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huhu ihr lieben *gerade ziemlich bleich um die nase bin*

ich habe mir wieder mal ein paar konfrontations-bilder und -videos reingezogen. vorher sogar eine kleinigkeit gegessen.

es ist so happig. ich sag mir: was du siehst ist völlig ungefährlich, ein ganz natürlicher vorgang, ich bin völlig in ordung und gesund. ich habe die kontrolle.

steh natürlich trotz allem total neben mir. in hinblick auf allenfalls andere emos möchte ich nicht zu deutlich schreiben, was ich gesehen und habe und wie es mir geht. möchte niemanden triggern.

aber ich kann das alles so schlecht verarbeiten. ich werde die bilder nun stunden nicht mehr los. einfach nur die hölle!

06.08.2008 15:22 • 07.08.2008 #1


Hey Liebes,

echt mutig von Dir, respekt!!

Hast Du mal nachgedacht, klein anzufangen? also erstmal ans brechen denken zb und nicht gleich mit Ton und Bild und so...


Nun mir machen Kotz-Szenen im TV nicht mehr viel aus ausser dass ich ein wenig unbehaglich fühle für diesen kurzen Augenblick..

Ich kann Dich nur dazu ermutigen, weiterzumachen! Du bist genau auf dem richtigen Weg!!


Wenn Du reden möchtest, schreib mir gern!

Echt respekt, weiter so! auch wenns nun schwer fällt

06.08.2008 16:30 • #2



Emo-konfrontation

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danke sherlock

kleiner geht es leider nicht. ich habe es versucht, aber es hat mich nirgendwo hin geführt. noch vor einer woche konnte ich nicht mal die neutralen experten-videos hier zum thema ansehen, ohne abzudrehen. ich krieg schon angstgefühle, wenn ich hier nur so darüber schreibe.

ich muss mich der sache jetzt stellen, sonst geh ich nie mehr in die welt hinaus.

ich mach das nicht jeden tag, aber von jetzt an hoffentlich immer öfter... und hoffe, es bringt irgendwann mal was.

06.08.2008 16:35 • #3


Ich kann DIch nur nochmal ermutigen dazu, dass jetzt auszuhalten und nicht zu fliehen..
Der Körper bzw das Unterbewusstsein merkt sich dann nämlich, dass in der Situation für Dich garkeine Gefahr besteht!

TOP echt klasse Leistung!

06.08.2008 17:20 • #4


bin ja auch emo. aber ich muss sagen, ich hab bisher nur einmal im internet geschaut, und die bilder werd ich seit jahren nicht mehr los. es geht mir nicht besser oder schlechter desswegen, aber das problem ist, du kannst es im internet nicht rausfiltern, du kannst nicht sagen, ok ich will nur das sehen aber dies und das andere ist mir zuviel. ich mein wenn du da was falsches anklickst, ists vorbei. weisst du was ich meine? was vielleicht besser wäre ist, sich zu belesen. was da im körper vor sich geht um es zu verstehen. ich werde auch oft damit konfrontiert, hab 2 kinder. aber das ist gut so für mich, weil ich mir sage, hey, meine kinder nehmen es lockerer als ich also kann es nicht so schlimm sein und schliesslich muss ich ja vorbild sein und kann in der situation nicht davon rennen, sonst werden die auch noch so. das will ich nicht.

07.08.2008 07:55 • #5


Das mit den Bildern im Kopf ist eigentlich das allerschlimmste an der Emo, oder?
Gerade vorgestern hatte ich eine Real-Fastkonfrontation. Mit allen ausgefahrenen Emo-Antennen sah ich sofort, was sich da gleich abspielen würde und bin auf dem Absatz im Laufschritt umgekehrt. Aus sicherer Entfernung in meinem Auto konnte ich dann trotzdem nicht umhin zu gucken, wie es weiterging. Zum Glück habe ich dann doch nichts gesehen! Aber selbst dieses Bild, von diesem bleichen Mädel mitten auf der Straße, das kurz davor war, sich zu übergeben, geht mir nicht mehr aus dem Kopf - triggert eine meiner größten Ängste, irgendwo zu stehen und so ausgeliefert zu sein...
Was für eine schei. ... und dann kommen diese ganzen gesammelten Kotz- und Fremdkotzerinnerungen wieder hoch, die sich seit 37 Jahren in meinen Kopf gebrannt haben. Manchmal wünschte ich, ich könnte einfach mal mein Gehirn durchpusten...
Ich finde es toll, dass ihr euch konfrontiert! Weiter so!

07.08.2008 08:28 • #6


hallo phobie und hallo primela

für mich sind die bilder und die gleichzeitig unangemessenen gefühle im kopf das schlimmste. ich vergesse keine brech-szene, die ich in meinem leben je gesehen und erlebt habe, aber nur darum, weil mein gehirn das völlig überbewertet.

es ist mir klar, dass ich mit konfrontationsbilder meine angst, wenn es mir selber übel ist, nicht wirklich weg kriege. aber ich soll zwecks therapie die emo-übelkeit suchen, zugleich möchte ich wieder unter die leute gehen können, ohne in panik zu geraten, wenn jemand etwas bleich um die nase wird.

das online-konfrontationsmaterial mag ungefiltert sein, aber ich habe vorher darüber gelesen, was andere emos dabei empfinden. das material wurde von einer niederländischen emo-seite bereitgestellt. es wird zwar leider nur auf niederländisch kurz erklärt, was zu sehen ist.

ich will lernen, dass erbrechen ein natürlicher prozess ist (und wie jeder phobiker müssen wir uns extremeren situationen stellen, als es vielleicht jeder gesunde tun würde). das alles ist ziemlich heavy, vor allem weil es im moment noch eins-zu-eins panik auslöst und mir stunden später noch heftigst übel ist.

kinder habe ich nicht, aber gerade heute hat mich mein kater heftigend würgend zum neuen morgen begrüsst *g*. bei katzen habe ich daher schon weniger probleme - ist aber auch meine einzige konfrontations-stelle.

das ganze ist nur eine kleine teilstrecke des weges, den ich noch gehen muss. da sind ja noch zwei, drei andere ängste, die mich völlig blockieren.

ich selbst habe viel zu lange nur geredet und gelesen. jetzt ist einfach praxis gefragt. ich will mich durch solche situationen nicht mehr triggern lassen. ich will nicht mehr ausgeliefert sein. ich will lernen, dass solche situationen keine angst mehr bedeuten. ja, und noch so vieles mehr.

einen lieben gruss

saorsa

07.08.2008 09:20 • #7


Hallo Saorsa,

heißt das, du machst die Konfrontation im Rahmen einer Therapie - oder alleine? Meine Güte, ich kann mir das im Moment gar nicht vorstellen, obwohl ich in zwei Wochen mit einer Verhaltenshtherapie beginnen werde und mir das sicher nicht erspart bleiben wird.

ICH bekomme übrigens eine Panikattacke, wenn meine Katze würgt. Mit allem was dazu gehört, noch Stunden später mustere ich die Katze argwöhnisch. Ich habe versucht zuzuhören, zuzusehen, mir war noch Stunden später übel und ich konnte stundenlang nichts essen, weil es könnte ja wieder passieren. - wenn ich jetzt nur davon schreibe, kriege ich Herzklopfen... Meine Güte, dabei ist es nur eine Katze....

Viel Kraft dir, du bist auf dem richtigen Weg!

07.08.2008 13:56 • #8


hallo primela

ich mache die konfrontation alleine, da das mit meinem therapeuten im moment eine ziemlich wackelige geschichte ist. (irgendwo weiter unten schwirrt noch ein thread dazu herum.)

für mich ist die konfrontation alleine eh einfacher, da ich bei panik keine zuschauer möchte und jeder anwesende die angst nur noch steigert.

natürlich ist es für schwierig zu wissen, ob ich so alles richtig mache. aber bei mir ist schon alles so kaputt, dass man diesbezüglich wohl kaum mehr viel anrichten kann. *traurig lächelt*

meine katze hat mich heute auch nicht gerade begeistert, aber das geht mittlerweile einigermassen. herzklopfen und leichter ekel sind zwar vorhanden, aber lassen mich nicht gerade in panik ausbrechen. ein hund schafft das allerdings noch... ich nehme an, der unterschied ist die fehlende gewohnheit.

danke für die wünsche - kraft kann ich gut gebrauche, und ich hoffe sehr, dass der weg richtig ist. bin manchmal etwas verunsichert.

liebe grüsse

saorsa

07.08.2008 16:08 • #9




Dr. Hans Morschitzky