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angst24
Hallo,
Ich hoffe ich schreibe das hier jetzt in das richtige "Forum".
Ich hab mich hier angemeldet weil ich nach Leuten suche den es ähnlich geht wie mir.
Zu mir ich bin 18 Jahre alt und leide schon sehr lange an der Angst vor Krankheiten.....das ganze beeinträchtigt mein leben leider total weil ich jeden Tag was neues finde was mir Angst bereitet...es gibt wenige Tage an denen ich glücklich bin und es mit gut geht.
Ich bin eher der Typ der nicht zum Arzt gehen möchte wegen der Angst das etwas gefunden wird was ja eigentlich total falsch ist.
Bei jeden kleinen Schmerz fang ich an zu googeln und mache mich bekloppt...außerdem fange ich auch direkt an mich zu schonen das heißt wenn ich irgendwo schmerzen hab bleib ich einfach im Bett ,lege ein wärmekisse auf die stelle und mag die stelle nicht mal mehr berühren....auch vor Krebs habe ich total Angst und traue mich z.b nichtmal meine Brust oder sonst was abzutasten weil ich zu 100% was finden würde das nichtmal existiert.
Ich steigere mich auch total in Sachen rein,
im Sommer lag ich im krankenhaus weil mein puls beim Arzt so hoch war das es untersucht werden sollte ,ich wusste genau das es einfach von meiner panik kommt... Bei mir ist es so stark,dass ich mich dann so auf meinen Körper fixieren,dass ich die Symptome die ich mir einbilde irgendwann auch bekomme.
Mir geht es einfach total schlecht mit der Situation ich möchte auch wie andere Menschen einfach mein leben leben ohne ständig Angst zu habe....
Tut mir leid wegen dem langen Text aber ich musste das einfach mal loswerden....
Vielleicht hat ja jemand Tipps für mich:(

26.02.2016 22:35 • 27.02.2016 #1


7 Antworten ↓


Hallo angst24,

geht mir wohl genau so. Vor einem Jahr war das ganze noch richtig schlimm. Da dachte ich noch jeden Tag, dass das mein letzter sein würde und hatte oft Panikattacken wegen irgendwelchen komplett ungefährlichen Sachen, die sich dann bis zu Todesangst gesteigert hatten. Lag auch nur noch im Bett, weil ich mich bloß nicht zu sehr belasten wollte. Der Fokus liegt bei mir besonders auf dem Herz. Hab den Puls ständig gemessen und immer gedacht der ist zu hoch oder zu niedrig und der war auch oft bei Panikattacken ziemlich hoch manchmal irgendwie über 150.

Mittlerweile hat sich das ganze etwas gebessert, aber es ist nicht komplett weg. Heute ist wieder einer dieser Tage, wo es mir ganz und gar nicht gut geht.
Den Großteil, den du da schreibst, kenne ich selbst zu gut.

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was mir geholfen hat. Ich habe mich viel mit irgendwelchen anderen Sachen abgelenkt vor allem am PC. Ich weiß aber, dass die Sache mit dem ablenken ziemlich schwierig ist, weil sich diese Ängste immer gern in den Vordergrund drücken. Das hat bei mir nach der Zeit irgendwie immer mehr nachgelassen.

Wenn du echt noch gar nicht beim Arzt warst, solltest du das aber trotzdem nochmal machen. Hat mir anfangs geholfen auch wenn ich selbst Angst vor einer schlimmen Diagnose hatte.
Allerdings denke ich nicht, dass du tatsächlich etwas schlimmes hast. Ich hatte auch schon so einiges, weil ich es gedacht hab.

Edit: Ich bin bisschen blöd. Du warst ja sogar im Krankenhaus, aber da wurde nichts gefunden nehme ich an?

26.02.2016 23:03 • #2



Hoher Puls wegen Panik -Tipps & Symptome

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hallo angst24

schön,dass jemand mit dir schreibt
ich möchte dich hier im forum willkommen heißen und dir sagen,dass hier ganz viele user deine ängste teilen.

ich wünsche dir einen guten austausch

26.02.2016 23:07 • #3


angst24
Ich hoffe mal das es richtig ist wenn ich so antworte
Hallo Angsthahn,
Im Krankenhaus wurde nichts gefunden alles war sogar mehr als gut aber das blendet mein Kopf leider aus:/ mein Kopf sagt mir,dass viel passieren kann in der Zeit die jetzt vergangen ist....
Ich merke leider auch das mein Hobby leidet...früher war ich jeden Tag auf dem Pferd und mittlerweile denk ich mir jedes mal du kannst jetzt nicht reiten das könnte deine "Krankheit" verschlimmern.
Ich zieh mich so sehr zurück das ich nur noch im Bett liege und nurnoch rausgehe wenn es sein muss...die Schule leidet sehr darunter wegen der Fehlzeiten und ich bin blass wie eine Leiche weil ich wie gesagt selten raus gehe obwohl ich eigentlich gerne was mit freunden mache oder sonst was.
Zum Arzt gehen ist bei mir auch so eine Sache weil ich mich vor allem Ekel was in meinem Körper passiert komisch oder? Müsste eigentlich zur Blutabnahme weil ich Verdacht auf starken Eisenmangel habe aber ich dreh durch bei dem gefühl ,dass was in meinem arm steckt was da nicht rein gehört...alles sehr kompliziert

Und Alexandra1975 danke für deine liebe Antwort!:)

26.02.2016 23:22 • #4


Ja, ich hatte da leider auch mehrere Anläufe gebraucht, bis ich wirklich glauben konnte, dass ich nichts hab. In solchen "Anfällen" war die Logik aber ganz schnell verschwunden und ich hatte wieder Angst davor irgendwas schlimmes zu haben.

Ich mach auch so gut wie gar nichts mehr zur Zeit, auch wenn ich versuche wieder Sachen zu erledigen. Bei mir ist die ganze Sache nur etwas komplizierter. Ich hab schon mein ganzes Leben so meine Probleme, bin extrem introvertiert und komme nur mit den wenigsten Menschen wirklich klar. Damit bin ich mehr oder weniger auf mich allein gestellt und habe keine Freunde, die mit mir rausgehen können. Die Leute mit denen ich dann mal klarkomme wohnen leider alle 400 km aufwärts entfernt und ich habe mit ihnen leider nur übers Internet kontakt.

Das mit dem Ekel vor dem... naja.. inneren kenne ich auch. Wenn man mal wirklich darüber nachdenkt was da drin so vor sich geht, mit dem Herz, der Lunge etc. ist das schon ziemlich ekelig. Da geb ich dir Recht, aber irgendwie scheint das ganze ja zu funktionieren und ich hab ja auch 18 Jahre gelebt ohne davon irgendwas mitzukriegen.
Mit Blutabnahmen hab ich zum Glück kein Problem. Ist ja auch eigentlich echt nicht der Rede wert was da passiert. Sollte schon gemacht werden.

26.02.2016 23:38 • #5


angst24
Meine Freunde wissen das alles garnicht so richtig ,der einzige der das wirklich weiß ist mein Freund er versucht es zu verstehen aber ganz nachvollziehen kann er der natürlich nicht was ich aber auch verstehen kann.
Ich glaub das ist einfach ein Teufelskreis aus dem man total schwer raus kommt...."Thearpie" z.b würde bei mir auch nicht helfen weil ich viel zu überzeugt von meiner Meinung bin und mich auf sowas nicht einlassen kann ich weiß eigentlich selber das es Quatsch ist und die Chance was ernsthaftes zu haben gering ist aber dann denke ich mir das haben sich andere auch gedacht...ich hab Momente da dreh ich innerlich total am rad und dann fahr ich wieder ein wenig runter und denke mir OK abwarten wenn es in einer Woche nicht weg ist geh ich zum Arzt ( meine Regel ist immer alles was am nächsten Tag noch da ist ,ist komisch und alles was über eine Woche hinaus geht ist arztsache). Desto länger das Problem anhält desto stärker wird die Unruhe in mir.

Und ja ich hab auch keine Probleme mit dem blutabnehmen an sich nur wie gesagt der Gedanke wiedert mich einfach so sehr an das ich durchdrehe .

26.02.2016 23:52 • #6


Hm, was deine Freunde angeht bin ich dir leider keine große Hilfe. Ich hab da ja recht wenig zu verlieren und benutze Twitter auch regelmäßig zum Dampf ablassen, wo es meine Freunde und besonders in meinem Fall auch viele andere mir völlig fremde Leute sehen. Die gehen allerdings alle damit ziemlich locker und verständnisvoll um, was mich doch immer wieder überrascht und mir auch hilft.

Ich kenne deine Freunde allerdings nicht deswegen kann ich sie nicht einschätzen. Dass dein Freund das weiß und auch versucht das zu verstehen ist schon mal gut. Jemanden in der Nähe zu haben, der für dich da und auch bereit ist zu helfen, ist da nicht verkehrt.

Therapie ist echt schwierig, wenn man sich darauf nicht wirklich einlassen kann, aber du glaubst tatsächlich jetzt in diesem Moment krank zu sein? In dem Fall: Was glaubst du denn, was du hast?

27.02.2016 00:16 • #7


FairlyLi
Hallo Angst24,
Wir haben so viel Gemeinsam!
Bin genauso Alt wie du, und habe all dass auch schon durchlebt.
Wenn du magst kannst du mich gerne Privat anschreiben.
Ich habe so das Gefühl, dass man verschiedene Phasen durchleben muss.
Ich schreibe dir mal wie es bei mir war, weil ich die andere Formulierung komisch finde :'D
Am Höhepunkt meiner Angststörung war ich total verzweifelt, habe jeden Tag gerechnet, jetzt ist es vorbei.
Habe hier im Forum Beruhigung und Hilfe gefunden.
Dadurch habe ich mich wieder mehr getraut, und wieder angefangen zu leben.
Dadurch wurden auch die Symptome besser.
Aber ich habe auch Rückfälle, und oft tauchen auch aus dem Nichts wieder die negativen Gedanken auf "was wenn doch was ist, und du es dir nur schön redest" "was wenn das passiert" "es kann doch auch so sein"
Also es ist wirklich eine Berg und Tal Fahrt.
Aber was ich dir erstmal raten kann. Fang an zu leben! Dann werden sich all die Symptome auch bessern. Lenk dich ab, geh raus. Wenn du einmal da raus gefunden hast, werden dich nachfolgende Tiefs nicht mehr so runterziehen.
Und wenn du es brauchst, lies auch gerne hier im Forum, aber durchforste nicht alles, weil durch Erfahrungsberichte erfährt man gerne auch mal Dinge die alles schlimmer machen

Liebe Grüße

27.02.2016 01:17 • #8




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