Hallo,
Ich bin neu angemeldet und muss mal schreiben, um wieder etwas atmen zu können.
Ist etwas länger und vielleicht eher zu lesen, wenn wir bald eh nicht mehr raus dürfen.
Ich hatte 2003 meine ersten Panikattacken aufgrund von Krankheitsängsten.
Mein Hauptsymptom war Dauerschwindel (1,5 Jahre mehr weniger immer). Mein Neurologe mutierte zu meinem Hausarzt. Etliche neurologische Untersuchungen. Alles o.B.
Phobischer Schwankschwindel
Damals hats mich so zerlegt, das meine Beziehung darunter zerbrach und ich nach einem Therapie Versuch, der nicht wirklich geholfen hatte, in eine psychosomatische Klinik überwiesen wurde. Die Klinik ist in Bayern und da ich nach der Trennung kurzzeitig bei meinen Eltern unterkam, war der Tapetenwechsel ganz gut (komme aus Hessen).
Leider waren die mit Ängsten in der Klinik noch nicht so gut. Was mir der Aufenthalt wirklich gebracht hat, war Leidensgenossen zu treffen, zu sehen du bist alleine >> es ist eine psychische Erkrankung und ich bin nicht einfach" schwierig und mit ein bisschen Sport wird das schon wieder.
Der Schwindel war ab da unter Kontrolle.
Zu der Zeit oder kurz nach der Klinik hatte ich schon einen punktuellen Darmschmerz. War natürlich Darmkrebs . Mein Hausarzt meinte das das mit 28 unglaublich unwahrscheinlich währe. Aber er lies sich auf die Darmspieglung ein. Ich kann ziemlich überzeugend sein, wenn ich einen hypochondrischen Schub mit Angst und Panik habe. Darmspiegelung o.B.
Dann nach zwei Gesprächstherapie versuchen (kam mit den Therapeuten nicht klar)
Psychoanalyse. Das war sehr gut. Muss aber sagen, das die Symptomatik in welcher Form auch immer, immer präsent war. Hat mir aber erklärt woher und warum.
Nach der Analyse (4,5 Jahre) habe ich mich irgendwie durch gewurschtelt, mal besser, mal weniger gut.
Irgendwann wurde es wieder alles wieder zu viel >Tinnitus, Schwindel, Muskelzucken, Taube stellen, Kribbeln <<< ihr kennt das. Zum HA >> zum Neurologen = SSRI.
Ich habe bestimmt, mit Unterbrechungen, 6 Jahre Medis genommen. SERTALIN 25mg.
Ich habe die aber geteilt, da ich mega sensibel bin. Mein Neurologe meinte immer: das wirkt doch überhaupt nicht in der Dosis. Doch hat es.
Hatte in der Zeit wenig Symptome und die konnte ich echt gut einschätzen bzw ignorieren.
Jetzt aktuell würde ich sagen, ich habe die Krankheit in ein Cocoon eingesponnenen.
Konnte aber mal ein recht Beschwerde freies Leben inkl. Beziehung führen und mir beruflich was aufbauen. Da es mir recht gut ging und ich kein Bock mehr hatte täglich medis zu nehmen, habe ich vor ca. 2,5 Jahren ausgeschlichen. Nach ca einem Jahr gings langsam wieder los. Mein Herz hat mir bis zum Hals geschlagen und ich war schnell atemlos.
Bin zum HA. EKG war ok und auch wieder nicht.
Kardiologe EKG ok belastungs EKG ok. Langzeit EKG sinusknoten syndrom. Kardiologe: das ist nicht schlimm, Rhythmusstörung merkt man mal mehr und mal weniger und wenn es blöd kommt >> Schrittmacher. Na danke auf Wiedersehen .Potenzial fürs Kopfkino. Ging aber noch ne Zeit ganz gut.
Dann gings los. Husten, allergisches Asthma, mist hoffentlich nicht der Hund. Astmaspray bekommen.
Nicht wirklich benutzt wurde wieder besser. Dann nachts aufgewacht >> keine Luft bekommen. Freundin sich jedesmal erschreckt und ich natürlich auch. Irgendwann zum Lungenarzt. Schiss ohne Ende, war logischerweise Lungenkrebs.
Habe ne Zeit lang geraucht auch mal mehr aber irgendwie nicht so richtig krass. Röntgen o.B. Funktionstest nicht gut aber ok. Aber ich hatte keinen Krebs. Bin nie wieder nachts hochgeschreckt. Der Hund darf auch bleiben.
Dann schmerzen im Bein >> Thrombose. Nein sie haben keine Thrombose. Der lang vergessene Darmschmerz kam zurück. Überweisung Gastroenterologie. Ultraschall alles Tipi top.
Darmspiegelung >> 2 Polypen entfernt, Pathologie unauffällig nichts Böses.
Ich glaube trotz das es nichts bösartiges war, hat mich der Zustand, das was gefunden wurde , was da nicht hingehört, verunsichert.
Also wieder komplett drin im Film
Seit Januar hüsteln ohne Auswurf , engegefühl in der Brust, ständig Fremdkörper Gefühl im Hals. Kehlkopf gereizt. Schleim im Hals. Ständiges aufstoßen ohne Säure und Blähungen. Nach essen wird alles schlimmer. Im Februar war ich noch moderat beim stillen Reflux. Hab mit Ernährung rum probiert, war zu ungeduldig und hab mich dann richtig in die Speiseröhrenkrebs Spirale katapultiert.
Dann war Ende. HA >> Magenspiegelung. Ich hatte echt Glück das ich dort schnell einen Termin gekommen habe. Nächster Tag schon Vorbesprechung. Termin in 1,5 Wochen. Die ersten Tage gings noch. Um so näher der Termin kam, war klar wenn ich da raus komme, ist nicht wie es war. Chemotherapie und dann noch mit Corona. Ich habe nur noch 3 Stunden pro Nacht geschlafen. Immer wieder mal Dr. Google zu Rate gezogen. 7 Kilo abgenommen in der ganzen Zeit. Also nicht in den 1,5 Wochen, aber in der Zeit. Gewichtverlust = Krebs. Meine Freundin kannte diesen heftigen Zustand nicht. Das hat auch in der Beziehung mega Energie gekostet.
2 Tage vor der Spiegelung dachte ich, ich habe mir gerade das Herz zerstört mit dem anhaltenden Zustand.
Rythmusstörungen des Grauens. Schmerzen in der Herz Region, ziehen im linken Oberarm.
Zum HA EKG weil dachte wenn ich die Schlafspritze bekomme wache ich nicht mehr auf. EKG o.B.
Blutdruck gemessen ständig. Leicht erhöht was mich nicht wirklich wundert.
Vor der Magenspiegelung war mir ultra schwummerig, dachte aber kein Wunder. Ich habe die Magenspiegelung ohne Spritze gemacht. Kein Krebs keine Refluxschäden. Kleiner Zwerchfellbruch. Nicht schlimm laut Arzt haben das viele.
Ich dachte jetzt löst sich der knoten etwas. Nö.
Mir ist einfach schwummerig geblieben. Und ich bin direkt wieder auf die Lunge zurück gesprungen.
Ich wache jeden Morgen auf und ich habe Angst. Ich traue mich keine lange Strecken zu gehen weil ich außer Puste bin und mir schwummerig ist.
Vor 4 Wochen bin ich noch lange Strecken schnell spaziert um mich abzulenken. Geht irgendwie nicht.
Gestern bin ich vom Schreibtisch auf gesprungen weil ich dachte ich hab nen Herzinfarkt.
Habe zu dem Zeitpunkt natürlich gegoogelt. Auf einmal Zack. Bin aufgesprungen und musste in den Park gehen und im Kreis spazieren. Ich war so panisch das ich dann doch recht schnell gelaufen bin und es tat weh und weh. Dachte Gehste zum Arzt. Hab mich nicht getraut. Der Schmerz ging dann weg aber ich dachte wenn du jetzt einen Infarkt verschleppst.
Immer wenn ich mich bewege bekomme ich Beklemmungen und rythmusstörungen. Ich drehe gerade voll durch.
Im Moment dreht es sich um COPD mit Herzinsuffizienz, geht bestimmt auch alles mit 44.
Und Prostatakrebs hab ich auch weil ich seit gestern dauernd pinkeln muss. Urin hat keine Farbe (trinke aber auch viel weil ich mich teste)
In guten Momenten habe stillen Reflux oder das roemheld-syndrom.
Weiß gerade nicht wie rauskommen soll.