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Hallo,

ich bin 29 Jahre alt und eigentlich an einem sehr glücklichen Punkt meines Lebens (fester Job, tolle Wohnsituation, liebevoller Partner + anstehende Hochzeit).

Es hat im April dieses Jahres angefangen: Ich war gerade am unterrichten da wurde mir so komisch und ich hatte das Gefühl gleich umzukippen. Ich hab mich dann ans Fenster gestellt, Wasser getrunken und alles war ok. Eine Woche später wieder (diesmal beim Sitzen).
So ging es dann immer weiter.. mal öfter und mal weniger. Auch die Anfälle waren unterschiedlich. Mal habe ich das Gefühl mein Herz setzt einen Schlag aus, dann kribbeln meine Hände kurz, dann ist es wie ein kurzer Schock, oder das Gefühl einmal ganz tief Luftholen zu müssen.
Diese Attacken sind nicht lebensbedrohlich und ich habe auch keine Angst plätzlich keine Luft mehr zu bekommen oder so, aber sie gehen nciht weg. Und die tiefliegende Angst etwas stimmt mir mir nciht bleibt. Vor allem da es auch immer in verschiedenen Situationen passiert (Ruhe, Stress, mitten im Gespräch).

Ich war beim Arzt (EKG, Belastungs EKG, Blutwerte und so alles ok).

Seit ca. 2 Wochen führe ich Tagebuch in dem ich die Uhrzeiten wann es passiert eintrage. Es ist mittlerweile fast jeden Tag, öfter auhc mehrmals. Ich weiß nicht was ich machen soll.
Ich versuche mir einzureden, dass es nur psychisch ist, aber das reicht irgendwie nicht aus- oder klappt noch nicht.

Außerdem hab ich auch (wie letzte Nacht) Probleme beim EInschlafen.- ich höre meinen Herzschlag ganz laut und kann mich nicht richtig fallen lassen und schrecke kurz vorm EInschlafen wieder hoch.
Was denkt ihr? Wie kann ich damit besser umgehen?

Viele Grüße
Ven

21.07.2009 18:04 • 27.07.2009 #1


11 Antworten ↓


Gundi
Hallo ven,

die Dynamik ist so, dass man durch in sich reinhorchen, die Symptomtik ja meistens verstärkt. Du klingst aber ganz besonnen und noch nicht so panisch. Vielleicht hilt Dir Muskelentspannung nach Jacobson. Das kann man auch mittels CD lernen. Eine zufriedene Situation ist leider kein Garant dafür keine Ängste zu entwickeln. Vieles spielt sich im Unterbewusstsein und wir kriegen es gar nicht mit. So direkt würde ich fragen, ob es für Dich wirklich okay ist für immer unter die Haube zu kommen ?

21.07.2009 18:13 • #2



Brauche eure Einschätzung- habe Angst verrückt zu werden

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HI Gundi,

ja ich denke schon. Allerdings hat auch so zu der Zeit wo es angefangen hat eine Kollegin ganz überraschend die Diagnose Krebs bekommen (so richtig aus dem Nichts), dann ist ein entfernter Bekannter verstorben und vor 2 Wochen auch ncoh mein großvater. Ich denke, dass ich mir einfach so meine Gedanken mache.
Aber das Wissen hilft mir trotzdem nicht, da ich so hilflos im Umgang mit der Angst bin. Und mich auch so reinsteiger.
Was kann ich denn z.B: tun wenn ich Nachts nicht einschlafen kann (nromalerweise habe ich das Problem nämlich nie)? Oder wenn ich einfach nicht aufhören kann in mich reinzuhorchen ob mein Herz regelmäßig schlägt..

Viele Grüße
Ven

21.07.2009 18:52 • #3


der wilde westen hat immer recht

21.07.2009 19:08 • #4


Gundi
Hi Ven,

das ist ansich ganz klassisch, dass viele Leute nach solchen Erlebnissen Ängste entwickeln. Dieses reinhorchen führt ja auch zur Reinsteigerung. Als einen Tipp sagte ich ja schon Muskelentspannung nach Jacobson. Da konzentrierst Du Dich auf das was die CD Dir sagt und wenn Du die Aufwachphase weglässt, kannst Du dabei auch locker einschlafen. Ansonsten gibt es immer die Möglichkeit der Psychotherapie und der medikamentösen Behandlung. Ich denke aber, eine Methode wie Jacobson könnte schon hilfreich sein.

Eine Imaginationsübung kann ich noch anbieten. Und zwar die Beobachter-Übung. Du liegst also im Bett un die Gedanken fangen an und Du steigerst Dich rein etc. und dann gibt es die Möglichkeit auf imaginärer Ebene, den Standort zu verlassen.

Du gehts also quasi in Gedanken auf ein hohes Podest was über dem Bett ist und schaust die die ängstliche Ven von oben an. Wenn man in der Lage ist, die Angst von aussen zu beobachten, dann ist man mehr als die Angst und die Gedanken und kann Distanz schaffen, also wenn man die Übung übt

21.07.2009 19:08 • #5


Zuerst mal Herzlich Willkommen Ven!
Hier kannst Dich mal durchlesen, und Menschen finden, denen es ähnlich wie Dir geht.
Ich hoffe, dass Du was findest, was Dir hilft.
Hast Du schon mal an Therapie gedacht?
Liebe Grüße

21.07.2009 19:45 • #6


HI ihr,

klar hab ich an THerapie gedacht.Ich habe auch schon eine gemacht (Esstörung, Depressionen)- vor ca. 6´5 Jahren.
Das Problem ist, dass ih noch nicht verbeamtet bin und die sind ja SEHR kritisch. Ich möchte also keine Therapie anfangen solange ich nicht wirklich muss- ich hoffe as so irgendwie hinzubekommen.
;(

21.07.2009 21:00 • #7


Nimmst Du Antidepressiva Ven?

26.07.2009 18:06 • #8


Nein.

26.07.2009 18:49 • #9


Also eigentlich wäre, weil ja organisch nichts ist, eine Therapie sinnvoll.
Du hast sicher gerade sehr viel um die Ohren. (Hochzeit usw).
Könntest Du nicht etwas kürzer treten?
Liebe Grüße

26.07.2009 19:11 • #10


Hi,

ja ich denke auch dass es irgendwie mit dem ganzen Stress (positiv und negativ) zu tun hat. Am Montag war ich mein Brautkleid anprobieren, und danach noch bei Ikea, Wein kaufen + in der Metro (Tischdeko) etc… Bei Ikea war es dann total voll und ich hab mich echt erschlagen gefühlt- und prompt war das Gefühl wieder da. Daraufhin ging es mir den ganzen Tag so lala- ich kann mich einfach danach nicht besonders gut ablenken. Und am schlimmsten war es wieder abends beim Einschlafen- ich lag ewig wach und hab mir blöde Gedanken gemacht (mein Herz hört auch zu schlagen etc..).
Seit letzten Do habe ich auch Urlaub und vielleicht hilft das auch- auf jedenfall hatte ich seit Montag NICHTS mehr Das ist echt schön.
Vielleicht auich weil wir Besuch mit Kind im Haus hatten und ich dadurch immer auf Achse war… mal sehen wie es nächste Woche wird.. da bin ich wieder mehr alleine (immer noch Ferien).

26.07.2009 19:17 • #11


Zitat:
(immer noch Ferien).

Na siehste, es kann wirklich manchmal besser sein kürzer zu treten.
Das Frühwarnsystem früher zu erkennen, wäre auch nicht schlecht oder?

27.07.2009 06:35 • #12



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Prof. Dr. Heuser-Collier