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Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

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Ansche1985

Ansche1985
Mitglied

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Mitglied seit:
Hallo,
ich stecke tief in der Angst. Stehe damit auf und gehe damit ins Bett. Wenn ihr einen Arzt fragt, ob es Krebs ist und er sagt "unwahrscheinlich" was bedeutet das für euch?
Wieviel Prozent sind das für euch?
Und, hattet ihr schon richtig Bammel vor einem ArztTermin, dass ihr am liebsten nicht hingehen würdet, euch schon Tage vorher völlig verrückt macht und euch sicher seid eine schlimme Diagnose zu erhalten?
Vg

17.01.2018 x 1 #1


722 Antworten ↓
L

Lianna
Gast

Zitat von Hotin:

Wir sehen viel zu oft nur die Fehler bei anderen. Bist Du fehlerfrei? Falls Du das glaubst,
ist das schon ein Hinweis auf eine innere Kommunikationsauffälligkeit.


Nein, ich halte mich keineswegs für fehlerfrei.

Genausowenig sehe ich nur die Fehler bei anderen.

Du scheinst zu vergessen, dass dieses Forum nicht aus lauter Kommunikationswissenschaftlern und Psychologen besteht - auch wenn der ein oder andere zu glauben scheint, in diesen beiden Bereichen die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.

Die Menschen, die sich hier zu Wort melden, sind sehr unterschiedlich.

Sie haben unterschiedliche Probleme, unterschiedliche Fähigkeiten, sich schriftlich auszudrücken und eben auch unterschiedliche Meinungen.

Und dementsprechend unterschiedlich fallen ihre Beiträge aus.

Sicherlich kommt es immer wieder vor, dass jemand aus der Reihe tanzt und unsachlich und beleidigend wird.

Das ist hier in Ansches Thread aber nicht der Fall.

Jeder, der sich an diesem Thema beteiligt hat, wollte helfen.

Und ist es dann nicht ganz natürlich, dass sich automatisch Unmut und Unverständnis breitmacht, wenn die angebotene Hilfe einfach ignoriert wird ?

Vielleicht sollten wir uns hier wirklich alle ausklinken, damit keiner deine therapeutisch wertvolle Arbeit behindert.

Aber womöglich wird es Ansche dann zu einseitig und sie verliert den Spaß an der Sache.

12.01.2018 11:13 • x 9 #652


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Bedeutung von unwahrscheinlich bei Krebs

x 3


L

Lianna
Gast

@Hotin

Lieber Hotin,
auch wenn wir nicht in allen Punkten einer Meinung sind, bedanke ich mich für deine ausführliche Antwort.
Eigentlich wollte ich deine Ausführungen unkommentiert lassen, aber nun möchte ich doch noch etwas dazu schreiben.
Zitat von Hotin:
Ich glaube, es gibt auf solche Nachrichten keine perfekte Reaktion!
Wichtig ist, wenn ein Mensch in einer psychischen Ausnahmesituation ist, dann braucht er Ruhe, ruhige Antworten,
Antworten mit möglichst wenig Text und Antworten, die möglichst keine Forderungen enthalten.
Dies alles wurde nicht beachtet. Deshalb sprach ich von Treibjagd also alle auf eine Person und das alles unter der
angeblichen guten Sache. "Ich will Dir doch nur helfen".
Dieses Verhalten kann man hier im Forum und auch im alltäglichen Leben überall beobachten.

Menschen, die etwas sagen oder schreiben verpacken sehr oft darin auch gleich eine Forderung.
Und das kann keiner gebrauchen, der gerade Hilfe sucht.


Ich selber leide ebenfalls unter Krankheitsängsten und kenne mich deshalb bestens damit aus.

Mit Ruhe, ruhigen Antworten mit möglichst wenig Text wäre mir persönlich nicht geholfen.

Ich brauche in solchen Momenten keine beruhigenden, nichtssagenden Phrasen.
Was ich brauche, sind Fakten, die mich überzeugen und die mir aufzeigen, wie irrational meine Ängste sind.

Ruhe, ruhige Antworten mit möglichst wenig Text - das scheint demnach keine Universallösung für solch ein Problem zu sein.

Über dein "Dies wurde nicht beachtet." bin ich in diesem Zusammenhang deshalb besonders gestolpert.

Woher sollen wir als Laien wissen, was zu beachten ist?
Woher willst du selbst es so genau wissen?

Es hat sich zwar bestätigt, dass Ansche durch zu viel Text sehr leicht überfordert ist, aber sie hat eindeutig um beruhigende Worte und Aufmerksamkeit gebeten.


Ansche ist ein sehr spezieller Fall und es ist uns allen (einschließlich dir) ein Rätsel, was sie "gebrauchen kann", damit es ihr besser geht.

Ich finde außerdem, dass der Begriff "Forderung" nicht angebracht ist, denn unsere sogenannte Forderung bestand lediglich darin, dass wir Ansche gefragt haben, was genau passiert ist.

Wer so penetrant um Hilfe bittet wie Ansche und gleichzeitig nur Andeutungen über das Vorgefallene macht, muss mit Fragen rechnen.

Wenn du den Verlauf dieses Themas aufmerksam durchliest, wirst du feststellen, dass Ansche eine ganz bestimmte Vorgehensweise hatte, um unsere Aufmerksamkeit immer wieder neu zu entfachen:
Sobald sich kein Forenmitglied mehr zu Wort meldete, goß sie weiteres Öl ins Feuer und gab ihrem Thema eine neue, noch dramatischere Dimension.

Streckenweise vermittelte sie den Glauben, ihr sei bereits eine tödliche Krebsdiagnose gestellt worden.

Liegt es da nicht auf der Hand, dass der ein oder andere User nachfragt: "Was für ein Krebs wurde denn diagnostiziert?" ?

Da sie solch eine Frage immer ignorierte, gehe ich stark davon aus, dass es nicht in ihrem Interesse war, das Thema durch eine ehrliche Antwort zu entschleunigen.

Auf meine Frage, ob du die Mails gelesen hast, die Ansche angeblich von ihrer HNO-Ärztin und ihrem Psychiater erhalten hast, antwortetest du so:

Zitat von Hotin:
Ich fand es nicht gut, Ansche so lange zu ärgern, bis sie versucht hat, sich mit den Mails hier zu verteidigen.
Dieser Druck auf Ansche war nicht erforderlich! Das gehört für mich zum "schlachten". Ansche so lange unterstellen,
sie sage die Unwahrheit, bis sie interne Dinge hier veröffentlicht, die nichts hier zu suchen haben. Das ist eine private Sache.


Ich glaube, da hast du etwas falsch verstanden.

Ansche wurde keineswegs solange "geschlachtet", bis sie sich gezwungen fühlte, interne, persönliche Dinge zu veröffentlichen.

Es verhielt sich genau umgekehrt:
Ansches veröffentlichte völlig unaufgefordert die Mails, die sie angeblich von ihren Ärzten erhalten hatte.
Unser "Vergehen" lag darin, dass wir die Echtheit dieser im Ansche-Stil verfassten Mails angezweifelt haben.

05.01.2018 21:53 • x 9 #424


Zum Beitrag im Thema ↓


Hotin
Hallo Ansche,
Zitat:
Wenn ihr einen Arzt fragt, ob es Krebs ist und er sagt "unwahrscheinlich" was bedeutet das für euch?


Meiner Meinung nach bedeutet dies, dass es sich nicht vorstellen kann, das es böse ist.
Eine Prozentzahl macht da keinen Sinn.

Versuche ruhig zu bleiben. Es geschieht sehr leicht, das man sich in so etwas hineinsteigert.

Wann hast Du denn Deinen Termin?

Bernhard

x 1 #2


Ansche1985
Am Dienstag.
Finde es auch doof. Erst sagt der Oberarzt "unwahrscheinlich" und dann renne ich nochmal panisch hin und dann sagt er "Sie haben das nicht"

#3


M
Das die Ärzte einen Kurs bräuchten wie sie RICHTIG mit Patienten kommunizieren kam letztens im Radio. Während der Ausbildung lernen sie das nicht. Statt "unwahrscheinlich" wäre ein klares "Das haben Sie NICHT" echt hilfreicher gewesen. Geht ja nicht um so ne simple Sache.

x 1 #4


H
Zitat von mamamia75:
Das die Ärzte einen Kurs bräuchten wie sie RICHTIG mit Patienten kommunizieren kam letztens im Radio. Während der Ausbildung lernen sie das nicht. Statt "unwahrscheinlich" wäre ein klares "Das haben Sie NICHT" echt hilfreicher gewesen. Geht ja nicht um so ne simple Sache.


Mit "Das haben sie nicht" wäre ich als Ärztin vorsichtig ... jedenfalls vor wichtigen erforderlichen nicht abgeschlossenen Untersuchungen !
Und was wenn doch ?

"Unwahrscheinlich" finde ich gar nicht schlecht ... wenn er dann vielleicht noch eine beruhigende Erklärung "hinterher schieben" würde ...

x 2 #5


M
Müssen die auch schon so auf Sicherheit setzen?

Wenigstens wäre es nicht ein suizidgefährdeter verzweifelter Mensch mehr der eventuell eine Dummheit aufgrund dieser verschwommenen Aussage macht.

( damit meine ich jetzt nicht den Themeneröffner sondern meine das allgemein!)

x 1 #6


H
Zitat von mamamia75:
Müssen die auch schon so auf Sicherheit setzen?

Wenigstens wäre es nicht ein suizidgefährdeter verzweifelter Mensch mehr der eventuell eine Dummheit aufgrund dieser verschwommenen Aussage macht.

( damit meine ich jetzt nicht den Themeneröffner sondern meine das allgemein!)


Stimmt ... deshalb habe ich ja geschrieben "unwahrscheinlich" ... und die Erklärung dazu.
Wenn ich mir vorstelle ... ein Arzt würde zu mir sagen "Das haben sie nicht" ... und dann kommt bei der nächsten Untersuchung raus ... ich hab es doch !
Bei mir ginge das noch ... aber ich glaube ... manche würden dann mit dem Rechtsanwalt kommen !

Oder besser ich weiß es ... weil dann sogar versucht wird ... öffentliche Medien mit ins Boot zu holen !

#7


Ansche1985
Irgendwie habe ich jetzt noch mehr Angst. Meine Familie und Freunde versuchen mich zu beruhigen indem Sie sagen "unwahrscheinlich" klingt für sie sehr sicher.
Ich wurde Mittwoch wegen was aus dem Kh entlassen. Da sagen z.B. alle dass mich keiner entlässt wenn er einen Verdacht auf Krebs hat. Ich muss Dienstag zur Verlaufskontrolle nochmal hin und hab solche Angst

#8


H
Zitat von Ansche1985:
Irgendwie habe ich jetzt noch mehr Angst. Meine Familie und Freunde versuchen mich zu beruhigen indem Sie sagen "unwahrscheinlich" klingt für sie sehr sicher.
Ich wurde Mittwoch wegen was aus dem Kh entlassen. Da sagen z.B. alle dass mich keiner entlässt wenn er einen Verdacht auf Krebs hat. Ich muss Dienstag zur Verlaufskontrolle nochmal hin und hab solche Angst



Geh mal an die Sache anders ran ... jeder Arzt ist in der Pflicht ... Dir das klipp und klar zu sagen ... wenn Du Krebs hättest !
Das ist seine Pflicht !

#9


E
Zitat von Ansche1985:
ob es Krebs ist und er sagt "unwahrscheinlich" was bedeutet das für euch?

Sagen wir es mal so:

Wortbedeutung/Definition:
1) nicht wahrscheinlich; mit geringer Wahrscheinlichkeit

Begriffsursprung:
zusammengesetzt aus dem Präfix un- und dem Adjektiv wahrscheinlich

Sinnverwandte Begriffe:
1) fast unmöglich

Gegensatzwörter:
1) wahrscheinlich

Anwendungsbeispiele:
1) Im Lotto zu gewinnen ist höchst unwahrscheinlich.

Im Umkehrschluss bedeutet dies das du so wahrscheinlich Krebs hast wie du morgen bei Lotto gewinnen wirst. Beides ist zwar möglich, aber unwahrscheinlich.

Zitat von HannaZ:
Geh mal an die Sache anders ran ... jeder Arzt ist in der Pflicht ... Dir das klipp und klar zu sagen ... wenn Du krebs hättest !

Dazu kommt noch das vor allem Krankenhäuser ein Vermögen mit Krebsbehandlungen verdienen, daher wird man nicht so einfach als Goldesel nachhause geschickt wenn man dich richtig finanziell ausschlachten könnte... Hört sich vielleicht etwas gemein an, aber Krankenhäuser sind Einrichtungen die Geld verdienen wollen/müssen.

Sehe es also als äußerst Wahrscheinlich an das du kein Krebs hast!

x 4 #10


Ansche1985
Ich denke z.B. dass sie sich nicht trauen mir das zu sagen weil ich psychisch so labil bin. Ich mach mir auch Gedanken warum ich nochmal in die Ambulanz muss zur Verlaufskontrolle. Ich male mir schon aus dass dann von Krebs die Rede ist und die nur wollten dassich erstmal ruhig ins neue Jahr starte was ich ja sowieso nun nicht tue

#11


H
Zitat von Ansche1985:
Ich denke z.B. dass sie sich nicht trauen mir das zu sagen weil ich psychisch so labil bin. Ich mach mir auch Gedanken warum ich nochmal in die Ambulanz muss zur Verlaufskontrolle. Ich male mir schon aus dass dann von Krebs die Rede ist und die nur wollten dassich erstmal ruhig ins neue Jahr starte was ich ja sowieso nun nicht tue


Macht es Dir was aus ... ein bisschen zu schreiben ... um was es geht ? Damit man sich ein Bild machen kann wegen der Verlaufskontrolle ...

#12


Ansche1985
Würde ich schon, nur die Angst ist so groß dass mir dann noch mehr Angst gemacht wird und fleißig gegooglet wird....

#13


H
Zitat von Ansche1985:
Würde ich schon, nur die Angst ist so groß dass mir dann noch mehr Angst gemacht wird und fleißig gegooglet wird....



Ok ... kann ich verstehen. Hoffentlich googelst Du nicht zu viel Trost

Ich googel eigentlich selten ... ich versuche immer an die Sachen anders ranzugehen ... das Positive zu suchen ... halt nach dem Ausschlußverfahren.

x 1 #14


Ansche1985
Ich will da Dienstag nicht hin. Ich heule dort gleich wieder los. Hab solche Angst dass die die ganze Zeit einen Verdacht hatten...und Dienstag kommt das böse Erwachen

#15


H
Zitat von Ansche1985:
Ich will da Dienstag nicht hin. Ich heule dort gleich wieder los. Hab solche Angst dass die die ganze Zeit einen Verdacht hatten...und Dienstag kommt das böse Erwachen


Das bringt Dir aber nichts ... es wird nicht so sein und wenn es so wäre (nur weil Du so denkst) ... würdest Du irgendwann sowieso zum Arzt
müssen. Und dann wäre besser zu denken - je eher umso besser.

Hast Du niemanden der Dich begleiten kann ? ... und "heulen" ist nicht schlimm ... das ist menschlich.
Und glaub mir ... die wenigsten Ärzte sind so sensibel und warten bis ins neue Jahr und ich weiß ... was ich da sage.

... also ist da nichts mit Krebs ... glaub mal Trost

x 1 #16


M
Ein Arzt darf gar nichts einfach so mit absoluter Sicherheit ausschließen ohne die entsprechenden Untersuchungen gemacht zu haben. Was soll er da sagen, außer "unwahrscheinlich".
Und Krebs ist immer sowieso unwahrscheinlich, wenn man bedenkt, dass es für nahezu jedes Symptom eine Palatte an harmoseren Ursachen gibt, die wesentlich häufiger der Übeltäter sind. Aber man soll ja trotzdem niemals nie sagen.

#17

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Ansche1985
Kann es sein dass sie den Verdacht haben oder es in Betracht ziehen aber halt bis ins neue Jahr warten wollen? Ist diese Vorgehensweise auch unwahrscheinlich?

#18


H
Zitat von Ansche1985:
Kann es sein dass sie den Verdacht haben oder es in Betracht ziehen aber halt bis ins neue Jahr warten wollen? Ist diese Vorgehensweise auch unwahrscheinlich?


JA ... schon allein aus dem Grund ... da der Arzt Dir die Frage mit "unwahrscheinlich" beantwortet hat !
Diese Aussage würde er nicht treffen ... wenn ein Verdacht bestehen würde. Dann hätte er den Verdacht mit Sicherheit geäußert
und Dir erklärt ... mit was sie es ausschliessen wollen.
Ich weiß nicht um was es geht ... aber eine Verlaufskontrolle kann viele Ursachen haben. Beispielsweise bei entzündlichen Prozessen ... bei
allen was eigentlich nicht hingehört ... Zysten ... Myome ... Knoten ... ja und selbst Tumoren (Tumor ist nicht gleich Krebs!) ... bei allen
medizinischen Befunden wo Abnutzungen der Gelenke und Knochen besteht usw.
Verlauf heißt einfach nur - schauen wie es sich entwickelt und Kontrolle weißt Du ja selber ...

Alles gut ! Trost

#19


Schlaflose
Wenn ein Arzt ohne durch zB. eine Biopsie 100% gesicherte Diagnose sagt, dass es kein Krebs ist, wäre er unseriös und würde eine Klage riskieren, wenn sich später doch Krebs herausstellt. Genauso verhält es sich, wenn er auf Rücksicht auf die psychische Verfassung des Patienten verschweigen würde, wenn er den Verdacht hätte, dass es Krebs ist.

#20


A


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Dr. Matthias Nagel
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