Pfeil rechts

wissbegierig
Hey Leute!

8 Stunden noch, dann bin ich fertig mit meiner Therapie. Mir geht es viel besser.
Die einzigen Ängste/ Probleme die ich eigentlich noch hab, die mich wirklich belasten sind:

1.) Meine Angst vor Krankheiten
2.) Mein sehr kleines Selbstvertrauen (ich traue mich gar nichts zu, habe immer bedenken ich könnte die Leute nerven usw.)

Der Therapeut meinte Hypochondrie bekommt man nicht ganz weg. Bzw. das werde ich immer haben. Sehr positive Einstellung
Ich will aber etwas dagegen machen! Wirklich! Wirklich! Wirklich! Ich habe einiges darüber gelesen und finde bei den Strategien immer nur die Konfrontation. Okay, gut. Das habe ich bei meinen anderen Ängsten auch gemacht.
Aber wie macht man das bei Angst vor Krankheiten.

Ich mein, welche Konfrontation macht man da? Ich sollte mir immer eine Liste schreiben mit 10 Dingen.
Das 1. war einkaufen und das 10. in die Großstadt fahren und in mehreren Geschäften einkaufen gehen. All das habe ich gemacht und meine Angst überwunden.

Aber wie soll diese Liste aussehen wenn ich Angst vor einer Gehirnblutung habe, oder vor Nierenversagen? Oder wenn ich Bauchschmerzen habe und glaube ich habe einen Darmverschluss?!

Kann mir da jemand vielleicht helfen und ein paar Tipps geben was ich in so eine Liste reinschreiben kann?! Ich habe echt 0,000 Ahnung!

Lg Becky ♥

18.06.2011 12:53 • 23.01.2012 #1


30 Antworten ↓


hallo becky,

das erstaunt mich jetzt aber auch, dass dein therapeut sowas sagt !! hat er dir keinerlei tipps geben können- war das alles, was er zum thema hypochondrie sagt ? ich habe zwar nach langjährigen therapien inzwischen auch das wort therapieresistent von einer psychologin gehört aber das will und kann ich einfach nicht annehmen !

lg

18.06.2011 14:07 • #2



Konfrontation bei Angst vor Krankheiten, wie?!

x 3


wissbegierig
Hey!

Ja, mich hats auch erstaunt!
Nee, er hat mir überhaupt keine Tipps gegeben. Die Therapeutin die ich davor hatte, die konnte irgendwie gar nichts mit dem Thema anfangen, die war auch nicht so auf Ängste "spezialisiert" wie mein jetziger Therapeut.

Aber ich glaube er ist mit dem Thema auch etwas "überfordert". Ich glaube er hatte noch keine oder nur sehr wenige Leute mit Hypochondrie.

Zugehört haben sie mir zwar beide, aber die 1. redete das irgendwie schön, so in der Art, wenn ich so oft zum Arzt und zu den Vorsorgeuntersuchungen gehe, das wäre dann noch besser, denn da kann ich nie ernsthaft krank werden. Sie hats zwar nichts haargenau so gesagt, aber sowas in der Art, praktisch.
Und mein jetziger geht dem irgendwie aus dem Weg.
Ich weiß nicht. Es ist halt blöd.

Deswegen versuche ich das alleine zu meistern. Denn ich glaube auch, so wie in sehr vielen Büchern steht, dass man eigentlich jede Angst überwinden kann wenn man sich dem stellt. Also Konfrontation. Ich weiß wie Konfrontation bei Höhenangst aussieht, oder Angst mit dem Lift zu fahren oder so.

Aber wie sieht die Konfrontation bei Hypochondrie aus?

LG Becky ♥

18.06.2011 14:19 • #3


Hi Becky,

ich glaube - ist aber nur meine persönliche Meinung dazu - , dass man sich das Ziel setzen muss, seinem eigenen Körper zu vertrauen.

Weißt du, dass dein Körper ganz viele Selbstheilungskräfte hat? Willst du diesen vertrauen oder misstraust du ihnen?

Vielleicht kannst du damit beginnen, dass du dich mal mit deinem Körper unterhältst und herausfindest, welche Vorstellungen und welche Einstellung du zu deinem Körper hast
und was du glaubst, welche Einstellung dein Körper zu dir hat.

18.06.2011 16:25 • #4


Konfrontation bei Hypochondrie:

Informationen über Anatomie, Krankheiten etc. lesen.
(auch Google, wovon ich aber sonst dringend abrate)

Übungen gegen Hypochondrie:

Meditativer Bodyscan:
Den eigenen Körper mittels Bodyscanmeditation besser
kennenlernen. Ihn beobachten und verstehen lernen.

18.06.2011 16:39 • #5


Hypochondrie. Bei mir war es vor 2,5 bis vor etwa 1 Jahr auch schlimm, heute nicht mehr ganz so.

Letzte Woche sagte ich zu meinem Doc (Psychiater), ich hatte neulich Blutdruck gemessen, weil ich mich komisch fühlte und der war dann 112/73, was ich extrem wenig fand. Dann ging es mir noch schlechter. Der Doc sagte, wenn es mir dann noch schlechter ging, dann, weil ich den BD gemessen hab. Der war aber, laut Doc, super so. Und der Vorgang ist aus seiner Sicht Angst, aber eher wegen Hypochondrie, denn nichts anderes ist es, wenn man den BD misst und sich dann verrückt macht. Das ist Hypochondrie. So sah ich das noch nie.

Man kann das mit den Krankheitsängsten schon gut eindämmen, ja, wenn man sich informiert. Problem ist aber und das hab ich nun schon fast 3 Jahre, wenn eben irgendwo doch immer mal was sticht, zwickt oder drückt, wie bei mir oft in der kompletten linken Brusthälfte. Und selbst gesunde Menschen sagten mir, es ist doch nur normal, wenn man da ans Herz denkt und so geht es mir ja auch.

Etliche Stunden am Tag hab ich das links in der Brust, wie so einen Druck, auch mal wie Stiche. Und wie soll man das ignorieren? Jahrelang.

18.06.2011 17:06 • #6


Christina
Hallo Becky,

ich hatte früher mal Krankheitsängste und die sind weg... So viel zur Prognose deines Therapeuten. Und wie man's macht? Ganz "einfach" - genau wie bei einer Zwangsstörung bzw. so ähnlich.

1. Du musst das Katastrophenszenario zu Ende denken und zwar detailliert und realistisch. Das solltest du möglichst in einem panikfreien Moment machen, denn z.T. musst du dazu Sachinformationen ergoogeln. Das sind aber keine Infos à la "Frühzeichen von Krankheit xy", sondern Auftretenswahrscheinlichkeit und generelle Prognosen. Bsp. Hirnblutung: Das ist ein unübersehbarer Notfall, der sich jedoch nicht ankündigt und theoretisch (wenn auch selten) jeden jederzeit treffen kann. Du kannst also nichts tun, um so etwas zu verhindern oder "rechtzeitig" zu bemerken. Andererseits ist die medizinische Versorgung so gut, dass viele sich auch nach Schlaganfällen wieder ziemlich restlos erholen. Du musst das Horrorschlagwort, das i.d.R. deine Angst auslöst, durch Sachinformationen auf eine realistische Basis bringen.

2. Du musst dich (ebenfalls auf einer möglichst realistischen Basis) damit auseinandersetzen (und idealerweise deinen Frieden damit machen), dass es ein "allgemeines Lebensrisiko" gibt, dem wir alle ausgesetzt sind, und dass das Leben mit dem Tod endet. Zu diesen beiden ersten Punkten solltest du dir evtl. Spickzettel schreiben, die du für 3. gebrauchen kannst.

3. Du musst Rückversicherungshandlungen unterlassen. D.h., du darfst nicht wegen jedem Zwicken zum Arzt und du darfst keine Symptome googeln. Du bist mit Sicherheit gut untersucht und von verschiedenen Ärzten für gesund befunden worden. Wenn's also irgendwo sticht und du Angst bekommst, solltest du versuchen, die Angst zu akzeptieren (zuzulassen) und dir die beiden ersten Punkte ins Gedächtnis rufen (bzw. deine Spickzettel rauskramen). Das ist der Konfrontationsteil i.e.S.

4. Natürlich musst du auch festlegen, wann du zum Arzt darfst oder sogar musst. Am besten orientierst du dich dazu an jemandem, der in dieser Beziehung "normal" ist - d.h. nicht überängstlich, aber auch niemand, der Ärzte grundsätzlich meidet. Und frag' denjenigen ganz einfach, wann er/sie zum Arzt gehen würde. Ich gehe z.B. zum Arzt, wenn ich entweder ein ungewöhnliches und heftiges Symptom habe, das mich erheblich einschränkt (Bsp. starke Zahnschmerzen), oder wenn ich über einen längeren Zeitraum zwar nicht so sehr einschränkende, aber doch unangenehme Symptome habe (Bsp. häufige Kopfschmerzen).

Liebe Grüße
Christina


P.S.: Wer bekanntermaßen zu einer Hochrisikogruppe für irgendeine Krankheit gehört oder unter einer chronischen Krankheit leidet, muss das natürlich bei Punkt 4 berücksichtigen.

18.06.2011 17:51 • #7


Genau das habe ich mich auch schon oft gefragt!
Ich wäre ja bereit und in der Lage das zu tun (bin trotz meiner Ängste nämlich eine mutige Frau, wenn's drauf ankommt ), weiß aber nicht wirklich wie. Den "worst case" auszumalen, ist m.E. nicht das Gleiche, wenn es auch hilfreich sein mag.

Sachliche Informationen sind gut, auch wenn die Beschaffung immer eine Gratwanderung ist (beim googeln z.B.). Auch die Techniken, die Beobachter nennt, helfen. Aber echte Konfrontation? Vielleicht nur in dem Sinne: "Sieh mal, da ist wieder das Symptom, und wieder steckt nichts Schlimmes dahinter/passiert nicht Schlimmes."

Für mich mit meinen Herzängsten ist Sport so etwas wie Konfrontation: Ich sehe (Pulsuhr) und spüre, dass mein Herz gut arbeitet, dass ich dabei keine Beschwerden habe, dass ich auch schnell und problemlos wieder zur Ruhe komme. Das kann nur ein gesundes Herz.
(Nebenbei hilft körperliche Aktivität auch auf der physiologischen Ebene bei Angst und Unruhe.)
Aber so richtig löst auch das nicht den Knoten - da könnte ja immer noch was kommen...

Vielleicht sind so hypochondrische Störungen nicht wirklich geeignet für die Konfrontation. Offensichtlich stecken dahinter ja andere, komplexere Ängste (nur welche?) oder es ist eine Fehlprogrammierung auf unserer Festplatte (das denke ich bei mir manchmal). Dass Spinnen für mich nicht lebensbedrohlich sind, kann ich vielleicht lernen (weil sie es in unseren Breiten tatsächlich nicht sind), aber die Angst vor dem Tod z.B. kann ich nicht wegrationalisieren. Es ist eine Tatsache, dass wir sterben müssen und nicht wissen, wann und wie.
Vielleicht hat dein Therapeut ja sowas in der Art sagen wollen mit seiner Aussage. Ist aber natürlich alles andere als aufbauend und wenig "therapeutisch"

18.06.2011 20:40 • #8


Hallo

Ich selber habe keine Krankheitsängste, bin wegen anderer Ängste
hier im Forum, lese aber viel darüber und möchte es verstehen lernen.

Es stimmt, mit vielen Ängsten kann man sich konfrontieren (Höhenangst,
Öffentlichkeit, Tiere etc.), aber nicht mit Krankheitsangst.
Habe da aber auch noch nie so klar darüber nachgedacht wie eben.

Viele Grüsse, Der Beobachter

18.06.2011 21:02 • #9


Christina
Konfrontation ist immer die Konfrontation mit der Angst, nicht die Konfrontation mit einem Ereignis oder einer Situation. Das zu verwechseln, ist bei vielen Angststörungen der Grund für das Misslingen der Konfrontationstherapie. Oft fällt das ja zusammen, aber eben nicht immer. Und bei Krankheitsängsten fällt es nicht zusammen, da heißt Konfrontation, die Ängste (die wegen irgendeinem Zwicken auftreten - nicht den worst case und nicht wegen der tatsächlichen Krankheit) auszuhalten, ohne zum Arzt zu rennen, ohne im Forum nachzufragen und ohne zu googeln. Und damit man sie aushalten kann, empfiehlt es sich, vorher rationale Betrachtungen anzustellen.

Liebe Grüße
Christina

18.06.2011 21:52 • #10


Ja, Konfrontation ist nur die Konfrontation mit der Angst. Man liest hier allgemein im Forum viele kluge Ratschläge (sorry, nicht böse gemeint), so in Richtung "halte die Angst aus, steh es durch, die Angst kann Dir nichts... etc."

Alles richtig, ABER, man lernt die Angst, man lebt mit ihr, gewöhnt sich daran. Ergebnis: die Angst kommt immer wieder. Da geht nichts weg. Die Angst wird fester Teil des Lebens.

Vergessen wird oft, was ist es denn für eine Angst? Situationsbedingt, Angst wegen Stress/Aufregung, Angst wegen negativer Vorkommnisse oder Angst wegen traumatischer Erlebnisse? Angst vor Krankheiten? Oder Angst, deren Auslöser wir nicht kennen, die Angst kommt einfach so, überall? Das ist doch die Frage.

Konfrontation ist doch nur für einen Bruchteil der Angstauslöser hilfreich. Ich hab nie was vermieden und wenn es danach geht, dann dürfte ich doch eigentlich nichts mehr haben. Ich hatte vor geschätzt 2,5 Jahren mal Panik im Bus und zwar heftig. Auch im Zug, in der S-Bahn, U-Bahn, Supermarkt, auf dem Fahrrad oder im Auto. Ich hatte auch plötzlich Panik bei Bekannten, wenn ich Besuch hatte, aber auch wenn ich allein war.

Das sind aber alles Sachen, die ich immer mache, nie vermieden hab und vor denen ich nicht mal Angst hab. Trotzdem gab es in allen Situationen schon Panik.

Wenn ich jetzt mal von mir ausgehe, bei mir bringt Konfrontation nichts. Ich vermeide ja nichts und von gezielter Konfrontation kann man ja nur reden, wenn man Dinge vermeidet. Tue ich aber nie.

Weil ich mich nicht ständig über alles sorge, kann es auch keine Generalisierte Angststörung sein. Das wäre eigentlich eine Erklärung, passt aber auch nicht.

Konfrontation bei Angst vor Krankheiten, wie?!

Da passt doch überhaupt keine Konfrontation. Wie soll das gehen. In dem Fall kann man nur über Körperwahrnehmung an die Sache rangehen und mit Aufklärung. Man kann die Aufmerksamkeit von sich weg lenken. Im Kern steckt ja dahinter die Angst vor dem Tod, Angst vor einem Kontrollverlust. Man kann hier an seinem Verhältnis zum Tod arbeiten, der nun mal so zum Leben dazu gehört, wie das Haar schneiden, eine Hochzeit oder eine Geburt. Man muss hier einfach Gelassenheit lernen. Konfrontieren kann man sich da mit nix.

Es gibt ja auch Meinungen, da wird gesagt, man muss nicht wissen, warum alles so ist und wozu eine klare Diagnose, was hilft die? Ich denke aber, es ist sogar sehr wichtig. Therapie oder Medikamente, alles das muss eine Basis haben und die Basis ist die Diagnose und eben auch die Kenntnis über die Ursachen. Ich bin aber überzeugt, viele Leute haben falsche Diagnosen, weil die nicht gewissenhaft gestellt wurden.

19.06.2011 00:27 • #11


wissbegierig
Puh, da haben ja einige geantwortet. Dann werde ich mal ein Kommentar zu jedem Beitrag abgeben

@GastB: Danke! Mir ist klar dass ich auf alle Fälle meinem Körper und sowieso mir selbst vertrauen muss um diese Angst zu überwinden. Nur leichter gesagt als getan. Das ist das gleiche wie wenn ich zu einem mit Höhenangst sage: "Kletter auf nen 3000m hohen Berg, stell dich an die Klippe und guck runter." Nicht so einfach, denke ich

@Beobachter: Also ich lese schon sehr viel über Krankheiten, Anatomie und sowas. Einfach weils mich interessiert.
Und wie soll ich das machen? Das hört sich kompliziert und ziemlich schwer an.

@crazy030: Ja, das kenne ich! Es ist halt nicht so einfach. Also mit dem Blutdruck hab ich gar nichts im Hut. Ich hab nicht mal so ein gerät zu Hause. Was vielleicht auch besser ist, sonst messe ich 3x am Tag den Blutdruck und mache mir dann gleich Sorgen, wenn er mal etwas höher ist .

@Christina: Vielen vielen Dank! Mit deinem Rat kann ich sehr viel anfangen! Ich werde mich diese ganzen 4. Punkte rausschreiben und hoffentlich schaffe ich das! Aber das klingt sehr vernünftig und ist eine gute Lösung für diese Angst! Danke, ich werde alles versuchen und werde dir dann schreiben wie das geklappt hat.

@Missfitt:
Da gebe ich dir vollkommen recht!
Ich finde die Krankheitsangst ist einer der kompliziertesten Ängste überhaupt. Wenn ich auf meine anderen Ängste denke, dich ich überwunden habe, waren diese ein Klacks gegen diese Angst. Es ist so verdammt schwer. Und es ist ziemlich schwer den Ernstfall von Angst zu unterscheiden. Ich habe sehr oft Bauchschmerzen, manchmal vergehts wieder und war vielleicht Nahrungsmittel bedingt. Aber was ist wenn mal wirklich was ist. Was ist wenn ich ne Blinddarmentzündung habe oder sowas. Und ich will mich beruhigen und sagen "Das ist nur die Angst, das ist nur die Angst, du bist gesund. Es ist alles in Ordnung". Und dann ist es zu spät.

@crazy030: Also bei mir ist es so. Ich hatte mich bis vor nem halben Jahr fast gar nicht mehr rausgetraut. Konnte nicht einkaufen, nicht ausgehen, nicht essen gehen, gar nichts. Dann hab ichs mit Konfrontation versucht. Es hat geholen, ABER, ja jetzt kommt das große ABER, die Angst ist nicht verschwunden, bzw. die Panik. Mir passiert es noch sehr oft, dass ich essen gehe, oder bei Freunden zu Hause bin (ich hasse sowas!

Das würde ich nicht sagen. Ich habe eigentlich keine Angst vor dem Tod. Ich weiß das jeder irgendwann sterben muss, sei es durch einen Unfall, durch das Alter, durch Mord, durch Krebs. Irgendwann muss jeder gehen.
Meine gezielten Krankheitsängste sind:
1.) Eine falsch Diagnose. Falls ich mal irgendwas habe, was vielleicht etwas komplizierter ist als ne Mandelentzündung oder Migräne, das man nicht drauf kommt und ich ewig leiden muss oder sogar dran sterbe.
2.) Schmerz! Was wiederrum eigentlich auch zu Punkt 1 gehört. Ich habe Angst vor großen Schmerzen die nicht aufhören. Ich habe Angst vor Bauchschmerzen die unerträglich sind und keiner kann mir helfen.
Vielleicht habe ich insgeheim Angst vor Hilflosigkeit. Vielleicht steckt das dahinter.
Kann das sein?!
Das wäre eine sinnvolle Erklärung für mich!

LG Becky ♥

19.06.2011 12:53 • #12


Na sich länger nicht raus trauen, ist schon heftig. Das kenne ich, wie schon gesagt, von mit absolut nicht. Wenn ich im Supermarkt Panik bekam, dann war ich da 3 Stunden später wieder drin und ich hatte eigentlich nie den Gedanken "oh..., da hatte ich vorhin Panik, bloß erstmal nicht rein da...".

Letzte Woche floh ich quasi aus einem Bus, weil es mir dadrin echt zu warm war, gefühlte Temperatur 35°C und Luft wie in einer Saune. Ich bekam einen totalen Schweißausbruch, Schwindel und Angst. Ich stieg schnell nach ein paar Stationen aus und fuhr mit dem nächsten Bus, der klimatisiert war und da war alles super. Andere Leute wären vielleicht wieder nach Hause gelaufen.

Mir ist aber auch sehr klar, es lag da an der Wärme. Und ich SB-Markt ist mir auch klar, es liegt nicht am Markt, nicht an den Menschen und auch nicht am Raum. Ich weiß nicht, woran es liegt und darum vermeide ich vielleicht auch nichts.

Ich hab ja ADS und bin in Behandlung. Mein Doc meint, es ist einfach eine gestörte Reizverarbeitung und das wäre gut denkbar. Weil z.B. einmal im SB-Markt, also ich will Kaffee Pass kaufen und sehe mir so 8-10 Sorten im Edeka an. Ich merke, wie ich nicht nicht entscheiden kann und mich an Kleinigkeiten aufhalte (Preis? 100% Arabica? etc.) und irgendwie lese ich dann da viel und plötzlich wird mir komisch, schwindelig, Schweißausbruch, Angst, rausgerannt.
Oder mal im Zug. Ich unterhalte mich mit einem fremden Typ und das Gespräch wird recht intensiv, über Politik und alles Mögliche. Plötzlich geht es auch da los, ich werde unruhig. Das wurde so schlimm, ich musste mich woanders hinsetzen und 1/2 Tavor nehmen, was eine totale Ausnahme ist. Aber da kommt dann noch dazu: "Mist, ich bin ja im Zug und der hält erst in 1 Stunde".

Und ich vermute auch, ohne das nun jeder ADS/ADHS hat, es ist eh oft eine Reizüberflutung + dann aufkommende Gedanken. Und da erreicht man, sie meinen Fall, mit nicht vermeiden oder Konfrontation absolut nichts. Da bringt ein Medikament 100 mal mehr, ganz sicher. (Ich nehme aber nichts).

Ich kann nur warnen! Oft wird das alles fehlinterpretiert. Man hat immer gewisse Situationen, wo man Angst bekommt und dann sagt man sich irgendwann, es muss an Menschen liegen oder bestimmten Räumlichkeiten, manche denken dann irgendwann sogar an Sozialphobie. Sehr oft ist es das nicht.

Und es gibt auch Menschen, die sind einfach hypersensibel oder werden es. Da gibt es dann überhaupt keine konkreten Angstauslöser. Man ist einfach mit vielen Situationen und sich selbst oft überfordert. Selbst leichte Blutdruckschwankungen, Wetterwechsel oder was auch immer führen dann über Unwohlsein zu Angst. Auch da erreicht man mit Konfrontation nicht.

Fragt euch mal, warum manche Leute in 15 Jahren 5 mal zur Therapie gehen und es geht ihnen kaum besser. Weil der Ansatz immer falsch ist.

19.06.2011 13:54 • #13


Christina
Zitat von crazy030:
Konfrontation ist doch nur für einen Bruchteil der Angstauslöser hilfreich. Ich hab nie was vermieden und wenn es danach geht, dann dürfte ich doch eigentlich nichts mehr haben. Ich hatte vor geschätzt 2,5 Jahren mal Panik im Bus und zwar heftig. Auch im Zug, in der S-Bahn, U-Bahn, Supermarkt, auf dem Fahrrad oder im Auto. Ich hatte auch plötzlich Panik bei Bekannten, wenn ich Besuch hatte, aber auch wenn ich allein war.
...
Ich vermeide ja nichts und von gezielter Konfrontation kann man ja nur reden, wenn man Dinge vermeidet. Tue ich aber nie.
Ich glaube, das ist das klassische Konfrontationsmissverständnis. 30 % aller Menschen mit Panikstörung vermeiden nie was, haben ihre Panikattacken aus heiterem Himmel und behalten sie leider auch, weil sie meinen, dass Konfrontation da nichts bringen kann. Wenn sie eine Panikattacke bekommen, müssen sie sie notgedrungen irgendwie durchstehen oder sie rufen den Notarzt oder nehmen ihr Notfallmedikament oder beruhigen sich dadurch, ihr Notfallmedikament ja in der Tasche zu haben. Wenn's hart auf hart kommt, geht es nur noch darum, die Angst möglichst schnell wegzubekommen oder zu unterdrücken. Das ist legitim, aber trotzdem das Gegenteil von Konfrontation mit der Angst. Konfrontation würde bedeuten, in solchen Augenblicken die Angst kommen zu lassen. Weil man das schlecht vorbereiten kann, ist es natürlich schwieriger als bei Angstproblemen, bei denen zuverlässig in bestimmten Situationen Angst auftritt. Je nachdem, wie die Angst beschaffen ist, kann man evtl. in der Therapie Panikattacken provozieren, damit man daran anfangen kann zu üben.

Zitat von crazy030:
Konfrontation bei Angst vor Krankheiten, wie?!

Da passt doch überhaupt keine Konfrontation. Wie soll das gehen.
Wie bei anderen überzogenen Ängsten auch. Krankheitsängste sind nichts anderes, als krankhaft überzogene Ängste vor Krankheiten. Mit der Wahrscheinlichkeit, tatsächlich krank zu werden, haben sie nichts zu tun. Agoraphobiker mit der Angst davor, in der Öffentlichkeit ohnmächtig zu werden, konfrontieren sich auch nicht mit einer tatsächlichen Ohnmacht, sondern mit ihrer Angst davor. Höhenangst wird nicht durch Fallschirmspringen kuriert, sondern dadurch, dass man das Aufkommen von Angst provoziert und die Angst aushalten lernt. Der Unterschied ist nur, dass man bei Höhenangst die Angst provozieren kann, indem man z.B. auf einen Turm steigt, während es bei einer Panikstörung oder auch bei Krankheitsängsten komplizierter ist, "planmäßig" Angst zu bekommen, um sich dann wirksam zu konfrontieren.

Zitat von crazy030:
Es gibt ja auch Meinungen, da wird gesagt, man muss nicht wissen, warum alles so ist und wozu eine klare Diagnose, was hilft die? Ich denke aber, es ist sogar sehr wichtig. Therapie oder Medikamente, alles das muss eine Basis haben und die Basis ist die Diagnose und eben auch die Kenntnis über die Ursachen. Ich bin aber überzeugt, viele Leute haben falsche Diagnosen, weil die nicht gewissenhaft gestellt wurden.
Die heutigen Diagnosen sind Verhaltensdiagnosen, sie basieren nicht (mehr) auf Krankheitsmodellen. Es sind erstmal nur Beschreibungen und Zusammenfassungen von Symptomen. Eine einigermaßen klare Linie "Diagnose A = Therapie B + Medikament C = Patient geheilt" gibt es nicht. Ich sehe es aber auch so, dass therapeutischerseits oft nicht gewissenhaft genug gearbeitet wird. Da wird schonmal nach dem Stichwort "Angst" nur noch Konfrontationsschema F abgespult und das auch noch falsch. Dabei ist das kontraproduktiv, wenn z.B. sog. Krankheitsgewinne oder gleichzeitig Depressionen oder eine Tendenz zu Persönlichkeitsstörungen vorliegen. Konfrontation ist nicht die Methode, die Ängste wegzubekommen. Es geht dabei eigentlich gar nicht darum, Angst wegzubekommen, sondern mit Angst klarzukommen. Es geht darum, das Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten, ohne sich durch die Angst beeinträchtigen zu lassen. Und sobald es wirklich egal ist, ob man Angst bekommt oder nicht, bleibt die Angst erfreulicherweise weg.

Liebe Grüße
Christina

19.06.2011 14:11 • #14


Christina

Ja, aber so geht es mir doch schon fast 3 Jahre. Ich vermeide nichts, wenn die Angst kommt, dann lasse ich sie kommen. Manchmal gehe ich dann mit dem Hund raus, laufe in der Wohnung rum oder lege mich sogar mit Angst auf die Couch und lasse sie vorbei gehen. Ich bin immer allein.

Ich hab seit über 2 Jahren täglich Kopfschmerzen, mittel bis stark, Kopfdruck. Fast täglich Beklemmungen und mehr. Tinnitus.

Ich halte das aus, lasse es kommen und gehen, lebe damit und verfalle trotz Angst oft kaum noch in Panik, was ja ein Unterschied ist.

Warum wird es denn dann nicht besser?

Veränderungen hab ich in den Jahren etliche versucht, auch länger. Brachte auch nichts.

Mir geht es am besten und das ist bestimmt nicht so häufig, wenn ich allein bin, nachts, in der Dunkelheit, Ruhe. Man könnte also meinen, mein Problem ist der Tag, Sonne, Menschen, Hektik und was weiß ich, eigentlich das Leben. Bloß damit konfrontiere ich mich doch schon über 40 Jahre und es machte mir nie was aus. Warum so plötzlich und ohne persönliche Veränderungen, also es gab keine Trennung, keinen Jobverlust, nichts.

19.06.2011 14:26 • #15


Christina
Hi crazy,

ist halt die Frage, wie du die Angst kommen und gehen lässt. Neutral beobachtend (wie bei der Meditation?) oder doch mehr "schei., schon wieder, geht das denn nie vorbei...?" Die Geschichten mit dem Supermarkt, dem Bus und der Bahn sprechen m.E. gegen ein Akzeptieren der Angst. Damit wärst du nämlich gar nicht erst rausgegangen. Du bekamst Angst, bist geflüchtet und hast das große Glück, dass deine Angst anscheinend nicht auf die jeweiligen Situationen generalisiert ist. Versteh mich nicht falsch, ich finde es nicht schlimm, unangenehme Situationen ggf. zu beenden und nicht ums Verrecken auszuhalten. Und ich finde es auch okay, es dabei bewenden zu lassen, statt mit einem ausgeklügelten Konfrontationsplan wie beim Exorzismus auch noch das letzte Quentchen krankhafte Angst zu therapieren. Wenn solche Panikattacken nur selten auftreten und den Alltag daher wenig beeinträchtigen, ist ne halbe Tavor allemal effizienter. Aber wenn man die Ängste therapieren will (oder muss), reicht Nicht-Meiden nicht aus - wobei du ohnehin nur die Situationen nicht meidest, die Angst anscheinend schon. Was sind denn deine Befürchtungen? Denn auch wenn du keine Angstauslöser ausmachen kannst, wirst du irgendwas gedacht haben, was passieren könnte, wenn du nicht aus der Situation rausgehst. Und bei solchen Befürchtungen kann man ansetzen, wenn man sich mit der Angst konfrontieren will.

Ich hab seit über 2 Jahren täglich Kopfschmerzen, mittel bis stark, Kopfdruck. Fast täglich Beklemmungen und mehr. Tinnitus.

Ich halte das aus, lasse es kommen und gehen, lebe damit und verfalle trotz Angst oft kaum noch in Panik, was ja ein Unterschied ist.

Warum wird es denn dann nicht besser?

Veränderungen hab ich in den Jahren etliche versucht, auch länger. Brachte auch nichts.Siehe oben: Warum die Ängste nicht weggehen, dazu habe ich Ideen. Wobei sie ja schon besser geworden sind... Was die körperlichen Symptome angeht, bin ich der Überzeugung, dass man Läuse und Flöhe haben kann. Ich würde nochmal bzw. weiter auch nach organischen Ursachen suchen - ganz besonders, wenn die bisherigen psychotherapeutischen oder Lebensstilveränderungsmaßnahmen gar nichts gebracht haben. Ich weiß nicht, ob und wie intensiv du z.B. auf Borreliose untersucht wurdest oder ob z.B. Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Histaminintoleranz ausgeschlossen wurden. Ich würde an der organischen Seite dranbleiben, denn psychosomatische Beschwerden verändern sich. Wenn das alles so konstant bleibt, glaube ich nicht an eine alleinige psychische Ursache.

Mir geht es am besten und das ist bestimmt nicht so häufig, wenn ich allein bin, nachts, in der Dunkelheit, Ruhe. Man könnte also meinen, mein Problem ist der Tag, Sonne, Menschen, Hektik und was weiß ich, eigentlich das Leben. Bloß damit konfrontiere ich mich doch schon über 40 Jahre und es machte mir nie was aus. Warum so plötzlich und ohne persönliche Veränderungen, also es gab keine Trennung, keinen Jobverlust, nichts.Außer, dass die Grundlage eben auch eine organische Störung sein kann, besteht immer die Möglichkeit, dass an den Bedürfnissen des Patienten vorbei therapiert wird. Ist bei dir z.T. ja auch geschehen, indem du mehr Kontakte knüpfen solltest etc., obwohl du gar kein Bedürfnis danach hattest. Und wenn du schon immer lieber allein warst, deine Ruhe haben wolltest usw., kann es gut sein, dass die 40 Jahre für dich eine Überanpassung waren, gegen die die Psyche dann mal die Notbremse gezogen hat. Dann wäre es vielleicht ein Weg, das zu akzeptieren und sich zuzugestehen, ohne es zu werten à la "mein Problem ist das Leben." Es geht ja darum, dass es dir gut geht, nicht dass du in eine Schablone passt. Insofern ist es auch egal, ob du ADS hast und/oder eine Tendenz in Richtung schizoide Persönlichkeitsstörung oder vielleicht ein Asperger-Syndrom (ist mir noch eingefallen, weiß nicht, ob das passen könnte).

Liebe Grüße
Christina

19.06.2011 20:46 • #16


Hallo Christina,

danke, hast Du sehr gut geschrieben und man merkt auch, Du hast in der Materie Durchblick. Denke ich von mir eigentlich auch, darum ist mir oft nicht klar, warum ich trotzdem nicht wirklich weiter komme.

Ja, wegen der ganzen körperlichen Seite, also ich hab da ja viel an Untersuchungen durch, aber alles dann doch nicht. Ist aber auch eine Frage der Ärzte, wie hoch deren Interesse ist. Ich hab jetzt länger nichts gemacht und denke eh schon länger, was soll ich noch bei Ärzten. Von meinem Psychiater mal abgesehen, den ich für sehr fähig und gewissenhaft halte (Charité).

Was ich aber noch mache jetzt und das wurde mir mal von einer Ärztin empfohlen, ich gehe zu einem Arzt für psychosomatische Medizin und da hab ich mir sagen lassen, es sind meist fähige Internisten, die sich auf Psychosomatik spezialisiert haben und die klären auch alles körperliche ab, was sonst kaum ein Hausarzt macht. Eben auch die Sachen, die Du nanntest, Unverträglichkeiten, Allergien, Toleranzen etc. Es wäre noch einen Versuch wert.

Und einen Termin bei einer Schmerztherapeutin (Ärztin) hab ich auch in 10 Tagen. Vielleicht hat sie eine Idee.

Nein, wirklich akzeptieren kann ich die Angst nicht. Es ist halt auch der Allgemeinzustand, die Angst kommt meist später dazu.
Ich hab halt den ganzen Tag so ein komisches Gefühl. Ständig dieser totale Kopfdruck, überall ist irgendwas, die Beine kribbeln so komisch manchmal, Ziehen in der Brust links, der linke Arm immer mal wie taub und das geht dann täglich so und nach etlichen Stunden kommt dann noch Unruhe dazu, Beklemmungen, Gefühl von Angst. Irgendwie ist das alles chronisch.

Das Hauptproblem ist scheinbar, ich bin davon nur noch abgenervt. Es stört einfach. Egal was ich mache, nie ist der Kopf klar. Ist eins weg, kommt was anderes, auch mal Schwindel oder Übelkeit, leichte Derealisation.

Ich lebe damit und kann damit heute umgehen, darum kommt auch wahrscheinlich keine Panik mehr durch. Aber es nervt total. Fast 3 Jahre und nicht mal 1 Tag in der Zeit, wo es so ist wie früher.

Nun könnte man sagen "Dann lass doch mal paar Sachen weg, verreise, kein I-net etc.". Hab ich alles schon mehrfach durch, auch über Wochen. Ändert nichts. Ob hier oder dort, Zustand ist immer gleich und allein zu Hause ist er fast noch am besten. Das ist ja das Bekloppte. Man will mir was Gutes tun oder ich mir selbst und mir geht es dann noch schlechter.

Und:

Zitat:
Außer, dass die Grundlage eben auch eine organische Störung sein kann, besteht immer die Möglichkeit, dass an den Bedürfnissen des Patienten vorbei therapiert wird. Ist bei dir z.T. ja auch geschehen, indem du mehr Kontakte knüpfen solltest etc., obwohl du gar kein Bedürfnis danach hattest. Und wenn du schon immer lieber allein warst, deine Ruhe haben wolltest usw., kann es gut sein, dass die 40 Jahre für dich eine Überanpassung waren, gegen die die Psyche dann mal die Notbremse gezogen hat. Dann wäre es vielleicht ein Weg, das zu akzeptieren und sich zuzugestehen, ohne es zu werten à la "mein Problem ist das Leben." Es geht ja darum, dass es dir gut geht, nicht dass du in eine Schablone passt. Insofern ist es auch egal, ob du ADS hast und/oder eine Tendenz in Richtung schizoide Persönlichkeitsstörung oder vielleicht ein Asperger-Syndrom (ist mir noch eingefallen, weiß nicht, ob das passen könnte).


Ja, ich hab eh das Gefühl, eigentlich hab ich so gelebt, wie ich dachte, so muss es sein. Ich hab viel gemacht, wovon mein Ich nicht wirklich überzeugt war. Mich hat nie jemand zu was gezwungen, aber ich hab wohl selbst gegen meinen Willen gehandelt.

Verstanden hatte ich das schon in der Therapie nicht. Erst sagte die Psychologin, ich soll Dieses und Jenes machen und mehr. dann merkte sie, mir geht es immer schlechter und ich konnte das auch erklären und plötzlich schwenkte sie um und meinte, ich soll weniger machen, so, wie ich es brauche und wenn es mir mit nichts machen besser geht, dann soll ich das halt machen. Leider hatte ich aber letztlich den Eindruck, die Psychologin ist überfordert. Und wer meint, kann nicht sein, doch kann sein.

Asperger? Na ja, von Tests im I-net halte ich eher wenig, ich hab aber mal ein paar gemacht, auch auf scheinbar seriösen Seiten. Danach würde ich zumindest in das Bild passen. Ich weiß nicht.
In Sachen Psychologie komme ich, wenn ich das noch mal mache, mit einer kleinen Therapie eh nicht weiter und wenn, dann muss es Tiefenpsychologie/Psychoanalyse sein. Mein Doc meinte aber, weil ich gerade einen Antrag auf EU Rente laufen hab, ich soll mal noch warten, was von der RV kommt. Klappen wird das eh nicht, da werde ich bestimmt noch zu jung für sein.

LG

19.06.2011 21:34 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Achso, hatte ich noch vergessen.

Ja, was denke ich in manchen Momenten? Also gerade bei diesen täglichen Sachen links in der Brust (ziehen, Druck), da denke ich schon in Richtung Herz. Gedanken an Herzinfarkt sind schon da, ja. Obwohl alles untersucht wurde, sogar mit Herzkatheter, alles i.O.

19.06.2011 22:14 • #18


Hallo Christina,

hast du den Thread - (Könntest du nicht deine PN-Funkton jetzt wieder einschalten? Die Gefahr ist doch jetzt wieder vorbei, oder seh ich das falsch. )

23.06.2011 14:27 • #19


Ich denke, dass wäre eine gute Frage für das Expertenteam.
Ich bin auch von Krankheitsängsten beherrscht, so fühlt es sich oft an. Leider. Ich habe seit gestern viel über diese Frage nach gedacht, komme aber zu keinem Ergebnis.
Die Konfrontation in panikfreien Momenten? Ich bin mir unsicher. Erstens bin ich froh, dass ich den Mist dann mal für eine Weile los bin und möchte nicht schon wieder daran denken, zweitens weiß ich bei mir ganz genau, dass ich, wenn ich dann Informationen sammle mit Sicherheit feststelle"Ha, das ist doch genau meine Symptomatik, das ist ja doch ganz, ganz schlimm" Und ich wäre wieder drin.

Euch einen schönen, möglichst angstfreien Tag,

Charly

24.06.2011 10:45 • #20



x 4


Pfeil rechts


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Prof. Dr. Heuser-Collier