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Jen93
Guten Morgen, ihr da draußen

Ich habe mich hier noch nicht oft zu Wort gemeldet, weil mir teilweise einfach die Kraft fehlt alles zusammen zu fassen, und weil sich meine Beschwerde wirklich täglich wiederholen.

Jetzt möchte ich mein Leid allerdings kurz mit euch teilen, hoffe auf User, die sich damit identifizieren können bzw. sich zu helfen wussten.

Wer mehr zu meiner 'Krankheits'-Vorgeschichte wissen möchte bzw. sich einen Überblick verschaffen will, kann dies anhand meiner letzten ersten Beiträge entnehmen. Einfach mal reinschnuppern.

Zum Fall:
Ich bin heute Morgen aufgewacht, mit einem Benommenheitsgefühl in Kombination mit tiefster Müdigkeit und Unwohlsein, von regelmäßigem Herzstolpern begleitet, das mich mittlerweile sowieso nach jedem dritten Herzschlag verfolgt, sowohl tagsüber als auch abends, woran ich mich zwingend gewöhnt habe, was ich allerdings nicht mehr als normal bewerte, wenn ich mir hier Erfahrungsberichte von einigen durchlese, wo so etwas höchstens 3x täglich vorkommt oder teilweise 'nur' in Schüben.
Mir war im selben Moment etwas übel und ich klagte über Magenbeschwerden, einem Druckgefühl in der Gegend. Ich hatte es ein wenig mit der Angst zu tun, wollte nicht alleine sein, mein Freund war zum Glück vor mir wach, war demnach mit in der Wohnung. Er bekam nichts davon mit. In derartigen Momenten kriege ich ein ganz komisches inneres Gefühl, was Richtung Todesangst und in depressive Verstimmung über geht. Jetzt geht es einigermaßen besser, empfinde allerdings noch immer ein Gefühl der Benommenheit im Kopf, Kopfschmerzen, habe eine komische Wahrnehmung der Dinge, die um mich herum geschehen.
Ich sitze gerade mit meiner Arbeitskollegin nur vor dem Computer, war in letzter Zeit auch keinem großen Stress ausgesetzt. Ist also nicht verständlich für mich, was in solchen Fällen mit mir passiert.

Ich bin diesen Extrasystolen (welche als supraventrikulär diagnostiziert wurden) dauernd ausgesetzt, fühle mich schlapp, mache keinen Sport, weil selbst die kleinsten Tätigkeiten im Haushalt mein Herz schon zum rasen bringen. Mein Ruhepuls liegt dauernd um die 90 Schläge pro Minute. RR liegt immer relativ nah an der Grenze, noch im Durchschnittsbereich.
Ich nehme seit Jahren kaum Flüssigkeit zu mir, was den Tagesbedarf demnach nicht mal ansatzweise decken kann, komme teilweise nicht mal auf einen Liter täglich, wenn ich so darüber nachdenke, was mein Blut wahrscheinlich über den Zeitraum hat verdicken lassen. Ich weiß, dass auch ein derartiger Zustand zu Herzrhythmusstörungen führen kann.

Ich bin jung, 24 Jahre alt, weder rauche ich, noch leide ich unter anderen Risikofakoren, wie Überwicht oder Diabetes, ich bin Wochenendtrinkerin, wenn es überhaupt mal zu einem B. in der Woche kommt. Die Zeiten der Partymaus sind vorbei. Die Ernährung sieht bei mir auch durchschnittlich aus, verzichte auf nichts, aber ich achte im Gegenzug auch nicht dauernd auf gesunde Lebensmittel.

Ich weiß nicht, ob mir eine Ablation im Bereich des Herzens helfen würde. Ist etwas weit hergeholt, aber wenn ich höre, dass ich danach beschwerdefrei sein kann, was sich zu 85% positiv auf den Körper auswirkt, was nicht mal eine große Operation darstellt, nur in lokaler Betäubung statt findet, dann überlege ich ernsthaft mit einem Internisten darüber zu sprechen.
Ich werde mir zudem evtl mal einen Event Recorder ausleihen, wo ich dann allerdings 24h dieses Gerät an meine Brust halten könnte, weil es einfach mittlerweile wirklich eine Regelmäßigkeit der Extraschläge gibt.

Könnt ihr etwas mit meinen Beschwerden anfangen und mir diesbezüglich Ratschläge geben?

09.11.2017 10:34 • 10.11.2017 #1


7 Antworten ↓


TheNiceLife
Also ich kann dir keine Diagnose stellen, das ist ganz klar und will ich auch nicht, aber ich würde dich gerne dazu anspornen mehr zu trinken. Das ist ja sehr sehr wichtig. Du musst ja dauernd dehydriert sein

09.11.2017 14:25 • #2



Extrasystolen, Magendruck und Allgemeines Unwohlsein

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Jen93
Fällt mir schwer, ich weiß nicht woran das liegt. Aber sicher werde ich daran arbeiten. Bin kein Wassertrinker, dann eher Richtung Tee.
Dennnoch hoffe ich auf ähnliche Erfahrungen.

10.11.2017 09:38 • #3


kopfloseshuhn
Also ich muss zugeben, dass ich die Idee mit dem abladieren etwas merkwürdig finde. Warum eine OP Riskieren wenn die Lösung möglicherweise leichter ist - siehe TRINKEN!

Es fällt vielen Menschen schwer. Mir auch.
Aber ich stelle mir zumindest jeden Morgen eine neue 1,5 Liter Flasche hin und bis abends muss die leer sein.
Manchmal führt das dazu, dass ich abends schnell noch einen Liter davon trinkenmuss weil ich es vergessen habe und dann nachts entsprechend dreimal pieschen muss. Das ist dann wieder ein Ansporn es gleich morgens zu beginnen *haha

Nicht alle Herzrhytmusstörungen kann man abladieren. UNd solange die Extrasystolen als harmlos eingestuft werden und als normalwertig (von der Anzahl her) wird das wohl auch niemand einfach mal so abladieren.
UNd wenn, sprichst du nciht mit einem Internisten darüber sondern mit einem Rhythmologen.

Wenn das schon dein normaler Herzrhythmus ist: 2 Schläge - eine SVES kann das durchaus auch psychische Ursachen haben.
Anhaltende (psychische) Erregungszustände haben so etwas gerne ebenfalls zur Folge. Ist dann aber harmlos.
Aber auchhier kann man schauen, wie gehts eigentlich deinen Elektrolyten im Blut?

Also erste maßnahme: trinken. Wirklich. Wenn sich damit alles erledigt. Umso besser.
So leicht, wie es sich liest ist eine Ablation nämlich wirklich nicht.
Ich hatte eine und fand es sehr sehr schlimm und sehr sehr gruselig.

Ein bisschen Sport könnte auch helfen, dein Herz wieder in einen normalen Takt zu bringen.

Liebe Grüße

10.11.2017 09:56 • x 1 #4


Jen93
Danke für deine Antwort @kopfloseshuhn

Zu anhaltenden psychischen Erregungszuständen..
Unbewusst passiert wahrscheinlich viel im Körper. Allerdings kenne ich von mir, dass ich mir sehr viel zu Herzen nehme, in meiner Jugend war das extremer. Ich denke sehr viel über Dinge nach, heute noch.

Die Elektrolyten wurden meines Wissens das letzte Mal mit untersucht, vorher wurde mir allerdings schon zum Test Magnesium + Kalium ausgehändigt. Für mich ohne Erfolg. Demnach war damit wohl alles in Ordnung.
Blutwerte lagen alle im Normbereich, bis auf ein minimal gesunkener Eisenwert und ein erhöhter Cholesterinwert, die allerdings beide keiner Behandlung bedürfen.

Du hast dich mittlerweile einer Ablation ausgesetzt?
Aus welchem Grund musste dies gemacht werden?

10.11.2017 10:13 • #5


kopfloseshuhn
Hallo Jen.
Ichhatte die Ablation wegen einer AVNRT.
Das ist eine gutartige Herzrhythmusstörung die aber dazu führt, dass mit einem Schlag *lichtschalter an der Puls massiv schnell schlägt (bei mir 240 bpm und mehr) und dann irgendwann *lichtschalter aus wieder vorbei ist.
Ich fand die Ablation echt heftig und konnte bei mir auchnicht wach gemacht werden. Weil vor lauter ANgst der Puls schon so hoch war, dass der Rhythmologe nicht mehr stimulieren konnte.
ich war dann ziemlich dankbar für das Propofol.

Machst du Therapie?

10.11.2017 10:25 • #6


Jen93
@kopfloseshuhn

Nach wie vielen und welchen Untersuchungen wurde diese Diagnose denn gestellt?
Woran genau war das messbar?

Ich kann nämlich mit meiner einfachen Diagnose der
scheinbar nur supraventrikulären Extrasystolen nichts anfangen. Die Bedeutung kenne ich, aber wie ich mich verhalten soll, ist mir nicht bekannt. Tabletten nehme ich keine, Therapien habe ich mich ebenso bisher nicht unterzogen.

10.11.2017 10:34 • #7


kopfloseshuhn
Das war schwierig.
Am Anfang waren die Anfälle immer schon vorbei wenn die Sanis da waren und da ich einiges an SVV Narben auf den Armen habe, wurde mir immer nur der Kopf getätschelt und heiß jaja das waren Panikattacken.
Ich wusste aber, dass das so nicht war aber bei allen Untersuchungen dann war alles in Ordnung. Langzeit EKG, Ultraschlall..bla bla bla.
Dann hatte ichdie Anfälle immer wieder mal und immer wieder ANgstund die ganze zeit Angst das das wieder passiert. Mitsamt anhaltender Todesangst. Hat mir die ganze Geschichte auch eine feine herzphobie beschert.
Dann hatte ich 5 Anfälle in einer Woche, ging in ein KH wo ich bis dahin nochnciht war, traf einen tollen Kardiologen der mir sagte..nee also Panikattacken können das doch gar nicht sein die limitieren sich bei 180 von alleine. Ich hatte ja aber deutlich höhere Werte.
Der hat mich endlich ernst genommen und stationär aufgenommen und an den Monitor gehängt zur Dauerüberwachung. Dannkonnte endlich ein Anfall aufgezeichnet werden und die Diagnose stand. Denn solche Störungen kann man nur während eines Anfalls diagnostizieren.

UNd dann hattendie da ganz neu die Station für die Ablation, einen super Rhythmologen der in der Charite berlin gelernt hatte und schon 8 Jahre Erfahrung hatte.
Der hat das dann gemacht.

Das soll dir jetzt aber alles keine Angst einjagen.
Solche Störungen sind harmlos (also nicht lebensgefährlich) und zudem DAS merkt man schon sehr deutlich.
Dahinein würde ich deine SVES gar nicht einsortieren.
Was du tun sollst?
Du hattest dochUntersuchungen richtig? Da wurden die SVES auch aufgezeichnet, ja?
Dann musst du eigentlich gar nichts tun.
Du kannst ja mal googeln über Bigeminus. So ähnlich ist das, was du da beschreibst dann nur in einer 2:1 Ableitung.
So etwas kommt oft vor, wenn Sympathikus und Vagus miteinander ringen. Sprich in ANgstsituationen oder extremer Anspannung.
Meine beste Freundin hat das auch sehr oft. Und hatte gerade mit dem Rauchen aufgehört und nun 6 Wochen dauerhaft den Bigeminus gehabt. Ich würde mirt in die Hose schiffen dabei ganz ehrlich. Aber sie lässt das völlig kalt. Es ist halt total ungefährlich und auch dauerhaft kein größeres Problem abgesehen davon, dass zur kompensation eben der Blutdruck etwas steigt.

Ich kenne jetzt deine Psychogeschichte nicht und weiß nciht, was dich sonst so hierher verschlagen hat.
Aber vielleicht wäre eine Psychotherapie für dich auch mal etwas um vertrauenin deinen Körper zu finden, heraus aus der ANgst, mit Stress besse rumzugehen und dir im wahrsten Sinne nicht so viel zu Herzen nimmst.

Liebe Grüße

10.11.2017 10:56 • x 1 #8




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