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Theia
Tja wie soll ich anfangen. Seit ungefähr 11 Jahren bin ich unglaublich hypochondrisch was meine Ängste angeht bezüglich Blinddarm.
Damals (war 15) hatte ich mitten in der Nacht Schmerzen und wir sind ins Krankenhaus. Das war im Ausland und ich kann mich nicht mehr erinnern was genau gemacht wurde
oder was ich bekommen habe. Wie auch immer der Schmerz hat nicht all zulange angehalten.

Brustkrebs, Alzheimer, Herzattacke, all das gab es in meiner Familie, aber nichts, keine OP, nicht mal der Tod macht mir soviel Angst wie eine Blindarmentzündung.
Mein Problem ist das es momentan fas jeden Tag wieder zieht oder drückt, rechts. Mal direkt unter dem Hüftknochen, dann weiter ihnen, weiter unten. Jedes Mal drücke ich dann links in die Hüfte, rechts in die Hüfte, wippe auf meinen Zehen etc, aber es tut nicht weh. Meine Ärzte/Psychologe meinen es könnten Vernarbungen sein, chronische Reizungen, oder auch anderes. Eierstöcke sind ok.
Wie auch immer, sobald dieser Stich/druck anfängt, merke ich wie ich eine Panik bekomme. Dann kann ich fast nicht mehr atmen vor Angst.

Es ist nicht so das ich das immer habe das Drücken. Es gab Monate dazwischen, da hatte ich gar nichts. Momentan ist es wieder aktuell. Ich habe keinen Einfluss darauf, warum ich manchmal daran denke und dann nicht. Gerade bin ich in in einem Auslandssemester in Japan und es fing wieder an. Ich frage mich immer wieder wie ich die 4 Monate durchstehen soll mit der kontinuierlichen Angst das der Blinddarm sich entzünden könnte. Am schlimmsten ist der Gedanke es könnte passieren wenn ich alleine bin nachts, in der vollen U-bahn, in der Vorlesung etc.

Was ich mich frage ist:Können solche Ängste dafür sorgen das es erst recht anfängt zu drücken und ziehen. Ich war heute Abend mit ein paar Studenten trinken trotz meiner Sozialphobie und es hat rechts an der Hüfte gedrückt und gezogen die ganze Zeit, was es noch schlimmer gemacht hat. Meine Mutter die auf Besuch war, fliegt morgen heim und bei dem Gedanken drückt es noch mehr.

Natürlich liest man dann wieder allerhand für Schauergeschichten im Internet sucht alle Symptome ganz genau ab, denkt man findet Neues etc. Meine Psychologin mein ich soll mich nicht so darauf konzentrieren. Da ist richtig,aber ich weiß nicht wie.

Unglückliche Grüße aus Japan,
Theia

24.09.2014 15:17 • 11.10.2014 #1


10 Antworten ↓


hallo
ich kann Dich verstehen habe auch immer mal wieder Zeiten wo ich massive Symptome habe und mich dann da hinein steigere bis zur Panik. du musst versuchen Dich abzulenken mit irgend etwas beschäftigen wo du Dich voll drauf konzentrieren musst wenn man immer drauf achtet empfindet man die Beschwerden immer schlimmer obwohl sie es nicht sind .Ich weiss es ist schwer aber Du musst es versuchen ,und bleib vom DR.Google weg der macht es nur noch schlimmer da steht nur Müll .

24.09.2014 16:08 • #2



Hypochondrische Angst vor einer Blinddarmentzündung

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Heller_Wahnsinn
Zitat:
Was ich mich frage ist:Können solche Ängste dafür sorgen das es erst recht anfängt zu drücken und ziehen.


Ja, die Psyche kann wahnsinnig viele Symptome auslösen.

Ich hatte mit 14 eine akute Blinddarmentzündung, das ganze spielte sich über ein paar Stunden ab, plötzlich ziemliche Bauchschmerzen, kurz darauf urplötzlich Schüttelfrost, dann Fieber, dann ab ins Krankenhaus, dort lag ich noch mal ca. 12 h weil sie nicht sicher waren, was es war (Erbrechen als Symptom fehlte). Als ich mich morgens übergeben musste, kam ich dann sofort in den OP.
Das heißt aber, dass man noch genug Zeit hat in ein KH zu gehen, auch im Ausland, die Symptome sind nicht einfach zu ignorieren.

Also mach Dir keine Gedanken. Lass die Finger von Google, das bekommt Leuten wie uns nicht. Da findest Du für alles sofort irgend etwas schlimmes, das macht einen nur fertig.

24.09.2014 16:29 • x 1 #3


MamivomDienst
Hallo Theia
ich habe das selbe ,jeden tag seit 12 jahren
ist nicht einfach damit zu leben ,man hat angst ,und googlt ohne ende
und dort findet man nur noch mehr das einem angst macht
reizdarm kann so wie ich gelesen habe die selben symtome haben,aber auch starke blähungen
oder lies mal hier
http://www.apotheken.de/?id=85&tx_ttnews[tt_news]=4683&cv=nc&no_cache=1#30k97

24.09.2014 23:22 • #4


Hallo Theia,
ich habe mittlerweile auch seit 9 Monaten Schmerzen, drücken, ziehen, stechen im rechten Unterbauch, da wo der Blinddarm ist, manchmal mehr, manchmal weniger, manchmal richtig stark.
Je schlechter es mir psychisch geht, umso schlimmer.
Mein Arzt sagt, es ist psychisch, weil man immer auf diese eine Stelle konzentriert ist und sich dort alles verspannt.
Bei mir ist es etwas anders als bei dir, ich wäre froh wenn es der Blinddarm wäre, ich würde ihn mir herausnehmen lassen und dann wäre Ruhe. Ich habe immer angst dass es schlimmeres ist.
Wenn ich dann googele, bekomme ich noch mehr angst und noch mehr symptome, also lass das lieber, es ist gift für uns.

25.09.2014 06:58 • #5


Theia
Das beruhigt mich dann aber mal das es offenbar wirklich von meiner Wahrnehmung kommen kann und nicht gleich bedeuten muss das es ein Reizsyndrom ist. Meine Mutter meinte auch eben so, hey das war vor 11 Jahren, jetzt wirst du doch die 4 Monate durchstehen. Naja bei Blinddarm weiß man ja das es jeder Zeit kommen kann. Ich habe die Ärzte auch schon gefragt ob man den Blinddarm so herausnehmen kann, aber mein Hausarzt meinte das es einfach so auf Verdacht nicht funktioniert. .

Wenn ich dann solche Ängst habe und lese das es durch Verstopfung kommen kann, dann esse ich manchmal so gut wie gar nichts mehr aus Angst der kleine Anhängsel könnte sich verstopfen. Das geht natürlich nicht auf Dauer. Wenn ich daheim bin in meinem Zimmer habe ich das Ziehen eher seltener.

Immer so ein Kreislauf. Wenn ich alleine auf dem Zimmer sitze, dann krieg ich Angst und es zieht, wenn ich rausgehe und mich mit Studenten treffe macht mir das auch Angst und es zieht.

26.09.2014 04:42 • #6


Carcass
Hallo,

also die Angst kann dir "JEDE" Krankheit im Kopf bescheren. Die Blinddarmangst hatte ich auch eine Weile , aber schon bevor ich Angst vor Krankheiten oder so hatte. Es stach rechts in der Leiste, zog bis zum Bauch hoch und ich war fest davon überzeugt, dass ich sterben muss. Witzigerweise wenn es links stach war alles im Lot, bis ich erfuhr dass auch da der Schmerz sein kann. Was dann passierte ist logisch oder? Letztlich hatte ich nie wirklich was und dann hatte ich auch immer wieder mal eine Leberzirrhose, die natürlich so sehr weh tat und ich dachte ich müsse sterben und dürfe nie wieder trinken. Als ich beim Arzt damit war lachte der, weil meine Leberwerte bestens waren, der Saufwert zwar etwas hoch, aber die Leber nicht zellulär kaputt oder so. Ich fragte was das sein könnte und er meinte ich solle Buscopan oder ähnliches nehmen, mir säße wohl ein Furz quer.

Ich habe immer wieder diese hypochondrischen Züge, aber letztlich ist sie dank der KVT besser geworden. Ich hatte immer wieder Symptome, grade nach Stress, dass ich mir sogar Infekte einbilden kann und meine Körpertemperatur hochschiessen kann.

Wie geht es dir heute?

29.09.2014 09:14 • #7


Theia
So, dann melde ich mich wieder. Also mir geht es momentan besser, was aber daran liegt das ich Besuch habe seit einer Woche. Aber ich merke wenn ich alleine bin dann zieht es wieder.
Manchmal so um den Bauchnabel rum, dann in der Leiste...ich denke fast das es was mit dem Alleinsein zu tun hat, oder eben wenn die Angststörungen richtig einsetzen. Vor 2 Tagen hatte ich das wieder, totale Panik das ich eine Blinddarmentzündung bekomme. Ich habe dann 1mg Lorazepam genommen und danach ging es dann erstaunlicher Weise wieder. Ich denke also es ist wirklich Kopfsache.
Ich will das Medikament aber so selten wie möglich nehmen. Ich will jetzt auch wieder anfangen mit Yoga und Ikebana, eben alles was mich zur Ruhe bringt. Aber im Hinterkopf lauert das doch immer. Wirklich Frieden hab ich nur wenn ich daheim bin bei meiner Mutter.

Ich finde es total ätzend das sich bei mir offenbar die Ängste immer abwechseln. Entweder ich erbreche vor Angst, ich konnte nicht Bahn fahren, dann wieder war ich tief depressiv, jetzt ist es gerade der Blinddarm. Es gibt keine Zeit wo nicht irgendwie etwas ist.

Theia

05.10.2014 10:53 • #8


eil du dich zu jeder Zeit darauf verstreifst. Ich habe das auch. Dann sage ich mir wow seit eine Woche keine Kieferschmerzen mehr gehabt. Was meinst du wohl, was ich dann binnen einer Stunde habe

Ich dachte anfang des Jahres echt mal ich müsse vonne Welt. Hatte was getrunken. Musste mich am nächsten Morgen übergeben und da war helles Blut drin. Also Panik! Was ich aber erst später gesehen habe....muss mir inne Nacht wohl derbst auf die Backe gebissen haben.
Den Freitag drauf hatte ich dann eine Magenspiegelung. War schon vorher vereinbart. Hatte auch keinem was von dem Vorfall gesagt. War mit meiner Angst eine Woche alleine. So dann war wie gesagt die Magenspiegelung. Und was kam heraus? Alles in bester Ordnung.

Die ganzen Beschwerden, wie ich sie habe. Magen und Verdauung. Kommen alle nur wegen Verspannungen im Rücken. Weil an dauernd was Überlastet bzw. gereizt ist. Habe nun auch eine Aufbissschiene und manuelle Therapie bekommen wegen CMD.....und seitdem wird es immer besser. Aber eine smuss ich noch in Griff bekommen und das ist mein Kopf. Weil Rückschläge gibt es immer. Dafür war bei mir viel zu lange was verspannt.

Also dir mal gute Besserung....und wie Carcass schon sagte bei eienr Blinddarmentzündung hast du kein leichtes Ziehen inne Leiste....das sind bei Druck schmerzen, die du nicht aushalten kannst.

05.10.2014 16:03 • #9


Eine Blindarmentzündung ist ja auch kein Todesurteil....wovor hast du also genau Angst?
Vor der OP,vor dem Krankenhaus?

05.10.2014 17:59 • #10


Theia
Ich habe wie gesagt weder vor Schmerzen Angst, noch vor der OP und auch nicht dem Krankenhaus wenn ich es auch ganz schlimm fände hier in Japan in einem Krankenhaus zu liegen. Meine komisch klingende Antwort darauf ist, wovor habe ich Angst, ist die Einsamkeit. Wenn ich mit Leuten zusammen bin habe ich weniger Probleme, aber gerade Nachts oder alleine in der Bahn. Und da ich jetzt offenbar weit weg von daheim bin, ist es noch schlimmer.

Fragt man sich wieso ich gegangen bin? Ich hatte das davor jahrelang nicht mehr, nicht in NZ oder USA, da war es was anderes. Meine Therapeutin meint, das mich dieses Gefühl einsperrt, denn aus Angst das es auftritt wenn ich rausgehe bleibe ich so oft es geht in meinem Zimmer sitzen und traue mich nicht raus. Jetzt bin ich schon 3 Wochen hier und habe noch 112 Tage vor mir bis zum Rückflug und ich denke mir immer"hoffentlich bricht es wenn, erst aus wenn ich wieder daheim bin." Darüber muss ich dann immer ein Lorazepam schlucken. Schon 8 Stück in 3 Wochen, das beunruhigt mich gewaltig, ich will nicht abhängig werden. Nur manchmal wenn es so Sticht und ich fast Panikattacke kriege, weiß ich nicht mir anders zu helfen.

11.10.2014 13:32 • #11



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