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Hallo zusammen,

seit längerer Zeit bin ich hier im Forum schon als stiller Mitleser unterwegs. Auch ich werde von Hypochondrie gequält. Bei jeder Kleinigkeit, bei jeder kleinsten Veränderung habe ich sofort Angst. Besonders die Krankheit mit K macht mir grosse Angst. Auch wenn ich bei meinen Eltern "Veränderungen" feststelle mache ich mir sofort grosse Sorgen. Vergisst meine Mutter oder mein Vater etwas, habe ich sofort Angst, dass sie Demenz haben, obwohl mir bewusst ist, dass jeder mal etwas vergisst.



Nun hat sich in den letzten Wochen noch eine weitere Angst in mein Bewusstsein gedrängt: Die Angst vor dem Zahnarzt
Die Angst ist eigentlich schon immer da, aber war bisher immer weit weg. Jedoch ist mir vor einigen Monaten der letzte Backenzahn oben links abgebrochen. Also, der grösste Teil ist noch da, aber es ist eine dicke Ecke weggebrochen. Schmerzen habe ich (noch) keine. Aber ich weiss, dass ich eigentlich zum Zahnarzt müsste, bzw. irgendwann auf jedenfalls muss. Das Problem ist jedoch, dass ich mich immer noch nicht durchringen konnte zum Zahnarzt zu gehen.
Ich habe eine riesen Panik. Meine Gedanken drehen sich nur noch um dieses Thema, ich werde noch wahnsinnig. Ich habe wahnsinnige Angst, dass der Arzt eine Wurzelbehandlung machen muss oder sogar den Zahn ziehen muss. Solange ich nur denke, ok du muss zum Zahnarzt ist es gar nicht so schlimm. Erst wenn ich mir vorstelle mich auf den Stuhl zu setzen, den Mund zu öffnen und dann auch noch den Bohrer oder sontswas im Mund zu haben kommt die Panik hoch. Oder dieses Vibrieren im Kopf, wenn gebohrt wird. Ahhhhh! Schon bei dem Gedanken wird mir flau im Magen und ich habe das Gefühl gleich loszuheulen. HALLO, ich bin ein Mann und 32 Jahre alt. Einfach nur peinlich sowas

Ich weiss, ich müsste eigentlich dringend zum Zahnarzt, aber die Panik ist grösser
Woher die Angst kommt, weiss ich nicht. Als Kind und Jugendlicher hatte ich eine Zahnärztin, mit der ich relativ gut klar kam. Naja, zumindest nachher. Bei den ersten Terminen habe ich die Praxis regelrecht zusammengeschrien. Die Angst war also schon immer da, es gab keinen Auslöser. Die Zahnärztin hat dann aber aufgehört (nicht wegen mir, sondern sie ist in Rente gegangen) und da ich schon immer Angst bzw. Unwohlsein hatte, habe ich mir auch keinen neuen Zahnarzt gesucht. War ja auch soweit alles klar. Bis jetzt...
Das Problem sind natürlich auch diese netten Horrorstorys, die man so überall hört und erzählt bekommt. Die schmerzhafte Wurzelbehandlung, bei er man schweissgebadet da liegt. Nett sind auch so Geschichten, dass man seit Monaten in Behandlung ist und es immer schlimmer wird. Toll. Ich bin für sowas sowieso sehr empfänglich. Nicht nur bei Zahnarztgeschichten, sondern generell bei Krankheitsgeschichten. Und manchmal habe ich das Gefühl, dass die Leute gerade mir immer diese Geschichten erzählen. So als wenn ich ein Schild auf der Stirn hätte: "Ich bin Hypochonder! Bitte sprechen Sie mit mir über Krankheiten!"

Mit meinen Eltern kann ich darüber nicht mehr reden, denn ich gehe meinen Eltern mit meiner Krankheitsangst und der Angst vorm Zahnarzt auf die Nerven. Verstehen kann ich es ja, ich nerve mich ja selbst...
Ich weiss auch nicht von wem ich das habe. Meine Eltern sind total anders. Meinem Vater ist gerade gestern auch ein Stück Zahn abgebrochen. Seine Reaktion? "Och, naja, brauch ich das Stück schonmal nicht mehr zu putzen!" Und ich? Ich stehe total geschockt daneben und mache mir nun auch noch Sorgen um die Zähne meines Vaters. Total Krank...
Manchmal denke ich, ob die Hypochondrie und dieses ganze Sorgen machen bei mir vielleicht eine Strafe Gottes ist. Ich habe mich als Jugendlicher nämlich immer über eine Bekannte Lustig gemacht, die sehr hypochondrisch veranlagt war. Heute weiss ich, wie sie gelitten hat und wie sch... mein Verhalten ihr gegenüber war.

Ich musste mir das jetzt einfach mal von der Seele schreiben. Es tut einfach gut, zu wissen, dass hier im Forum Menschen sind, denen es ähnlich geht.

Gruss
Markus

16.06.2018 16:55 • 04.09.2018 #1


17 Antworten ↓


la2la2
Zitat von Der Sorgenmacher:
Ich habe wahnsinnige Angst, dass der Arzt eine Wurzelbehandlung machen muss oder sogar den Zahn ziehen muss. Solange ich nur denke, ok du muss zum Zahnarzt ist es gar nicht so schlimm. Erst wenn ich mir vorstelle mich auf den Stuhl zu setzen, den Mund zu öffnen und dann auch noch den Bohrer oder sontswas im Mund zu haben kommt die Panik hoch.


Hey,
du machst aus ner Mücke einen Elefanten.
Einfach beim Zahnarzt anrufen, Termin holen und hingehen. Dann sagst du ihm klar, dass du Angst vorm Zahnarzt hast und er "nur gucken" darf, aber nichts machen. Ohne Einwilligung darf er NICHTS machen außer gucken. Dann lässt du dir erklären, wie die Lage ist, ob was gemacht werden muss und wie hoch das Risiko ist, wenn du nichts machen lässt.
Anschließend verlässt du die Praxis wieder und schläfst ne Nacht drüber, ob du was machen lässt oder auch nicht.....

16.06.2018 17:15 • x 2 #2



Hypochonder und die grosse Angst vorm Zahnarzt

x 3


Schlaflose
Zitat von Der Sorgenmacher:
Ich habe wahnsinnige Angst, dass der Arzt eine Wurzelbehandlung machen muss oder sogar den Zahn ziehen muss.


Wegen einem abgebrochenen Zahn? Wenn ein Zahn eine Wurzelbehandlung braucht, tut er sehr weh. Und gezogen wird ein Zahn nur dann, wenn er nicht mehr zu retten ist. Wobei Zähne ziehen die angenehmste Behandlung beim Zahnarzt ist.
Mir ist vor ein paar Jahren etwa 1/3 eines Backenzahns abgebrochen. Schmerzen hatte ich keine, weil der Zahn schon viele Jahre vorher eine Wurzelbehandlung bekommen hatte und der Nerv gezogen war. Der Zahnarzt hat den fehlenden Teil einfach mit Modelliermasse wieder aufgebaut. Er sagte, dass der Zahn wahrscheinlich in ein paar Jahren überkront werden muss.



Zitat von Der Sorgenmacher:
Das Problem sind natürlich auch diese netten Horrorstorys, die man so überall hört und erzählt bekommt. Die schmerzhafte Wurzelbehandlung, bei er man schweissgebadet da liegt.

Ich hatte bisher zwei Wurzelbehandlungen, aber Schmerzen hatte ich keine. Es wird ja betäubt und bei Bedarf während der Behandlung immer wieder direkt in den Nerv nachgeschpritzt. Unangenehm fand ich die Behandlung deswegen, weil man den Mund mit so einem Gerät weit aufgestemmt bekommt und während der gesamten Behandlung fast kopfüber im Stuhl hängt (bei mir waren beide Behandlung im Oberkiefer).

16.06.2018 17:41 • x 2 #3


guteFee
Erstmal herzlich willkommen hier Der Sorgenmacher

Ich denke mal, dass niemand, von uns zumindest gerne zum Arzt geht.
Schon gar nicht zum Zahnarzt!

Aber, deine Angst bezüglich der eventuellen Wurzelbehandlung ist absolut unnötig.

Ok, jeder der es schon kennt hat eine andere Erfahrung damit gemacht.

Hier meine; Mit Weltuntergangsstimmung hin. Auch ich habe Panik vorm Zahnarzt.

Habe schon mit eingeplant, das ganze nicht zu überleben.

Danach war ich fast schon ein wenig enttäuscht, weil die ganze Aufregung und die durchgemachten Nächte komplett umsonst waren!

Ich habe weder während der Behandlung noch danach irgend einen Schmerz wahrgenommen!

Was hier teilweise beschrieben wurde kann ich nicht bestätigen!

Aber jeder nimmt es ja auch anders wahr!

Das eventuelle Zahnziehen, was ich nicht glaube weil da immer noch was geht, wäre auch total schmerzfrei.

Aber der Respekt vorm Zahnarzt ist trotzdem geblieben, warum auch immer...

16.06.2018 18:02 • #4


BBrecht
Guten Morgen, Sorgenmacher ..

diese Angst vor dem Zahnarzt KANNTE ich auch. Durch einige äusserst schmerzhafte Begebenheiten, weil ich einfach nicht hingegangen bin, habe ich die tatsächlich überwunden. Ca 10 Jahre "ohne" gingen dann richtig lange gut, Zahnschmerzen hier und da, aber alles ging irgendwie wieder weg, auch, weil dann 2 Zähne abgestorben sind. Da hörte schwerster Zahnschmerz , der mich hatte tagelang nicht pennen lassen, von einem Moment zum anderen auf und ich wars zufrieden.

Leider wars eine Täuschung; die Entzündung fraß sich weiter rein und nach ca 6 Monaten war ich "fertig". Es ging dann, weil der Kieferknochen betroffen war, noch viel schlimmer los als vorher. Ich MUSSTE dann zum Zahnarzt, da NICHTS mehr ging.

Die Einzelheiten der Behandlung wie das Spalten dieser abgestorbenen Zähne und Wurzelbehandlungen bei den noch nicht so kaputten erspare ich Dir....

Seither aber habe ich die Angst vor dem ZA verloren, da NICHTS beim Zahnarzt schlimmer sein kann als diese Zahnschmerzen und ich diese sehr "intensive" Behandlung bei Gott nicht mehr will. Diese zahnschmerzen damals haben mir echt gelehrt, regelmäßig hinzugehen.
#Die letzten 10 tage war ich allein 5x da, um mir Antibiotikaspritzen gegen ein stark entzündetes, sehr schmerzhaftes Zahnfleisch geben zu lassen. Jetzt wird es endlich besser.

Aber ich drücke mich aufgrund einprägsamer erlebnisse, die ich eben geschildert habe, nicht mehr um Zahnarztbesuche und gehe bei jedem noch so kleinen Schmerzansatz hin.

17.06.2018 11:03 • #5


Zitat von Der Sorgenmacher:
"Ich bin Hypochonder! Bitte sprechen Sie mit mir über Krankheiten!"




Dass mir vor kurzem ein Weisheitszahn gezogen werden musste, hatte ich (mit Bedacht) nur wenigen Leuten erzählt - die darauf folgenden Horrorstories möchte ich jetzt zu unser aller Wohl nicht wiedergeben.
Ich war mir recht sicher, dass ich das schon hinbekomme (im Nebensatz, auch wenn es dir jetzt nicht weiterhilft, sei erwähnt dass ich es überlebt habe), während der Betäubung bin ich in meiner Welt etwa acht Mal erstickt und hatte drei Herzinfarkte. Nach der Behandlung kam der grosse Schwindel - mir hat sehr geholfen, meinem Arzt sachlich darüber aufklären zu können was gerade mit mir passiert und mir erklären zu lassen, was gemacht wird und ob alles so ist, wie es sein soll (bspw. dass meine Zunge durch die Betäubung auch komplett gefühllos wird, solche Dinge weiss man ja als Angstpatient gern vorher, nicht wahr).

Erstmal ist es wichtig, dass du auch weiterhin drüber redest, denn peinlich ist hieran gar nichts. Zweitens (und ja, natürlich gilt es sich erstmal zu überwinden, hinzugehen) finde ich ganz wichtig, einen kompetenten aber auch empathischen Arzt zu haben (und damit meine ich nicht die Sorte "ja fein machen Sie das. Ganz toll und alles wird gut put put"), ich brauch immer jemanden, der mich auf dem Laufenden hält was passiert, der meine Angst ernst nimmt und dennoch Tacheles redet. Wenn du ein ungutes Gefühl hast - such dir einen anderen! Gerade beim Zahnarzt, bei dem deine Angst so richtig auf Touren kommt. Nimm vielleicht jemanden mit, den du im Wartezimmer parkst. Und wenn du dir Stories von Kollegen anhörst dann frag rum, wer gute Erfahrungen zu teilen hat

17.06.2018 17:07 • #6


kopfloseshuhn
HIer mal ein ganz anderes Beispiel!
Ich habe Zahnarztangst!
UNd deswegen gehe ich hin!
Klingt doof? Gar nicht.
Denn alles, was früh gemacht wird, wird sich gar nicht erst zu einer Katastrophe ausweiten. Je länger ich warte, je größer die Chance, dass etwas schlmmeres gemacht werden muss als mal ein bischen KAries oder eine Füllung zu tauschen.

Als mir vor einigen Jahren ein gefüllter Backenzahn gebrochen ist, dachte ich auch ohweh das wars. Jetzt muss der gezogen werden. ICh hatte eine sche iß angst!
UNd was war? Lulu!
Jetzt besteht der Backenzahn zu mindestens zwei dritteln aus Füllung. hat nur noch eine Seitenwand die wirklich aus Zahn besteht und ist immernoch da und hält.
Tja es kann so einfach gehen. Nur das KOpfkino ist halt sehr lebhaft. Das darf man dann durch REALITÄT mal in die SChranken weisen.
Ich finde den Vorshclag super. Hingehen, kennenlernen. Gucken lassen, aufklären lassen was gemacht wird und dann heim gehen und dann erst eintscheiden. Fand ich den Arzt gut? Gehe ich da wieder hin? War der mein Vertrauen wert? Oder gucke ich mir noch den nächsten oder übernächsten Doc an?

Also. Kopfkino hilft nicht.
Angst ist leider selten realistisch. Also hol dir die Realität in deinen Kopf.
Denn sonst wird es ja nicht besser denn du wirst dich so noch Wochenund MOnate verrückt machen, wo es sehr wahrschienlich nichts zum verrückt machen gibt.

17.06.2018 20:22 • x 2 #7


Hallo an euch,

erstmal vielen Dank an euch, die mir geantwortet haben.
Was mich jetzt schon etwas beruhigt, ist die Tatsache, dass man einen abgebrochen Zahn nicht direkt ziehen muss. So wie bei dir kopfloseshuhn. Dass man sogar einen Zahn zu zwei drittel füllen bzw. wieder aufbauen kann, beruhigt mich etwas. Und auch wenn Schlaflose schreibt, dass Zähne ziehen das angenehmste beim Zahnarzt ist (wie bist du denn drauf ) , so gibt es doch Erlebnisse, auf die ich doch verzichten kann.
Auch dei Idee von la2la2 finde ich nicht schlecht. Erstmal nur gucken lassen ohne Behandlung. Ich hoffe, dass ich mich in nächster Zeit endlich durchringen kann. Auf jedenfalls habt ihr mir schonmal ein kleines Bisschen Angst genommen. Obwohl ich immer noch das Gefühl habe, als wenn ein riesiges, unüberwindbares Gebirge aus Angst vor mir liegt. Und über dieses Gebirge muss ich zu Fuss, Zahnradbahn gibts hier leider keine...

Zur Zeit ist es bei mir so, dass ich total auf meine Zähne fixiert bin und natürlich auch jede Kleinigkeit wahrnehme. Auch ganz nett ist zur Zeit das Gefühl als würden sich Zeitweise meine oberen Schneidezähne bewegen. Manchmal habe ich das Gefühl, als würden sie wackeln und wieder "einrasten". Ist allerdings nicht immer. Ich denke, bzw hoffe, dass die Zähne sich doch eigentlich immer bewegen müssten wenn sie wirklich locker währen !? Kennt das jemand?

Also wie gesagt, ich bin zur Zeit voll und ganz auf meine Zähne fixiert und nehme jede Kleinigkeit wahr. Wahrscheinlich bilde ich mir dadurch auch schon Sachen ein, die gar nicht da sind...
Naja, ich werde eure Tipps beherzigen und hoffe, dass ich mich bald überwinden kann zum Zahnarzt zu gehen.

In diesem Sinne also ein ganz dickes DANKESCHÖN für eure netten Worte.

Bis bald
Markus

18.06.2018 15:15 • #8


kopfloseshuhn
Hi!
Ne das ist wirklich so. Kein Zahn sitzt so fest, dass man ihn nicht ganz dezent zum sich-bewegen bringen könnte.
Ich kann auch mit meinen Schneidezähnen wackeln. Aber halt nur ein ganz kleines bisschen.
Und bei meinem Mann ist das genauso. Ich glaube, das ist normal und wahrschinlich kann das gar nicht so fest sein, dass da nichts wackelt. Vermutlich hat das sogar irgendeinen Sinn.

Also: nicht so viel dran rumwacklen und testen. Ich glaube nicht, dass das gesund ist, wenn man das dauernd macht.
Aber alles in allem entdeckst du gerade all die DInge, die man sonst nicht entdeckt, weil man sich nicht drauf fokussiert.

19.06.2018 10:41 • x 1 #9


Zitat von kopfloseshuhn:
Hi!
Ne das ist wirklich so. Kein Zahn sitzt so fest, dass man ihn nicht ganz dezent zum sich-bewegen bringen könnte.
Ich kann auch mit meinen Schneidezähnen wackeln. Aber halt nur ein ganz kleines bisschen.
Und bei meinem Mann ist das genauso. Ich glaube, das ist normal und wahrschinlich kann das gar nicht so fest sein, dass da nichts wackelt. Vermutlich hat das sogar irgendeinen Sinn.


Hallo kopfloseshuhn,

das beruhigt mich ja jetzt etwas. Ich erschrecke mich halt nur immer, wenn die Zähne wieder "einrasten". Aber scheint ja wohl doch nichts Schlimmes zu sein.

Zitat:
Also: nicht so viel dran rumwacklen und testen. Ich glaube nicht, dass das gesund ist, wenn man das dauernd macht.

Ich versuchs...

Zitat:
Aber alles in allem entdeckst du gerade all die DInge, die man sonst nicht entdeckt, weil man sich nicht drauf fokussiert.

Das denke ich mir auch. Aus Erfahrung weiss ich mir von mir selbst, dass ich ein Meister darin bin, mich in solche Dinge reinzusteigern. Und ich glaube damit hast du Recht, man nimmt plötzlich Dinge wahr, die andere nicht wahr nehmen oder nicht als schlimm einschätzen.

Gruss
Markus

19.06.2018 19:37 • #10


Hallo zusammen,

ich muss mich mal wieder zu diesem Thema melden. Also, ich habe es bisher leider noch nicht geschafft zum Zahnarzt zu gehen. Ich bin zeitlich sehr eingespannt Wers glaubt... Nein, im Ernst ich habe es immer noch nicht geschafft meine Angst zu besiegen. Eigentlich habe ich bisher auch keine Probleme gehabt, also keine Schmerzen. Allerdings habe ich jetzt auf der rechten Seite ein Problem: Je nach dem was ich esse, tut meine rechte Oberseite weh. Besonders schön ist es bei Krautsalat oder festerem Fleisch. Allerdings ist dieser Aufbissschmerz nicht auf einen Zahn zu beschränken. Eigentlich tun auch nicht die Zähne weh, sondern quasi die Kaumuskeln auf der rechten Oberseite. Bei Wärme oder Kälte habe ich gar keine Probleme. Jetzt muss ich dazu sagen, dass ich fast die ganze Zeit am pressen und mahlen bin. Ich versuche mir das gerade abzugewöhnen, aber man fällt halt immer wieder ins alte Muster. Kann so ein Aufbissschmerz auch durch pressen kommen? Ich bin wirklich fast die ganze Zeit dran, obwohl ich versuche mir das abzugewöhnen. Ich hoffe, dass es davon kommt, dass es quasi so eine Art Überlastung der Kaumuskulatur ist.

Wie gesagt, die Zähne tun nicht weh, sondern ehr die Kaumuskeln. Auch beim draufbeissen entstehen die Schmerzen nicht an den Zähnen, sondern an den Kaumuskeln. Man, wenn ich bloss nicht diese sch... Angst vorm Zahnarzt hätte

Gruss
Markus

02.09.2018 19:33 • #11


kopfloseshuhn
ALso ich kann dir sagen, dass ich diese Schmerzen kenne und ich die auf vom exzessiven aufbeißen habe.

03.09.2018 16:45 • x 1 #12


Hallo Sorgenmacher
Willkommen im Club
Hab auch ne panische Angst vorm Zahnarzt und mir ist letztes Jahr ein grosses Stück vom backenzahn neben dem Weisheitszahn abgebrochen. Natürlich hab ich Angst und Panik geschoben weil ich auch immer beim Besuch beim Zahnarzt am eine Wurzelbehandlung denk meine Eltern, mein Bruder und mein Freund lassen sich da KEINE Spritze geben für mich derblanke horror absr mein Zahnarzt ist auf angstpatienten eingestellt und die spritzen schmerzen nicht wenns die Betäubung ist und das bohren ist auch nicht schlimm. Im Moment schien ich Panik wegen einer bauchspiegelung ich steiger mich auch so hinein was alles passieren kann bei und ach der OP. Der einzige der mich runter bringt ist mein Freund. Nur wenn er Montag bis Freitag ca. 10 Stunden ausser Haus ist Dreh ich am Rad. Heul nur noch und bekomme kaum Luft und muss jede Stunde eine Zig. rauchen was auch nicht hilft
Versuch ruhig zu bleiben und Arme tief ein und aus. Frag ob du ein spray zur Betäubung bekommst bevor sie dir die Spritze geben.
Drück dir die Daumen das alles gut verläuft

03.09.2018 17:41 • x 1 #13


Hallo kopfloseshuhn,

ich gehe bei mir auch davon aus, dass es vom Pressen kommt. Denn wenn ich beispielsweise Pommes esse, die ja auch fest sind, habe ich gar keine Probleme. Schmerz und Druck habe ich eigentlich nur, wenn ich etwas esse, was man stärker kauen muss. Zum Beispiel Fleisch, Krautsalat usw.. Pommes, Gemüse, Brot, Schokolade usw. machen gar keine Probleme. Auch kalt oder warm macht mir absolut keine Probleme.

Hallo Ladybird83,

Zitat von Ladybird83:
Hab auch ne panische Angst vorm Zahnarzt und mir ist letztes Jahr ein grosses Stück vom backenzahn neben dem Weisheitszahn abgebrochen. Natürlich hab ich Angst und Panik geschoben weil ich auch immer beim Besuch beim Zahnarzt am eine Wurzelbehandlung denk meine Eltern, mein Bruder und mein Freund lassen sich da KEINE Spritze geben für mich derblanke horror

Wie sind die denn drauf? Aber ganz ehrlich, ich bewundere diese Menschen, die eben einfach zum Zahnarzt gehen und nicht diese sch... Angst haben. Dass es nicht gut ist nicht zum Zahnarzt gehen weiss ich, aber die Angst ist einfach grösser. Schöne Sch...

Zitat:
absr mein Zahnarzt ist auf angstpatienten eingestellt und die spritzen schmerzen nicht wenns die Betäubung ist und das bohren ist auch nicht schlimm.

Ich habe auch schon im Internet danach gesucht und habe hier in der Nähe auch schon einige gefunden, die auf Angsthasen wie mich eingestellt sind. Jetzt muss ich mich nur noch selber in den Hintern treten.

Zitat:
Im Moment schien ich Panik wegen einer bauchspiegelung ich steiger mich auch so hinein was alles passieren kann bei und ach der OP. Der einzige der mich runter bringt ist mein Freund. Nur wenn er Montag bis Freitag ca. 10 Stunden ausser Haus ist Dreh ich am Rad. Heul nur noch und bekomme kaum Luft und muss jede Stunde eine Zig. rauchen was auch nicht hilft

Da möchte ich dir alles gute wünschen, dass alles gut verläuft. Sei froh, dass du deinen Freund hast. Ich habe leider keine Freundin und die einzigen, mit denen ich über meine Ängste reden kann, sind meine Eltern. Allerdings gehe ich meinen Eltern schon etwas auf die Nerven mit meinen Ängsten. ("Ist das normal? Kennst du das auch? Muss ich mir Sorgen machen?) Ganz ehrlich? Ich kann sie ja auch verstehen. Ich gehe mir ja selber auf die Nerven.

Zitat:
Drück dir die Daumen das alles gut verläuft

Dir auch, danke!

Gruss
Markus

03.09.2018 19:04 • x 1 #14


Zitat von Der Sorgenmacher:
Hallo kopfloseshuhn,

ich gehe bei mir auch davon aus, dass es vom Pressen kommt. Denn wenn ich beispielsweise Pommes esse, die ja auch fest sind, habe ich gar keine Probleme. Schmerz und Druck habe ich eigentlich nur, wenn ich etwas esse, was man stärker kauen muss. Zum Beispiel Fleisch, Krautsalat usw.. Pommes, Gemüse, Brot, Schokolade usw. machen gar keine Probleme. Auch kalt oder warm macht mir absolut keine Probleme.

Hallo Sorgenmacher,



Ja das mit dem Hintern treten kenn ich auch. Hab die Überweisung für die Klinik seit Anfang Juli und hab's immer wieder aufgeschoben. Aber jetzt geht's nicht mehr muss dort hin. ich überleg mir jetzt die ganze Zeit mit was ich mich nach der OP belohn

jep ich geh mir auch seit ner Woche gewaltig auf die Nerven ich tröst mich manchmal mit dem Gedanken dass das ein eingespieltes Team ist und die wissen was sie machen deswegen das Vorgespräch mit anderen Krankheiten und Medikamenten. Irgendwie werden wir den Tag überstehen und liegen im Bett und wundern uns warum alles so schnell ging

Gruss
Ladybird

03.09.2018 20:14 • x 1 #15


belight
ich kann dich auch zum größten teil verstehen... ich hab unabhängig von meiner angststörung seit der kindheit ne zahnarztphobie.
ich war fast 10 jahre nicht beim zahnarzt und mir ist vor zwei jahren auch ne füllung am zahn abgebrochen.

hab erstmal gewartet und nichts unternommen aus purer angst.
dann hat anfang des jahres der zahn zum ersten mal wehgetan. bin dann nach langem hin und her zu nem kieferchirurgen der ne zahnbehandlung auch in dämmerschlaf anbietet. hab dann nach der ersten untersuchung und einem patientengespräch einen termin bekommen und eigentlich sollte die behandlung auch unter dämmerschlaf stattfinden.

aber zum schluss hab ich mir gedacht: bin ich denn blöd? ich lass mir wegen bissl bohren und ner füllung so ne stramme behandlung geben. hab dann den termin wieder angesagt, bin zu nem normalen zahnarzt, hab es dort machen lassen und jetzt bin ich auch wirklich froh drum!

ich kann dich verstehen, es ist auch immer ne persönliche einstellungssache! es kommt sogar auf die tagesform an. aber mein tipp an dich:

such einen zahnarzt dem du vertraust, rede mit ihm offen über deine ängste und such auch ruhig mehrere zahnärzte auf! es geht ja nur um das erstgespräch, da wird sowieso noch nichts gemacht!
danach entscheidest du welcher für dich der beste ist und dann kannst du es auch beim ihm machen lassen.

04.09.2018 09:06 • x 2 #16


Zitat von Ladybird83:

Irgendwie werden wir den Tag überstehen und liegen im Bett und wundern uns warum alles so schnell ging

Gruss
Ladybird


Hallo Ladybird,

das stimmt allerdings. Man macht sich vorher einen Kopf und am Ende ist es gar nicht sooooo schlimm. Ich glaube das schlimmste ist die Zeit vorher, wo im Kopfkino immer so grauenvolle Filme gezeigt werden...

Zitat von blight:
aber zum schluss hab ich mir gedacht: bin ich denn blöd?


Hallo belight,

das denke ich mir ja auch schon die ganze Zeit. Irgendwie komm ich mir ja auch total bescheuert vor mit meiner Angst.

Zitat:
such einen Zahnarzt dem du vertraust, rede mit ihm offen über deine ängste und such auch ruhig mehrere Zahnärzte auf! es geht ja nur um das erstgespräch, da wird sowieso noch nichts gemacht!

Erstgespräch? Da wird nichts gemacht? Das schaffe ich! Äh und dann muss ich aber nochmal hin und dann macht der aber doch was oder?
Nein, im Ernst, ich habe die dumme Befürchtung, dass ich bald diesen Schritt machen muss! Denn auf der linken Seite traue ich mich nicht mehr zu essen, weil mir auf dieser Seite der Backenzahn abgebrochen ist. Ich habe Angst, dass mir beim essen auf dieser Seite noch mehr abbricht. Und nun habe ich rechten Seite dieses drücken. Zur Zeit hoffe ich noch, dass es einfach davon kommt, weil ich den ganzen Tag am Mahlen und Pressen bin. Ich versuche mir das jetzt mal etwas abzugewöhnen, Schmerzen hatte ich deshalb nämlich schonmal. Als ich versucht habe damit aufzuhören sind die Schmerzen weggegangen. Nun hoffe ich, dass ich das gleiche Ergebnis jetzt wieder erreiche. Sollte es aber nicht mehr weggehen, dann muss ich zum Zahnarzt. Denn so macht Essen echt keinen Spass mehr. Ich warte jetzt nochmal etwas ab und sollte es dann nicht besser werden, dann muss ich diesen verdammten Schritt tun. Ich weiss, warten ist eigentlich keine gute Option, aber dieser Schritt ist für mich seeeehr schwer. Bekloppt, ich weiss!

Gruss
Markus

04.09.2018 19:07 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von Der Sorgenmacher:

Hallo Ladybird,

das stimmt allerdings. Man macht sich vorher einen Kopf und am Ende ist es gar nicht sooooo schlimm. Ich glaube das schlimmste ist die Zeit vorher, wo im Kopfkino immer so grauenvolle Filme gezeigt werden...




Jep dieses verdammte Kopfkino verdorben mir schon eine ganze Woche und mittlerweile macht mein Darm auch nicht mehr mit weil ich mich mit allen schlimmen Szenarien da so reinsteiger....
Heut morgen dachte ich voller Mut: endlich bekomm ich ne Diagnose und wenn's doch Endometriose ist, wird vom Arzt da in den Hintern getreten. Dann ne Stunde später geht's wieder los... dann kommt wieder: ne ich will nicht,ich schaff das nicht und wie schlimm sind die Schmerzen danach? Hab seit 2 Stunden wieder ne Attacke und beruhig mich nur langsam.
Wenn ich mit dem Finger schnipsen könnt und es wär der 24. Dezember. Da ist alles vorbei, Zahnarzt, Darmspiegelung und Bauchspiegelung
Gruss
Ladybird

04.09.2018 19:41 • #18



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