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Lala_83
Hallo ihr Lieben,

eigentlich ist dies eigentlich eher eine Frage zu Diabetes, da ich aber seit knapp 15 Jahren unter Krankheitsangst leide und aktuell nicht unterscheiden kann was nun das wirkliche Problem ist, möchte ich hier meine Frage stellen. Alles fing im August letzten Jahres an. Ich hatte einen Termin zum Check Up. Bis auf Bluthochdruck hattebich bis zuletzt keine Erkrankung. Ich bin männlich, 38 und wiege aktuell 80 Kilo. Insgesamt gehe ich sehr ungern zum Arzt aber ich hatte mich nun dazu durch gerungen. Bei der Auswertung teilte mir mein Arzt mit, dass mein Nüchternblutzucker bei 7,1mmol liegt, was zu hoch wäre, habe mir dann ein Messgerät gekauft und selbst viel zu häufig gemessen, mal war er ok, mal zu hoch, morgens aber fast immer bei 7 oder 8, habe seit dem 6 Kilo abgenommen und esse deutlich gesünder, häufig ist der Zucker nun vor dem Abendbrot bei 3 oder 4 mmol, zeitgleich hab ich aber Symptome wie häufigen Durst und einen süsslichen Geschmack im Mund. Im September war der Hba1c bei 6,2 und im Dezember bei 6,7. ich war dann auch bei einer Ernährungsberatung. Diese meinte ich solle mir bei meinem Gewicht nicht solche Sorgen machen und mich vom Stress befreien, dann würden die Werte automatisch sinken. Auch mein Hausarzt sah alles eher entspannt. Was meint ihr zu der Sache? Sind die Werte stressbedingt und die Symptome psychisch oder ist es doch ein klarer Diabetes?

Viele Grüße

04.02.2022 20:29 • 16.06.2022 #1


12 Antworten ↓


Uwe_v
@Lala_83
Hi
Ich habe mich von einer 10.5 was echt bedenklich war auf eine 5.9 gearbeitet. Anfangs mit Unterstützung durch Metformin. Nach rund 2 Jahren und Ernährungsumstellung bin ich dann wie du bei 7 angelangt. Mein Arzt halbierte die menge der Medis. Und sagte weiter so. Jetzt bin ich bei 5.9 ohne Medis.
Mir hat alleine die Ernährung geholfen. Zucker weglassen und gucken was die Werte den Tag über machen.
Ich denke bei deinen Wert funktioniert die Bauchspeicheldrüse noch.
Bewegung und zucker einschränken dann könnte das schnell wieder gut sein.

Was hattest du denn für einen nüchternen Zucker

04.02.2022 21:25 • #2


A


Fragen zu Diabetes

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Lala_83
Vielen dank für deine Antwort, hattest du denn jemals Symptome? Ich hatte immer so 6 - 8 nüchtern, irgendwie sehr schwankend, das c-peptid war aber völlig im Normbereich, Medikamente nehme ich keine. Mich erstaunen halt auch die teils niedrigen Werte abends obwohl ich gar keine medis nehme

04.02.2022 21:43 • #3


Uwe_v
@Lala_83
Ich messe in mg/dl
Deswegen kenn ich deine Werte nur als Langzeitzucker.
Mein hba1c ist bei 5.9
Nüchtern habe ich einen Wert von ca 95 mgdl . Das ändert sich aber den ganzen Tag über , heute hatte ich eine 180 nach Marmelade. Und 2-3 h wieder um die 100 und das ich wichtig... Wie es runter geht.. sollte nach 2 h wieder auf einen 80-120 sein. Niedriger geht natürlich auch aber ich merke alles unter 90 schon mit zittern und Aufregung.

04.02.2022 21:57 • #4


Uwe_v
Zitat von Lala_83:
Vielen dank für deine Antwort, hattest du denn jemals Symptome? Ich hatte immer so 6 - 8 nüchtern, irgendwie sehr schwankend, das c-peptid war aber ...

Sorry vergessen die Frage zu beantworten..
Ich hatte nen trockenen Mund. Mehr wissentlich nicht. Danach hab ich erst gelernt wie man merkt obwas fehlt oder zu viel ist.

04.02.2022 21:59 • #5


Uwe_v
@Lala_83
Machst du Abend evtl sport ?

04.02.2022 22:00 • #6


Lala_83
Hallo Uwe, ich versuche täglich Sport zu machen, die niedrigen Zuckerwerte kommen aber auch an Tagen ohne sportliche Aktivität vor. Was mich enttäuscht hat, dass der Hausarzt gesagt hat naja dann nehm ich sie ins Diabetes Programm auf und mehr kam da nicht, keine Erklärungen wie ich mich verhalten soll, was durch Ernährung möglich ist u.s.w. mich würde interessieren wie du den Zucker so weit runter gedrückt hast? Nur durch eine Ernährungsumstellung oder auch durch Sport? Wie hältst du die Werte? Gönnst du dir auch mal was? Wie verhält es sich mit dem trinken von Alk.? Warst du bei der Diagnose deutlich übergewichtig und hast deutlich abgenommen? Bei mir ist es halt so dass ich im Bereich von normalgewicht bin und nicht mal eine Fettleber habe ?!?!? Daher bin ich irgendwie etwas ratlos woran es eigentlich liegt mit den hohen Werten. Viele Grüße

06.02.2022 22:00 • #7


Uwe_v
@Lala_83
Oh so viel Fragen.
Ich fange ma an. Also ich bin und war übergewichtig . So damals 125 Kilo bei 186 Größe. Heute habe ich 109 Tendenz fallend. Habe gemerkt wenn ich viel Sport mache falle ich auch ma in den unterzucker. Mache aber nicht so viel sagen wir 4 Mal die Woche 30-45 Minuten Hometrainer Rad.

Ich habe damals eine Ernährungsumstellung gemacht von viel Fleisch Zucker und cola auf . Weniger Fleisch , Süssstoff, und cola Zero. Dann kam ich sofort mit dem Wert runter. Von meinen 10.5
Ich gönne mir heute auch noch viel. Alohol wenn ich Mal Bock hab , dann aber nicht wenig. Kuchen anstelle 3 Stück halt nur eins. Süßigkeiten habe ich auf 85% Schokolade umgestellt. Aber wenn es mich gelüstet auch mal normalen . Wie gerade 2 Dickmanns Schaumküsse.

Jetzt kommt das aber. Warum bei deinen wert ins Programm aufnehmen. Das ist doch wieder Geldmacherei der Pharma Industrie.
Der Wert ist absolut im vertretbarem Bereich finde ich persönlich.
Ein kurzzeitiger Zucker kann von meinen Werten um die 200 sein nach jeweiligen Essen und sollte nach 2-2,5 h wieder normal sein. Ist der Wert nach 3 h immer noch zu hoch stimmt was nicht . Geht er runter ist alles easy und du bist da nur anfällig für.
Ein normaler Zucker geht 140-170 nach Kohlenhydrat reicher Kost.
Darum geht's aber nicht. Mein Arzt sagte der Langzeit Zucker ist wichtig. Spitzen können das getrost ignoriert werden wenn die nicht über 200 und mehr gehen.

06.02.2022 22:15 • #8


Uwe_v
@Lala_83
Eins ist mir noch eingefallen zum Nüchternzucker...
Es kann sein das du mit höheren Zucker aufwachst wie du ins Bett gehst.
Dann gibt's Fälle , man kann nachts in den unterzucker fallen was der Körper merkt . Und dementsprechend produziert was dann die Folge hat einen höheren nüchternen Zucker zu haben. Abhilfe gibt's da nicht außer n man n schiebt sich nachts etwas Zucker rein, kein n Kilo aber es könnte schon ne rippe milka sein oder 1-2 täfelchen dextro energy . Dann wachst du wirklich mit gutem Zucker morgens auf.
Das müsstest aber am eigenen Leib probieren .. und ist keine Beratung sondern ein Tip

06.02.2022 22:24 • #9


Lala_83
@Uwe_v: danke für deine ausführlichen Antworten, es ist genau das was mir gefehlt hat, Antworten auf meine Fragen was ich mir erlauben kann und was nicht, gerade von einem selbst Betroffenen..... Eine Frage hätte ich noch...... Du sagt du hast einen hba1c von unter 6 seit längerer Zeit ohne Medikamente und bei eigentlich normalem essen ohne grossen verzicht, im Grunde genommen könnte man doch sagen dass du keinen Diabetes mehr hast oder? Für mich ist es daher irgendwie nicht klar warum so viele bei typ2 Insulin spritzen obwohl es doch scheinbar auch anders geht....

07.02.2022 19:42 • #10


Uwe_v
@Lala_83

Das ist ganz einfach erklärt. Bei mir wurde es gefunden wie es gerade so am kommen war. Also hatte ich diese Werte maximal n paar Jahre.
Bei welchen die als typ2 spritzen müssen ist die Bauchspeicheldrüse schon kaputt oder extrem eingeschränkt. Das geht aber nicht innerhalb n paar Jahren. Dazu dauert es wohl länger.


Von meinem Befinden ist ein Typ 2 Diabetiker der spritzen muss eigentlich ein Typ 1... Nun wieder das aber ....
Typ 2 war die Bauchspeicheldrüse irgendwann noch gut bis in ein gewisses hohe Alter wo sie ausgesetzt hat.
Aber an sich kann ich es nicht aus Wissenschaftlicher Sicht erklären . Das ist nur meine Theorie.

Nachdem ich eh schon immer meine Ernährung umstellen wollte kam mir das als Auslöser ganz Recht.
Mein letzter hba1c ist 5.99 und mein Arzt sagte ich sei wieder Diabetiker... Weil der Grenzwert ja bei 5.6 oder so liegt. Fragte ob er das ernst meint. Vor 10 Jahren war die Grenze bei 6.6 oder noch mehr. Sind wir wieder beim Thema... Geldmacherei. Aber jetzt haben sie genug mit Corona zu tun. Da sind andere Krankheiten doch gar nicht mehr wichtig.

Also nicht so viel Angst davor. Essen was dir schmeckt und aufpassen das Zucker nicht überhand im Essen hat. Bewegen und nicht immer daran denken... Sündigt man einfach diesen Tag , ausblenden und die nächsten Tage wieder rein holen mit Disziplin.
Auf Geburtstage meiner Enkel bzw Familienfeiern ist mir egal das ich Zucker habe. Da muss ich von allen Kindern ein großes Stück Kuchen essen. Und ich hab 3 Enkel.
Letztens war ich bei meiner Freundin und es kamen die nachbarn. Heißt in Zahlen ein Kasten B. und eine Flasche Eierlikör.. und die Frauen tranken diesmal nichts.

07.02.2022 19:57 • #11


Myosotis
Hallo @Lala_83
Zitat von Lala_83:
Für mich ist es daher irgendwie nicht klar warum so viele bei typ2 Insulin spritzen obwohl es doch scheinbar auch anders geht....

Du kannst auch mal hier unter diesen beiden Links schauen. Da findest Du gute Infos allgemein zu Diabetes, z.B. auch die Ernährung betreffend und entsprechende Rezepte. Falsche finanzielle Anreize sind der Grund dafür, dass von den Ärzten so schnell die Insulintherapie verschrieben wird. Etwas ausführlicher benannt unter dem 1. Link:

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/...es436.html

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/...es252.html

Hatte außerdem vor kurzem eine Doku über eine spezielle Diabetes-Klinik gesehen – leider nur die letzten Minuten. Angeblich gäbe es mittlerweile mehr als nur 2 Diabetes-Typen, sogar 4 oder 5 - habe das nicht so recht mitbekommen. Auch nicht, welche Alternativ-Therapien es dafür gibt.

Erinnere mich, dass am Ende der Doku eine Patientin gezeigt wurde, die bereits 15 Jahre lang Insulin spritzte und dies eigentlich – lt. Aussage dieser Ärzte – nicht nötig gewesen sei, weil ihr Diabetes ein anderer als Typ 2 sei.

Zu Werten kann ich nichts weiter sagen. Bin davon selbst nicht betroffen.

08.02.2022 13:27 • #12


Lonesom-er
Typ2 Diabetiker haben meist noch eine eigene Produktion von Insulin. Die Tabletten welche ein Typ2 Diabetiker bekommt, sorgen dafür das die Bauchspeicheldrüse (Langerhansche Inseln), mehr Insulin produzieren. Dieser Prozess ist endlich, will sagen man kann dies nicht unendlich lang so treiben. Wird im Lebensstil nichts ungestellt so wird die Folge sein das der Körper freiwillig immer weniger Insulin produziert, und immer mehr Medikament eingenommen werden muss um die Diverenz auszugleichen.
Am Ende gibt es kaum noch bis keine eigene Produktion von Insulin mehr, und der Patient muß künstlich, mittels spritzen, Insulin zuführen.

16.06.2022 10:11 • #13


A


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