jahrelangen Schlafentzug.

Seitdem ich weiß, das eine Angst- und Schlafstörung schlimme Folgen haben und zu Demenz führen kann, drehen sich meine Gedanken sowieso nur noch darum. Ich versuch gegen 22 Uhr schlafen zu gehen, so das ich - mit mehren Unterbrechungen - trotzdem auf 7 bis 8 Stunden Schlaf komme. Trotz allem fühl ich mich jeden Morgen wie gerädert und hab das Gefühl nicht geschlafen zu haben.

Kann mich hier jemand beruhigen, der - aus welchen Gründen auch immer - auch schlecht / wenig schläft? Ich hab wirklich Angst...

05.12.2022 09:01 • 06.12.2022 #1


15 Antworten ↓


E
Hallo ‍️ ich drück dich einmal ganz doll. Ich war auch eine ganze Weile alleine mit meinem Sohn. Er hat auch nie geschlafen auf Grund von krank sein oder einfach weil er wenig Schlaf braucht. Ich habe es dann so gemacht das ich einfach mit ihm zusammen schlafen gegangen bin. Wir haben uns dann ins Bett gekuschelt und Bücher angeschaut und Hörspiele gehört. Irgendwann war mein Speicher wieder voll.

05.12.2022 09:15 • x 2 #2


A


Schlafentzug - Angst vor den Folgen

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-IchBins-
Ich schlafe seit Jahren nicht durch, fühle mich aber deswegen nicht schlecht, es ist halt schon immer so gewesen und daran wird sich wohl auch nichts mehr ändern.
Woher weißt du das, dass das zu Demenz führen kann?
In meiner Angstphase konnte ich über Monate nicht richtig schlafen, aber ich kann nicht feststellen, dass es mir irgendwie geschadet hatte.
Vielleicht hilft dir ein umfangreiches Blutbild beim Arzt, um zu sehen, ob dir Vitamine/Mineralstoffe fehlen. Daran kann es manchmal auch liegen. Denn Stress und Angst zerrt aus.
Vielleicht kannst du dir ein Abendritual aneignen, immer zur gleichen Zeit, Vorbereitung auf das Schlafengehen, so dass es dir nichts mehr ausmacht, wenn du dann geweckt wirst.
Inwiefern ist dein Kind ständig krank? Warst du mit deinem Kind auch beim Arzt und hast es mal richtig untersuchen lassen?

05.12.2022 09:17 • x 1 #3


Leben-mit-Angst
Vielen Dank, das ist lieb von dir!
Ich würde abends gern noch ein bisschen Zeit mit meinen großen Kids verbringen. Von daher kommt es nicht in Frage gleich liegen zu bleiben... Deswegen leg ich mich ja nicht so spät hin, das trotzdem auf ein paar Stunden Schlaf komme - auch mit Unterbrechungen.
Ich drück dich zurück.

05.12.2022 09:25 • #4


E
@Leben-mit-Angst ah okay das verstehe ich. Und wenn ihr es euch mit den großen und den kleinen Abends auf der Couch schon mal gemütlich macht. So als Ritual. Dann kannst du dich schon einmal etwas runter fahren. Wir machen aller 2 Wochen am Wochenende Pyjama Day, das bedeutet alle lassen Schlafanzug an und jeder darf frühstücken was er möchte. Das nimmt den Stress auch etwas raus. Ich glaube die fällt es wie mir sehr schwer runter zu fahren.

05.12.2022 09:49 • x 1 #5


Leben-mit-Angst
Vielen lieben Dank für deine Antwort!

Zitat von -IchBins-:
Woher weißt du das, dass das zu Demenz führen kann?

Ich hatte im April ein MRT und in meinem Befund stand etwas, was auf Durchblutungsstörungen hindeutet. Gesagt bzw. bestätigt wurde mir das von keinem arzr, aber ich hab mich natürlich verrückt gemacht und gelesen. Dann kam etwas über Demenz und welche Ursachen die haben kann, u.a. eine Angststörung und zu wenig Schlaf.

Zitat von -IchBins-:
Vielleicht hilft dir ein umfangreiches Blutbild beim Arzt, um zu sehen, ob dir Vitamine/Mineralstoffe fehlen.


Das hab ich bereits. Mein Vitamin D war extrem niedrig. Ich nehme seit April Tabletten. Ein Mangel besteht nach wie vor, allerdings liegt er nun nicht mehr bei 19. Folsäure soll ich jetzt auch nehmen.

Zitat von -IchBins-:
Inwiefern ist dein Kind ständig krank? Warst du mit deinem Kind auch beim Arzt und hast es mal richtig untersuchen lassen?


Ja. Mein Kind hat einen Gen Defekt, wodurch immer wieder Fieber auslöst. Durch das geschwächte Immunsystem ist es anfälliger als andere Kinder und nimmt alles mit. Wir sind alle 2-3 Wochen krank.

05.12.2022 10:52 • #6


-IchBins-
Dass kann, muss aber doch nicht so kommen mit der Demenz.
Vitamin D kann man auch gut mit Tropfen supplementieren. Ich hatte damals auch einen Mangel und fast 1 Jahr lang Kapseln genommen, da stieg der Spiegel kaum an. Dann hatte ich auf Tropfen gewechselt und nach ein paar wenigen Monaten stieg der Spiegel endlich.
B-Vitamine sind auch nicht zu verachten. Letztens hatte ich (mal wieder) einen B12 Mangel, der jetzt mit bzw. wurde mit Spritzen behandelt.

Das tut mir leid mit deinem Kind. Kann man denn da nichts machen? Immunsystem stärken in irgendeiner Form?

05.12.2022 10:58 • x 1 #7


Leben-mit-Angst
Zitat von -IchBins-:
Das tut mir leid mit deinem Kind. Kann man denn da nichts machen? Immunsystem stärken in irgendeiner Form?


Leider haben wir noch nicht das passende gefunden. Im Januar und Februar stehen noch einige Termine an, auch Blutuntersuchungen, ich hoffe dann wissen wir mehr und es wird endlich besser. So langsam bin ich mit meiner Kraft am Ende...

05.12.2022 11:13 • x 2 #8


-IchBins-
@Leben-mit-Angst
Das kann ich mir vorstellen, dass zerrt an den Kräften. Ich wünsche euch, dass irgendein Arzt euch helfen kann, so dass Linderung verschafft werden kann.
Das dauert aber auch alles immer so lang mit den Terminen.
Vielleicht kannst du die Zeit irgendwie mit etwas überbrücken, so dass es nicht ganz so schlimm bleibt.

05.12.2022 11:23 • x 2 #9


E
@Leben-mit-Angst

Hey.

Also zum Thema Schlaf gibt es verschiedenste Theorien, aber eins ist da immer gleich und zwar die Tiefschlaf -Phase. Es ist nicht gänzlich wichtig, das wir acht Stunden schlafen müssen, sondern in welcher Phase wir schlafen. Die wichtigste Schlaf -Phase, ist die Non-REM- Phase. In dieser Phase gehen wir von der Leichtschlafphase in die Tiefschlafphase über. Sie ist die wichtigste Körper und Seele.

Zu wenig Schlaf kann krank machen, dass ist mehr wie nur bewiesen. Am besten ist der Schlaf vor 00:00 Uhr.

Ich habe extreme Probleme mit dem schlafen gehabt, wo es mir so schlecht ging. Ich kam kaum noch zur Ruhe und das habe ich auch am Tag gemerkt.

Es tut mir wirklich leid zu lesen, dass es dir so schlecht geht. So wie @-IchBins- schon schön schrieb, kann ein Mangel an Vitamin B oder D, auch solche Symptome auslösen. Zwar dauert es für gewöhnlich lange, bis man es merkt, aber wenn man es merkt, dann ist schon ein großer Mangel vorhanden. Bei Vitamin B ist es immer auch wichtig Vitamin C zu sich nehmen, da Vitamin b nur in Kombination damit erst richtig aufgenommen werden kann.

Ich wünsche dir von Herzen, das sich deine momentaner “Zustand“ sich ganz schnell wieder bessert.

05.12.2022 11:47 • x 2 #10


Schlaflose
Zitat von Leben-mit-Angst:
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal durch geschlafen habe. Da ich allein erziehend bin und mein Kind auch nirgendwo anders schläft, gibt es auch keine Möglichkeit daran etwas zu ändern. Ich bin total fertig, schon den ganzen Morgen am weinen und fühle mich kraftlos, kaputt und gereizt. Wahrscheinlich kommen all meine Symptome (Kopfschmerzen, Kälte, Schwindel, Müdigkeit, Herzrasen, Konzentrationsschwäche, allgemeines Unwohlsein, usw.) von dem jahrelangen Schlafentzug.

Seitdem ich weiß, das eine Angst- und Schlafstörung schlimme Folgen haben und zu Demenz führen kann, drehen sich meine Gedanken sowieso nur noch darum. Ich versuch gegen 22 Uhr schlafen zu gehen, so das ich - mit mehren Unterbrechungen - trotzdem auf 7 bis 8 Stunden Schlaf komme.

Ich habe mein ganzes Leben nie durchgeschlafen, auch nicht als Kind. 3-4 Mal die Nacht aufwachen, war bei mir damals schon normal. Seit 30 Jahren habe ich noch richtige Schlafstörungen, d.h. dass ich in meinen schlimmsten Jahren oft wochenlang durchschnittlich 3-4 Stunden schlief. Auch jetzt noch, obwohl ich seit 24 Jahren schlafanstoßende Antidepressiva nehme, ist bis zu 10 Mal Aufwachen pro Nacht normal. Als ich in den Wechseljahren war, war ich 3 Jahre lang wegen Schweißausbrüchen alle 10-15 Minuten wach. Jetzt bin ich 60, aber von Demenz keine Spur. Meine Mutter hatte auch ihr Leben lang solche Schlafprobleme und war geistig voll fit, bis zu ihrem Tod mit 79.

05.12.2022 14:55 • x 1 #11


Leben-mit-Angst
Ich danke auch dir ganz lieb für deine Antwort. Das es dir nach wie vor gut geht und auch bei deiner Mutti alles gut war beruhigt mich sehr, zumindest für den Moment.

05.12.2022 20:19 • #12


Leben-mit-Angst
Zitat von Beebi:
In dieser Phase gehen wir von der Leichtschlafphase in die Tiefschlafphase über. Sie ist die wichtigste Körper und Seele.


Danke für deine Antwort!
Das man am besten bis 22 zur Ruhe gekommen sein und zwischen 22 und 23 Uhr schlafen sollte, hab ich auch schon oft gelesen. Das bekomm ich gut hin, aber meist werd ich ca. eine Stunde später schon wieder von meinem Kind geweckt. Also genau in der wichtigsten Phase für den Körper?

05.12.2022 20:26 • x 1 #13


E
@Leben-mit-Angst
Zitat von Leben-mit-Angst:
Danke für deine Antwort!

Dafür nicht. Sehr gerne



Dass manche Menschen in der Nacht häufig zwischen 3und 4 Uhr aufwachen, ist kein Zufall. Dahinter verbirgt sich ein medizinisches Phänomen. Das Aufwachen in dieser Zeit hängt mit unserem Hormonspiegel zusammen, genauer gesagt mit dem Zusammenspiel aus Melatonin, Serotonin und Cortisol.


Die Tiefschlafphase: 12 – 15 Prozent deines Schlafs.

In der wichtigsten aller Schlafphasen, der Tiefschlafphase, regenerieren sich dein Körper und dein Geist. Physisch und psychisch ist der Tiefschlaf deswegen auch die erholsamste Schlafphase.

Das habe ich dir eben mal aus dem netzt gegoogelt. Ich habe mich sehr viel damit auseinander gesetzt, als es mir so schlecht ging, deswegen wusste ich, dass es wichtig sein könnte, mal etwas genauer zu forschen.

Ich hoffe, ich konnte dir ein klein wenig helfen.

05.12.2022 22:40 • #14


Schlaflose
Zitat von Leben-mit-Angst:
Danke für deine Antwort! Das man am besten bis 22 zur Ruhe gekommen sein und zwischen 22 und 23 Uhr schlafen sollte, hab ich auch schon oft gelesen. Das bekomm ich gut hin, aber meist werd ich ca. eine Stunde später schon wieder von meinem Kind geweckt. Also genau in der wichtigsten Phase für den Körper? ...

Ich habe zwar keine Kinder, aber ich denke, das geht allen Müttern so, dass sie von den Kindern mehrmals pro Nacht geweckt werden, solange sie noch klein sind. Wenn alle davon Demenz bekommen würden....

06.12.2022 08:43 • x 1 #15


Leben-mit-Angst
Guten Morgen. Ja stimmt. Das sagte meine Freundin gestern auch.

06.12.2022 09:52 • #16


A


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