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Ich war letzte Woche beim Ultraschall, mein Hausarzt hatte mich zum Internisten gleich nebenan geschickt, aber der machte nur Ultraschall und meinte, ich soll mit dem Befund wieder zum Hausarzt. Er fand einen Knoten an der Schilddrüse, Durchmesser 3 cm, was wohl schon ganz ordentlich ist. SD Werte waren bei mir immer normal, zuletzt vor 6 Monaten.

Der Internist meinte, es muss auf jeden Fall abgeklärt werden und ich sollte zum Spezialisten damit. Stimmt das? Weil ich hab eigentlich keine Beschwerden. Ausser, das man die Beule da leicht ertasten kann und schon sieht. Darum bin ich da ja nur hin. Meine Mutter meinte, es muss ja ausgeschlossen werden, dass es kein Krebs ist. Stimmt das?

22.01.2013 22:34 • 20.03.2013 #1


15 Antworten ↓


Keine Antwort ist auch ne Antwort...

Ich war heute im Krankenhaus (Nuklearmedizin). Erst noch mal Ultraschall zur Kontrolle, dann wurde Szintigrafie notwendig und leider dann gleich noch Punktion. Bei der Punktion wäre ich dann fast weggetreten, totaler Kreislaufzusammenbruch, als mir die Ärztin in den Hals stach (wird ja nicht betäubt).

Ergebnis der Gewebeprobe in 1 Woche oder die rufen mich vorher an.

Was aber schon geklärt ist, es ist kein Hormon abgebender Knoten der Schilddrüse, sondern ein Karzinom, also im schlimmsten Fall ein bösartiger Tumor (Krebs). Leider ist das Teil in gerade mal 2 Wochen von 3 auf 4 cm gewachsen und irgendwie ist das nicht toll. Egal was die Gewebeprobe ergibt, die beiden Ärzte sagte mir vorhin, OP ist definitiv notwendig. Schilddrüse ist einseitig auch deutlich vergrößert.

Tja, leider ist es dann eben doch nicht immer was hypochondrisches (Einbildung). Mir zeigt das, man sollte dann trotzdem alles ernst nehmen und abklären, wenn sich was andeutet.

30.01.2013 14:35 • x 2 #2



Schilddrüse Knoten

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Peppermint
Sowas gesagt zu bekommen ist bestimmt die Hölle.....und die Woche abwarten bestimmt auch....

Drück dir fest die Daumen das es nichts schlimmes ist und nach der op alles erledigt ist...

Hoffe du hast jemanden der dich ein wenig ablenken und in den Arm nehmen kann

30.01.2013 16:59 • #3


Oje, das tut mir wirklich leid. Ich drücke dir auch fest die Daumen, dass der Tumor nicht bösartig ist.
Man tut immer schnell für sich kleine Dinge als irgendein Wehwehchen ab. Ich hoffe für dich das Beste.

30.01.2013 17:11 • #4


Danke. Lieb von euch.

Mich macht nur im Nachhinein etwas stutzig, die waren nicht so ganz ehrlich. Ich hab natürlich google bemüht:

http://www.uniklinik-ulm.de/struktur/ze ... zinom.html

Demnach gibt es kein gutartiges Karzinom, nur bösartige. Aber mal noch die Gewebeprobe abwarten. Auf OP hab ich aber keine Lust und die wird so oder so kommen.

Na ja...., abwarten...

30.01.2013 18:07 • #5


Hallo Malte,

habe auch schon ein paar "echte" Sachen durch, unter anderem auch genau das, was Du gerade hinter Dir hast. Ich hatte sowohl hormonproduzierende Knoten, als auch einen ungeklärten Knoten. Der wurde ebenfalls punktiert, die Ärztin hatte mich auch leicht (bis schwer) verrückt gemacht. Dann war die Probe verschwunden, auf deren Ergebnis ich täglich voller Angst und Panik gewartet hatte. Also erneute Punktion, die ja echt nicht sehr angenehm ist, mir gings damit auch nicht gut. Dann war endlich irgendwann ein Ergebnis da, es war eine Zyste, einfach eine dumme Zyste.
Bitte versuche, Dich nicht verrückt zu machen. Ich weiss, das ist leicht dahergesagt, aber es muss nicht immer das Schlimmste sein.
Und sollte es tatsächlich so sein (was sehr unwahrscheinlich ist, SD-Krebs ist EXTREM selten, das hat man mir mehrfach damals versichert), dann hast Du trotzdem gute Chancen auf Heilung. Wichtig ist, dass Du in Behandlung bist.
Ich drücke Dir gaaaanz doll die Daumen, bitte berichte doch, was dabei rausgekommen ist.

Alles Liebe,

Idgie

31.01.2013 10:27 • #6


Ach ja Malte, hab noch was vergessen: lass bitte die Finger von Dr. Google, der hat immer die schlimmste Diagnose! Aber das weisst Du ja bestimmt selbst. Gerade, wo Du jetzt so angsepannt warten musst, ist das besonders fatal. Ist nicht böse gemeint!

31.01.2013 10:30 • #7


Idgie

Danke.

Ja, ich mache mich da jetzt auch nicht verrückt, heute geht es schon. Ich kann eh nur abwarten. Es ist halt in dem Moment die erste Panik (wobei ich keine Panik im psychiatrischen Sinne mehr bekomme, da bin ich durch mit nach Jahren). Der Doc sagte, OP wird auf jeden Fall kommen und damit kann ich leben. Nun erzählt mir jeder was Anderes. Meine Mutter sagt, die ganze SD kommt raus, meine Nachbarin sagt nein und letztlich ist alles Käse, weil ich kann eh nur abwarten.

31.01.2013 14:03 • #8


Hallo,
die Punktion ist eigentlich völliger Quatsch. Wenn eine OP notwendig ist, dann kann man auch da das Gewebe viel genauer untersuchen. Ich habe selber 1 heißen Knoten ( produziert Hormon ) und 8 kalte Knoten ( keine Produktion ). Ob kalt oder heiß, kann man in einem Substitutionssyntigramm feststellen. Dazu nimmt man 2 Wochen hoch dosiert Hormon. Im Syntigramm danach wird ein heißer Knoten fröhlich weiter produzieren und der rest der Schilddrüse inkl.kalter Knoten hat die Produktion eingestellt. Ohne diese Verfahren ist es ohne OP unmöglich zu sagen ob heiß oder kalt. Wurde das bei Dir gemacht ? Ein erfahrener Arzt kann im Ultraschal anhand des sogenannten Echos schon sehr gut beurteilen ob es eine Zyste oder ob es mit großer Wahrscheinlichkeit heiße oder kalte Knoten sind. Und ob das Ding wirklich gewachsen ist kann nur ein und der selbe Arzt beurteilen. Vieleicht hat der 2. Arzt den Messpunkt nur ein wenig anders gesetz und schwups is er größer.
Mein Endo macht übrigens gar keine Punktionen mehr. Er meint das dieses Verfahren viel zu ungenau wäre. Nimmt er rechts am Knoten die Probe und es ist gut, dann weis er trotzdem nicht wie es links aussieht. Bei verdächtigen Knoten meint er gleich OP is besser.
Übrigens können nur kalte Knoten entarten und das auch nur kleiner 1%. Wichtig ist eine jährliche Kontrolle per Ultraschall und Sytigramm. Außerdem Blutuntersuchung der Hormone freies T3 und T4, sowie den Schilddrüsentumormarker ( irgendwas mit Calztonin oder so ). Wichtig ist die Verlaufskontrolle.
Ich nehme übrigens keine Hormone, da mein heißer Knoten die optimale Menge Produziert. Muss nur ein bischen mit Jodhaltiger Nahrung aufpassen. Und das nun schon seit 15 Jahren.
Gruß Sabine
P.S. Schilddrüsenkrebs ist zu 100% heilbar und bildet keine Metastasen ( laut meinem Endo )

31.01.2013 17:03 • #9


Zitat von sternschnuppe.com:
Wurde das bei Dir gemacht ?
2 x Ultraschall, Szintigraphie und die Punktion wurde gemacht.

Zitat:
P.S. Schilddrüsenkrebs ist zu 100% heilbar und bildet keine Metastasen ( laut meinem Endo )
Leider stimmt das nicht.

Unten bei "Prognose des Schilddrüsenkarzinoms":

http://chi.charite.de/patienten-informa ... krebs.html

Kommt also sehr darauf an, was es ist.

Im Ultraschall wurden auch meine Lymphknoten am Hals angesehen und die waren alle stark vergrößert. Ich denke mal, der Doc (Oberarzt) im Krankenhaus wird wissen, warum er zu so einer Vermutung kommt.

Ich hoffe ja noch, dass das alles ein Irrtum ist oder das es nichts weiter ist. Leider ist das bisher wenig realistisch. Aber abwarten...

01.02.2013 00:14 • #10


Tanja_1976
Hallo Malte,

Ich habe gerade Deinen Beitrag gelesen und kann Dir nur sagen, dass auch ich eine große Schilddrüse habe mit vier kalten Knoten. Nach der Punktion 2010 mit gutem Ergebnis gehe ich 2 x im Jahr zu einer Endokrinologin. Sie ist der richtige Ansprechpartner, wenn es um Hormone und Schilddrüse geht. Grosse Lympfknoten habe ich auch im Hals. Ich kann deine Angst verstehen. Das was wäre wenn. Das hat auch mich lange nicht schlafen lassen. Warst du mal bei einem Hämatologen? Der könnte Dir vielleicht zusätzlich helfen.

Bei mir hat er damals gesagt, es sei ein Virus und ich soll nochmal zur Kontrolle kommen, aber ich war noch nicht da, da Anfang des Jahres meine Oma verstorben ist und meine Paniksstörung aufkeimte.

Ich wünsche Dir alles Gute und Berichte bitte, wie es bei dir weiter geht.

LG
Drück Dich ganz doll

02.02.2013 12:31 • #11


Hallo Tanja_1976 und danke.

Hämatologin und Blutwerte etc., ja, hab ich alles schon durch, nur ist es eben irgendwie 1,5 Jahre her. Und alles fängt mal an. Wenn also vor 1,5 Jahre noch nichts war, deswegen kann ja heute was sein. Zumal ich diese Beule am Hals auch erst 8-10 Monate merke.

Es ist halt auch ne Frage der ganzen Situation, also wie viele Knoten, wie groß, Wachstum des Knotens und mehr.

Mir geht es ganz gut, zum Glück hab ich keine Panikstörung mehr oder was in der Richtung. Ich nehme es so, wie es kommt.

Mich irritiert nur etwas, der Doc (Nuklearmediziner) sagte wortwörtlich "Das ist ein Karzinom." und ein Karzinom ist ein bösartiger Tumor, also Krebs. Und da stutze ich eben etwas und hab die Tage nur nach Fachinfos gesucht, ob man das überhaupt jetzt schon sagen kann. Auf der anderen Seite sage ich mir, die können einem doch nicht so was einfach sagen, wenn es nicht sicher ist.

02.02.2013 14:29 • #12


Krankenhaus hat angerufen wegen Befund, der dann auch zum Hausarzt geht und der bespricht dann den weiteren Ablauf. In der Gewebeprobe wurden keine maligen Tumorzellen gefunden. Da bin ich schon mal sehr beruhigt. Allerdings sagte die Ärztin, die Trefferquote liegt weit unter 100%, mit 4 cm ist das Gewächs bei mir groß, hart und eben einzeln, ich sollte mich auf jeden Fall operieren lassen und 100% Sicherheit gibt es dann erst da bei einer Gewebeprobe und Sichtung der ganzen Sache. Blutwerte der Schilddrüse waren gut, was aber gerade in den Fällen oft so ist.

Na ja..., also mit OP hatte ich mich gedanklich eh schon abgefunden.

04.02.2013 16:53 • x 1 #13


Zitat von Malte:
Hallo Tanja_1976 und danke.

Hämatologin und Blutwerte etc., ja, hab ich alles schon durch, nur ist es eben irgendwie 1,5 Jahre her. Und alles fängt mal an. Wenn also vor 1,5 Jahre noch nichts war, deswegen kann ja heute was sein. Zumal ich diese Beule am Hals auch erst 8-10 Monate merke.

Es ist halt auch ne Frage der ganzen Situation, also wie viele Knoten, wie groß, Wachstum des Knotens und mehr.

Mir geht es ganz gut, zum Glück hab ich keine Panikstörung mehr oder was in der Richtung. Ich nehme es so, wie es kommt.

Mich irritiert nur etwas, der Doc (Nuklearmediziner) sagte wortwörtlich "Das ist ein Karzinom." und ein Karzinom ist ein bösartiger Tumor, also Krebs. Und da stutze ich eben etwas und hab die Tage nur nach Fachinfos gesucht, ob man das überhaupt jetzt schon sagen kann. Auf der anderen Seite sage ich mir, die können einem doch nicht so was einfach sagen, wenn es nicht sicher ist.



Da bewunder ich dich Malte, ich wäre bei der Aussage des Arztes schon vor lauter Schreck umgefallen.
Schön das deine Panikstörung weg ist und auch bei diesem"angeblichen Befund" nicht wieder rausgekommen ist.
Wie hast du das geschafft, das so locker zu nehmen?

04.02.2013 16:59 • #14


Locker? Na ja..., locker würde ich nicht sagen. Es ist einfach die Einstellung zu manchen Dingen und das kann man ändern. Worum geht es denn bei Angst oder Panik? In erster Linie um Kontrollverlust, Todesangst etc. Da laufen z.T. irgendwelche Horror Szenen im Kopf ab, aber was ist denn, wenn ich in 2 Stunden tot umfalle? Nichts. Ich bin dann tot und damit einer von tausenden Leuten an dem Tag. Und die Erde dreht sich weiter.

Das klingt vielleicht komisch, aber so sehe ich das heute. Es ist alles nur die Sicht der Dinge. Mein Schwager hatte mit Anfang 20 Krebs und sehr aggressiven, er lebt heute noch, es ist 15 Jahre her. Ein Kumpel hatte mit Ende 20 Krebs, auch er lebt noch, ist auch schon 10 Jahre her. Und andere sind 10 Monate nach der Diagnose tot, wie meine Zahnärztin (Bauchspeicheldrüse).

Es gibt Dinge, die kann man ändern oder eben nicht. Andere kann man zumindest beeinflussen. Aber manchmal eben nicht und hier muss man einfach akzeptieren, es ist so. Schicksal.

Und ich hab irgendwann mal erkannt, es ist absolut bekloppt, Tag für Tag auf Krankheiten zu warten, ständig was Neues an sich zu entdecken, deswegen von Arzt zu Arzt zu pilgern etc. Dafür leben wir nicht. Wenn es vorbei ist, dann ist es vorbei, aber lauern muss man nicht darauf.

04.02.2013 19:47 • #15


crazy030
Nicht wundern, Malte war ich, hab ich aber löschen lassen, weil ich meinen alten Namen dann wieder hier angemeldet hab und mehr als 1 Namen brauch ich nicht.

So, also es ist nun konkret. In der Zwischenzeit hab ich um 3 Ecken relativ schnell (dauert sonst ewig) in der Charité einen Termin bekommen vor Wochen, wo noch mal nachgesehen wurde. Der Knoten ist mit an die 4 cm relativ groß, langsam sieht man es auch von aussen, er ist hart, unbeweglich und vor 8-10 Monaten war da noch nichts wie jetzt. Schilddrüsen Werte sind, wie immer, normal. Leider sind aber genau das Voraussetzungen für einen OP, um Krebs auszuschliessen. Die Punktion gibt hier keine 100% Sicherheit, sondern weit darunter.

Das haben mir nun 3 Ärzte so gesagt und als 4. auch noch mein Hausarzt. OP wird sehr nahegelegt. Gestern war ich noch mal in der Charité wegen OP Termin und da kam beim Doc noch ein Prof. dazu der sehr ok war und wir unterhielten uns auch noch. Wie gehabt, auch der Prof. sagte, müssen muss man nie was, aber es wird empfohlen und besser wird nichts, aus gut kann auch in einigen Monaten böse werden, also weg damit.

Am 3. April ist es dann soweit, früh um 7 rein und um 12 OP, also nicht eine Nacht vorher da. Wenn alles gut geht, bin ich nur 3-4 Tage drin. Manchen ging es wohl schon so gut, die waren nur 2 Tage drin. Raus kommt die halbe Schilddrüse wurde mir gesagt (war irgendwie ne Stunde Aufklärungsgespräch gestern), aber falls sich bei der OP rausstellt, es ist bösartig, kommt alles raus plus Lymphknoten am Hals. Davon gehe ich aber nicht aus. Kommt nur die halbe SD raus, dann reicht auch der Rest, um den Körper mit SD Hormonen zu versorgen. Dafür reicht 1/3 der gesunden SD aus. Also auch keine Tabletten.

Ich bin total entspannt, aber ich schätze, 1-2 Tage vorher wird sich das ändern.

20.03.2013 13:44 • x 1 #16



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