SeaShepherd
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Ich mag euch gerne mal meine momentane private Situation schildern. Die vielleicht auch dazu beträgt?!
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Ich bin weiblich, 38 Jahre alt und lebe alleine bzw, ich habe keinen Partner. Vor 3 Jahren habe ich beschlossen noch einmal zur studieren, aber nicht hier in DE sondern in Australien. Von Dokumente beantragen bis zum Visum und Geld sparen hat sich das natürlich hingezogen. Nun sollte es im April 2020 los gehen. Meine wunderschöne Wohnung habe ich gekündigt (obwohl ich einen Terrornachbarn unter mir hatte der mir wirklich nicht gut tat, war die Wohnung, vor allem mit ihrer Lage ein Traum für mich) mein Auto habe ich verkauft, meinen Job verlassen. Dann kam Corona, im März 2020 machte die Australische Regierung die Grenzen zu, und bis heute sind sie für nicht-Australier geschlossen. Seitdem lebe ich mit meinen 38 Jahren wieder in meinem alten, kleinen Kinderzimmer bei meinen Eltern.
Seit nun mehr 1 Jahr lebe ich hier, ich kann nicht mäkkern, meine Eltern sind Liebeswürdig verlangen kein Kostgeld von mir, keine Miete, aber dieses "zurückgelassen keine Aussicht in Sicht wie es es auf Dauer weiter geht und die Hoffnung die mit jeden Tag schwindet, aus diesen Hamsterrad rauszukommen, nagt wohl mehr an mir, als ich dachte. Ich hab schon mehrmals mit meinem Auswanderungsagenten und meiner Schule gesprochen, die verstehen mich zu 100% können aber ja auch nichts gegen die Regeln der Regierung tun. Auch wenn sich Unmut immer mehr breit macht, denn "Celebrities und Sportler", für die rollt die Regierung den roten Teppich aus und das zum Corona Zeiten. Es geht echt nur ums Geld.
Hinzu kommt dann noch die Angst vor Corona. Hier Angst, da Einschränkungen, nichts ist mehr normal, nichts ist mehr so wie früher. Selbst bei einer Umarmung ist man vorsichtig geworden.
Zurück zu meinen privaten Problem, wenn man dann im Netz liest wie viele Studenten im Ausland festsitzen und das der Australischen Regierung selbst die eigenen Landsleute nichts wert sind (siehe Twitter Hashtag StrandedAussies) das macht mich traurig und wütend. Erst sollten wir im Juli 2020 eine Ausnahme bekommen, daraus wurde nichts, dann im Oktober 2020, wieder nichts. Dann war die Rede von Frühjahr 2021. Das wird höchstwahrscheinlich ebenfalls nichts. Ich musste seit letzten Jahr 3 mal meine Einstieg-Schuldaten ändern. Mein Studium soll jetzt im Juli 2021 anfangen, aber das wird höchstwahrscheinlich auch wieder geändert.
Wenn man noch weiter im Netz liest und die Nachrichten verfolgt, könnte es wohl sein, dass es erst 2024 was wird. Dann bin ich über 40.
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Das zu meiner privaten Situation. Nun, wie gesagt, man macht sich Gedanken. Mit der Ungewissheit, denkt man schon daran, sich wieder eine neue Wohnung zu suchen und einen neuen Job. Nun kann es aber auch sein, das es doch nächstes Jahr endlich wieder los geht, dann aber hat man wieder diese Lauferei und Arbeit mit dem Auszug. Das geht ja auch alles ins Geld und das Geld brauche ich für Schule, Unterkunft und Verpflegung.
Gestern hab ich dann neugierig mal auf der Webseite meiner alten Wohnungsbaugenossenschaft geschaut, und siehe an, plötzlich ist da meine alte Wohnung. Sie ist wieder zu vergeben. Da kann man sich ja vorstellen, wie einem da Gefühle und Gedanken durchgehen.
Ich bin zwar seit, bestimmt 2 Tagen schon so etwas nervös, warum auch immer, aber gestern war merkte ich es dann besonders, und gestern nachdem ich mir dann Gedanken über diese Wohnung gemacht hatte, merkte ich so richtig wie angespannt ich doch anscheinend bin. So griff ich zum Messgerät und hatte 167 zu 98.
Ich hab dann bissl gewartet und noch 2 Messungen gemacht, er war dann bei 150, manchmal auch 140. Ich saß auf dem Sofa und messe immer in Ruhe, ich weiss auch nicht. Hab dann eine Baldrian genommen und er ging auf 131 runter. Das hatte mich etwas beruhigt. Schlafen konnte ich aber trotzdem irgendwie nicht und bin erst gegen 2 Uhr so im dreh eingeschlafen. Heute morgen hab ich dann wieder gemessen, und der Blutdruck war wieder bei 150
Ich will das alles nicht!
• • 02.05.2021 #1
Komisch ist auch, manchmal fragt man sich schon, ob diese Blutdruckmessgeräte überhaupt funktionieren. Meine Ma hat das ja mit mir heute mitbekommen, und gleich auch bei sich gemessen, sie danach dann wieder zu mir, grinste, und meinte "Ich glaube die Dinger taugen nichts" Meine Ma hatte nen Blutdruck von 150 zu noch-was. Hatte sie noch nie. Wir haben dann zusammen gelacht. Das tat mal richtig gut. Haben uns dann zusammen hingesetzt und noch mal gemessen, sie war dann wieder bei 127. Bei mir war es zwar immer noch erhöht, aber nur 140 und sicher, wie du sagst, auch dadurch weil ich halt eben Angstanfällig bin. -- (Wenn man das jetzt mal so nennen darf) -- Meine Ma hat ja so was nicht. 