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oliver11
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Sammelthema
hallo zusammen, bin neu hier. hab mich gefreut, eine forum zu diesem thema zu finden. möchte euch mal meine geschichte erzählen und bin gespannt, ob jemand auch ähnliche erfahrungen gemacht hat
angefangen hat das ganze im august 05, meine erste richtig heftige panikattacke. schwindel, übelkeit und helrzrase überkamen mich beim einkaufen. als der schwindel nach einigen minuten immer noch da war bekam ich echte angst zu kriegen und es wurde immer schlimmer. nach einer viertelstunde schwächte sich das ganze ab. aber da wars irgendwie schon zu spät. ich war mir sicher: du bist schwer krank, das muss ein hirntumor sein! ich muss vielleicht noch dazu sagen, dass ich schon immer ein sehr ängstlicher typ war, machte mir immer sorgen dass meinen eltern was passieren könnte, dass jemand sterben könnte den ich liebe. meine schwester litt an einem schweren herzfehler und hatte zahlreiche operationen, die ich als kleiner junge mitbekam. denke, dass dies auch seinen teil dazu beiträgt;-)
ging zum arzt und der sagte mir, dass alles ok sei, dass ich zu 99prozent keinen hirntumor hätte. ich hörte aber nur die 1 prozent möglichkeit heraus. es entwickelte sich eine tiefe angst, ja eine überzeugung, in den nächsten monate an einem hirntumor zu sterben. es entwickelten sich sehr schwere panikattacken, angstzustände, depressive phasen. nach drei monaten war ich am boden zerstört, dann endlich machte ich ein MRI. natürlich o.B.
mein hausarzt meldete mich zu einer kognitiven verhaltenstherapie an. der beste schritt meines lebens. ich wurde über angsterkrankungen aufgeklärt und lernte extrem viel über mich selbst. die panikattacken hab ich im griff was aber geblieben ist ist die hypochondrie. inzwischen hab ich mein skelett komplett durchröntgen lassen, eine magenspiegelung gemacht die lungen geröntgt, blut x-mal gecheckt und nie kam etwas bei raus. bei der kleinsten körperlichen reaktion (husten, durchfall, ein stechen in der brust, übelkeit) biolde ich mir eine tödliche krankheit ein. und immer ist es eine art von krebs! ich habe eine krankhafte angst vor krebs! ich habe noch niemanden an krebs verloren niemand in meiner familie hat krebs oder je krebs gehabt und doch quält mich diese krnkheit. das lustige ist, ich weiss selbst, wie lächerlich mein verhalten manchmal ist aber ich kanns einfach nicht abstellen. kennt das jemand? würde mich über alle antworten freuen, lg oli

08.03.2023 #1


84 Antworten ↓
turbino12

turbino12
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Hallo Liebes Community

Ich habe mir jetzt länger Gedanken gemacht, ob ich diesen Thread überhaupt erstellen soll und wenn ja, wie soll dieser aussehen? Ich habe mich für diesen Thread entschieden. Gerne möchte ich vorab einige wichtige Informationen mitteilen.
Mit meinem Thread möchte ich keinesfalls jemand Triggern. Wenn du dich schnell Triggern lässt würde ich dir empfehlen diesen Text nicht zu lesen. Dieser Thread soll insbesondere an Mitglieder und Leser gehen, die ebenfalls an einer Angststörung oder ausgeprägten Hypochondrie leiden. Ich möchte mit meiner Geschichte kein Mitleid gewinnen. Ich hoffe ich kann einigen mit meiner Geschichte und Meinung gegenüber der Hypochondrie weiterhelfen. Ich würde mich auch über eure Geschichten freuen.
Ich bin 21 Jahre Alt, Männlich und wohne in der schönen Schweiz. Ich bin bei liebevollen Pflegeeltern aufgewachsen seit ich einen Monat Alt bin. Mit meiner leiblichen Familie habe ich jedoch sehr guten Kontakt. Meine Familiengeschichte sollte in diesem Thread jedoch keine grosse Rolle spielen. Es hat alles nach einem schönen Urlaub in den Bergen angefangen. Ich war gerade 12 Jahre Alt.Wir waren gerade auf der Heimfahrt mit dem Auto. Ich spürte plötzlich so einen Kloss im Hals und wurde ziemlich Unruhig. Irgendwann hat sich die Lage so zugespitzt, dass wir anhalten mussten. Ich habe richtig Hyperventiliert, in diesem Moment hatte ich Todesangst. Ich dachte ich muss jetzt Sterben.
Es war meine erste Panikattacke. Ich kann mich noch erinnern wie ich nur immer geschrien habe "Ich sterbe. Ich brauche einen Arzt" Nach 10 Minuten war der ganze Spuck vorbei. Ich war danach richtig Müde und erschöpft. Die ganze Heimfahrt habe ich geschlafen. Ich fühlte mich wie ein anderen Mensch und mein Lebensgefühl war völlig anders. Ich kam gerade in die 4. Klasse und wurde mit dem Taxi abgeholt. Ich hatte immer Mühe im Auto zu fahren. Ich spürte immer einen Kloss im Hals und hatte ständig Angst vor der nächsten Panikattacke. In der Schule wurde ich sehr schlecht und habe im Unterricht eigentlich nicht wirklich mitgemacht. In dieser Zeit hatte ich mehrere Episonden von Depersonalisationen und Derelisation. Ich schilderte häufig meinen Eltern das ich mich so Unwirklich fühle und wie auf Watte gehe.
In dieser Zeit war die Angst vor einer weiteren Panikattacke sehr Gross. Die Angst vor einer schwerwiegenden Erkrankung war noch nicht so ausgeprägt. Da ich aber in dieser Zeit noch gar nicht wusste, dass ich eine Panikattacke hatte, war meine grösste Angst das ich irgendwie einen Herzinfarkt bekomme oder an einer schlimmen Herzerkrankung leide. Ich konnte mit meiner Familie nicht mehr ins Kino gehen, da dort hatte ich meine zweite Panikattacke und wir mussten den Kinosaal verlassen. Grosse Menschenmengen gingen gar nicht für mich. Eine grosse Stadt war auch zuviel, wiederum auf dem Land war es mir zu wenig Zivilisation. Ich hatte beispielweise Angst, dass mir niemand helfen könnte, wenn ich einen Herzinfarkt habe. Aufgrund meiner schulischen Leistungen musste ich die Schule wechseln und ging in ein externes Internat. Ich war da 13 Jahre Alt und in dieser Zeit hat es angefangen mit der Krankheitsangst. Es war in den Sommerferien, als ich am ganzen Körper einen Hautauschlag bekommen. Der Arzt wusste auch nicht was es ist und ich bekam ein Antibiotikum, worauf ich zusätzlich auch noch Alergisch war. Ich habe gegoogelt und bin auf die HIV - Infektion gestossen. Hautauschlag, Benommenheit, Halsschmerzen "Das muss es sein. Ich habe mich infiziert"
Ich war Stundenlang in der Bibliothek und war richtig überzeugt das ich HIV habe und mich bei der Geburt angesteckt habe, weil meine leibliche Mutter vor meiner Geburt einen Freund hatte der an AIDS gestorben ist. Ich weiss im Nachhinein auch nicht warum ich auf diesen Gedanken gekommen bin. Mir ging es so schlecht. Ich fühlte mich richtig Krank. Ich wollte nichts mehr Essen und mir war einfach nur Schlecht. Ich habe meinen Pflegeltern gesagt, dass ich unbedingt einen HIV - Test machen möchte. Ich habe diesen Test gemacht und bis zum Ergebnis war ich richtig Panisch und habe nur noch über diese Krankheit gesprochen. Ich war Überglücklich, dass ich doch kein HIV habe.
Doch was habe ich dann? Als ich 14 Jahre Alt war habe ich generalisierte Faszikulationen bekommen. (Bis Heute) Sie waren überall und natürlich hatte ich Angst vor ALS. Ich stand vor dem Spiegel mit ausgestreckter Zunge und schaute, ob da was zuckt. Ich konnte die Faszikulationen durch beklopfen und Anspannen von Muskeln auslösen, was mir zusätzlich noch mehr Angst bereitete. Ich ging zum Neurologen und es wurden mehrere Untersuchungen durchgeführt unter anderem EEG und Nervenleitgeschwindigkeit. Es war alles Normal und danach war die Angst vor ALS auch wieder weg.
Es kammen trotzdem immer wieder neue Beschwerden dazu. Ich habe dazu eine Liste erstellt:

- Panikattacken insbesondere als ich 11 Jahre Alt war bis zum 13 Lebensjahr
- Depersonalisation und Derealisation insbesondere ganz am Anfang bis zum 13 Lebensjahr
- Faszikulationen am ganzen Körper ab dem 14 Lebensjahr
- Wiederkehrende Höhrstürtze ab dem 14 Lebensjahr
- Wiederkehrende Kopfschmerzen ab dem 14 Lebensjahr




Bitte habt Verständnis, das ich hier nicht alle Beschwerden und Krankheiten die ich mir eingebildet habe auflisten werden. Als ich mit 15 Jahren in die Lehre gekommen bin, ging es mir trotz den Beschwerden viel Besser. Die Angst vor Krankheiten stellte sich eindeutig in den Hintergrund. (Dazu noch später) Als ich meine Lehre erfolgreich beendet habe, konnte ich direkt bei einer anderen Firma als Festangestellter beginnen. Ich war so Froh und es war mein Traumjob. Ich habe ich nur noch auf den Job fokussiert und war Glücklich. Mit 21 Jahren konnte ich meine Weiterbildung erfolgreich beenden und habe diese auch bestanden, obwohl ich mich richtig hineingesteigert habe und Angst hatte das ich die Prüfung nicht bestehe.
Im März 2019 bemerkte ich ein wenig Blut beim Stuhlgang und dachte direkt " Was ist das" Ich habe Googel konsultiert und was kam? Darmkrebs! Ich habe das so hochgeschaukelt, dass ich am Ende beim Arzt war und eine Darmspiegelung durchgeführt habe und danach noch Angst hatte das ich einen Darmdurchbruch habe (Komplikation bei Darmspiegelung) Ich war jedoch danach beruihgt und das Thema Darmkrebs war beendet. Alle haben mir gesagt. " Das kommt wieder" Ich war mich sicher " Nein. Mir passiert das ganz siche rnicht nochmals, jetzt habe ich ja fast alle Krankheiten durch. ) Naja im Mai 2019 hat es mich richtig erwischt. Ich hatte eine Grippe und hatte auch leicht Herzrasen und Hitzewallungen. Ich dachte direkt an eine Herzmuskelentzündung. Hatte auch Schmerzen im Brustbereich. Ich bin direkt zum Arzt. Es wurde ein EKG durchgeführt jedoch alles Normal. Bei der Arbeit dachte ich, dass ich bald Sterbe.
In diesem Moment habe ich auch angefangen mit dem Kopf ganz leicht zu zucken und auch teilweise mit dem Bein. Ich dachte direkt an eine schlimme Neurologische Erkrankung. Habe gegoogelt " Creutzfelt Jakob Krankheit" Das habe ich. Es war so Klar. Es war so als wäre ein Licht aufgegangen aber im negativen Sinne. Das ist es. Ich werde Sterben. Ich musste Nachhause und ich hatte so Angst und googelte die ganze Woche über die Krankheit. Ich bin mehrmals in die Notaufnahme weil ich auch Taubheitsgefühle im Gesicht und an anderen Stellen bekommen habe. Ich hatte auch Schmerzen in den Beinen und Gesicht. Ich war mir sicher. Ich habe diese Krankheit. Ich muss mich als Kind durch den Verzehr von Rindfleisch infiziert haben. Welches Stück Fleisch war es!? Leider ging es bei mir richtig ins Wahnhafte. Ich habe nichts mehr gegessen und selbst das deutete ich als Symptom der Krankheit. Man konnte mit mir nicht mehr vernünftig reden. Es war klar. Ich habe diese Krankheit. Ich war sogar Wütend auf meine Eltern weil diese mir das "vermeintliche" infizierte Fleisch gegeben haben. Ich habe Stundelang meine Fotoalben angeschaut. Ich habe alle Patienten die daran gestorben sind gegoogelt und steigerte mich so Krass in die Krankheit rein, dass kann man hier gar nicht richtig ausführen.
Ich hatte insgesamt 8 MRT zwischen Mai und Dezember 2019. Ich hatte mehrere klinische Neurologische Unersuchungen. EEGs und Lumbalpunktion. Das alles habe ich mir durch Ärzte - Hopping eingesammelt. Ich war so im Wahn. Niemand konnte mich vom Gegenteil überzeugen, wenn man es versuchte, dann dachte ich direkt ich werde nicht mehr Ernst genommen. Ich hatte wirkliche Bewegugsstörungen, Taubheitsgefühle und sogar auch Sehstörungen. Alles passte. Der Umstand das man die Krankheit nicht sehr gut Diagnostizieren kann und es teilweise Schwierig ist, weil das MRT Normal sein kann machte es noch schlimmer. .
Seit dem Februar geht es mir wieder besser. Es ist noch nicht 100% aber es geht mir wieder besser. Die Angst vor der bestimmten Krankheit ist fast nicht mehr vorhanden. Ich kann leider nicht genau sagen, warum dies so bei mir ist. Erfahrungsgemäß könnte einen weiteren Rückfall erfolgen. Was ich gelernt habe: Eine Therapie zu starten auch wenn ich jetzt denke es geht mir wieder gut.
Ich möchte allen Hypochondern mitteilen. Es ist eine sehr schlimme Krankheit. Es hat mir meine Kindheit genommen. Ich habe trotzdem einen Abschluss in der Schule und einen guten Job. Trotzdem ist es etwas ganz schreckliches. Ich wünsche es wirklich niemanden. Wie Ihr auch lesen konntet ist es sehr aufällig, dass gewisse Symptome sehr viele Hypochonder ebenfalls kennen, in meiner Geschichte häufig vorkommen. Zum einen die Faszikulationen und auch die Derealisation. Auch Höhrstürtze und Taubheitsgefühle lese ich hier oft.

Die Hypochondrie kommt meistens dann, wenn man gerade keine neue Herausforderung hat, dies gilt es zu unterbinden. Ich suche mir ständig neue Herausforderungen, damit ich nicht in das alte Muster verfalle.
Was denkt Ihr darüber?

23.02.2020 00:15 • x 1 #64


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Hypochondrie Erfahrungen

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White_Rabbit_75

White_Rabbit_75
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Hallo,
Ich bin neu angemeldet und muss mal schreiben, um wieder etwas atmen zu können.
Ist etwas länger und vielleicht eher zu lesen, wenn wir bald eh nicht mehr raus dürfen.
Ich hatte 2003 meine ersten Panikattacken aufgrund von Krankheitsängsten.

Mein Hauptsymptom war Dauerschwindel (1,5 Jahre mehr weniger immer). Mein Neurologe mutierte zu meinem Hausarzt. Etliche neurologische Untersuchungen. Alles o.B.
Phobischer Schwankschwindel

Damals hats mich so zerlegt, das meine Beziehung darunter zerbrach und ich nach einem Therapie Versuch, der nicht wirklich geholfen hatte, in eine psychosomatische Klinik überwiesen wurde. Die Klinik ist in Bayern und da ich nach der Trennung kurzzeitig bei meinen Eltern unterkam, war der Tapetenwechsel ganz gut (komme aus Hessen).
Leider waren die mit Ängsten in der Klinik noch nicht so gut. Was mir der Aufenthalt wirklich gebracht hat, war Leidensgenossen zu treffen, zu sehen du bist alleine >> es ist eine psychische Erkrankung und ich bin nicht einfach" schwierig und mit ein bisschen Sport wird das schon wieder.
Der Schwindel war ab da unter Kontrolle.
Zu der Zeit oder kurz nach der Klinik hatte ich schon einen punktuellen Darmschmerz. War natürlich Darmkrebs . Mein Hausarzt meinte das das mit 28 unglaublich unwahrscheinlich währe. Aber er lies sich auf die Darmspieglung ein. Ich kann ziemlich überzeugend sein, wenn ich einen hypochondrischen Schub mit Angst und Panik habe. Darmspiegelung o.B.

Dann nach zwei Gesprächstherapie versuchen (kam mit den Therapeuten nicht klar)
Psychoanalyse. Das war sehr gut. Muss aber sagen, das die Symptomatik in welcher Form auch immer, immer präsent war. Hat mir aber erklärt woher und warum.

Nach der Analyse (4,5 Jahre) habe ich mich irgendwie durch gewurschtelt, mal besser, mal weniger gut.
Irgendwann wurde es wieder alles wieder zu viel >Tinnitus, Schwindel, Muskelzucken, Taube stellen, Kribbeln <<< ihr kennt das. Zum HA >> zum Neurologen = SSRI.
Ich habe bestimmt, mit Unterbrechungen, 6 Jahre Medis genommen. SERTALIN 25mg.
Ich habe die aber geteilt, da ich mega sensibel bin. Mein Neurologe meinte immer: das wirkt doch überhaupt nicht in der Dosis. Doch hat es.
Hatte in der Zeit wenig Symptome und die konnte ich echt gut einschätzen bzw ignorieren.
Jetzt aktuell würde ich sagen, ich habe die Krankheit in ein Cocoon eingesponnenen.
Konnte aber mal ein recht Beschwerde freies Leben inkl. Beziehung führen und mir beruflich was aufbauen. Da es mir recht gut ging und ich kein Bock mehr hatte täglich medis zu nehmen, habe ich vor ca. 2,5 Jahren ausgeschlichen. Nach ca einem Jahr gings langsam wieder los. Mein Herz hat mir bis zum Hals geschlagen und ich war schnell atemlos.
Bin zum HA. EKG war ok und auch wieder nicht.
Kardiologe EKG ok belastungs EKG ok. Langzeit EKG sinusknoten syndrom. Kardiologe: das ist nicht schlimm, Rhythmusstörung merkt man mal mehr und mal weniger und wenn es blöd kommt >> Schrittmacher. Na danke auf Wiedersehen .Potenzial fürs Kopfkino. Ging aber noch ne Zeit ganz gut.

Dann gings los. Husten, allergisches Asthma, mist hoffentlich nicht der Hund. Astmaspray bekommen.
Nicht wirklich benutzt wurde wieder besser. Dann nachts aufgewacht >> keine Luft bekommen. Freundin sich jedesmal erschreckt und ich natürlich auch. Irgendwann zum Lungenarzt. Schiss ohne Ende, war logischerweise Lungenkrebs.
Habe ne Zeit lang geraucht auch mal mehr aber irgendwie nicht so richtig krass. Röntgen o.B. Funktionstest nicht gut aber ok. Aber ich hatte keinen Krebs. Bin nie wieder nachts hochgeschreckt. Der Hund darf auch bleiben.
Dann schmerzen im Bein >> Thrombose. Nein sie haben keine Thrombose. Der lang vergessene Darmschmerz kam zurück. Überweisung Gastroenterologie. Ultraschall alles Tipi top.
Darmspiegelung >> 2 Polypen entfernt, Pathologie unauffällig nichts Böses.
Ich glaube trotz das es nichts bösartiges war, hat mich der Zustand, das was gefunden wurde , was da nicht hingehört, verunsichert.
Also wieder komplett drin im Film kichern
Seit Januar hüsteln ohne Auswurf , engegefühl in der Brust, ständig Fremdkörper Gefühl im Hals. Kehlkopf gereizt. Schleim im Hals. Ständiges aufstoßen ohne Säure und Blähungen. Nach essen wird alles schlimmer. Im Februar war ich noch moderat beim stillen Reflux. Hab mit Ernährung rum probiert, war zu ungeduldig und hab mich dann richtig in die Speiseröhrenkrebs Spirale katapultiert.
Dann war Ende. HA >> Magenspiegelung. Ich hatte echt Glück das ich dort schnell einen Termin gekommen habe. Nächster Tag schon Vorbesprechung. Termin in 1,5 Wochen. Die ersten Tage gings noch. Um so näher der Termin kam, war klar wenn ich da raus komme, ist nicht wie es war. Chemotherapie und dann noch mit Corona. Ich habe nur noch 3 Stunden pro Nacht geschlafen. Immer wieder mal Dr. Google zu Rate gezogen. 7 Kilo abgenommen in der ganzen Zeit. Also nicht in den 1,5 Wochen, aber in der Zeit. Gewichtverlust = Krebs. Meine Freundin kannte diesen heftigen Zustand nicht. Das hat auch in der Beziehung mega Energie gekostet.
2 Tage vor der Spiegelung dachte ich, ich habe mir gerade das Herz zerstört mit dem anhaltenden Zustand.
Rythmusstörungen des Grauens. Schmerzen in der Herz Region, ziehen im linken Oberarm.
Zum HA EKG weil dachte wenn ich die Schlafspritze bekomme wache ich nicht mehr auf. EKG o.B.
Blutdruck gemessen ständig. Leicht erhöht was mich nicht wirklich wundert.
Vor der Magenspiegelung war mir ultra schwummerig, dachte aber kein Wunder. Ich habe die Magenspiegelung ohne Spritze gemacht. Kein Krebs keine Refluxschäden. Kleiner Zwerchfellbruch. Nicht schlimm laut Arzt haben das viele.
Ich dachte jetzt löst sich der knoten etwas. Nö.
Mir ist einfach schwummerig geblieben. Und ich bin direkt wieder auf die Lunge zurück gesprungen.
Ich wache jeden Morgen auf und ich habe Angst. Ich traue mich keine lange Strecken zu gehen weil ich außer Puste bin und mir schwummerig ist.
Vor 4 Wochen bin ich noch lange Strecken schnell spaziert um mich abzulenken. Geht irgendwie nicht.
Gestern bin ich vom Schreibtisch auf gesprungen weil ich dachte ich hab nen Herzinfarkt.
Habe zu dem Zeitpunkt natürlich gegoogelt. Auf einmal Zack. Bin aufgesprungen und musste in den Park gehen und im Kreis spazieren. Ich war so panisch das ich dann doch recht schnell gelaufen bin und es tat weh und weh. Dachte Gehste zum Arzt. Hab mich nicht getraut. Der Schmerz ging dann weg aber ich dachte wenn du jetzt einen Infarkt verschleppst.
Immer wenn ich mich bewege bekomme ich Beklemmungen und rythmusstörungen. Ich drehe gerade voll durch.
Im Moment dreht es sich um COPD mit Herzinsuffizienz, geht bestimmt auch alles mit 44.
Und Prostatakrebs hab ich auch weil ich seit gestern dauernd pinkeln muss. Urin hat keine Farbe (trinke aber auch viel weil ich mich teste)
In guten Momenten habe stillen Reflux oder das roemheld-syndrom.


Weiß gerade nicht wie rauskommen soll.

20.03.2020 16:25 • x 1 #70


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T
hallo
ja ich kenne das auch zu gut und es ist eins meiner Hauptprobleme ,die Angst etwas Ernstes zu haben und keiner findet es .auch wenn mir der Arzt sagt da ist nichts gefährliches kann ich es meist nicht glauben weil die Beschwerden sind ja da .Ich arbeite an diesem Problem zur Zeit wieder intensiv mit meinem Therapeuten und meist geht es mir auch nach der Stunde wieder besser und ich kann eine Zeitlang umdenken das es daran liegt das ich ständig in mich hinein horche ,wenn mal nichts ist beschwöre ich ja schon etwas hoch anstatt mich zu freuen das alles in Ordnung ist.Machst du eine Therapie ?

LG.tini

#2


O
hallo tini danke für dein bericht.
zurzeit mache ich keine therapie. ich hab irgendwie das gefühl. das ich die theorie der therapie verstanden habe aber ich kann sie einfach nicht umsetzten, das heisst, ich weiss, dass das problem im kopf stattfindet, dass ich die situationen überbewerte, viel zu oft und zu intensiv körperveränderungen wahrnehme und sie fehlinterpretiere, mich in ein teufelskreis schlechter gedanken begebe, aber ich kanns irgendwie einfach nicht abstellen. das funktioniert nur kurz nach arztbesuchen, kommt dann aber immer wieder. denke aber doch über eine erneute therapie nach. hast du erfolgsaussichten mit der therapie?
lg oli

#3


T
hallo Oliver
ich hoffe doch das ich das mit dem Dauerhaften Umdenken durch die Therapie irgend wie schaffe aber ich denke es wird noch ein längerer Weg .Bei mir ist es auch meist so das ich es vom Kopf her schon verstanden habe aber es vom Bauch her einfach nicht umsetzen kann und mich immer wieder von meinem Körper fertig machen lasse ,er hat mich immer noch voll im Griff und ich doofes gehe auch immer voll drauf ein und reagiere auf die sch... körperlichen Symptome .Nimmst du irgend was an Medikamenten?


LG.Tini

#4


O
hallo tini, nein, ich nehme keinerlei chemische medis, das einzige, was ich manchmal nehme, sind pflanzliche beruhigungstabletten von zeller. die helfen schon etwas. wünsche dir ales gute

#5


H
Zitat von oliver11:
hallo tini danke für dein bericht.
zurzeit mache ich keine therapie. ich hab irgendwie das gefühl. das ich die theorie der therapie verstanden habe aber ich kann sie einfach nicht umsetzten, das heisst, ich weiss, dass das problem im kopf stattfindet, dass ich die situationen überbewerte, viel zu oft und zu intensiv körperveränderungen wahrnehme und sie fehlinterpretiere, mich in ein teufelskreis schlechter gedanken begebe, aber ich kanns irgendwie einfach nicht abstellen. das funktioniert nur kurz nach arztbesuchen, kommt dann aber immer wieder. denke aber doch über eine erneute therapie nach. hast du erfolgsaussichten mit der therapie?
lg oli


du sprichst mir aus der seele! War auch selbst 2 mal schon über ein jahr in therapie. ich weiß das mein denken schuld ist, aber immer ablenken kann ich mich nicht, die angst begleitet mich jeden tag, mal denk ich nur kurz drüber ´nach, dann wieder bestimmen die angstgedanken mein leben. dann gehts mir mal wieder wochenlang supergut.
meine mom bestellt mir jetzt ein buch "Ängste verstehen und überwinden" hat gute kritiken... mal schauen..... naja, solange es noch schöne tage gibt kann man damit leben...ich beneide jedoch immer die menschen die ganz "normal" sind..... aber schön zu lesen dass es noch andere menschen gibt die diese probleme haben!! man hat das gefühl nicht allein zu sein...... man stößt eh nur auf unverständnis, freundeskreis, familie etc. weils keiner nachvollziehen kann. außer bei mir meine omi, hat dasselbe problem sie ist inzwischen fast 80

#6


A
Hallo ihr Lieben,

ihr spricht mir alle aus der Seele. Auch ich hab das gleiche Problem und vermute hinter allem eine schreckliche Krankheit.Seit Mitte Februar kämpfe ich nun schon mit meinen Mandeln rum,zweimal ne dicke Angina,zweimal Antibiotika genommen. Dann am Ostersonntag wach ich morgens auf und hab schon wieder Halsschmerzen.Ich hab jetzt so ne Angst,daß da doch mehr dahintersteckt,obwohl mein Hausarzt meint,es wär bloß schon wieder ein Infekt.Aber die Halsschmerzen gehen einfach nicht richtig weg und ich komm mir blöde vor,schon wieder zum Arzt zu gehen.Ich weiß auch,daß ich meine Umwelt ziemlich nerve mit meinen Vermutungen,ich hätte jetzt bestimmt ne furchtbare Krankheit,aber ich kann echt nix dafür,daß ich so denke. Manchmal bin ich schon verzweifelt.

Lg,Alex

#7


O
hallo nochmal. ja ich denke uns gehts allen etwa gleich... ich war heute wieder beim arzt, und auch ich komme mir manchmal cht blöd vor. zum glück habe ich eine frau die mich zumindest versucht zu verstehen. mir ist wieder seit einer woche schlecht, habe druckgefühle im oberbauch, gasansammlungen und so weiter. da ich meinen mage habe spiegeln lassen und nix dabei rauskam, weder im magen noch der speiseröhre noch im zwölffingerdarm, blieb mir noch die sorge um meine bauchspeicheldrüse. hatte wieder panische angst, ich hätte bauchspeicheldrüsenkrebs! ICH BIN 25! wie krank ist das?? aber was solls, hab heute alles abchecken lassen, bin mega beruhigt, rege mich aber selber über mich auf. bin nun schon so weit, dass ich keine normale magenverstimmung mehr haben kann ohne gleich durchzustarten! iche denke, ich versuchs nun mal mit akkupunktur, nützt es nichts, schadet es nichts! wünsche euch alles gute, lg oli

#8


A
Hi Olli,

aber eigentlich ist es doch schade,daß man sich blöd vorkommt,nur weil man aus Sorge zum Arzt möchte,findest du nicht? Zum Glück kennt sich mein HA mit Angstzuständen u.Panikattacken aus,weil seine Frau das auch hat.Bin schon seit 15Jahren bei ihm in Behandlung. Was ich manchmal finde ist,daß die Helferinnen manchmal komisch reagieren,weil man vielleicht 5Termine innerhalb eines Monats möchte.Oder bilde ich mir das vielleicht nur ein? Kann auch sein. Schöne und entspannte Woche wünsche ich euch allen!!

LG,Alex

#9


T
habe meinen Doc schon mal darauf angesprochen weil ich den eindruck hatte nicht mehr so ganz für voll genommen zu werden ,er sagte mir das Leute wie wir eigentlich noch genauer untersucht werden weil es ja doch immer sein kann das doch mal etwas ist .Man kann ja nicht alle beschwerden auf hypochondrie schieben .


LG.Tini

#10


L

Hypochondrie.....

Hallo an alle.
Ich bin 25 und habe totale Angst vor Krankheiten.. Diese Angst macht mein ganzes Leben kaputt. Meiner Familie und meinem Partner geh ich damit schon auf die Nerven. Ich würd es so gern abstellen aber es geht leider nicht.
Kann mir vielleicht jemand einen Tipp geben. Zum Psyologen möchte ich nicht ...

Danke

#11


D
Hallo Lady,

so wie Dir geht es mir genauso.Ich plage mich auch ständig mit dem Gefühl herum an irgendwelchen tödlichen Krankheiten zu erkranken.Ich habe auch die ganze Zeit gedacht ich würde es alleine schaffen,da ich zwischendrin auch wirklich gute Zeiten ohne Angst hatte - aber jetzt bin ich an einem Punkt angekommen,an dem ich Hilfe in Anspruch nehmen muß,da es alleine nicht mehr geht.Ich rate Dir auch dazu,vor allem wenn es bei Dir und Deinem Partner deswegen zu Spannungen kommt.Geh doch einfach mal zu einem Therapeuten und hör Dir an,was er zu sagen hat - wenn Du mit ihm nicht einverstanden bist,such Dir einen anderen.Aber Hilfe ist ,denke ich,wirlich angebracht,da Du da warscheinlich nicht alleine herauskommen wirst.
Ich wünsch Dir viel Glück.

durch den Wind

#12


M
Hallo ich leide wie du seit 12 Jahren daran,habe auch sehr viele körperliche Beschwerden kam aber auch leider nicht alleine von diesen Teufelskreis heraus mache jetzt seit über einen Jahr eine Therapie solangsam merke ich das es besser wird.Würde dir auch zu einer Therapie raten höre es dir einfach mal an wenn es nichts für dich ist kannst du ja wieder abbrechen.Wünsche Dir alles gute

#13


S

Hypochondrie

Hallo,
habe durch Zufall diesen Forum endeckt...und wie ich sehe bin ich mit meiner Angsterkrankung nicht ganz alleine.
Leide seit 10 jahre an diese Ängste(Angst Krank zu sein)bin schon bei verschiedenen Ärzte gewesen,und wie immer nicht`s gefunden.Zu Zeit bilde ich mir ein Gehirn Tumor ein,weil ich in der Letzten Zeit öfter Kopfschmerzen habe.Ich habe das gefühl das ich aus lauter Angst noch Wahnsinnig werde.Ich könnte bei meinem Hausarzt schon zu Untermiete Wohnen denn so oft gehe gehe ich da schon hin.
Wie geht ihr mit dieser Krankheit um?
Würde mich über Antworten freuen...

#14


V
Warst du schon bei einem Psychologen?
Und über eine Therapie nach gedacht?

#15


S
Zitat von Vicky775:
Warst du schon bei einem Psychologen?
Und über eine Therapie nach gedacht?


habe schon 2 Verhaltenstherapien hinter mir,alle ohne Erfolg!nehme auch fleißig Antidepresiva....aber diese Angst Krebs zu haben bringt mich noch um.

#16


V
Zitat von scarlett:
Zitat von Vicky775:
Warst du schon bei einem Psychologen?
Und über eine Therapie nach gedacht?


habe schon 2 Verhaltenstherapien hinter mir,alle ohne Erfolg!nehme auch fleißig Antidepresiva....aber diese Angst Krebs zu haben bringt mich noch um.



das kann ich mir gut vorstellen
Vielleicht hilft dir eine RehaKlinik?

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

S
das kann ich zu Zeit nicht machen weil ich eine 9 Jährige Tochter habe,und ich sie nicht alleine lassen kann.

#18


R
hallo

du hast angst vor krebs , woher ruht den das muss ja einen grund haben.
kennst du menschen die an dieser krankheit erkrankt sind.

ich selber hatte auch angst vor krankheiten auch vor krebs , dachte auch bei jedem stechen in lunge oder bauch oder bei jedem kopfweh oh je entweder schlaganfall herzinfarkt oder krebs.
leider na leider will ich das garnicht nennen bekam ich einer krebserkrankung , die war auch nicht harmlos. nur seit dieser erfahrung bin ich viel gelassener geworden. vor allem die menschen die es haben sind total posetiv ale zusammen.
vieleicht solltest du dir einen psychologen suchen und dann mit seiner unterstüzung eine onkologie mal aufsuchen.
es nimmt die angst seit meiner erfahrung habe ich vor krebs keine angst mehr.

#19


S
ich habe vor 10 Jahre eine falsche Diagnose bekommen(das ich Gebärmutterkrebs habe)und seit damals ist nicht`s mehr wie es war.
Habe Beschwerden ohne Ende,gehe zu jede Menge Ärzte,das es mir schon peinlich ist,und gerade habe ich Angst,da ich Kopfschmerzen habe,das ich einen Gehirn Tumor habe.

#20


A


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Prof. Dr. Heuser-Collier
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