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schroxel
Hallo in die Runde
Ich bin ganz neu hier und dachte, ich trau mich auch mal aus der Deckung.
Seit ca. 3 Wochen ist mein Angstlevel mal wieder on fire. Natürlich hat auch mich die aktuelle Corona-Situation aktiv getriggert, da ich ohnehin an episodisch auftretenden Krankheitsängsten leide (2014 wurden mir zusätzlich zu meiner Depression noch Hypochondrie und eine Panikstörung diagnostiziert) und ich mir zusätzlich seit eh und je enorme Sorgen um meine Mutter mache, da sie chronisch krank ist und zur Risikogruppe gehört. Ich leide seit letztem Frühjahr an einer chronischen Gastritis Typ C , die im Laufe des vergangenen Sommers abgeklungen ist, so dass ich nun glücklicherweise lange Zeit symptomfrei war. Im Januar ist sie dann wieder aufgeflammt und bisher noch nicht wieder vollständig ausgeheilt. Seit einigen Wochen habe ich zusätzlich mit einem sporadisch auftretenden Engegefühl im Brustkorb und Atemproblemen zu kämpfen, die sich so anfühlen, als wäre nicht genügend Lungenvolumen vorhanden - so, als könne ich oft nicht richtig tief einatmen. Wenn es mir dann doch gelingt, bin ich total erleichtert - bis ich bemerke, dass ich eben doch nicht immer ungehindert einatmen kann. Zwischenzeitlich hab ich dann auch mal Tage, an denen ich so gut wie gar keine Probleme bemerke und nahezu normal atmen kann, ohne dass ich mich ständig darauf konzentriere, genügend Luft zu bekommen. Ich hab die Problematik, um mich selbst zu beruhigen, zuerst auf meine erheblichen Verspannungen auf Höhe der HWS und BWS geschoben, aber da ich jeden Tag Yoga praktiziere und mit meinem Hund draußen bin, müssten Schwierigkeiten beim Einatmen qua muskulärer Lockerung ja eigentlich mal langsam besser werden, oder nicht? (Ein Termin bei meinem Orthopäden wäre erst in vier Monaten wieder frei. ). Natürlich hab ich wie fast jede ängstliche bzw hypochondrische Person panische Angst vor einer Lungenembolie oder sonstigen schwerwiegenden Erkrankungen der Atemwege (gerade in Bezug auf die aktuelle Situation. ), erst recht, weil ich seitdem ich klein bin, immer eingebläut bekommen habe, bloß nie mit dem Rauchen anzufangen oder die Pille zu nehmen, da meine Mutter wegen unerkannter Thrombosen früher mal beinahe gestorben wäre. Parallel zu der Atemproblematik hat sich ein zeitweiliges Rauschen in meinem rechten Ohr bemerkbar gemacht - scheint pulssynchron zu sein. Dummerweise hab ich das natürlich gegoogelt und hatte daraufhin beinahe eine Panikattacke, weil ich so gruseliges Zeug gelesen hab. Das Rauschen tritt nur dann auf, wenn ich meinen Kopf in bestimmte Positionen bringe, z.B. beim Vorbeugen, wenn ich den Kopf in den Nacken lege oder wenn ich mich nach Bewegung hinlege - allerdings auch nicht immer. Manchmal hab ich dazu ein kurzes, diffuses Druckgefühl im Gesichtsbereich, fühlt sich fast ein wenig wie ganz kurzer Benommenheitsschwindel an. Mein Blutdruck war bei den bisherigen obligatorischen Messungen bei meiner Gyno immer im Normbereich, manchmal sogar eher zu niedrig, nur einmal minimal erhöht (vermutlich wegen der Aufregung, da ich bei einer neuen Ärztin war). Ich mache mich gerade schon sehr verrückt, da ich mich nicht wirklich konzentrieren kann und eigentlich dringend für eine digitale Klausur, die ich nächste Woche schreibe, lernen müsste, aber dieses Gefühl, oft nicht richtig befreiend einatmen zu können ist einfach echt schlimm
Ich wäre auch längst mal zu meiner Hausärztin gegangen, trau mich da aber wegen der aktuellen Lage überhaupt nicht hin (das Wartezimmer ist in etwa so groß wie eine Streichholzschachtel. ) - sonst hätte ich die Symptomatik schon längst ärztlich abklären lassen. Ich würde mich aber - wie wahrscheinlich alle hier - gerne so lange wie möglich nicht mit dem Virus infizieren, da ich Angst hätte, ihn ungeahnt an andere Personen weiterzugeben, nicht mehr für meine Mutter einkaufen gehen zu können oder selbst schwer zu erkranken, auch wenn ich erst 30 bin und nichts von etwaigen Vorerkrankungen weiß. Meine Angst akzeptiert diese Voraussetzungen allerdings leider überhaupt nicht
Kennt die beschriebenen Symptome jemand und weiß vielleicht Rat?
Ich danke euch schon mal!

27.03.2020 15:08 • 27.05.2021 #1


19 Antworten ↓


Darcyless
Hallo schroxel,

Zitat von schroxel:
Wenn es mir dann doch gelingt, bin ich total erleichtert - bis ich bemerke, dass ich eben doch nicht immer ungehindert einatmen kann. Zwischenzeitlich hab ich dann auch mal Tage, an denen ich so gut wie gar keine Probleme bemerke und nahezu normal atmen kann, ohne dass ich mich ständig darauf konzentriere, genügend Luft zu bekommen

Damit sagst du schon alles: Du löst die Atemprobleme selbst aus, indem du dich verstärkt auf deine Atmung konzentrierst und deine Lunge sich so verkrampft. Das ist eine leichte Form des Hyperventilierens und es gibt ganz viel dazu im Forum, weil das Probem extrem viele betrifft und noch mehr durch die Corona-Angst. Das ist psychisch und du kannst dem entgegenwirken indem du bewusst wenig also flach atmest, um das Zu Viel an Sauerstoff in deiner Lunge auszugleichen.

Ich würde dir dringend raten solang du dich nicht wirklich krank fühlst, in der aktuellen Lage von einem Arztbesuch abzusehen und das Risiko nicht einzugehen dich anzustecken. Wie der Titel deines Posts bereits verrät, sind deine Beschwerden auf deine Angst zurückzuführen.

Das Rauschen im Ohr habe ich persönlich auch immer bei Angst-Attacken!

Liebe Grüße und ich hoffe, ich konnte dich ein wenig beruhigen.

27.03.2020 15:25 • x 1 #2



Atemprobleme und Pulsrauschen im Ohr

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schroxel
Vielen Dank für deine Antwort!
Ich hab natürlich gehofft, dass es sich nur um Symptome meiner Angst handelt. Aber dieses Gefühl, nicht richtig atmen zu können, kannte ich bisher nur, wenn ich mal einen zu engen Gürtel auf Höhe der Taille getragen hab und das Zwerchfell deswegen etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde (das war dann aber nach maximal zwei Tagen wieder passé) - nie in Verbindung mit psychischen Problemen. Vermutlich schürt es deshalb auch größere Panik Hyperventilieren kannte ich bisher nur als akutes Phänomen in extremen Paniksituationen, daher hab ich das überhaupt nicht auf mein Problem bezogen.
Hast du eine Erklärung, woher dieses Pulsrauschen kommt? Im Internet liest man nur allerhand Beängstigendes, z.B. dass ein pulssynchrones Ohrgeräusch im Gegensatz zu anderen Tinnitusformen immer organische Ursachen hätte, die dringend untersucht werden müssten.
Und ja, auch wenn es gerade nicht so klingt - du konntest mich tatsächlich etwas beruhigen. Ich danke dir!

27.03.2020 16:27 • #3


flow87
Zitat von schroxel:
Hallo in die Runde Ich bin ganz neu hier und dachte, ich trau mich auch mal aus der Deckung.Seit ca. 3 Wochen ist mein Angstlevel mal wieder on fire. Natürlich hat auch mich die aktuelle Corona-Situation aktiv getriggert, da ich ohnehin an episodisch auftretenden Krankheitsängsten leide (2014 wurden mir zusätzlich zu meiner Depression noch Hypochondrie und eine Panikstörung diagnostiziert) und ich mir zusätzlich seit eh und je enorme Sorgen um meine Mutter mache, da sie chronisch krank ist und zur Risikogruppe gehört. Ich leide seit letztem Frühjahr an einer chronischen Gastritis Typ C , ...


Ich kenne das auch. Verspürst du dann einen drang tief einatmen zu müssen oder zu gähnen?

27.03.2020 16:42 • #4


schroxel
Allerdings, ja. Gähnen klappt dann auch eigentlich immer, aber tief einatmen eben nur manchmal. Ich freu mich immer wie ein Honigkuchenpferd, wenn ich mal einen Tag Ruhe hab und die Beschwerden quasi verschwunden sind. Wie äußert sich das denn bei dir?

27.03.2020 16:47 • #5


flow87
Zitat von schroxel:
Allerdings, ja. Gähnen klappt dann auch eigentlich immer, aber tief einatmen eben nur manchmal. Ich freu mich immer wie ein Honigkuchenpferd, wenn ich mal einen Tag Ruhe hab und die Beschwerden quasi verschwunden sind. Wie äußert sich das denn bei dir?


Ja bei mir etwa gleich. Verspühre dann den Drang immer wieder tief einatmen zu müssen oder zu Gähnen.

27.03.2020 16:52 • #6


schroxel
Zitat von flow87:
Ja bei mir etwa gleich. Verspühre dann den Drang immer wieder tief einatmen zu müssen oder zu Gähnen.


Hast du deine Symptome denn schon mal ärztlich abklären lassen? Ich werd mir einen Besuch bei meiner Hausärztin vorerst klemmen - ich hab zu viel Angst vor einer Corona-Infektion

27.03.2020 16:58 • #7


flow87
Zitat von schroxel:
Hast du deine Symptome denn schon mal ärztlich abklären lassen? Ich werd mir einen Besuch bei meiner Hausärztin vorerst klemmen - ich hab zu viel Angst vor einer Corona-Infektion


Ja habe ich. Du kannst das Thema von mir. Seufzeratmung anschauen. Dort haben viele reingeschrieben mit den gleichen Symptomen wie wir.
Ärztlich kam nie war raus. Alles gut bei mir. Deshalb ist es auch so schwer dies zu akzeptieren, weil man die Symptome hat aber keiner kann was dagegen machen.

27.03.2020 21:19 • #8


schroxel
Hab mir deinen Thread gerade mal durchgelesen. Ist ja übel, wie vielen Personen es genauso geht
Die Atemsymptomatik hat sich im Vergleich zu den letzten Tagen übrigens gebessert - ich denke, dieser Thread hat seinen Zweck erfüllt Habt Dank für eure Antworten! Wenn nun auch noch meine Gastritis und das pulsierende Rauschen im Ohr verschwinden würden... naja, mensch kann nicht alles haben

28.03.2020 08:50 • #9


schroxel

04.05.2020 17:33 • #10


PocahontasLE
Ach Mensch, fühl dich gedrückt. Ich kann verstehen, wie es dir geht. ich hatte auch shconmal dolle Angst vor Aneurysma oder etwas anderem im Gehirn weil ich viel unter Migräne litt und dazu noch das ein oder andere komische Symptome hatte / habe...also pulssynchrones Ohrgeräusch habe ich auch immer mal...und ich sehe auch manchmal den Puls im Auge...und das beides schon lange und vor 5 Jahren war mein Gehirn clean. Ich finde es ganz schön fahrlässig von dem Orthopäden nach der Schilderung Verdacht auf Aneurysma auf die Überweisung zu schreiben...zumal meines (veralteten) recherchestandes Aneurysmen meistens gar keine beschwerden machen. das ist ja das tückische...deswegen können wir das also quasi alle haben. Ich wurde vor 2 Jahren auch in eine Wahnsinnsangstspirale getrieben von einer Orthopädin. ich hatte zu der zeit wahnsinnige Angst vor ALS...und ich hatte eine Delle ind er Wade festgestellt und litt unter Muskelzucken..ich war dann bei ihr und sie meinte wir müssten das beobachten...bla bla...dann rief sie mich direkt danach an, dass ich bitte in 3 Monaten wiederkommen soll (Sie habe rücksprache mit der leitenden ärztin in der praxis gehalten) und am abend rief sie mich nochmal an um dir zu sagen, dass ich mit der Wade ins MRT solle. auf dem überweisungsschein stand Verdacht auf Atrophie...ich muss dir nicht erklären, was in mir abging. naja ende vom Lied: Alles gut mit meinder Wade. ALS ist das Fachgebiet der Neurologie...genau wie ein Aneurysma (wenns denn im Gehirn sitzt)...aber die Neurologie scheint zu Recht nicht die spezialisierung der Orthopäden geworden zu sein...also lass dir keine angst machen und sch. einreden! Für deine Zyste drück ich dir auch die Daumen...wenn ich richtig gerechnet habe hast du sie ja 4 Jahre beobachtet...wenn sie da nicht enorm gewachsen ist, würde ich jetzt auch nicht plötzlich davon ausgehen. alles wird gut. ich weiß mit der angst ist man oft allein. ich drück dich

04.05.2020 19:26 • x 1 #11


schroxel
Tausend Dank für deine liebe Nachricht und deine beruhigenden Worte, liebe Pocahontas! Das tut gerade wirklich verdammt gut! Und schön zu lesen, dass sich bei dir keine Verdachtsdiagnosen erhärtet haben Weißt du denn mittlerweile, woher dieses Pulsrauschen im Ohr stammt? Hast du es auch nur manchmal bzw. in bestimmten Situationen? Ich hab bis vor zwei Monaten tatsächlich noch nie Probleme damit gehabt und wundere mich doch sehr darüber, vor allem, weil es mit diesem merkwürdigen kurzzeitigen Kopfdruck einhergeht
Und ja, du hast tatsächlich recht. In den vier Jahren nachdem sie entdeckt wurde hat sich die Zyste laut radiologischem Befund gar nicht verändert, was mich ziemlich gewundert hat, da man überall liest, dass sie für gewöhnlich weiterhin wachsen würde. Aber allein die Aussicht, nun wieder mit einer so schlimmen Verdachtsdiagnose ins MRT geschickt zu werden, löst die allerschrecklichsten Horrorszenarien in meinem Kopf aus und ich fühle mich direkt zurückversetzt in die Zeit, als ich im Krankenhaus lag und wirklich dachte, dass mein Leben vorbei sei Ich danke dir jedenfalls sehr für deine Anteilnahme und deine Antwort und drücke dich ganz lieb zurück!

04.05.2020 19:55 • #12


PocahontasLE
Oh man ich mag mir kaum ausmalen was da in die vorgegangen ist und verstehe auch jetzt die Angst gut. Hast du eine liebe Person, die dich zum MRT begleiten kann?
Ich weiß nicht so richtig wie das bei mir kommt abr ich habe insgesamt das Gefühl, dass mein Nervensystem gern ein bisschen überreizt ist. ich hatte auch mal über Monate beim Bücken das Problem, dass es an einer bestimmten Stelle im Kopf weh getan hat...da war ich auch sicher, ich habe einen Tumor und dass da beim Bücken das Blut hinläuft und dass ich es deswegen merke...aber das kam vermutlich von den Nebenhöhlen. hattest du vielleicht ne erkältung und ist irgendwas möflicherweise noch unterschwellig dicht? dieser druck könnte ja auch stirnhöhlen sein?wie das dann mit dem Ohr korrespondieren könnte, kann ich leider nicht mit sicherheit sagen aber fakt ist auch, dass wir ängstler kleinste dinge wahrnehmen...und wenn man es einmal gemerkt hat....dann hört man nicht mehr auf. so war das auch mit meinem muskelzucken...ich denke mal das war schon immer bisschen da aber ab dem moment wo ich mir sorgen drum gemacht hab, war es rund um die uhr ganz ganz oft da...und ich glaube oft denken wir: wenn das symptom weg ist, dann geht es mir auch wieder gut aber ich habe auch oft gemerkt, dass wenn ich nach einer ärztlichen Klärung aufgehört habe sorgen zu machen, mit der zeit das symptom (was mir dann egal geworden ist) weggegangen ist..also wenn es mir gut geht, verschwindet das symptom. ich drück dich fest...du schaffst das mit dem MRT...es ist furchtbar furchtbar gruselig aber du hast schon so viel geschafft!

04.05.2020 20:07 • x 1 #13


schroxel
Leider wurde mir seitens der radiologischen Praxis schon mitgeteilt, dass angesichts der aktuellen Lage keine Begleitperson mitkommen darf, es sei denn, es besteht eine dringende medizinische Indikation
Dass dieses merkwürdige Druckgefühl und das Ohrgeräusch auch mit einer Erkältung zusammenhängen könnten, hab ich übrigens auch schon überlegt. Ich hab seit Monaten eine laufende Nase (eigentlich nur nach dem Essen, was ich noch verwirrender finde ) und niese auch recht häufig, hab aber nicht das Gefühl, dass meine Nase verstopft ist. Erkältet gefühlt hab ich mich allerdings nicht und Allergien hab ich meines Wissens auch keine. Ob vielleicht doch der vermutlich noch immer bestehende Eisenmangel damit zusammenhängt? Man weiß es nicht. Mein Körper macht mich derzeit ganz schön verrückt
Jedenfalls hilft es mir gerade total, über all das sprechen zu können.
Ich danke dir von Herzen!

04.05.2020 21:37 • x 1 #14


PocahontasLE
Guten Morgen, bei mir ist zum Beispiel auch seit 7 Monaten ein Stück Trigeminusnerv im Gesicht gereizt seit einer Erkältung und ich hab das Gefühl, da ist nichts mehr aber manchmal sagen Leute ich klänge nasal. ich kann das leider gar nicht hören ... wer weiß...aber vielleicht sitzt dann wirklich was in der Stirnhöhle? also ich mein schleim...nix anderes Blöd, dass wegen der situation aktuell niemand mitkommen kann Vielleicht kannst du dich direkt danach verabreden? Kannst du Entspannungstechniken im MRT? Im MRT beruhige ich mich insofern, dass es ja eh mind. noch 1 Woche dauert bis zum Befund...allerdings habe ich da dann auch immer doll ANgst. Ich hatte letzte woche eins vom Oberbauch wegen laaaanganhaltender Schmerzen und hab jetzt auch immer mega Panik wenn mein Telefon klingelt....
schau auf jeden fall nicht mehr auf diesen Überweisungsschein...
achso und Eisenmangel wäre auch eine Gemeinsamkeit die wir haben die vielleicht alles erklären kann Das Problem ist glaube auch, dass wir immer für alles die Erklärung wollen..das hat meine Mutter letztens zu mir gesagt...sie meint sie hat auch oft irgendwas in ihrem Körper aber es ist dann einfach irgendwann wieder weg und sie muss nicht wissen warum das so ist. für mich muss das alles immer erklärbar sein....
Ich freu mich sehr, wenn ich dir helfen kann...ich kenn das Gefühl, wenn man eine Frage stellt und wirklich dringend eine Antwort braucht! ... und entschuldige mein etwas wirres Schreiben

05.05.2020 06:10 • #15


schroxel
Guten Morgen, liebe Pocahontas!
Ich hab mir für heute vorgenommen, mit Kamillentee zu inhalieren, in der Hoffnung, dass evtl. etwas raus kommt, was nicht in die Nebenhöhlen gehört
Das MRT findet leider morgens um 7.30 Uhr statt - ich bezweifle, dass dann jemand Zeit hat Der Termin an sich ist eigentlich gar nicht sooo dramatisch - ich stelle ich mir während des MRTs einfach immer vor, dass ich irgendwo anders bin. Klappt meistens ganz gut. Wirklich schlimm ist eigentlich nur die Zeit danach bzw. der Zeitraum bis zur Befundsbesprechung. Angstbedingt halte ich diese Ungewissheit einfach kaum aus und reagiere dann immer sehr extrem, u.a. mit verschiedensten Körpersymptomen und Panikattacken
Wann bekommst du dein MRT-Ergebnis? Ich bin sicher, dass es nichts Schlimmes ist. Oberbauchschmerzen können ja wirklich zig harmlose Ursachen haben. Ich hab auch schon seit über einem Jahr immer mal wieder auftretende Schmerzen in der rechten Flanke und hatte schon Panik, dass es eine Nierenerkrankung sein könnte. Nachdem Ultraschall und Blutuntersuchungen derartiges ausschließen konnten, blieb dann nur die Diagnose Verspannungen übrig Da hab ich mich dann mal wieder reichlich bescheuert gefühlt.
Deine Mutter hat sooo recht... ich wünschte, ich könnte diesen Rat einfach annehmen und würde nicht immer ALLES in Frage stellen wollen, aber ich kann mich ernsthaft an keine Zeit in meinem Leben erinnern, in der das nicht so gewesen wäre

Hab einen schönen Start in den Tag!

05.05.2020 09:46 • #16


PocahontasLE
Juhu liebe Schroxel, wie hats geklappt mit dem Kamillentee? Gib dir auf jeden Fall Zeit...als ich das schonmal in der Stirn hatte, hat das monate gedauert. Wie ging es dir heut und wann ist dein termin? die zeit bis zum Befund ist der horror...ich weiß...aber du hast das schon oft geschafft ! danke auch für deine beruhigenden Worte. ich bin gespannt, was bei mir rauskommt. Ich wünsch dir erstmal ganz viel Kraft und hoffe, du musst nicht allzu lang warten? Liebe Grüße

06.05.2020 05:45 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

schroxel
Huhu Pocahontas,
bisher hab ich leider keine Verbesserung gespürt Aber nach einem einmaligen Versuch kann man das glaub ich auch nicht erwarten. Dieser Druck im Kopf bzw. im Gesicht fühlt sich allerdings auch nicht soooo sehr erkältungsbedingt an, eher so, als würde er vom Kiefer und/oder vom Nacken ausstrahlen. Ich finde es außerdem einfach sehr merkwürdig, dass er sich nur beim Aufstehen bzw. Hinsetzen bemerkbar macht - fast so, als sei es ein Problem mit dem Blutdruck. Was solls - ich bin da gerade sehr überfragt. Evtl frage ich morgen nochmal bei meiner Hausärztin nach, da ich wegen des MRTs sowieso einen aktuellen Kreatininwert brauche und deswegen Blut abnehmen lassen muss - immerhin schürt meine Ärztin aber nie Panik, wenn ich mal wieder mit merkwürdigen Symptomen bei ihr auf der Matte stehe
Es geht mir heute etwas besser als gestern und auf jeden Fall besser als vorgestern. Bin relativ viel damit beschäftigt, Unikram nachzuarbeiten. Es ist in der letzten Woche angstbedingt so einiges liegen geblieben, was ich nun langsam mal nachholen muss Immerhin lenkt mich die Schreibtischarbeit ein wenig ab.
Morgen hab ich glücklicherweise auch wieder einen Therapietermin. Das MRT ist leider erst am 19.05
Gibt es bei dir schon was Neues? Wie geht es dir denn heute?
Fühl dich lieb gegrüßt!

06.05.2020 13:10 • #18


Hi @schroxel
Hat sich der Druck und das Sausen gelegt? Habe 1:1 die selben Symptome. Auch der Druck und das Rauchen beim Aufstehen oder hinlegen. Am meisten aus der Waagerechten in die Senkrechte. Aber auch nicht immer, irgendwie nur, wenn ich darauf achte.
Ich war bei verschiedene Ärzten, hatte Doppler, Ohrenuntersuchung usw. Alles ohne Befund. Seit dem ist es größtenteils weg uns kommt nur gelegentlich wieder. Ein Freund von mir hat das Rauschen auch in stressigen Phasen.

27.05.2021 20:44 • #19


schroxel
Hey @TheRiddler91
Es ist tatsächlich mit der Zeit besser geworden. Nachdem eigentlich alles an ernsten bzw. bedrohlichen potenziellen Ursachen ausgeschlossen werden konnte, hat meine Therapeutin mich davon überzeugen können, dass es vermutlich einer unschönen Mischung aus Verspannungen/Fehlbelastungen, meiner hypochondriebedingten Hyperfokussierung auf körperliche Unregelmäßigkeiten und Angst/Stress geschuldet war. Zwischenzeitlich tritt es immer mal wieder auf, aber mit der Zeit hab ich gelernt, es zu ignorieren. In besonders stressigen Phasen fällt es mir zwar schwer, aber ich kann mich nun recht schnell beruhigen, da ich weiß, dass es sich um nichts Gefährliches handelt - im Gegenteil: Diese Beschwerden sind wohl tatsächlich recht typisch für Angstpatient:innen
Ich hoffe, ich konnte dir damit ein wenig helfen. Im Zweifelsfall ersetzt das natürlich keinen Gang zum Arzt, sofern du dich sehr unsicher fühlst, aber wenn die Untersuchungen bisher ohne Befund waren, ist das schon mal ein gutes Zeichen! In den allerallermeisten Fällen hat dieses Rauschen ganz harmlose Ursachen
Alles Liebe für dich!

27.05.2021 21:07 • #20



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