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Pikapikapikachu
Guten Morgen, ich habe mich hier angemeldet weil ich, wie so viele hier, langsam verzweifelt bin.

Vielleicht etwas zu mir: ich bin 39 Jahre alt, in einer Langzeitbeziehung, habe zwei Kinder, bin seit 3 Monaten wieder teilzeit berufstätig (4h/täglich).
Ich war schon immer etwas hypochondrisch veranlagt, hier und da habe ich auch mal mit Panikattacken zu tun. Allerdings habe ich alles immer durch ruhige Atmung und das Sortieren meiner Gedanken in den Griff bekommen.
Nun muss man zu meiner Vorgeschichte sagen, dass ich im Dezember 2007 meine Mutter an Organversagen im Alter von 60 Jahren verloren habe (Leberzyrrose durch vermehrten Alk. in jüngeren Jahren), zwei Monate später meinen Vater im Alter von 59 Jahren, durch ein anderes Krankheitsbild.
Das sind natürlich Erlebnisse die einen Menschen enorm prägen, und sicher auch ihre Schuld an meinen Problemen tragen. Ich habe keine Therapie gemacht, ich denke dass es mir schwer fällt mich damit auseinander zu setzen.

Im Dezember 2015 habe ich im fünften Monat meinen Sohn still geboren. Er hatte die Nabelschnur fest um seinen Körper und den Hals gewickelt und war wohl bereits zwei Wochen nicht mehr am Leben, als das festgestellt wurde. Die Geburt empfand ich anfangs als fürchterlich und surreal, aber es war gut so und ich konnte somit meinen Frieden damit schließen.

Jetzt muss ich schon wieder heulen, aber ich bin zur Zeit auch enorm emotional.

Mein eigentliches Problem:

früher in diesem Jahr hatte ich eine eitrige Entzündung im Kiefer. Ich habe eine Woche lang Ibuprofen genommen, nach der Not OP dann ein paar schlimme Antibiotika (ich bin allergisch auf Penicillin), die richtig, richtig reingehauen haben.
Vor drei Monaten hatte ich eine eitrige Mandelentzündung, und bekam wieder Antibiotika, Clindamycin. Die habe ich auch nicht wirklich gut vertragen, Blasen an den Fingern und Durchfall.
Danach war alles wieder okay.
Vor sieben Wochen hatte meine Tochter sich mehrfach übergeben, zwei Tage später hatte ich massivsten Durchfall. Wässrig und so schlimm, dass ich Kreislaufprobleme bekam. Ich habe zwei Tage Bett verbracht und nur gelegen und getrunken.
Mir ging es dann soweit wieder gut dass ich arbeiten gehen konnte.

In der Arbeit (sitzende Tätigkeit) fiel mir dann vermehrt auf, dass meine Seiten erheblich weh tun. Das wurde bis zum Wochenende so schlimm, dass ich in die 1.Hilfe gefahren bin.
Blutabnahme in Ordnung.
Keine Sonografie.
Nach dem Abtasten hieß es, dass es die Muskeln wären. Ich konnte mich damit arrangieren, weil meine Lendenwirbelsäule sich auch meldete, aber nur ganz dezent. Bekam ein Muskelrelaxanz und Ibus mit, nichts davon habe ich genommen.

Ein paar Tage später bemerkte ich ein kneifen im Bauch, überall. Ich hatte nur selten und wenig Stuhlgang, und absolut keine Winde. Wenn sich doch mal ein Windchen verirrte, dann war es klein und mit pressen verbunden (entschuldigt diese plastische Ausführung!).
Ich also zum Hausarzt einer Freundin (meiner war im Urlaub), abgetastet, alles weich. Diagnose: Reizarm. Buskopan soll helfen.

Zu meinem Eisprung bekam ich plötzlich eine leichte Zwischenblutung, was ich so nie hatte. Mittlerweile war ich psychisch auch echt schon angeschlagen, weil ich natürlich auch gegoogelt hatte. Von Bauchspeicheldrüsenkrebs bis Weiss der Geier war alles dabei. Ich also zu meiner Gynäkologin. Ultraschall unauffällig, alles in Ordnung. Wir dachten zwischenzeitlich auch an eine Einnistungsblutung, was mich wieder ein paar Tage beruhigte.
Bis das Bauchkneifen wieder anfing.
1. Hilfe.
Blutabnahme.
Abtasten.
Keine Sonografie.
Diagnose: Reizdarm.

Eines Freitags holte mein Mann mich mit meiner Tochter von der Arbeit ab, und wir gingen schön Essen. Das Wochenende war super, völlig unbeschwert, wir waren noch auf einem Geburtstag und alles war gut. Bis Dienstag dann wieder das Bauchkneifen anfing.

Ich war nervlich schon am Ende. Mein Mann hielt mich schon für verrückt. Und ich dachte mir: okay, ich weiss selbst was die Psyche anrichten kann. Wieder eine Zwischenblutung, ich dachte allerdings die wäre auf dem Stuhl.
1. Hilfe
Blutabnahme
Keine Sonografie, nur abgetastet. Ich schon leicht verzweifelt, der Assistentzarzt meinte nur, man solle sich das Leben nicht durch Ängste kaputt machen.
Wenn das so einfach wäre...

Es gesellte sich urplötzlich eine Aversion gegen Essen ein, ich bekam nichts mehr runter. Alles war eklig, roch schlimm, aber brechen musste ich nicht.
Ich hatte bei Druck Ausübung üble Schmerzen über dem Bauchnabel, einen widerlichen Geschmack im Mund, es gingen leichte Winde ab. Ganz leichter, kaum merklicher Reflux.
Ich wieder in die 1.Hilfe.
Blutabnahme: Leberwerte leicht erhöht
Sonografie: alles unauffällig
Diagnose: Gastritis
Pantropazol sollte ich mir holen. Habe ich leider auch erst ein paar Tage später gemacht.

Freitag bin ich dann ohne Termin zum Gastroenterologen, die auch sehr lieb war und mir ihr offenes Ohr lieh. Ich habe alles geschildert.
Sie tastete mich allerdings auch nur ab, und vermutete dass die Antibiotika mir eventuell die komplette Darm Flora zerstört hätten.
Ich sollte Montag Stuhl abgegeben und Flohsamenschalen unter meine Schonkost rühren (die Schonkost habe ich bis dato nicht wirklich eingehalten, muss ich zu meiner Schande gestehen). Nach dem Termin hatte ich urplötzlich riesigen Hungern, bin direkt zu Alnatura und habe mir ein riesiges Stück Streuselkuchen geholt, das ich voller Genuss verdrückt habe.

Montag dann Stuhl abgegeben. Sie rief mich noch persönlich auf dem Handy an um mir mitzuteilen, dass alle Ergebnisse negativ waren. Nix drin, nix dran, alle im perfekten Bereich. Zum neuerlichen Gespräch am letzten Freitag haben wir einen Termin zur Magen-/Darmspiegelung im September gemacht.

Ich halte seit Freitag strikte Schonkost, nehme Mutaflor und Omnibiotic zusätzlich zum Pantropazol. Magen und Darm fühlen sich beruhigt an. Nicht beruhigt hingegen bin ich wegen neu aufgetauchter Zipperlein, die mich gestern wieder in die 1. Hilfe brachten und mich langsam verzweifeln lassen. Ich habe seit Tagen hin und wieder ein Druckgefühl unter dem rechten Rippenbogen, es zieht an den Seiten rechts und links wie bei einem Seitenstechen. Dieses Stechen hatte ich gestern in der Arbeit, und plötzlich wurde mir am Tisch ganz seltsam. Meine Hände zitterten und ich war wie benommen. Ich dachte, mein Herz setzt gleich aus und ich werde hier und jetzt sterben. Das beruhigte sich nach ein paar Sekunden, aber die Angst war noch immer da, ich habe überall gezittert. Meine Kollegen riefen einen Krankenwagen, und man brachte mich in die Notaufnahme.
Blutabnahme: leicht erhöhte Leberwerte
Sonografie der Leber und Galle ergab keine Auffälligkeiten. Aber ich merke meine Leber. Ich spüre den Druck. Ich merke ein Stechen in der Seite. Was ist das alles und wieso findet niemand etwas? Ich bin nervlich nur noch ein Wrack. Ich habe mich diese Woche aus der arbeit genommen
(das erste mal Krank, seit das angefangen hat).
Mir geht ständig meine Mutter durch den Kopf, die ja auch etwas mit der Leber hatte. Ich habe so große Angst davor, etwas wirklich schlimmes zu haben wenn ständig etwas neues hinzu kommt oder sich die Symptome ändern. Ich habe Angst nachher zu meinem Hausarzt zu gehen, der mich vielleicht für verrückt erklärt oder auch nichts findet. Und vielleicht ist ja auch nichts zu finden. Aber das ganze muss doch eine Ursache oder gar einen gemeinsamen Nenner haben!?!
Rücken habe ich auch immer noch, und es wird nicht besser.
Heute früh hatze ich nach dem Stuhlgang wieder eine leichte Blutung, aber ich stehe eine Tag vor meiner Periode. Die Blutung um den Eisprung herum hatte ich diesen Monat auch schon wieder.

Ich habe Angst vor Krebs, vor Organversagen, ich habe Angst jetzt meinen Job zu verlieren, dass mich alle für bekloppt halten...

Meike Lipase Werte liegen bei 16, die Endokrinologie ergab 2,75, leukozyten bei 7,32.

Ich gehe mittlerweile nervlich wirklich am Stock.
Und es tut mir leid für den langen Text, ich weiss nicht ob jemand die Lust findet das zu lesen.
Ich wusste mir keinen Rat mehr, ausser mich hoffnungsvoll hier anzumelden.

22.08.2017 08:07 • 17.11.2017 x 1 #1


92 Antworten ↓


Erst einmal mein herzliches Beileid zu deiner Geschichte mit der Totgeburt, so was ist immer ein ganz schlimmes Erlebnis!

Du hast ja schon eine beachtliche Arztgeschichte hinter dir Magen und Darmprobleme können natürlich wie die Ärzte sagen durch Verspannungen ausgelöst sein. Habe ich selbst, das dir aber einfach die Diagnose Reizdarm gestellt wurde anhand einer Tastuntersuchung halte ich für Mutig Wurde bei dir mal eine Magen und Darmspiegelung durchgeführt um wirklich Veränderungen/Auffälligkeiten dort ausschließen zu können? Wenn nein, dann würde das Sinn machen.

Aber diese ganzen Magen und Darm Probleme können auch einfach vom Kopf her kommen. Vielleicht schlägt dir ja wörtlich irgendwas gewaltig auf den Magen. Sofern schon bei einer Sonografie die ganzen wichtigen Organe geprüft wurden, dann kannst du eigentlich davon ausgehen das dort zumindest alles in Ordnung ist. Was ich dir raten würde wäre mit deinem Arzt zu sprechen und ihn vielleicht mal darauf ansprechen ob es auch etwas Nervliches sein kann.

Zitat von Pikapikapikachu:
Heute früh hatze ich nach dem Stuhlgang wieder eine leichte Blutung, aber ich stehe eine Tag vor meiner Periode. Die Blutung um den Eisprung herum hatte ich diesen Monat auch schon wieder.

Nur zur Sicherheit, mit Blutung meinst du so etwas wie Regelblutung und nicht aus dem Darm? Ich bin zwar keine Frau und habe da wenig eigene Erfahrungen aber von meiner Frau her weiß ich das vor allem Stress die Periode stark beeinflussen kann. Aber auch wenn du älter wirst kann dann durch Hormonveränderungen wohl einige Zeit mal ganz viel durcheinander kommen. Im Prinzip solltest du mit deinem Frauenarzt das ganze mal besprechen, er/sie sollte ja Ahnung davon haben. Vielleicht können ja andere Damen hier auch was dazu beitragen wie die Periode sich mit Stress verhält

22.08.2017 15:25 • #2



Erst Darm, dann Magen, dann Leber - keiner findet was

x 3


Pikapikapikachu
Hallo Eduard, danke für Deine Antwort.

Ich spreche schon von vaginalen Blutungen. Sie sind recht kurz, es hat sich bisher immer mit einem Streifen auf dem Toilettenpapier erledigt.
Ich gehe allerdings davon aus, dass es der Stress ist der mir hier einen Streich spielt. Auch wenn mein Kopf wieder mit schlimmen Gedanken kommt wie dass etwas auf die Gebärmutter drücken könnte. Ich war vor vier Wochen bei meiner Gyn, es war alles in Ordnung, und da hatte ich bereits zwei Tage zuvor eine solche Zwischenblutung.

Ich war heute bei meinem Hausarzt, die Schwester hat mir eine Überweisung zur Sonografie gegeben (Arzt kommt morgen aus dem Urlaub), jedoch nicht ohne noch einmal zu erwähnen, dass es ja auch die Bauchspeicheldrüse sein könnte .
Als ich ihr sagte, dass ich seit zwei Wochen Pantropazol 40 nehme meinte sie, dass das viel wäre, aber normaler Weise nicht so auf die Leber schlägt. Sie hat viele ältere Patienten, die das permanent nehmen müssen, und niemand hat Beschwerden...

Ich hab für morgen noch einen Termin für die Sono ergattern können, und zwischendurch wieder gegoogelt. Es ist so dumm. Ich weiss. Ich mach das seit Wochen, und vermutlich löst auch das in mir noch zusätzlich Panik aus. Aber ich hoffe jedes mal, dass ich DIE Erklärung finde.

Gestern im Krankenhaus hat eine Schwester Galensteine vermutet, oder auch Griess. Aber so etwas würde man doch bei einer Sono sehen, oder?
Ich hab so schreckliche Angst vor morgen.
Ein Freund aus der Medizin beruhigte mich schon. Gerade weil die Lipase Werte im Normbereich sind. Aber ohne klaren Ausschluss und einen richtigen Befund kann ich mich wohl einfach nicht beruhigen.

22.08.2017 18:28 • #3


Pikapikapikachu
Ich war nun heute bei der Sonografie und anschließend beim Hausarzt. Bis auf eine leicht vergrößerte Milz ist alles in Ordnung. Ich habe auch keine Fettleber. Mein Arzt sah sich meine Werte auch noch mal an und meinte, dass meine Leberwerte wohl durch Stoffe von außen gestiegen wären. Das ist bei der Gabe von Medikamenten der Fall, und die soll ich nun endgültig absetzen.

Ich sollte erleichtert und entspannt sein. Stattdessen plagt mich der Gedanke an mein Fehlen in der Arbeit, und ich bilde mir den nächsten Mist ein. Gestern Abend, nachdem ich mich einen ganzen Tag lang mit nichts anderem als der Angst wegen der Leber beschäftigt habe, hatte ich kurzzeitig wieder so ein Schwächegefühl, mir wurde ganz komisch. Nur für Sekunden. Aber es hat gereicht mir Angst zu machen. Dazu dann ein Ziehen im linken Arm, und ich war völlig von der Rolle. Heute schmerzte dann mein linker Unterkiefer, und ich habe Angst vor einer Herzinsuffiziens. Ich bin auch recht schwach, und zeitweise kurzatmig. Aber ich versuche mir bewusst zu machen dass ich sehr wenig geschlafen habe, 12 Stunden weder gegessen noch getrunken, und meine Gedanken ständig um Todesangst kreisten.
Ich muss doch dieses Muster mal durchbrechen können!

Ich bin so ängstlich. Ich möchte einfach nicht mehr ängstlich sein!

23.08.2017 14:02 • #4


Du wirst aus meiner Sicht nicht um eine Therapie herumkommen - auch wenn Du eigentlich wie ich deinem Eingangspost entnommen habe nicht willst.
Die Hypochondrie sucht sich bald das nächste Problem. Sobald ein Verdacht/Angst ausgeschlossen wurde kommt das nächste. Das macht es ja auch so schwierig dagegen anzugehen.
Ich denke da ist man alleine praktisch chancenlos. Vor allem werden mit zunehmendem Alter die Zipperleins und damit die Möglichkeiten Ängste zu entwickeln immer mehr. Das habe ich bei mir sehr deutlich gemerkt. Als ich jünger war konnten mich Krebsstatistiken und ein herzhaftes dafür bin ich ja noch viel zu jung trösten und meine Ängste kleiner machen, mittlerweile geht das nicht mehr. Umso wichtiger ist es - finde ich - beizeiten die Hypochondrie und die damit verbundenen Ängste in einer Therapie zu verarbeiten .

23.08.2017 14:44 • #5


Zitat von Wien100:
Umso wichtiger ist es - finde ich - beizeiten die Hypochondrie und die damit verbundenen Ängste in einer Therapie zu verarbeiten .

Vor allem muss man auch bedenken das man sich über Jahre an sein Verhalten gewöhnt und nach 5 Jahren kann man sich einfacher etwas abgewöhnen als nach 30 Jahren.

23.08.2017 14:47 • x 1 #6


Pikapikapikachu
Das werde ich auch machen. Mir ist aufgefallen, dass ich Dinge nur für mich brauche. Ich bin ständig für alles und jeden da und verantwortlich, und habe mir nicht nur eine Therapie verdient sondern auch die Möglichkeit, Körper und Seele wieder in Einklang zu bringen. Es darf mit einer Therapie also nicht aufhören, sondern muss mit Sport und Entspannung weiterlaufen. Aktivitäten die mir geistig und körperlich gut tun.

Was sind die ersten Schritte zu einer Therapie? Läuft das über den Hausarzt, oder suche ich mir direkt einen Psychotherapeuten?

23.08.2017 15:06 • #7


Schlaflose
Zitat von Pikapikapikachu:
Was sind die ersten Schritte zu einer Therapie? Läuft das über den Hausarzt, oder suche ich mir direkt einen Psychotherapeuten?


Beides. Da die meisten Psychotherapeuten überlaufen sind, muss man sich bei vielen melden und sich auf die Warteliste setzen lassen. Wenn es so weit ist, dass du einen Termin bekommst, gibt es 5 Probesitzungen und wenn sich dann entscheidet, dass du dort bleiben willst, wird die Therapie bei der Kasse beantragt. Dann brauchst du eventuell eine Überweisung vom Hausarzt.

23.08.2017 15:52 • x 1 #8


Gandalf der Graue
Zitat von Pikapikapikachu:
Als ich ihr sagte, dass ich seit zwei Wochen Pantropazol 40 nehme meinte sie, dass das viel wäre, aber normaler Weise nicht so auf die Leber schlägt. Sie hat viele ältere Patienten, die das permanent nehmen müssen, und niemand hat Beschwerden...

Und ich bin noch etwas jünger und hatte von Pantoprazol unangenehme Nebenwirkungen. Ok, ich hatte auch 40mg einmal Morgens und einmal Abends. Was sich sagen will, jeder Körper ist anders und was dem einen gut bekommt, hilft dem anderen nicht so sehr. Bei dir kann es also sein, dass es etwas mehr auf die Leber schlägt. Die hatte ja wohl vorher schon zu tun mit den Ibus und Antibiotika. Aber so lange die Werte nur leicht erhöht sind sollte davon keine große Gefahr ausgehen.

Guck mal, dass du die Schonkost eine Weile durchhälst. Wenn es wirklich was mit dem Magen ist, dann kann das schon was bringen.

Ich erkenne ein paar Sachen bei dir, die ich auch bei mir finde. Ich denke, je mehr ich mich mit meinen Krankheiten beschäftige, um so mehr verkrampfe ich und mein ganzer Körper verspannt sich. Und so tut es dann immer wieder woanders weh. Meine Beine schmerzen, ich lege mich aufs Sofa, das geht dann aber wieder auf den Rücken, der wiederrum strahlt in die Brust aus und so weiter. Schlafen ist auch immer gut. Wenn ich zu wenig schlafe merke ich, dass meine Symtome stärker werden.

Ich war zuletzt beim Hausarzt. Nachdem nun fast alles, mal hier, mal da, untersucht worden ist, und die Organischen Ursachen geklärt worden sind (und alles eingeleitet wurde, damit die beseitigt werden) habe ich meinen Arzt drauf angesprochen, dass ich trotzdem immer wieder irgendwas habe und auch schon Panikattacke hatte und ob eine Therapie eventuell sinnvoll wäre. Dem hat er auch direkt zugestimmt und mir eine Überweisung gegeben.

Adressen musste ich mir selber raussuchen. Damit kannst du am besten so bald wie möglich anfangen, denn wie bereits erwähnt wurde, gibt es da oftmals Wartelisten und so schnell bekommt man meistens keinen Platz.

23.08.2017 23:58 • #9


Pikapikapikachu
Guten Morgen ihr lieben, und vielen Dank für Eure Antworten!

Wie geht es Euch denn heute? Gibt es etwas, worauf ihr euch besonders freut?

Ich werde meine Kleine für den Vormittag gleich in die Kita bringen, und mit meinem Großen eine kleine Radtour machen. Ich hab ein paar Dinge zu erledigen, und ich dachte dass es schön wäre die Gelegenheit für Bewegung in der Sonne und Zeit zu zweit zu nutzen.

Ja, Gandalf, die Schonkost mache ich weiter. Ich versuche sie auch basisch zu halten, so dass dem Magen keine zusätzlichen Säuren nach dem Absetzen des Pantoprazol zugeführt werden. In diesem Sinne gab es zum Frühstück Quark mit aufgeweichten kleinen Haferflocken, Flohsamenschalen, Weintrauben und Honig sowie ein Vollkornbrot ohne Rinder mit dünn Butter und Honig, dazu einen Pfefferminztee aus frischer Minze.

Mich würde interessieren, mit welchen Wirkungen du gekämpft hast und ob du sie aus eigenem Antrieb abgesetzt hast.

Ich werde heute Nachmittag die Zeit nutzen, und mich nach Therapeuten in der Umgebung umhören.

Nächsten Monat habe ich eine Termin zur kompletten Spiegelung, ich hoffe dass bis dahin meine Werte wieder so weit runter sind dass ich problemlos eine Schlafspritze vertrage. Vor der graut es mich auch schon.
Und vor der Tatsache, so lange nichts Essen zu dürfen. Ich weiss dass meinem Kreislauf so etwas gar nicht gefällt. Vielleicht und hoffentlich bin ich bis dahin sogar Beschwerdenfrei, denn nichts wäre mir lieber als das gar nicht erst über mich ergehen lassen zu müssen.

24.08.2017 06:39 • #10


Gandalf der Graue
Zitat von Pikapikapikachu:
Mich würde interessieren, mit welchen Wirkungen du gekämpft hast und ob du sie aus eigenem Antrieb abgesetzt hast.


Um es kurz zu machen: Übelkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen. 2-3 Tage nachdem ich mit der Einnahme begonnen hatte ging es los, 2-3 Tage nachdem ich sie abgesetzt hatte waren die 3 Sachen wieder weg. Das wäre schon ein enormer Zufall, wenn es nicht am Pantoprazol lag, auch wenn mein Hausarzt meinte, das könne gar nicht sein.
Ich sollte die Tabletten 3 Wochen nehmen. Ich hab sie dann kurz vorher abgesetzt. Also vielleicht 2 Tage weniger. Da lag aber schon mein erster Fehler, ich hätte sie ausschleichen müssen, was mir aber kein Arzt sagte. Also anstatt Morgens und Abends nur noch eine Morgens (oder Abends) und dann nur noch jeden zweiten Tag und so weiter. Es war ja doch eine recht hohe Dosis, da ist das Ausschleichen auf jeden Fall sinnvoll.

Warum graut es dir vor der Schlafspritze? Verträgst du es nicht so oder hast du schonmal schlechte Erfahrungen gemacht? Das mit dem nichts Essen kann zwar unangenehm sein, aber sollte machbar sein. Zu welcher Uhrzeit hast du denn den Termin? Ich hatte meinen um 9:30 Uhr, also konnte ich Abends noch was essen, dann schlafen und nach dem Aufstehen bin ich fast sofort zur Magenspiegelung.

24.08.2017 20:59 • #11


Die Schlafspritze hat keinen Einfluss auf Deine Leberwerte. Außerdem dauert die Spiegelung wenige Minuten - das sollte kein Problem darstellen.

24.08.2017 21:10 • #12


Pikapikapikachu
Zitat von Gandalf der Graue:
Warum graut es dir vor der Schlafspritze? Verträgst du es nicht so oder hast du schonmal schlechte Erfahrungen gemacht? Das mit dem nichts Essen kann zwar unangenehm sein, aber sollte machbar sein. Zu welcher Uhrzeit hast du denn den Termin? Ich hatte meinen um 9:30 Uhr, also konnte ich Abends noch was essen, dann schlafen und nach dem Aufstehen bin ich fast sofort zur Magenspiegelung.



Um 12:30 Uhr. Es ist allerdings eine Magen- und Darmspiegelung, so dass ich mehr als 24 Stunden nicht essen darf.
Angst vor dieser Spritze habe ich, weil ich mich durch ein Medikament ausknocken lasse, und dann quasi auf wildfremde Hände vertrauen muss.
Das ist etwas, womit ich ein großes Problem habe.

Ich habe das Pantropazol am Dienstag, wenn ich mich recht erinnere, abgesetzt. Meine Leber habe ich seit Donnerstag abend kaum noch gespürt, jedoch heute morgen wieder mehrfach, das macht mir natürlich auch wieder Sorge.

Gestern war ich beim Orthopäden, und anschließend bei der ersten Physiotherapie (wegen meiner Lendenwirbelsäule). Es scheint, als habe das Eine einen Einfluss auf das Andere. Es wurde ein Problem mit dem ISG festgestellt, offensichtlich sind Probleme in dieser Gegend auch für Spannungen am Bauchmuskel zuständig, was wiederum zu Kontraktionen in der Region und zu einem Gefühlt von Muskelkater / Schmerzen dort führen kann. Ich bin mir noch nicht sicher, aber es könnte sein dass ich einige Schmerzen in diesem Bereich fälschlicherweise dem Darm zugeordnet habe. Was simpel ist, ich bin ja kein Mediziner.

Was mich noch immer verstört ist die Trägheit meines Darms, was Stuhlgang und Winde betrifft.
Die Menge der Winde nimmt nicht zu, also nicht so dass es sich wieder staut und ich schmerzen bekäme. Ich kann sie einigermaßen ablassen, in der berühmten Fötus Stellung noch immer am Besten, aber nicht mehr so quälend.
Der Stuhlgang scheint regelmäßig, aber trotzdem tricky. Da kommen mir wieder Gedanken wie Vielleicht wächst da etwas in deinem Darm, dass den Weg nach draußen beinahe versperrt.
. Ich führe seit Freitag ein Ernährungs Tagebuch. Ich erhoffe mir da etwas Aufschluss, vielleicht sogar über Lebensmittelunverträglichkeiten. Aber hätte man diese nicht schon in einer Stuhlprobe erkannt? Oder auch eine eventuelle Entzündung im Darm? Meine Gastroenterologin sagte nur, dass alle Tests negativ waren. Ist es sinnvoll sich die Ergebnisse noch mal für den Hausarzt mitgeben zu lassen?

26.08.2017 06:30 • #13


Gandalf der Graue
Ach, Magen- und Darmspiegelung. Das hatte ich wohl überlesen. Immerhin darf man ja in der Regel danach wieder essen, sobald die Betäubung nachgelassen hat.

Holt dich denn jemand ab? Vielleicht hilft ja das Wissen, dass jemand im Warteraum sitzt und auf dich wartet. Und vielleicht kannst du dir vorher schon was zur Beruhigung geben lassen, damit die Panik vor Ort nicht zu groß wird, bevor es losgeht. Da könnte man vorher mal anrufen und nachfragen.

Es ist schon erstaunlich, wie viele Probleme vom Rücken kommen, man sie dort aber als Laie nicht vermuten würde. Seit ich 2-3mal beim Sport war, wo auch viel für den Rücken gemacht wird, merke ich, wie viele Probleme bei mir deutlich besser geworden sind.

Sollte etwas im Darm sein, dann werden die das bei der Spiegelung mit Sicherheit feststellen. Solange nützt es aber nichts sich Sorgen zu machen. Von den Gedanken musst du dich irgendwie ablenken. Ich weiß, wenn es so einfach wäre, wären wir alle nicht in diesem Forum angemeldet, aber dein Termin liegt zum Glück nicht in so ferner Zukunft.

Mit Lebensmittelunverträglichkeiten kenne ich micht nicht so gut aus. Bei mir selbst habe ich nur festgestellt, dass mir Erdbeeren manchmal nicht so gut bekommen und Sodbrennen auslösen können. Eine Entzündung hätte man bestimmt bei den Bluwerten gesehen.

Sich die Ergebnisse mitgeben lassen ist nicht verkehrt. Einmal habe ich sie für mich, dann kann ich jederzeit draufgucken und nochmal schwarz auf weiß sehen, es ist alles in Ordnung. Das kann auch manchmal beruhigen, wenn da steht, dass alles gut ist und man kann sich nochmal ins Gedächtnis rufen, dass es sehr, sehr unwahrscheinlich ist, dass man doch irgendwas Schlimmes hat. Eine Ausfertigung für den Hausarzt ist sicher auch nicht verkehrt. Der kann dann einen Gesamtüberblick auf alles haben.

26.08.2017 12:19 • x 1 #14


Pikapikapikachu
Guten Morgen ihr Lieben,

ich habe gestern Abend wieder den dummen Fehler gemacht, und gegoogelt.
Ich weiss nicht warum, aber ich bin wieder bei einer Herzinsuffiziens gelandet.
Dabei wäre es so einfach, sich auf die Dinge zu konzentrieren die man nicht mehr hat statt sich auf die Symptome zu stürzen, die man noch verspürt.
Gestern und Freitag habe ich jeweils Kaffee getrunken und eine Stunde später war mir ziemlich übel. Das ganze hat sich nach ein paar Schluck Wasser wieder gelegt. Das macht mir zusätzlich Angst. Ich will nicht sterben!

Dann zwickt es wieder rechts oben oder links mittig im Bauch, und ich habe Angst dass das Widerstände in meinem Darm sind. Vielleicht aber sind es auch nur Muskeln, und es zerrt von meinem Rücken aus.

Ich habe heute morgen etwas Cardio gemacht und einige Dehnübungen für den Rücken. Es war großartig.

27.08.2017 08:04 • #15


Pikapikapikachu
Liebe Gemeinde, heute morgen ist es ganz schlimm. Ich hatte mich gestern Abend gewogen, und bin bei 81,7 kg angelangt. Ich habe in den letzen sieben Tagen gut zwei Kilo abgenommen, insgesamt bisher 6. Mein Mann sieht das ganz nüchtern, meine Ernährung ist völlig anders und absolut kalorienarm. Ich jedoch sehe wieder nur negative Gründe für die Abnahme. Hinzu kommt dass ich seit gestern eine Stelle in meinem Bauch habe, die sich hin und wieder mit einem kurzen Druck meldet, leicht wie bei einer Kolik, und ich habe auch beim Tasten das Gefühl dass es dort hart ist. Gestern Früh war ich bei meinem Hausarzt, der mir noch einmal die Ergebnisse der letzten Sono vortrug und alles für absolut in Ordnung befand. Da frage ich mich dann aber wieder, ob dieser Abschnitt des Darms denn überhaupt so gut beim Ultraschall gesehen werden kann. Wäre dem so, bräuchte es doch keine Spiegelung. Genau das macht mich gerade fix und fertig.
Zudem stellte mein Hausarzt gestern noch einen erhöhten Blutdruck fest (142:90) und überwies mich für eine Langzeit Messung an den Kardiologen. Das wirft mich zusätzlich aus der Bahn.

Gestern fing ich vor meinem Arzt an zu heulen, als er mich fragte ob ich Sorgen oder Stress hätte.
Das war so peinlich. Tatsächlich aber habe ich nur diese eine Sorge, und die stresst mich enorm!
Dann fragte er, was mich denn beruhigen würde. Ich sagte Wenn mich mal jemand komplett auf den Kopf stellt und rausfindet, was mit meinem Bauch los ist. Er bot mir noch ein MRT an. Ich habe ja Mitte September eine Spiegelung, und weiß Mittlerweile wie lange man auf Termine warten muss. Also sah ich darin keinen Sinn.

Er meinte, er gehe davon aus dass das psychosomatisch ist. Ich meine, Ja! Das wäre toll! Es darf psychosomatisch sein! Ich bitte darum! Aber ist es nicht so dass man sich psychosomatische Geschichten doch nur einbildet, oder resultieren manche Dinge eben aus der Psyche, sprich sie manifestieren sich eben zu Magenproblemen oder Kopfschmerzen, also zu den vielen Sachen die aus Stress resultieren?

29.08.2017 06:37 • #16


Guten Morgen, also bei mir ist es so das ich seit 2 Monaten Magen Darm Probleme habe. Heißt druck im Bauch, Übelkeit, Schwindel im Verbund mit Nahrungsmitteln, Elendsgefühl usw.
War auch beim Magenspiegeln und mehrmals Blut kontrolliert. Alles in Ordnung. Nur Darmspieglung steht noch aus.
Mein Darm hatte früher immer Probleme gemacht, viel Schmerzen und Durchfall aber ohne Befund. Reizdarm heißt es laut Arzt.

Nun ist es so das ich kaum Stuhlgang habe für die Menge an Essen. Das gefällt mir gar nicht. Also renn ich auch wieder zum Doc. Aber er meinte der Kopf kann einen so viel Körperliche Probleme verursachen. Es fällt einen bloß schwer daran zu glauben. Ich versteh das.
Aber unser Magen Darm ist hoch sensibel und reagiert auf alle Einflüsse.

Ein Tip von mir aus eigener Erfahrung - nicht googeln. Die Symptome passen für so viel Krankheitsbilder.

29.08.2017 06:56 • x 1 #17

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Pikapikapikachu
Zitat von Stressless90:
Aber er meinte der Kopf kann einen so viel Körperliche Probleme verursachen. Es fällt einen bloß schwer daran zu glauben. Ich versteh das.
Aber unser Magen Darm ist hoch sensibel und reagiert auf alle Einflüsse.

Ein Tip von mir aus eigener Erfahrung - nicht googeln. Die Symptome passen für so viel Krankheitsbilder.


Da hat Dein Arzt recht. Aber es ist auch nicht verwunderlich dass es uns schwer fällt daran zu glauben, wenn ständig etwas Neues kommt und einem Angst macht.

Nicht googlen ist natürlich eine Lösung, aber gar nicht so leicht. Ich versuche mich so gut wie möglich davon fern zu halten, allerdings sucht man ja immer nach der ultimativen Erklärung.

Schlimm ist, dass ich merke wie gut es mir geht wenn ich nicht daran denke, und dann plötzlich die Stimmung kippt und ich aus dem hypochondern nicht mehr rauskomme.
Mein Verstand sagt mir folgendes: wenn du todkrank wärst, dann hättest du diese Symptome nicht nur sondern würdest dich auch hundeelend fühlen. Würden wir in so einer Situation noch normale Momente haben? Vermutlich eher nicht. Aber das sagt der Verstand sehr, sehr leise. Leider.
Ich hatte heute früh (sorry) sehr harten Stuhl und ganz leicht helles Blut am Papier. Der Kopf sofort: Krebs. Der Verstand: Harter Stuhl und etwas Blut? Äderchen geplatzt. Und welcher Stimme hört man eher zu? Der mit der simpelsten Lösung oder der, die dir etwas suggerier das du schon mit einer Stuhlprobe hast testen lassen? Und wieso hören wir auf diese andere, unlogische Stimme? Solche Momente schlagen dann wieder aufs Gemüt, und dann wiederum auf Mähen oder Darm. Wie kommt man also aus diesem Kreislauf, ohne sich ständig absichern zu wollen?

Hast du es bei Deiner Symptomatik mal mit Schonkost probiert? Viel Trinken regt den Stuhlgang an. Am besten den Kaffee gegen Kräutertee tauschen und auf gesunde Kost umsteigen.

29.08.2017 07:50 • #18


Pikapikapikachu
Zitat von Stressless90:
, Schwindel im Verbund mit Nahrungsmitteln, Elendsgefühl usw.


Hast du dich mal auf Lactose und Fructose testen lassen?

29.08.2017 08:50 • #19


Aus diesem Kreislauf kommt man, indem man eine Therapie beginnt.

Bei Dir liest es sich so lebenseinschränkend dass Du auch einen Neurologen aufsuchen und mit einem Antidepressivum beginnen kannst um erstmal überhaupt therapiefähig zu werden.
Aus eigener Erfahrung weiß ich dass es sehr, sehr schwer ist, ohne Hilfe von außen aus dieser Schleife zu kommen.
Was mir noch einfällt, wäre eine Untersuchung auf Nahrungsmittelunverträglichkeit bzw. kann es sich auch um beginnende Wechseljahresbeschwerden handeln.

29.08.2017 11:10 • #20



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