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Hallo alle Zusammen,

ich hatte am Montag Abend die erste heftige Panikattacke meines Lebens. Ich war zwar vor einigen Jahren schon wegen einer depressiven Epsiode in Behandlung mit Mirtazapin, aber leichte Anflüge von Panikattacken sind erst einige Jahre später nach absetzen der Medikation sowie eigentlich immer nur beim Autofahren gekommen. Vor zwei Jahren dann war ich kurzzeitig in Behandlung deswegen mit Escitalopram, jedoch nur 5 mg morgens, welches ich gut vertragen habe und auch nach einem halben Jahr wieder abgesetzt habe.

Am Montag Abend aber hatte ich plötzlich auf dem Sofa furchtbaren Schwindel mit Herzrasen, Ohnmachtsgefühl und Zittern bekommen. Nach 20 Min., einer halben Flasche Wasser und etwas frischer Luft ging's mir aber dann besser. Daraufhin rief ich am Montag gleich meiner Neurologin an, um ein neues Rezept für das Escitalopram zu bekommen. Habe dann gleich am Montag mit 3 Tropfen begonnen, dann bis gestern auf 5 Tropfen gesteigert. Die ersten beiden Tage waren noch einigermaßen in Ordnung, konnte nur schlecht schlafen und war unruhig. Gestern jedoch ging es mir richtig dreckig, ich hatte eine so negative Stimmung, die ich nicht einmal aus der Zeit meiner Depressionen damals kannte und dann gestern Abend passierte es - eine richtig lange, üble Panikattacke. Diesmal zwar ohne Schwindel, aber mit einer Dauer von bestimmt 40 Minuten. Nachdem ich gestern morgen schon kurz mit meiner Ärztin telefoniert hatte, da ich ja so schlecht seitdem Einschleichen schlafe, habe ich dann nach Absprache mit ihr gestern Abend, eben noch während der Attacke 7,5 mg Mirtazapin genommen, was mich dann auch irgendwann schläfrig machte. Ich konnte zwar dennoch nicht so gut schlafen und war diesmal echt enttäuscht von der sedierenden Wirkung, aber immerhin brachte mir das 5 Stunden Schlaf am Stück.

Wie ich mich heute fühle könnt ihr euch wohl denken, ich bin wahnsinnig unruhig, immer noch "geschockt" von der PA gestern und echt am zweifeln, ob ich mir heute die 5 Tropfen nochmal geben soll. (habe gestern mit meiner Ärztin gesprochen, dass ich jetzt erstmal 1 Woche auf 5 Tropfen bleibe, bis mein Körper sich daran gewöhnt hat und dann alles zwei Tage um 1 Tropfen erhöhe, bis die 10 Tropfen erreicht sind).

Mich würde interessieren, ob es vielleicht nicht besser für mich wäre, einfach am Abend 15 mg Mirtazapin zu nehmen und darauf zu hoffen, dass diese mich auch durch diese schwere Zeit bringen können. Ich habe echt Angst vor dem Escitalopram, es macht aus mir zur Zeit nen anderen Menschen. Könnte im Moment nur heulen, weil ich doch eine kleine 2-Jährige Zuhause hab, die mich braucht und ich mich zur Zeit zu nichts in der Lage fühle.

Sorry für dieses Durcheinander und vielen Dank für's Lesen. Ich hoffe einfach auf Erfahrungen von euch mit Escitalopram und vielleicht auf ein wenig Mutmachung von euch!

Viele liebe Grüsse
Vio47let

31.01.2015 10:26 • 31.01.2015 #1


3 Antworten ↓


Misfire
Hi,
klingt für mich leider "normal", bei mir wurde es erst nach guten 2 Wochen besser, vorher einfach nur scheußlich..sorry (erste Woche 5 dann 10mg).
Heute ist bis auf etwas Schwächegefühl, der erste Tag ohne NW (Tag 37) und es fühlt sich richtig "gut" an.
Mein bescheidener Tipp....durchziehen auch wenn es noch so schwer ist und man aufgeben möchte.

Schwierig, da wir ja alle etwas unterschiedlich darauf ansprechen....

31.01.2015 16:03 • #2



Brauche eure Hilfe, Escitalopram macht mich verrückt!

x 3


Danke für Deine Antwort! Ich weiss dass jeder anders darauf reagiert, aber mein Befinden nach diesen 5 Tropfen ist so schlimm, dass ich lieber eine Panikattacke hätte als diesen Gemütszustand. ich fühl mich wie auf einer schlechten Dro.!

31.01.2015 16:24 • #3


Misfire
genau so ist das, eigentlich unerträglich, schlimm.
Würde dir gerne etwas anderes schreiben, ist aber leider ehrlich.

Vor 4 Jahren hab ich es schon mal getestet, damals weder Nebenwirkungen,noch Wirkung...sehr komisch.
Anscheinend ist es ein "gutes" Zeichen, wenn der Beginn sehr heftig ist......ich bin richtig froh nicht abgebrochen zu haben.

31.01.2015 16:32 • #4




Dr. med. Andreas Schöpf