App im Playstore
Pfeil rechts
1

Hi,
Ich war lange nicht mehr hier, aber jetzt habe ich wirklich eine riesen Angst.

Ich hatte eine verhaltene Fehlgeburt in der 10. SSW. Dann ha ich gewartet und Medikamente genommen.
Es ging viel Gewebe und Blut ab, auch die Fruchthöhle.
Aber es sind immer noch Reste da und ich blute auch nicht mehr. Deswegen geht man davon aus, dass die Reste nicht von allein weggehen und ich somit übermorgen ausgeschabt werden soll.

Ich wollte eine Saugkürretage, aber die meinten das hängt vom Operateur ab.

Ich habe keine Angst vor dem Eingriff an sich, sondern davor, dass es danach zu Komplikationen kommt. Dass sich die Gebärmutterschleimhaut nicht wieder aufbaut oder es zu Vernarbungen kommt.
Ich habe einige Zeit gewartet, bis es endlich zu dieser über alles gewünschten Schwangerschaft kam.

Das alles in den letzten Wochen war schon schlimm genug. Ich hatte immer nur Pech, es ist immer der schlimmste Fall eingetreten.
Was soll ich nur machen? Überlege schon die OP wieder abzusagen

24.11.2025 23:54 • 27.11.2025 #1


5 Antworten ↓


Zitat von Maja3005:
Deswegen geht man davon aus, dass die Reste nicht von allein weggehen und ich somit übermorgen ausgeschabt werden soll.

Ich würde die OP nicht absagen, wenn die Reste nicht abgehen ist das für eine weitere Schwangerschaft auch nicht gut, kann das nicht sogar zu Entzündungen führen Warum sollte denn deine gebärmutterschleimhaut sich nicht mehr aufbauen. Du bist eine Frau im gebärfähigen Alter, so lange die Hormone zirkulieren wird die sich auch wieder aufbauen, tut sie nach einer Geburt ja auch. Bei vernarbungen kenne ich mich nicht aus, da würden ich den Arzt fragen.

A


Große Angst vor Unfruchtbarkeit nach Ausschabung

x 3


Ich hatte 4 Fehlgeburten innerhalb eineinhalb Jahren. Musste dafür 5x ausgeschabt werden. Die Eingriffe sind wirklich Routine. Mach dir keine Sorgen

@Maja3005 Eine Ausschabung ist ein extrem häufiger Eingriff. Es ist wirklich Routine und ich kenne niemanden, der danach Probleme hatte. Bei mir war es auch völlig unproblematisch. Bitte sag den Termin nicht ab - das Risiko, dass es ohne OP zu Folgeproblemen kommt ist viel höher.

@Kruemel_68
Ich habe den Termin zum Glück doch abgesagt.
Danach war ich insgesamt so erleichtert. Mein Bauchgefühl war schlecht. In der Leitlinie steht: um das Risiko zu senken (Narben, Verletzungen, Verwachsungen), sollte eine Absaugung immer vorgezogen werden. Das konnten sie mir nicht mal versichern, die Ärztin sagte sogar, die meisten Operateure bevorzugen das Schaben. Außerdem war mir der Oberarzt auch sehr suspekt.

Also habe ich auf mein Bauchgefühl gehört und die OP abgesagt. Dafür war ich stattdessen dann gestern in einer Tagesklinik (1 Std Fahrt), die auf gyn. ambulante, minimalinversive OPs spezialisiert sind. Mit MIC3 Zertifizierung. Die Ärztin dort hat sich viel Zeit genommen, mir alles erklärt und mir gesagt, dass es das denkbar schlechteste gewesen wäre, was ich hätte tun können. Es ist ein 1cm großer Rest drin. Die restliche Schleimhaut ist absolut in Ordnung. Man hätte mir also völlig umsonst die ganze gesunde Schleimhaut nochmal kaputt gekratzt, nur um diesen 1cm Rest zu entfernen.
Die Ärztin dort sagte, dass sie die Anlaufstelle in der Umgebung sind, um dann die Folgen solcher Ausschabungen wieder zu korrigieren. Also Verwachsungen zu lösen.

Dazu kommt es nämlich bei etwa 2-3 von 100 Personen. Bedeutet natürlich auch, dass 97-98 Frauen es eben nicht bekommen. Aber wenn man zur falschen Seite gehört bringt einem das auch nix.

Nun wird es so gemacht: die Ärztin geht mit einer Kamera rein und entfernt mit einer Drahtschlinge nur noch das, was eben drin sitzt. Heißt, die ganze restliche Schleimhaut wird überhaupt nicht verletzt.

@Löwenzähnchen es gibt eben Fälle, bei der die Schleimhaut so stark verletzt wird dabei, dass sie sich danach nicht wieder regeneriert. Selbstredend ist DAS super selten.
Nicht so selten sind hingegen Vernarbungen und Verwachsungen (Asherman Syndrom). Etwa 2-3 von 100 Frauen sind betroffen. Klar, 97-98 Frauen hat eben nicht.

Bei mir ist es ja aber auch so, dass die Schleimhaut an sich völlig in Ordnung ist. Es ist nur ein 1cm Rest verblieben. Die hätten mir die komplette gesunde Schleimhaut nochmal aufgekratzt.

Hab den Termin abgesagt und war bei einer MIC3 zertifizierten ambulanten Tagesklinik. Die Ärztin dort sagte mir, dass die Ausschabung das denkbar schlechteste gewesen wäre, was ich hätte tun können. Die Ärzte dort müssen nämlich regelmäßig genau diese Folgen operieren: Verwachsungen lösen. Sie wird mit einer Kamera reingehen und dann mit einer Drahtschlinge genau diesen Rest entfernen.

Der Eingriff wird erst in 3 Wochen sein, da sie grundsätzlich immer 4-6 Wochen nach Abgang warten, damit sich die Gebärmutter davon erstmal erholen kann. Ich fragte wegen Infektionsgefahr und die ist sehr sehr gering. Selbst bei mehr und totem Gewebe steigt die Gefahr erst nach 3 Monaten so wirklich an. Bei mir ist es wenig und es ist durchblutet, da es mit einem Gefäß mit meiner Gebärmutter verbunden ist. Das ist wohl auch der Grund, wieso es sich nicht selbst gelöst hat




Youtube Video

Dr. Matthias Nagel
App im Playstore