Guten Morgen zusammen!
Ich habe mich hier angemeldet, weil ich anscheinend wieder unter phobischem Schwindel leide.
Ich hatte das wohl schon vor etwa fünf Jahren schon einmal. Seinerzeit war es allerdings schlimmer als heute. Ich hatte Angst, dass ich in Ohnmacht falle, hatte weiche Knie und war total unsicher. Der Wocheneinkauf war ein Horror für mich in manchen Läden, da ich dort zu lange in der Schlange stehen musste. Der Schwindel ging damals über ca. sechs Monate. Beim Arzt war ich ein- oder zweimal. Es wurde Blut abgenommen und festgestellt, dass ich ein bissl zu wenig Eisen hab. Dann gab es eine Eisenpackung und das wars mit der Behandlung. Da ich mich nicht traute, wieder zum Arzt zu gehen, weil er mich ggf. für bescheuert erklären würde mit dem Schwindel, musste ich erstmal so klarkommen. Also schlug ich mich weiter mit meinem neuen "besten" Freund rum: dem Schwindel. Ich habe eigentlich nichts mehr gemacht. Komischerweise habe ich mich im Auto wohlgefühlt, also selbstfahrend als auch als Beifahrer und beim Reiten; wenn ich auf meinem Pferd saß und ganz normal geritten bin (alle Gangarten, im Gelände, in der Halle, egal wie und wo), ging es mir gut.
Irgendwann wurde es mir zu bunt. Ich habe mir gesagt, dass es doch nicht sein kann, dass ich mich vom Schwindel kaputt machen lasse. Ich bin dann losgezogen und habe bewusst (ohne vorher jemals im Internet geforscht zu haben) Situationen (erst kleinere, dann größere) gesucht, um mich dem Schwindel und der Angst zu stellen. Und jedes Mal, wenn der Schwindel und die Angst kam, habe ich mir gesagt:"Was soll denn passieren? Du kippst um. Hier sind überall Leute, die dich finden und dich ins Krankenhaus bringen könnten. Wenn es denn wirklich passieren sollte, kommst du ins Krankenhaus und dann können die Ärzte dich untersuchen. Also was soll passieren?" So in etwa sprach ich mit mir selbst. Und siehe da! Es funzte!
Das ist nun gut fünf Jahre her. Mir ging es gut, ganz selten, wenn ich richtig krank war (Grippe), kam ein solches Schwindelgefühl in leichter Form wieder auf, ging aber auch unverzüglich wieder weg.
Nun fängt es wieder an seit einer Woche etwa. Grund wird wohl sein, dass wir seit März 2014 Probleme mit unserem Haus haben. Anfangs war es "nur" der Keller. Durch die Fugen in den Kellerwänden drang bei Regen, auch schon bei leichterem Regenschauer, Wasser (tröpfelnd und als richtiger Wasserstrahl) ein, so dass wir jedes Mal runter mussten, wenn es regnete, um das Wasser rauszuholen. Nachdem dieses Problem nach langem Hin und Her nun endlich erledigt ist, haben wir nun die nächste Baustelle in der Wohnung. Wasserrohrbruch, die halbe Küche ist raus, das Gäste-WC ist nicht mehr existent. Seit etwa vier Wochen ist der Herd nicht mehr vorhanden, der Kühlschrank steht im Arbeitszimmer, überall ist dicker Baustaub. Eine typische Baustelle.
Hört sich vlt nicht so schlimm an, aber die Situation nervt mich. Wahrscheinlich nervt sie mich nicht nur, sondern kotzt mich richtig an. Jedenfalls glaube ich, dass der Schwindel deswegen wieder aufgetreten ist. Er ist längst nicht so ausgeprägt wie vor fünf Jahren, aber ich will ihn jetzt am Anfang direkt verscheuchen, den "besten Freund". Bislang habe ich auch noch keine Angst, dass ich in Ohnmacht falle, es sind "nur" weiche Knie, Schwindel und dieses komische Unwohlsein, wenn Ihr versteht, was ich meine.
Vlt kann mir jemand ein paar Tips geben, wie er/sie den Schwindel verscheucht hat. Mit meinem Slogan von vor fünf Jahren komme ich zur Zeit nicht weiter, habe ja (noch) keine Angst, umzukippen.
Vielen Dank!
