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Hallo!

Lange Zeit habe ich geglaubt, meine Ängste im Griff zu haben - leider hat es mich jetzt wieder voll erwischt.


Zur Erklärung:

Nachdem ich vor knapp vier Jahren eine schwere Angstphase über ein knappes halbes Jahr hatte, hat es mich jetzt wieder erwischt.
Zur Vorgeschichte: 2010 hatte ich Angst, an MS erkrankt zu sein. Nach Abklärung beim Neurologen hat mir dieser gegen meine Ängste Cipralex verschrieben. Bis September 2013 habe ich 10 mg Cipralex genommen, von September 2013 - Juni 2014 5 mg. Von Juni an habe ich kein Cipralex mehr genommen.
Heuer im September wurde per Zufall bei mir Bluthochdruck diagnostiziert, weiter kein Problem; durch Pulver haben sich meine Werte wieder auf normale/hoch normale Blutdruckwerte eingestellt.
Jetzt zum Problem: bei der Blutuntersuchung wurde ein erhöhter Leukozytenwert (16900) festgestellt, alle anderen Werte sind vollkommen okay. Mein langjähriger Hausarzt tippt auf eine Entzündung. Bei einem Thorax-/Nasennebenhöhlenröntgen wurde auch eine Entzündung der Kieferhöhlen und oberen und unteren Atemwege diagnostiziert.
Trotzdem habe ich Angst, an Leukämie erkrankt zu sein, erst recht, nachdem mein Arzt auf meine Frage gemeint hat, Leukämie sei nicht sehr wahrscheinlich.
In drei oder vier Wochen will er noch ein Kontrollblutbild machen, mich vorher eventuell zum HNO-Arzt schicken.
Seit knapp einem Monat nehme ich wieder 10mg Cipralex gegen meine Angststörung, leider noch ohne wirklichen Erfolg. Vor vier Jahren hat es aber auch knapp drei Monate gedauert bis ich eine Wirkung gespürt habe. Im Sommer habe ich ja knapp 2 1/2 Monate überhaupt kein Cipralex genommen, davor 9 Monate 5mg. Wahrscheinlich muss sich mein Körper jetzt wieder darauf einstellen.
Heute früh ist es mir ganz schlecht gegangen, bei meiner Gassirunde mit dem Hund habe ich sogar eine leiche Panikattacke gehabt.

Grüße

23.10.2014 12:19 • 06.11.2014 #1


20 Antworten ↓


Hallo lieber Alysst,

nocheinmal herzlich willkommen bei uns.

Deine Leukozytenerhöhung von knapp 17000 passt gut zu deiner derzeitigen Erkrankung, des HNO Bereiches und der oberen Luftwege.

An eine Leukämie ist überhaupt nicht zu denken und ist sehr unwahrscheinlich. Normalerweise machen die Ärzte eine computergesteuerte Differenzierung der weißen Blutkörperchen automatisch mit, damit sie Entzündungen und etwaige Verschiebungen der einzelnen Unterformen der weißen Blutkörperchen zu erfassen. Weiters sind ja auch deine Blutplättchen im Normalbereich, was auch gegen eine Leukämie spricht, Fieberschübe, Blutungen hast du ja auch keine-vergiss Leukämie!
Wenn nicht schon geschehen, wird dein Arzt bei der Kontrolle ein großes Blutbild anordnen.

Komm runter, es spricht nichts für Leukämie

Zitat:
Wahrscheinlich muss sich mein Körper jetzt wieder darauf einstellen.


Genau, es wird wieder ca. 2 Wochen dauern, bis dein Körper wieder auf das Medikament richtig reagiert.

LG

Gerd

23.10.2014 15:17 • #2



Nach vier Jahren ist die Angst zurück!

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Danke für die aufbauenden Worte; leider werde ich erst wirklich beruhigt sein, bis ich die zweite (Kontroll)blutuntersuchung hinter mir habe.
Momentan ist meine Nase ziemlich verstopft und ich habe immer wieder Kopfschmerzen im Stirnbereich. Vergangene Woche bekam ich Antibiotika und jetzt noch Nasentropfen. Nebenbei inhaliere ich noch mit Eukalyptustropfen.
Ansonsten gehts mir körperlich gut, heute nachmittag habe ich die Winterräder aufgezogen - keine Probleme. Selbst der Blutdruck lag nach dieser doch anstrengenden Arbeit (XC60 viermal mit kleinem Wagenheber aufheben, ist kein Vergnügen) mit 131/83 im normalen Bereich.

Ansonsten versuche ich das Beste zu hoffen, was aber nicht immer ganz leicht ist.


Grüße

23.10.2014 15:25 • #3


Kaiser
Wie waren denn die Entzündungswerte selbst? Die Vorgabe sagt Faktor 5 maximal. Du brauchst aber nur einen kaputten Zahn haben, übergewichtig sein oder rauchen. Schon ist der Wert bei 7, 8 oder mehr. Deswegen sollte man (so finde ich) nicht gleich "blind" mit Antibiotika streuen...

23.10.2014 15:58 • #4


Hallo Kaiser,
Zu den anderen Werten kann ich keine Angaben machen, da ich sie nicht kenne. Laut Arzt sind aber alle anderen Blutwerte wirklich in Ordnung.
An den Zähnen könnte es aber schon liegen; ansonsten bin ich Nichtraucher und hbse Normalgewicht.

Schönen Abend

23.10.2014 16:30 • #5


Die Referenzbereich ist Labor und Methoden abhängig (CRP) und ist nur einer davon. Du siehst es an deinem Referenzwert am Befund. Also nicht immer bis 5 normal. Gelegentlich auch höher oder weniger als 5.

LG

Gerd

23.10.2014 16:37 • #6


Starke Verkühlung noch dazu., zu deinen Beschwerden...Leuko erhöht ist selbstverständlich

Kopf hoch, das ist dein Abwehrsystem was arbeitet!

LG

Gerd

23.10.2014 16:42 • #7


Habe gerade noch etwas erfahren; meine Schwester war am Nachmittag auch bei unserem Arzt. Da wir ihn schon seit über 30 Jahren kennen, hat sie ihn auch wegen mir angesprochen. Daraufhin hat er nochmals meine Blutwerte im Computer angesehen und gemeint, er weiß gar nicht, wie ich auf so eine Idee kommen würde, es gebe überhaupt keine Anzeichen in Richtung Leukämie.


Leider ist meine Stimmung dadurch etwas getrübt, dass bei meinen Neffen ein noch nicht näher identifiziertes Schilddrüsenproblem entdeckt wurde.
Jetzt mache ich mir auch Sorgen um meinen Neffen.

Grüße
Alysst

23.10.2014 17:42 • #8


Nun Schilddrüsenprobleme haben sehr viele Menschen. Meist ist es mit einer Tabletteneinnahme getan.

Mach dir keine Sorgen, es gehört abgeklärt und dann kann man behandeln.

Für dich freut es mich natürlich!
Nur nicht vorzeitig Angst haben, meistens lösen sich die Probleme von selbst.

Lg

Gerd

23.10.2014 17:48 • #9


Schönen Nachmittag!

Da ich den letzten Jahren immer Probleme mit den Nasennebenhöhlen hatte, frage ich mich, ob diese Nebenhöhlenentzündung nicht schon chronisch ist?
Falls ja, stelle ich mir die Frage, wie sich eine chronsiche Sinusitis auf die Blutwerte (Leukozyten) auswirkt?
Angeblich soll eine chronische Sinusitis ja gar nicht so leicht therapierbar sein (sagt zumindest mein Apotheker, der auch darunter leidet).

Schönes Wochenende

24.10.2014 14:45 • #10


eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung ist wirklich schwer zu behandeln, sie hat aber eine chronische Leukozytose oft zur Folge. (Die Leukozyten sind oft immer in diesem Bereich 12000-16000 erhöht.)

Oft kann man nur durch eine Korrektur (OP) des Naseninneren den Abfluss der Nasensekrete wieder normalisieren, dass es nicht in die Höhlen abrinnt. Aber das musst du mit einem HNO Arzt besprechen..Ist aber eine Routine OP und wird sehr oft gemacht.

LG

Gerd

24.10.2014 14:54 • #11


Hallo!

An sowas möchte ich gar nicht denken - extreme Krankenhausphobie.
Es nutzt alles nichts, ich muss die Zeit einfach abwarten, bis die Kontroluntersuchung vom Blut gemacht wird.
Solange muss ich versuchen, meine Ängste und Befürchtungen in den Griff zu bekommen.

24.10.2014 14:58 • #12


Eines kannst du aber in der Zwischenzeit machen, inhaliere über Wasserdampf mit einer Brise Salz darin, Eukalyptusöl hinein, eventuell ein Säckchen Salbeitee ziehen lassen, das hilft bestimmt ein wenig

24.10.2014 15:09 • #13


Danke für den Tip. Inhalieren bereits mit Eukalyptusöl und bestrahlte meine Birne mit einer Rotlichtlam

24.10.2014 15:32 • #14


Dann ist es ja in Ordnung, aber Achtung, bei einer akuten Entzündung ist es oft kontraproduktiv mit Rotlicht zu bestrahlen, in der chronischen Phase ok!

LG

Gerd

24.10.2014 15:39 • #15


Gut zu wissen. Dann werde ich mit der Rotlichtlampe vorsichtig umgehen.

24.10.2014 15:49 • #16


Zu allem Überfluss habe ich seit zwei Tagen auch noch Probleme, die mein schmerzbedingter Reizdarm verursacht. Auch diese Probleme waren mir in letzter Zeit eher fremd, dürften aber auch mit meiner nervlichen Anspannung zu tun haben.

Alysst

28.10.2014 14:07 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Natürlich spiegelt sich die Psyche in der Verdauung wider.
Versuche eine Mischung aus Fenchel, Kümmel und Melisse dir mischen zu lassen in der Apotheke und trink über den Tag verteilt einige Tassen.

LG

Gerd

28.10.2014 14:22 • #18


Zum Glück äußert sich mein Reizdarm "nur" durch Schmerzen und nicht mit den Begleiterscheinungen, die die meisten Reizdarmpatienten plagen. Leider denke ich bei den Schmerzen, die meist im linken Unterbauch, aber auch rechts auftauchen an den Blinddarm, obwohl sämtliche typischen Blinddarmsymptome fehlen und ich schon jahrelang mit dem Reizdarm zu tun habe.
Aber wenn man in diesem Denkmuster drinnen ist, kommt man schwer raus.

28.10.2014 15:40 • #19


Natürlich, ist auch verständlich, aber der Reizdarm hat auch zur Folge, dass übermäßige Gasansammlungen im Magen Darmbereich entstehen und das zwickt halt schon mal ordentlich

28.10.2014 16:05 • #20



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