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Hallo ihr lieben, macht ihr auch übertriebene Gedanken über ihre Gesundheit nach Panikattacken?
Nach jeder Panikattacke denke ich sofort an Gehirnkrankheit.
War in diesen Monat schon 2 mal beim EEG beim Neorologen, nichts gefunden.
Trotzdem beruhigt mir das nicht. Möchte demnächst nochmal eine EEG durchziehen.
Und ich muss zugeben dass mir jeder Arztgespräch gut tut weil er mich beruhigt und sagt es wäre körperlich alles in Ordnung.

21.01.2017 11:20 • 17.06.2020 #1


8 Antworten ↓


Ich kenne das so ähnlich. Ich versuche dann immer wenn mir die Angst wirklich über den Kopf wächst mich mit einem anderen Problem abzulenken. Dann kommt mir das was ich vorher hatte in dem Moment unwichtig vor. Das ist zwar auch nicht Sinn der Sache aber etwas das wirklich hilft. Ansonsten weiß ich auch nicht wirklich. Ich hatte mal vor einem Jahr eine Phase von ca. 6 Monaten in der ich keine Ängste hatte. Ich weiß allerdings selbst nicht wie ich da wieder hinkomme. Das war nach meinem Klinikaufenthalt. Ich hatte aber auch keine Medikamente mehr genommen und trotzdem ging es mir solange gut.

21.01.2017 13:09 • #2



Beobachte ständig meinen Körper und Befinden

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Das macht hier zu 99% jeder meist in nem anderen ausmass, intervall und wegen verschiedenen faktoren. Aber hypersensibel auf körper und geist sind wir alle

21.01.2017 14:58 • x 1 #3


Hotin
Hallo Williams
Zitat:

War in diesen Monat schon 2 mal beim EEG beim Neorologen, nichts gefunden.
Trotzdem beruhigt mir das nicht. Möchte demnächst nochmal eine EEG durchziehen.
Und ich muss zugeben dass mir jeder Arztgespräch gut tut weil er mich beruhigt und sagt es wäre körperlich alles in Ordnung.


So wirst Du nicht weiterkommen.

In 3 Sätzen sagst Du einmal, das es Dich nicht beruhigt, was die Ärzte sagen und einmal, dass es Dich
beruhigt, was die Ärzte sagen.

Dies ist etwas ganz typisches bei Angststörungen. Solange Du für eine Deiner Fragen keine eindeutige Meinung hast,
wird die Angst bleiben. Dann weißt Du ja nie vorher, was aus Deinen Gedanken kommt.

Willst Du nicht mal probieren Dir eine Meinung über etwas zu bilden und so lange daran fest zu halten, bis Du genau
weißt, das eine andere Meinung Dir mehr Vorteile bringt?


Viele Grüße

Bernhard

22.01.2017 15:46 • #4


Hallo Bernhard, du hast mich quasi durchgeschaut. Meine Kenntnisse über Angst ist noch mangelhaft und was du gerade beschrieben hast klingt tatsächlich nach Angststörung.
Momentan kreisen tausende Gedanken im Kopf daher kann ich mich an eine Meinung nicht anschliessen auch wenn es kindisch vorkommt. Geist und Körper sind ständig am streiten

22.01.2017 16:04 • x 1 #5


Hotin
Hallo Williams,
Zitat:
Geist und Körper sind ständig am streiten


Das sehe ich anders. Mit dem Körper kannst Du meiner Meinung nicht streiten.
Es streiten sich aber Dein starkes Unterbewusstsein, mit Deinem sehr schwach gewordenen Bewusstsein.
Also siehe zu, dass Du Dein Bewusstsein wieder stark machst.

Nur Dein Bewusstsein kann entscheiden, ob Du den Ärzten vertraust, oder nicht.
Dein Unterbewusstsein erzeugt kein "blindes" Vertrauen. So etwas wäre auch wie Selbstmord. Es muss kritisch und
ängstlich sein.
Daher musst Du Wissen und Vertrauen ständig neu mit Deinem Bewusstsein herstellen und das dann auch in Deine
Erinnerung, also Dein Unterbewusstsein einspeichern.

Viele Grüße

Bernhard

22.01.2017 16:19 • #6


Danke für den ausführlichen Text, theoretisch habe ich dein Prinzip verstanden. Muss es praktisch täglich umsetzen. Desto mehr Erfolgsergebnisse im Unterbewusstsein landen, desto stärker wird das Bewusstsein, richtig?

22.01.2017 16:35 • #7


Hotin
Zitat:
Desto mehr Erfolgsergebnisse im Unterbewusstsein landen, desto stärker wird das Bewusstsein, richtig?


So etwa sehe ich das.
Ich beschreibe es aber etwas anders.

Desto mehr Erfolgsergebnisse im Unterbewusstsein landen, desto positiver wird das Unterbewusstsein.
Also werden die ängstlichen Reaktionen dann seltener.

Und je mehr Erfolgserlebnisse Dein Bewusstsein produziert, desto mehr wird es von Deinem Unterbewusstsein als
gleichwertiger Partner anerkannt, auch wenn das Bewusstsein eigentlich schwächer ist als das Unterbewusstsein.

Bernhard

22.01.2017 16:49 • #8


Eine hundertprozentige Sicherheit wirst du nie haben, und die hat kein Mensch. Es gibt so viele Menschen mit Panikattacken - wie viele haben davon was am Gehirn? Die Wenigsten. Es gibt ja auch genug Erklärungsmodelle für Panikattacken.

Wir müssen lernen, die Unsicherheit als Teil unseres Lebens anzunehmen.
Du wirst nie aus dem Teufelskreis rauskommen, wenn du dieses Sicherheitsverhalten weiter zeigst. Du gehst zum Arzt, dadurch fällt die Angst ab, sodass du diesen Weg immer wieder wählst. Du lernst nicht, dass die Angst von alleine abnehmen kann, wenn du nur ein Mal zur Abklärung zum Arzt gehst und dann erstmal nicht mehr. So kommst du da nicht raus. Falls du nicht in Therapie bist, suche auf jeden Fall nach einem Platz.

Ich hatte mal Verdacht auf MS, was mich vollkommen lahmgelegt hat. Die Ängste waren so überwältigend, dass ich gar nichts mehr konnte. Habe erst 8 Wochen später einen Termin zum MRT bekommen, was natürlich die Hölle war. Irgendwann wurde die Angst weniger und ich habe mich schon damit abgefunden, MS zu haben. Bin dann entspannt zum MRT gegangen. Diese Habituation ist so wichtig. Und in deinem Fall auch die realistische Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, dass du doch was am Gehirn hast (= 0,00007% vielleicht?).

Du bist mit deinen Ängsten nicht allein, und ja, sie sind furchtbar.

17.06.2020 23:23 • #9




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