Hallo Antonia,
auch ich heiße dich hier herzlich Willkommen

Deine "Geschichte" hat mir die Haare zu Berge stehen lassen. Ich glaube, in einer solchen Situation hätte man mich in die Klappse einliefern müssen.
Spontan entsprachen meine Gedanken auch denen von Lianna, nämlich, dass die Praxis auf mich keinen wirklich tolerablen Eindruck macht.
Aber wenn du dem Arzt vertraust, dann ist das ja schonmal sehr wichtig und ein Wechsel ist ja immer auch mit neuen Unsicherheiten verbunden.
Dennoch: diese merkwürdigen Aktionen, die da abgelaufen sind, mit denen könnte ich nicht leben.
Da hätte ich jedes mal Angst, dass es beim nächsten mal wieder so läuft.
Selbstverständlich ist das natürlich eine Entscheidung, die du selbst treffen musst.
Ich freue mich jedenfalls, dass du nun auch bei uns bist.
Ich wollte mal von meiner Muttermal-Geschichte erzählen: Also, ich glaube, ich lasse ihn (erstmal) drin.
Ich habe die letzten Tage bemerkt, dass ich das Ding ganz oft schlichtweg vergessen hatte und sogar nach dem Duschen das Kontrollieren vergessen habe.
Ich werte das als gutes Zeichen.
Letztlich soll Ziel der Angstbewältigung ja auch sein, VERTRAUEN zu lernen.
Nun habe ich die Aussage eines absoluten Fachmannes, der genau DAS beruflich macht: Muttermale bewerten ! Er sagte mir "der ist o.k.".
Ich habe mich entschlossen, ihm bzw. seiner Aussage einfach mal zu vertrauen.
Er muss sich absolut sicher gewesen sein. Niemals hätte er mich bei dem leisesten Zweifel ohne einen Termin zum Rausschnippeln wieder heimgeschickt.
So wie es derzeit aussieht, könnte es mir gelingen, dass ich vertraue.
Ich werde weiter berichten
Übrigens: ich hatte damals eine Schulkameradin, deren Mutter Brustkrebs hatte ( war in der Grundschule und dürfte daher knapp 35-40 Jahre her sein )
Ich weiß noch, dass ich immer die Wechsel-Perücke gesehen habe, wenn ich bei der Freundin war und das irgendwie spannend fand.
Auf jeden Fall haben ich vorhin diese Freundin von damals zufällig bei Facebook gesehen ( unsere Wege trennten sich, als wir auf die weiterführenden Schulen kamen) und dabei habe ich ebenfalls gesehen, dass sich ihre Mutter bester Gesundheit erfreut.
Das hat mich total gefreut bei all den negativen Dingen, die man aufsaugt wie ein Schwamm.
Denn wir Angsterkrankten neigen ja leider sehr zur selektiven Wahrnehmung und sehen nur die Minderheit der Kranken, statt die absolute Mehrheit der Gesunden.
Ich wollte euch das nur mal berichten, weil es mich gefreut hat.
Ich wünsche euch allen frohe Ostern und gaaanz wenig Angst und Bedenken.
Ich drück euch !
Eure Tani