Zitat von Wien100:ich denke die meisten können Deine Ängste gut verstehen. Es ist auch übel - dieses Gedankenkarussel, dauernd diese Sterbensangst, Kinder nicht aufwachsen sehen können. Ich kann mich gut erinnern als ich das hatte, es war eine Höllenzeit. Es verhindert wirklich dass man lebt und genießt, so blöd das klingt. ich bin jeden Tag dankbar dass ich das hinter mir habe, ausgenommen manche Phasen wo es mich sozusagen noch am Rande streift.
Das habe ich mir auch mal gedacht. Es kann ja nicht sein, dass man sich immer nur Sorgen macht und deswegen die schönen Momente im Leben verpasst. Ich hatte grade eine Phase, in der es mir auch wieder ganz gut ging, von ein paar kleinen Zipperlein abgesehen. Die habe ich dann so gut es ging ausgeblendet, fast wie früher. Ich konnte Erledigungen machen, Feunde treffen, Termine ganz entspannt wahrnehmen und auch freie Abende zu Hause genießen. Dann kam vor einer Woche eine Erkältung, nicht schön, aber auch nichts extrem Schlimmes. 2-3 Tage nachdem es losging, kamen auch wieder die anderen Symptome zurück: Schmerzen in der Brust, im Rücken, Magen drückt etc. und auch die damit verbundenen Ängste kamen sofort zurück.
Zitat von Pikapikapikachu:@Wien100 Es tut so gut zu wissen, dass es Menschen gibt die alles nachvollziehen können.
Ich war schon immer etwas hypochondrisch, aber so eine starke Angst, und diese massive Selbstanalyse, habe ich an mir noch nie erlebt. Und auch wenn die Koloskopie meine Angst beseitigen kann, eine Therapie ist unausweichlich. So wie ich mich momentan fühle möchte ich mich nie wieder fühlen. Wir wissen hier ja alle dass das, was wir mit unseren Gedanken tun, nicht gesund ist.
So ähnlich geht es mir auch.
Ich hatte einen Therapieplatz in Aussicht, vielleicht hat mir alleine schon das Wissen, dass mir bald jemand helfen kann, schon vorher geholfen. Nun dieser Rückschlag, nur wegen einer Erkältung. Fast schon lächerlich.
Es hilft wirklich ungemein, wenn man verstanden wird.
Zitat von Pikapikapikachu:Ich bin so dankbar, dieses Forum gefunden zu haben. Ich weiß nicht wie oft ich ohne diesen Austausch mit Menschen, die die gleichen Probleme haben, weinend ins Bett gegangen oder in die Notaufnahme gerannt wäre, weil das Kopfkino läuft und läuft und läuft.
Dem kann ich mich nur anschließen.
