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Ich habe mich erst vor kurzem hier angemeldet und muss sagen, es tut gut, zu sehen, dass es anderen auch so geht wie mir. Ich habe schon das Gefühl, ich dreh durch, wenn ich mit meinen Ängsten bei anderen ankomme, weil ich selber merke, wie seltsam sich das anhören muss.
Seit zwei Wochen habe ich immer wieder Magenbeschwerden. Erst ein paar Tage Übelkeit, dann hab ich kaum was gegessen und es ging wieder einigermaßen. Letzte Woche dann wieder normal gegessen und prompt bekam ich Magenschmerzen und starkes Sodbrennen. Nach zwei Tagen bin ich dann zu meiner Hausärztin und die meinte, dass es sich wohl um eine Magenschleimhautreizung/-entzündung handeln könnte und hat mir ein Säurehemmer verschrieben. Inzwischen habe ich auch keine Schmerzen mehr, sondern nur noch so ein komisches Gefühl. Ich weiß nicht mehr, ob ich mir das jetzt nur einbilde, dass da was ist und es durch die Angst kommt, oder ob ich wirklich was habe. Die Ärztin sagte, dass müsse nach ein paar Tagen weggehen. Hatte jemand von euch sowas auch schon? Ich kann im Moment nur noch an potenzielle Magenspiegelungen, Magengeschwüre etc. denken und bin total angespannt. Habt ihr Tipps, um wieder runterzukommen angstmäßig?

31.05.2010 10:20 • 04.06.2010 #1


17 Antworten ↓


wie gehts dir denn nun?

31.05.2010 14:47 • #2



Magenbeschwerden und große Angst

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@ dine24
Gestern nachmittag war ich auf einem Geburtstag eingeladen, da konnte (und musste) ich mich ablenken und siehe da - die Beschwerden haben nachgelassen. Habe sogar was essen können ohne dass ich wieder starke Probleme mit dem Magen bekommen habe.

Heute morgen ist es aber wieder schlimmer, ich bin schon wieder total nervös und habe Magenbeschwerden. Das sieht mir alles danach aus, dass das ganze "einfach nur" psychisch ist und je unruhiger ich werde, desto mehr macht mir der Magen Probleme. Ich gehe gleich erstmal zu meiner Hausärztin und frag sie mal, was ich machen soll. Eventuell wäre vielleicht ein pflanzliches Beruhigungsmittel oder so eine Möglichkeit. Therapie habe ich leider erst wieder in zwei Wochen.

01.06.2010 10:00 • #3


Lily, genau dasselbe habe ich mitm Darm, schon ziemlich bescheiden was die Psyche so anrichten kann und auswirkt..
Ich habe auch immer Ängste deswegen. Leider kann man außer entspannung glaub nicht viel machen
Vielleicht hast du auch nen Reizmagen? Drück dich

02.06.2010 10:41 • #4


Ja, das ist schon echt krass, wie sehr man sich in so etwas reinsteigern kann. Gestern Nacht habe ich so gut wie gar nicht geschlafen, weil meine Lymphknoten am Ohr geschwollen waren und ich mir gleich wieder Sorgen gemacht habe. Das war mir einfach zu viel. Habe mir heute beim Arzt erstmal ein homöopatisches Beruhigungsmittel verschrieben, ich hoffe zusammen mit Ablenkung und postivem Denken wird es jetzt besser werden.
Ich will erstmal aus diesem blöden Kreislauf raus von Angst - Beschwerden - Angst ...

02.06.2010 14:36 • #5


Hallo,

Ich kenne das auch. Seit ich nun meine beiden letzten Krankheitsängste hinter mir habe, habe ich nun Angst an Speiseröhrenkrebs zu leiden. Hatte vor fünf Jahren eine Magenspiegelung, da ich damals ständig Sodbrennen hatte. Damals war alles ok. Jetzt muss ich nächste Woche wieder zu einer Spiegelung, da ich wieder Sodbrennen habe, allerdings ist es mit Säurehemmern gleich gut weg. Seid ich wieder dran denke habe ich nun natürlich auch Schluckstörungen. Fühlt sich im Hals eng an und dann als würde ich langsam spüren, wie das essen runterrutscht.
Kennt das jemand? Schafft man es psychisch auch, dass sich der Hals und die Speiseröhre verkrampft?
Schrecklich, ständig was Neues...

Grüße, Weberknecht

02.06.2010 15:43 • #6


Zitat von weberknecht:
Hallo,

Kennt das jemand? Schafft man es psychisch auch, dass sich der Hals und die Speiseröhre verkrampft?


Das kenne ich. Aber das sind bei mir immer Verspannungen. Man sitzt doch wenn man Angst hat meistens total verkrampft da und presst oft noch die Lippen aufeinander etc. Musst du dich einfach mal bei beobachten. Da verspannt sich die gesamte Nacken-, Kiefer- und Halsmuskulatur.

02.06.2010 18:51 • #7


Hallo Lily,

generell kann man sagen, dass sich Magengeschichten immer ganz schön hinziehen können. Auch wenn sie psychische Ursachen haben. Da ist es nicht ungewöhnlich, wenn man innerhalb des letzten Jahres in Summe auf 3 Monate mit Beschwerden zusammenkommt. Bei sowas braucht man Geduld.

MfG
Raj

02.06.2010 19:54 • #8


Hallo Lily,

Da hast Du Recht. Ich bin wirklich total verspannt. Habe an Brust und Rücken Stellen, die schmerzen, da hatte ich damals an Lungenkrebs gedacht. Da es Recht mittig ist, würde es auch für Speiseröhrenkrebs passen. Verrückt alles. Ist das Gefühl, dass man das Essen säcken spürt auch normal? Wahrscheinlich war es schon immer so da, ich hab nur nie so reingehört wie jetzt...

02.06.2010 21:05 • #9


Zitat von weberknecht:
Hallo Lily,

Da hast Du Recht. Ich bin wirklich total verspannt. Habe an Brust und Rücken Stellen, die schmerzen, da hatte ich damals an Lungenkrebs gedacht. Da es Recht mittig ist, würde es auch für Speiseröhrenkrebs passen. Verrückt alles.


Hallo Weberknecht, ich bin immer wieder über das folgende Muster erstaunt: Überall, wo man Schmerzen hat, hat man Krebs. Schmerzen in der Brust = Lungenkrebs. Schmerzen in der Speiseröhre = Speiseröhrenkrebs. Kopfschmerzen = Gehirnturmor. Bauchschmerzen = Magenkrebs. usw.

Wie kommt man auf diese Idee? Denn was ich über Krebs gelesen und gelernt habe, ist es eher das, dass ein Tumor eigentlich keine Schmerzen verursacht (was ja das Tückische daran ist). Es ist ein Gewebe, was zusätzlich wächst und keine Schmerzen aussendet. Lungenkrebs macht ziemlich lange keine Symptome, beim Gehirntumor hat man in den allermeisten Fällen keine Kopfschmerzen sondern eher neurologische Ausfälle, man kann eine stark gereizte und veränderte Speiseröhre haben, ohne etwas davon zu merken usw. Deshalb finde ich es erstaunlich, dass man generell Schmerzen mit Krebs assoziiert. Bei einer sehr guten Bekannten von mir wurde bei einem Ultraschall zufällig ein Nierentumor entdeckt. Sie hatte da nie Schmerzen und Beschwerden. Mittlerweile ist sie operiert und ihr geht es bestens, ein bissel Schmerzen hat sie jetzt, aber eben von der OP. Und so ist es doch in dem meisten Fällen, oder?

MfG
Raj

02.06.2010 22:00 • #10


Hallo Raj,

Ja da hast Du eigentlich recht, das beruhigt mich auch gerade ungemein. Danke.
Ich hatte vorhin auch dran gedacht, dass nirgends was von Schmerzen steht und ich dieses Symptom einfach mal dazu nehme. Schmerzen gibt es wohl erst bei Knochenmetastasen und das sind dann glaube ich heftigere Schmerzen.
Bei der Angst vor Lungenkrebs hatte ich mir mal das Gleiche gedacht, als ich wusste, dass Schmerzen erst in fortgeschritteneren Stadien auftreten und es mir sonst gut ging, dann kam irgendwann das nächste stichhaltige Symptom Husten. Die Psyche ist schon wahnsinnig.
Ähnlich ist es mit den Schluckbeschwerden, ich weiß immer noch nicht, ob man nicht ganz so gut Zerkautes (natürlich Absicht zum Testen) nicht auch als "Gesunder" runterrutschen spürt...

02.06.2010 23:02 • #11


das mit der speiseröhre kenne ich auch alzu gut,denke dann immer ich kann nicht schlucken oder es bleibt etwas hängen,denke dann auch immer gleich an speiseröhrenkrebs.ist heute wieder ganz aktuell.die letzten beiden wochen waren es herzstolperer,und davor ganz massive magenbeschwerden es ist so ätzzen diese krankheitsangst,ich will nur gesund sein und wieder unbeschwert.bei mir kommt die angst wohl auch daher,das meine mutter vor vier jahren an lungenkrebs vertorben war und vor ihrem tod immer magenbeschwerden hatte(ich sehe da immer einen zusammenhang-obwohl mein kopf ganz genau weiß,daß sie geraucht hat ohne ende,alkohlexsesse hatte und so gut wie nichts gegessen hat.und mit der speiseröre,ist es so,das ein freund daran gestorben ist,ich muß das alles erstmal verarbeiten.ich denke schon,daß unsere psyche einfach total überlastet ist,und den körper als ventil benutzt,hoffe das hört irgendwann auf
liebe grüße-wir schaffen das

03.06.2010 10:16 • #12


@ weberknecht
Ich denke, wenn man Angst hat achtet man einfach viel eher auf seinen Körper, als man das sonst tut und dann merkt man eben, wie das Essen die Speioseröhre runterrutscht. Wenn ich mich beim Essen/Trinken darauf konzentriere, merke ich das auch.
Du darfst auch nicht vergessen, dass man bei Angst oftmals einen ganz trockenen Mund bekommt und dann logischerweise auch einen etwas trockenen Hals. Und schon kommt es einem vor, dass einem das Essen im Hals steckenbleibt.

Es tut gut, zu lesen, dass ich mit meinen Ängsten nicht ganz alleine bin, obwohl es mich andererseits auch traurig macht, dass so viele diese Ängste aushalten müssen. Meine Hausärztin meinte neulich auch zu mir: "Sie glauben gar nicht, wer hier alles wegen solcher Ängste her kommt!" Es ist also häufiger, als man immer meint.

Mir geht es heute immer noch nicht so toll. Im Moment habe ich zwar nicht mehr so starke Angst wegen des Magens, aber ich bin allgemein sehr nervös und schlafe schlecht bis gar nicht.

03.06.2010 10:34 • #13


Hallo Lily,

Danke für die Antwort. Du hast schon recht, ich gehe an jedes Essen mit Angst ran, da ich dann extrem genau drauf achte, ob das Essen im Magen ankommt. Im Hals geht es heute (ich denke das hat außer der Angst auch mit meiner momentanen Erkältung zu tun), allerdings spüre ich es dann weiter unten nochmal. Ist das bei "normalen" auch so, wenn man drauf achtet?

Danke für Deine Hilfe...

03.06.2010 12:42 • #14


Zitat von chaosqueen98:
das mit der speiseröhre kenne ich auch alzu gut,denke dann immer ich kann nicht schlucken oder es bleibt etwas hängen,denke dann auch immer gleich an speiseröhrenkrebs.


Das "Gute" an diesem Krebs ist ja, dass man ihn durch eine Magenspiegelung sofort entdecken kann. Und er nur bei einer wirklich extrem geschädigten Schleimhaut entsteht. Selbst bei einer nur leichten Schädigung ist die Entwicklung von Tumoren praktisch ausgeschlossen.

03.06.2010 13:16 • #15


Hallo Raj,

Da hast Du schon recht, allerdings kann man die meisten anderen Krebsarten auch mit Ct, Mrt. .. nachweisen. Das Problem bei den Krebsarten, die ich mir aussuche ist, dass sie meist eine sehr schlechte Prognose haben. Die Magenspiegelung habe ich ja nächste Woche, aber auch ganz schön Angst davor. Na zumindest habe ich grade ziemlich zähes Fleisch gegessen, ich habe es zwar wieder gemerkt, wie als würde es ganz langsam runterziehen, aber es gab keinen Krampf, kein Würgen und hoch kam es auch nicht. Das hat mich erstmal etwas beruhigt...

03.06.2010 14:05 • #16


Ja du hast womöglich recht...

03.06.2010 21:50 • #17

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Hallo,
ich habe auch häufiger damit Probleme, natürlich auch bei mir das Grübeln, bis mir irgendwann mein Arzt, zu dem ich mich dann irgendwann traute, erklärte, dass das mit meinen Gallensteinen zusammenhängt. Harmlos also, die müssten irgendwann mal entfernt werden. Du müsstest mal eine Oberbauchsonografie machen, vielleicht hast Du auch diese Steinchen?

04.06.2010 18:05 • #18



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