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Mätzler291186
Kalina und wie ist das mir dem druck auf der brust mir einer ruhe situation so ist es z.b bei mir hab auch einen angespannten rückenmuskel

15.03.2019 18:52 • #161


Ersteinmal danke für die Antworten. Ich habe noch eine Frage und zwar habe ich in gewissen Abständen (meist einmal täglich) so einen Herzstolperer den ich sehr stark merke. Genau kann ich es auch nicht beschreiben, aber ich würde sagen es fühlt sich an, als ob das Herz quasi aus dem Takt gerät und dann verkrampft. Habe darüber schon einiges hier gelesen, aber manchmal denke ich halt es könnte ja jetzt nach der Zeit etwas vorliegen im organischen Sinne.

22.03.2019 00:48 • #162


Hi hi... sind hier noch welche aktiv?
Einerseits bin ich froh wenn ich das hier alles lese .. andererseits erschreckend das so viele Leute Probleme mit dem Herzen haben bzw anscheinend eher mit der Neurose.
Auch mich hat diese Neurose mal mehr mal weniger im Griff. Zumindest so im Griff, dass ich mir deswegen schon die Apple Watch 4 geholt habe um mein ekg selber aufzeichnen zu können.
Ich hänge jetzt nicht mehrmals am Tag am ekg .. doch wenn ich Probleme habe, kommt sie schon zum Einsatz. Oft mit normalem Sinusrythmus. Das einzige ist das die Zacken der Welle nicht so hoch sind wie bei einem Vergleichs ekg wo ich keine Beschwerden hatte.
Naja.. lange Rede kurzer Sinn.
Vor allem werde ich meistens nachts zwischen 1 und 3 Uhr mit herzrasen wach. Über Tag habe ich eher manchmal das Gefühl das mein Herz zu schwach und kurz schlägt um dann los zu rasen.
Mehrmalige 24 std ekgs
Ultraschall Untersuchungen
Blutuntersuchungen brachten keine Befunde.
2011 hatte ich eine Katheter Untersuchung wo eine überflüssige leitbahn verödet wurde.
Was mich am meisten belastet ist das Atmen. Ich muss ständig versuchen tief durchzuatmen welches mir eher selten gelingt. Als wenn die Luft nicht ganz rein geht.. schwer zu beschreiben.
Lg

25.07.2019 11:17 • #163


Garz04

21.10.2019 20:55 • #164


One-Cold-Night
Servus Garz

Hatte ich eine Zeit lang. Und ein Druck auf der Brust. War bei mehreren Ärzten. Einer davon konnte mir schlussendlich helfen. Eine Verspannung im Brustkorb war für die ganze Sch... Verantwortlich. Nach Entspannungsübungen waren die Symptome auch weg.
Ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen.

Gruß Sven

21.10.2019 21:27 • x 1 #165


16.11.2019 20:17 • #166


Lottaluft
Ich würde dir in erster Linie eine Therapie empfehlen
Angst vor Herzerkrankungen haben hier sehr viele im Forum
Über die Suchfunktion des Forums findest du viele passende Beiträge dazu

16.11.2019 20:25 • x 2 #167


NIEaufgeben
Das wäre auch mein Vorschlag...
Es gibt hier sehr sehr viele Leute mit einer herzneurose,du bist damit nicht alleine...
Und eine Therapie wäre in deinem Fall sehr zu empfehlen...
Evtl könnten auch medis etwas helfen aus dieser Spirale rauszukommen

16.11.2019 20:52 • x 1 #168


Hallo zusammen,

Ich bin Markus, bin 31 und bin mir öfters ganz sicher an einer Herzneurose zu leiden. Und dann denke ich doch immer wieder, dass ich irgendwas organisches habe und verbringe viel Zeit damit, Dr. Google zu konsultieren.

Ich schreibe einfach mal meine Geschichte auf. Ich hatte schon als Kind Angst, dass mein Herz "stehen bleibt". Ich hatte nachts immer Angst und Herzklopfen und war schwer zu beruhigen. Mit meiner Mutter war ich deswegen auch beim Arzt, mehrmals, aber es wurde nie was gefunden. Und irgendwie hat sich das dann verwachsen.

Meine erste Attacke hatte ich vor 10-11 Jahren. Ich war 20. Ich weiß es noch genau. Ich war bei einem Freund aus Berlin zu Besuch, weil ich dort beruflich zu tun hatte und mich in Hotels so allein gefühlt habe. Er musste spät nachts weg zu einem Filmdreh fliegen und ich war ganz alleine in der großen fremden Stadt. Ich weiß gar nicht mehr genau, warum, im Nachhinein denke ich, mein Herz muss wohl gestolpert haben, aber ich hatte wahnsinnige Angst. Ich konnte nicht schlafen, tagsüber war es dann wieder in Ordnung, aber als ich Abends dann wieder in diese leere Wohnung kam, hatte ich solche Angst, dass ich mir sofort ein Ticket gekauft habe und zu meinen Eltern nach Hannover geflüchtet bin.

So nahm das ganze seinen Anfang. Die ersten Jahre habe ich gar nicht gemerkt, dass zwischen dem Stolpern und der Angst ein Zusammenhang bestand. Ich war bei ein paar Psychologen wegen der Angst, aber irgendwie war es nach ein paar Sitzungen mir zu doof.

Parallel war ich immer mal wieder beim Hausarzt, um mein Herz untersuchen zu lassen, aber die Stolperer waren nie auf dem EKG. Es waren auch immer nur 2-3.

Ich weiß nicht, wie es weiter ging, aber der große Knall kam dann vor 5 Jahren. Meine damalige Freundin hat mich völlig unerwartet für einen anderen verlassen. Ich hatte schon während der Beziehung immer Probleme allein zu schlafen. Wir haben in Berlin zusammen gewohnt War sie ein paar Tage weg, war das die Hölle für mich. Meistens bin ich dann zu meinen Eltern nach Hannover gefahren, um nicht allein zu sein. Jedenfalls kochte sie nett für uns und sagte mir dann nach 3 Jahren, dass es das jetzt war und sie direkt zu ihm fährt. Ich hatte wahnsinnige Angst, musste mich direkt übergeben und weil es so spät Abends war, konnte ich nicht zu meinen Eltern. Ich bettelte sie an, doch wenigstens die Nacht zu bleiben. Es half nix. Die Nacht habe ich nicht geschlafen. Am nächsten Morgen ging ich unter die Dusche und dann fing mein Herz an zu stolpern, wie noch nie. Ich muss um die 100 Extrasystolen gehabt haben. Ich habe dann den Rettungswagen gerufen. Man konnte sie auch im EKG sehen. Aber als wir im Krankenhaus ankamen und dort ein EKG geschrieben wurde, war der Spuk vorbei. Ich hatte auch keinen Ausdruck. Und so wurde ich direkt wieder entlassen. Als ich gerade aus der Notaufnahme spazierte, fing es wieder an. Ich fuhr mit dem Bus nach Hause, traf noch ihren vorherigen Ex in der Bahn, bat ihn, auf mich aufzupassen, während ich meine Sachen zusammenpacke und dann bin ich zu meinen Eltern gefahren. Als ich im Zug saß, beruhigte sich mein Herz wieder, aber ich hatte trotzdem Todesangst. Mein Vater holte mich vom Bahnhof ab. Als ich aus dem Zug stieg, ging es wieder los. Da kam ich auf den Trichter, ich hatte Extrasystolen, sobald ich mich bewegte. Ich bin damit zum Hausarzt, der zum Glück gleich gegenüber war, aber der hatte kein Langzeit-EKG frei und mich auf den nächsten Tag vertröstet. Die Nacht habe ich dann aus lauter Angst neben meiner Mutter im Ehebett geschlafen. Am nächsten Tag bin ich zum Hausarzt, habe mir mein EKG geholt und siehe da: Um die 60 ventrikulären Extrasystolen pro Stunde. Und natürlich Herzrasen, wegen der ganzen Aufregung. Am nächsten Tag waren sie einfach weg. Die Auswertung dauerte ein paar Tage und dann hat mir der Arzt einen niedrig dosierten Betablocker verschrieben. Ich war froh, jetzt endlich mein Problem gelöst zu haben und nach ein paar Tagen war ich wieder ganz der Alte. Was ich nicht wusste, war, dass das der Beginn einer "Karriere" sein sollte.

Ich fuhr nach ein paar Tagen zurück nach Berlin. Eine alte Bekannte hatte sich gemeldet. Weil ich mich oft allein fühlte, haben wir viel Zeit miteinander verbracht. Irgendwann hatte ich dann wieder die eine oder andere Freundin. Und als ich dann wieder verlassen wurde oder mal allein schlafen musste, war ich wieder bei ihr. Dann kam die letzte Freundin in Berlin. Sie hatte selber irgendeine seltsame psychische Krankheit. Sie behauptete, anfallsweise gelähmt zu sein. Während ihrer Anfälle, lief sie zwar, aber wies man sie darauf hin, dass Gelähmte nicht laufen, fiel sie sofort um. Sie war stark anklammernd und eifersüchtig, aber das kam mir arg entgegen. So war ich nicht allein. Aber meine Herzneurose fing so richtig an. Ich hatte jetzt ab und zu mehrere Extrasystolen hintereinander. Und daraufhin heftige Panikattacken. Immer wieder gingen wir (zusammen, wie sich das in einer abhängigen Beziehung gehört) zu diversen Kardiologen. EKG, Langzeit-EKG, Echokardiogramm, sogar im Teneriffa-Urlaub lief ich mit einem tragbaren Eventrecorder herum, konnte aber nie etwas aufzeichnen. Ich recherchierte wie wild. Elektrolytmangel, Roemheld-Syndrom, WPW-Syndrom, ich hatte alles im Verdacht. Es ging von einem Kardiologen zum nächsten. Ich hatte ständig Angst. Bei meinen Kunden fuhr ich manchmal mitten im Projekt mit dem Rettungswagen weg, wenn ich wieder mal Herzstolpern hatte. Es war die Hölle. Gleichzeitig kümmerte ich mich um sie und ihre komischen Anfälle. Und ihre Verlassensängste, die einmal so schlimm waren, dass sie mich einsperrte, weil sie Angst hatte, ich verlasse sie. Ich musste die Polizei rufen. Nach eineinhalb Jahren trennte ich mich. Ich packte in Berlin meine Sachen, immer tageweise, denn allein schlafen dort ging nicht und zog nach Hannover. In eine Wohnung über meinen Eltern. Nach der Trennung ging es mir besser. Ich renovierte fleißig und kümmerte mich darum, endlich mal eine ordentliche Diagnose zu kriegen. Zwischendurch war ich immer mal wieder in der Notaufnahme. Im April 2018 habe ich mir dann einen Eventrecorder implantieren lassen. Dieses Gerät zeichnet kontinuierlich auf, über 2-3 Jahre. Es gibt ein weiteres kleines Gerät, dass man sich auf die Brust legen kann, dann werden die vorherigen 7 Minuten gespeichert. Über die Basisstation funkt das Implantat einmal täglich die Aufzeichnungen zum Kardiologen. Geholfen hat es leider nichts gegen die Angst. Ich habe bestimmt 120 Aufzeichnungen gemacht. Mein Kardiologe ist total genervt. Es sagt, ich habe nichts. Mein Herz ist gesund. Im Juli 2019 hatte ich dann das, was ich aufzeichnen wollte und wovor ich mich so gefürchtet habe. 26 Extrasystolen direkt hintereinander, 10 Sekunden lang. Auf einem Seminar. Man nennt das eine nicht-anhaltende ventrikuläre Tachykardie. Für ein gesundes Herz tatsächlich verträglich. Der Kardiologe sagt, in meinem Fall ist das harmlos. Und ich glaube ihm auch, denn ich habe natürlich wochenlang Studien dazu gelesen. Und es war auch der einzige Fall in 20 Monaten. Dass ich nicht ohnmächtig geworden bin, spricht auch dafür, dass es gutartig ist. Aber seitdem war mein Leben die Hölle. Ich konnte keine Nacht mehr alleine schlafen, war immer bei der einen oder anderen Freundin, teilweise auch tagsüber, und wenn mal beide keine Zeit hatten, habe ich direkt Herzstolpern gekriegt und war in der Notaufnahme. Es ging mir beschissen. Es wurde ja nach einer Symptomliste gefragt:
- Herzstolpern und Herzrasen
- Angst
- Übelkeit und Erbrechen
- Aufstoßen
- Durchfall und Blähungen
- Starker Harndrang
- Müdigkeit bei absoluter Unfähigkeit zu Schlafen
- Schweißausbrüche
- Jammern und Anklammern

Seit August 2019 arbeite ich nicht mehr. Ende August bin ich dann für 7 Wochen in eine psychosomatische Klinik gegangen. Es war dort sehr schön, ich hatte einen Knopf um Nachts einen Pfleger zu rufen und auch nur so 3-4 Anfälle. Das Essen war super und die Mitpatienten sehr nett. Habe mich gut aufgehoben gefühlt und Pferde-, Tanz-, Kunst- und natürlich tiefenpsychologische Psychotherapie gemacht. Als ich dann gehen musste, war das natürlich die Hölle. Es gibt seitdem ein paar Verbesserungen. Ich schlafe wieder die meisten Tage alleine. Aber trotzdem war ich seitdem wieder 2 Mal im Krankenhaus. Ich schreibe das hier dem Krankenhaus. Gestern Nacht um 2:30 ist meine Freundin gekommen und hat mich hingefahren, weil ich es wieder nicht mehr ausgehalten habe. Ich habe aber auch schon Tage überstanden, an denen ich 15 Extrasystolen hatte. Ich denke, ich gehe im Januar nochmal in die Klinik und führe meine Therapie weiter. Oder ich suche weiter nach organischen Ursachen. Ich Trottel. Danke für's lesen

Vor 1 Stunde • #169




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