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Lu-Ann
Hilfe es ist wieder mal da. Oder war es noch nie so schlimm? Ich kann nicht richtig einatmen! Habe das Gefühl, dass es "nicht richtig rein geht". dadurch versuche ich immer wieder "richtig tief einzuatmen". Davon wird mir dann erst recht komisch. Schaffe es nicht mich abzulenken. Es ging gestern schon den ganzen Tag so. Immer wieder schwappt die Angst hoch, das es was schlimmes ist. Lungenembolie oder sonst was.
Würde gerne mal richtig weinen.

Gerade bin ich sehr verzweifelt und voller Angst. das soll bitte aufhören und einfach weggehen! Ich möchte mich bitte einfach nur wieder gut fühlen!

29.05.2021 08:14 • 23.06.2021 x 1 #1


12 Antworten ↓


DieSonne
Guten Morgen @Lu-Ann. Ich kenn das auch. Versetzt mich aber nicht mehr in Panik. Es nervt mich nur noch. Irgendwie kann ich das gut mit scharfen Pfefferminz Bonbons oder Kaugummis regulieren. Warum das so ist weiß ich nicht. Vielleicht, weil ich von kleinauf gelernt habe, das Eukalyptus und Menthol für Atemwegserkrankungen heilsam wirken.

Versuch dir auch zu verinnerlichen, dass du nicht zu wenig einatmest sondern zu wenig ausatmest. Also hast du zu viel Kohlendioxid im Körper, weshalb dir "komisch" wird. Lass mich raten. Kribbeln in den Händen, leichter Schwindel und dann eben Panik. Das Ganze nennt man Hyperventilieren. Versuche bewusst doppelt so lange auszuatmen im Vergleich zur Einatmen (fühlt sich widerspüchlich an, das stimmt. Ist aber trotzdem in der Regel so).

Ich wünsche dir trotzdem einen schönen Tag.

29.05.2021 08:58 • x 2 #2



Atemprobleme - Kurzatmigkeit

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moo
Zitat von DieSonne:
Versuche bewusst doppelt so lange auszuatmen im Vergleich zur Einatmen (fühlt sich widerspüchlich an, das stimmt. Ist aber trotzdem in der Regel so).


Richtig!

Ein kleine Anmerkung noch hierzu: Die Ausatmung nicht bewusst "vollziehen", sondern sie natürlich stattfinden lassen. Lass am Ende der Ausatmung noch einige Sekunden den Körper richtiggehend in sich zusammensinken, bevor er sich den Sauerstoff wieder holt. Du bist hier gar nicht involviert, der Atem "tut" das selber. Das Ich, das Ego ist nicht der Atmende sondern der Zuschauer: der, der "weiß".

Das Ego meint immer, regulieren und steuern und eingreifen zu müssen. Es will alles zu seiner Angelegenheit machen. Je mehr Ego-Einfluss, desto komplizierter wird das Leben (und die Atmung)

29.05.2021 09:20 • x 2 #3


Lu-Ann
Ich danke euch! Für eure Anteilnahme! Und euer Verständnis!
Ja, im Prinzip ist es hyperventilieren.

Nur habe ich dabei eine ganz ruhige Atemfrequenz. Und mein Puls bleibt anfangs auch ruhig. Bis ich mich reinsteigere und dann zu früh wieder einatme und regelrecht zwanghaft versuche tief zu atmen.

Bei mir kommen noch die Magenprobleme dazu, die ich so habe. Bin voller Luft und mein Zwerchfell hat zu wenig Platz. Sehr unangenehm

Das mit den scharfen Bonbons und Kaugummis kenne ich auch. Hat sonst immer recht gut geklappt. Hilft momentan nur noch kurzzeitig. Warum muss das denn eigentlich dann jetzt auch immer über so einen langen Zeitraum anhalten? Reicht das nicht als kleiner Anfall und dann ist wieder gut?

29.05.2021 13:17 • x 2 #4


DieSonne
Zitat von Lu-Ann:
Warum muss das denn eigentlich dann jetzt auch immer über so einen langen Zeitraum anhalten? Reicht das nicht als kleiner Anfall und dann ist wieder gut?

Weil du den natürlichen Reflex der Atmung zu sehr zum Thema machst (nicht vertraust). Du fokussiert dich zu sehr darauf. @moo hat mich diesbezüglich sehr gut korrigiert, indem er sagt, dass einige zu sehr der Meinung sind die Atmung regulieren zu müssen, dabei geht das in der Regel von ganz alleine.

29.05.2021 20:35 • x 2 #5


Lu-Ann
Ja, das stimmt! Atmung ist ein ganz natürlicher, selbst regulierender Reflex! Das gemeine ist, dass ich das ja durchaus weiß - nur ist es so schwer meinem Kopf das auch verständlich zu machen. Es einfach fließen zu lassen.
Und dann kommen die Gedanken, ob es doch was schlimmes sein kann. Das ich gleich keine Luft mehr bekomme.

Mein Herz ist gerade kontrolliert worden und die Medikamente wegen meines Herzfehlers wurden neu eingestellt. Alles gut also. Warum sucht mein verdrehter Kopf dann nun ein neues Thema an dem er sich festbeißen und Panik schieben kann?!?

29.05.2021 22:11 • x 1 #6


DieSonne
Weil du trotzdem Angst hast. Machst du gerade eine Therapie?

29.05.2021 23:23 • #7


moo
Zitat von Lu-Ann:
Warum sucht mein verdrehter Kopf dann nun ein neues Thema an dem er sich festbeißen und Panik schieben kann?!?


Der zwanghafte Geist sucht sich halt ein Objekt, das er fokussieren kann. Was böte sich da besser an als Herzschlag oder Atmung...?! Beides spürt man (wenn man "will") jederzeit und kann ihm nicht entfliehen. Deshalb sind derlei Ängste auch so verbreitet. Die "kann" jeder, auch ohne große unverarbeitete Kindheitserlebnisse...

Ich kann nur raten, nicht zu versuchen, den Geist abzulenken, denn das hältst Du nicht lange aus. Es geht - nochmal - darum, die nichtpersönliche Natur dieser Vorgänge zu verstehen. Das erfolgt durch eine genaue, ruhige, unvoreingenommene Betrachtung.

Durch Übungen wie oben skizziert, kannst Du das bewerkstelligen.

Du bist nicht der Herzschlag. Du bist nicht die Atmung.

30.05.2021 07:03 • x 2 #8


Lu-Ann
Zitat von DieSonne:
Weil du trotzdem Angst hast. Machst du gerade eine Therapie?

Aktuell mache ich keine Therapie. Habe s von viel durch und war zuletzt in einer psychosomatischen Klinik. Ist aber nun auch schon fast sechs Jahre her. kommt eben in Episoden immer mal wieder.
suche mir hier einen ambulanten Platz. Habe das Gefühl, die Praxen sind aktuell voll wie nie...

30.05.2021 09:45 • x 1 #9


Lu-Ann
Du hast einfach nur recht! In der Klinik damals haben wir auch viele Atemübungen, Entspannungstechniken und Körpertherapie gelernt. Allerdings fällt es dann später alleine zu Hause schwerer das weiter umzusetzen und auch durchzuhalten.
Ich weiß nicht, was aktuell "mein Problem" ist. Habe ich noch nicht rausgefunden

30.05.2021 09:48 • x 1 #10


widesea
Ich habe ein ähnliches Problem, bei Panik/Aufregeung fange ich an sehr flach und tief zu atmen, ich weiß nicht, ob es hyperventilieren ist, aber es geht so weit, dass ich daraufhin sehr oft in Ohnmacht falle für ca 10 sek.
Dies passiert mir immer nur in Momenten der Angst, mittlerweile traue ich mich viele Dinge deswegen nicht mehr. Vorallem beim Autofahren habe ich deshalb Angst. Kennt das noch jemand in dieser Form?
Lese immer nur, Angst und Panik, aber keine Ohnmacht, bei mir meistens Ohnmacht

22.06.2021 21:02 • x 1 #11


Lu-Ann
Hallo widesea!
Ich bin in meinen 37 Lebensjahren 2 mal ohnmächtig geworden. Einmal als Teenager in einem überfüllten Club (danach war ich nie wieder unbeschwert zum tanzen los) und einmal beim Blut abnehmen
Meine Ärztin hat früher zu mir mal gesagt, wenn ich so tief und flach einatme, werde ich schlimmstenfalls ohnmächtig und dann reguliert sich meine Atmung automatisch wieder auf Normalbetrieb.

Hast du schon mal versucht, ganz "klassisch" in eine Plastiktüte zu atmen und so den Gasaustausch zu regulieren?

23.06.2021 02:45 • #12


widesea
Hallo Alu-Ann,

sei froh, es ist wirklich ein schlimmes Gefühl der Machtlosigkeit und des totalen Kontrollverlustes.
Bis jetzt habe ich noch keine Lösung gefunden, dem in der Situation selbst zu entkommen. Atemübungen müssen gelernt sein und helfen bei mir bei starker Aufregung nur bedingt. Vielleicht muss ich das noch intensiver üben. Tüte habe ich noch nicht probiert.

LG

23.06.2021 13:25 • #13



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