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Hallo ich bin neu hier und wollte mich vorstellen. Ich bin 33 Jahre alt und leide seit März 2012 unter Panikattacken, Herzphobie. Der Auslöser dafür sind meine anhaltenden Rückenschmerzen zwischen den Schulterblättern mit Ausstrahlung in den linken Arm und Kieferschmerzen links. Zeitweise ein stechen in der Brust oder unter dem linken Rippenbogen und Magen. Im März 2012 hatte ich nachts meine erste Panikattacke mit Engegefühl in der Brust, Luftnot und Schwindel. Ich hatte Schwindel obwohl ich im Bett lag und dann kam diese furchtbare Angst dazu gleich zu sterben. Seitdem ist nichts mehr wie es einmal war. Irgendwann viel ich es nicht mehr aus und ich weckte meinen Mann, der mich dann ins Krankenhaus fuhr. Dort blieb ich dann ein paar Tage stationär und wurde dort an Herz (EKG,24Std. EKG, Belastungs-EKG, Herzecho) und Lunge (Lugenfunktionsstest und Röntgen) untersucht. Na und ratet mal alles natürlich ohne Befund. Also riet der Arzt mir ich sollte meinen Stress reduzieren und mit joggen anzufangen. Gesagt getan. Nach meinen stationären Aufenthalt war ich natürlich bei meinem Hausarzt vorstellig der mir dann ein leichtes Antidepressiver gab und mir sagte das es das nicht auf Dauer nehmen sollte und versuchen sollte irgendwie klar zu kommen, ich wäre ja noch jung. Die akute Phase hatte ich dann zum Glück irgendwann überstanden und habe festgestellt das meine Mutter und einige aus meinem Freundeskreis damit nicht so recht wussten damit umzugehen, was die Sache für mich nicht leichter machte. Hin und wieder bekam ich zwischendurch immer wieder solche Panikattacken aber ich glaubte es gut im Griff zu haben. Damit mir so etwas nicht wieder passiert entschlossen ich mich eine Therapie zu machen. 5 Sitzungen und ich muss im Nachhinein sagen das sie mir nichts gebracht haben. Irgendwie wurde meiner Meinung nach nur über belanglose Dinge geredet aber nicht über das wesentliche. Da hab ich aus Büchern viel mehr erfahren über die Gründe und wie man es therapieren kann als bei dieser Therapie. Mein Zustand verbesserte sich (also keine Panikattacken mehr) aber ich entwickelte andere körperlichen Beschwerden (Schmerzen in der BWS, linken Schulter,Magen). Also nicht wirklich gut aber damals dachte ich noch nicht daran das es evtl zusammen gehören könnte. Magenspiegelung war natürlich ohne Befund und ein MRT der BWS wurde ein kleiner Bandscheibenvorfall festgestellt was aber diese Schmerzen nicht wirklich erklären konnten. Ich trieb extra Rückensport dafür und es wurde besser aber es ging nie ganz weg. Ich konnte so den Zustand zumindest gut ertragen. In dieser Zeit ging ich natürlich hin und wieder zu meinem Hausarzt wenn ich mal eine schlechte Phase hatte aber wirklich unterstützt hab ich mich von ihm nicht gefühlt. Seit 2 1/2 Monaten geht es mir wieder schlechter. Ich hatte eine Fehlgeburt mit allem schlimmen was noch so dazu gehört. Seitdem hab ich eigentlich täglich starke Schmerzen im linken Oberarm und Schulter, Kieferschmerzen links und BWS. Natürlich ließ dann die nächste Panikattacke nicht lange auf sich warten und sind jetzt regelmäßig wieder da. Solangsam kommt wieder echte Verzweiflung wieder auf. So das war soweit meine Geschichte, ganz schön lang dafür das ich mich kurz fassen wollte . Es ist aber wirklich gut zu wissen das man nicht alleine ist und das es hier ein Forum gibt wo man sich austauschen kann und sich gegenseitig hilft.

16.11.2014 18:48 • 16.11.2014 #1


4 Antworten ↓


kyra96
Hallo afroa,
Willkommen hier bei uns. Ich wünsche dir hier einen regen Austausch und Unterstützung.
Zuerst möchte ich dir sagen dass mir dass mit deiner Fehlgeburt leid tut.
Ich kenne deine Ängste sehr gut und War erst heute morgen wieder im Kkh.
Es ist verdammt schwer aus diesem Sumpf wieder allein raus zukommen.
Ich mache seit Mai eine Hypnosetherapie. Diese hilft mir dann erst mal die nächsten 4 bis 8 Wochen und mir geht es gut. Eine Gesprächstherapie fange ich nächste Woche auch an. Es ist die zweite. Ob es was bringt? Ich lass mich überraschen.
Bei mir ging alles vor 2 Jahren an. Ich spürte einen Druck auf der Brust und kein Arzt könnte was finden. Hatte Alles durch. Sogar eine Herzkatheruntersuchung habe ich freiwillig machen lassen. Schlauch hab ich auch geschluckt etc... irgendwann im ct fand man ein Loch im Sternum 1.7 x 2.0 cm. Es war ein Tumor. Dieser wurde im Mai erfolgreich entfernt. Ich musste 3 Monate warten von der Entdeckung bis zur Diagnose ob ich leben darf oder sterben muss. Es war kein Krebs. Alles gut.
Aber diese Geschichte hat mich aus der Bahn geworfen. Immer wenn ich Brustbeinschmerzen , rückenschmerzen mit übelkeit habe schiebe ich panik ich hätte was am Herzen.
Ich leide auch sehr darunter.
Ich wollte dir mit meiner Geschichte zeigen dass du nicht allein bist.
Wir schaffen dass da irgendwie raus zukommen.

16.11.2014 19:33 • #2



Immer diese verdammte Angst und Herzphobie

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Danke das du mich so nett willkommen heißt. Ich muss mich erstmal hier ein bisschen zurecht finden. Ich denke wir haben hier alle fast die gleichen bzw. ähnlichen Beschwerden und alles hat mit irgendwie mit einem Schicksalsschlag zu tun. Die einen erpacken sowas gut und andere so wie wir sind zu sensibel und reagieren mit körperlich. Und ich bin echt froh zu wissen das ich nicht alleine bin und es wie ich mit erschrecken feststellen musste so viele Menschen gibt die das selbe Leiden haben.

16.11.2014 22:08 • #3


kyra96
Deswegen sind wir alle hier um uns zu unterstützen.
Hier ist man nicht allein.

16.11.2014 22:10 • #4


Hallo Afroa,
ich bin auch erst wenige Tage hier, aber ich muß sagen dass ich mich hier sehr wohl fühle weil ich mich hier verstanden fühle und nicht das Gefühl habe dass man mich hier verurteilt.

Liebe Grüße

16.11.2014 22:19 • #5




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