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Guten Morgen,

eines meiner am existenziell bedrohlich emfundenen Symptome, das Muskelverkrampfen
von Zunge bis Hals, trat zum ersten mal beim Rauchen auf.
Ich erklärte mir das mit dem Zwiespalt in dem ich seit einem Jahr stecke: ich habe bis Anfang 2010 immer gerne geraucht und fand nichts dabei, bis im März 2010 eine junge Bekannte von mir an Lungenkrebs starb.

Nachdem war es nur noch Sucht und Krampf und Selbstverleugnung, einige Aufhörversuche, Reduzierversuche, Ausweichen auf andere Nikotinprodukte und teilweise durcheinanderwerfen von Zig. und Nicorette (was Hallus zufolge hatte) aber ich konnte nicht richtig aufhören.
Meine Theorie ist, daß meine Psyche mit dem Zwiespalt nicht klarkommt, daß ich mich bis vor dem Tod meiner Bekannten vom Rauchen belohnt fühlte/ die Zig. mein Lebenselixier, Angstlöser, Befreier...
und ich dann erstmals hautnah erleben mußte, wie die Realität ist/sein kann.

--Sorry, möchte hier niemanden heute fertig machen, es gibt tausende von Rauchern, die nie was kriegen----

Auch die Symptome der anderen Muskelstörungen und Parästhesien traten häufig direkt nach dem Rauchen auf, aber nicht nur.
Da ich mir jetzt immer sage: wenn du willst, daß es dir schlecht geht und du Angstzustände willst, dann rauche doch!

Da ich mich streckenweise dran halte und z. B. heute wieder sehr wenig rauche, trotzdem habe ich zwischendurch wieder diese Muskelausfälle und Parästhesien und starke Benommenheit.
Denke dann gleich wieder, es ist doch die Muskeldystrophie oder ALS, es kann nichts anderes sein.

Vielleicht haben ja Angstzustände durchs Rauchen auch indirekt mit den Gedanken ans Rauchen oder Abstinenz zu tun? Kann man sie durchs Aufhören nicht einfach von sich schieben?

lg psydo

13.02.2011 12:37 • 15.02.2011 #1


2 Antworten ↓


Zitat von psydo:
Da ich mich streckenweise dran halte und z. B. heute wieder sehr wenig rauche, trotzdem habe ich zwischendurch wieder diese Muskelausfälle und Parästhesien und starke Benommenheit.
Denke dann gleich wieder, es ist doch die Muskeldystrophie oder ALS, es kann nichts anderes sein.
Zwischendurch Muskelausfälle? Bei ALS sterben Muskeln ab. Sind sie einmal ausgefallen, werden sie nie wieder aktiv. Wenn der Muskel heute ausfällt und morgen wieder funktioniert, hast du nicht ALS.

Zitat:
Vielleicht haben ja Angstzustände durchs Rauchen auch indirekt mit den Gedanken ans Rauchen oder Abstinenz zu tun? Kann man sie durchs Aufhören nicht einfach von sich schieben?
Keine Chance. Wenn du aufhörst zu rauchen, verschwinden nur die Ängste, die mit Krankheiten verbunden sind, die durch Tbk hervorgerufen werden.

15.02.2011 04:01 • #2


Hallo,
ich glaube, dass auch hier unsere Gedanken eine entscheidende Rolle spielen. Ich kann zwei Erfahrungen diesbezüglich von mir berichten...
Es gab mal eine Phase, in der ich unheimliche Angst vor Lungenkrebs hatte und parallel natürlich auch entsprechende Symptome. Vor allem abends im Bett hatte ich mit Beklemmungen zu tun und dem Gefühl nicht richtig Luft zu bekommen. Natürlich stand ich mehrmals in diesen Situationen kurz vor einer Panikattacke und erst wenn ich mir geschworen hatte, morgen mit dem Rauchen aufzuhören, kam ich langsam wieder zur Ruhe und auch die Atmung regulierte sich. Natürlich habe ich mir jeden Morgen wieder eine Zig. angezündet...
Ein anderes Beispiel ist, die morgendliche Zigartte in der Arbeitspause. Jedesmal wurde mir dort schwindelig. Also, bin ich schon mit den Gedanken nach draußen zum Rauchen gegenagen und schwupp war das Schwindelgefühl da.

Ich denke, dass das wie mit der Angst vor bestimmten Situationen ist...man weiß, dass das Rauchen nicht gut ist, empfindet Symptome und somit verknüpft man diese mit dem Rauchen!

Ich weiß nicht, ob ihr das so nachvollziehen könnt, aber so habe ich dies für mich eingeordnet!

Liebe Rauchergrüße

15.02.2011 18:44 • #3




Prof. Dr. Heuser-Collier